Berlin/Kippenheim: Inge Auerbachers Rede hallt nach

»Niemand, der Ihre Rede gehört hat, wird sie je vergessen«, erklärte Schäuble Auerbacher bei ihrem Treffen in Kippenheim in Bezug auf ihre Rede anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationsozialismus. Gerade weil Auerbacher den Schrecken des KZs und der Nazizeit aus ihrer Sicht – der eines Kindes – geschildert hatte, seidie Rede so einprägsam, so berührend gewesen. Eine Einschätzung, die Roswitha Weber teilt. Die Kenzingerin hatte sich seit 1993 mit dem Leben Auerbachers auseinandergesetzt. Weiterlesen: lahrer-zeitung-19-02-2022

Foto (Detail): Deutscher Bundestag

Breisach/ Freiburg: Die Stolpersteine der Verwandten von Dory Sontheimer

An den Stolpersteinen in der Moltkestraße gedenken wir Dory Sontheimers Großeltern Lina und Eduard Heilbrunner, die von diesem Haus aus zusammen mit Urgroßvater Abraham Levi und seinem Sohn Nathan am 22. Oktober 1940 verhaftet und in das südfranzösische Lager Gurs deportiert wurden.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Freiburg-Breisach-Gurs. Verortung der Deportationsgeschichte von Gurs 1940“ des Blauen Hauses mit dem NS-Dokuzentrum Freiburg zur Ausstellung „Gurs 1940“ von April bis Juli statt.

Freitag, 22. April 2022, 11 Uhr
Treffpunkt: Moltkestraße 40, 79098 Freiburg
in Kooperation mit dem Projekt Stolpersteine in Freiburg mit Marlis Meckel
Teil einer Veranstaltungsreihe in Kooperation mit dem NS-Dokuzentrum Freiburg
Veranstaltung kostenfrei

Foto: Monika Rachel Raija Miklis Bild: Rachel Althof, Eschet Chajil, handkolorierter Siebdruck, 21.Jh., Foto: M. Miklis

Jüdisches Museum Emmendingen: Sonderausstellung verlängert

Zur Wiedereröffnung nach der Coronapause zeigt das jüdische Museum Emmendingen die Wechselausstellung  „Eine tüchtige Frau… Eschet Chajil – die Frau im Judentum“. Ein neues Objekt ist der handkolorierte Siebdruck der Kalligrafin Rachel Althof aus Binningen/Basel mit dem Loblied auf die „tüchtige Frau“, Anfang des 21.Jh.
Das Loblied auf die tüchtige Frau, in Hebräisch „Eschet Chajil“, wird zu Beginn des Schabbat am  Freitagabend vor der ersten Mahlzeit gesungen. Es sind melodisch vorgetragene Verse aus der hebräischen Bibel, Sprüche 31, 10-31, die Eingang in jedes Gebetbuch gefunden haben. Es spiegelt das Frauenbild des traditionellen Judentums und den Respekt gegenüber der Frau wider, sowie die Wertschätzung des wöchentlichen Feiertags, Schabbat, der in religiösen Schriften mit einer Braut verglichen wird.
Die in Binningen/Basel lebende Künstlerin versteht es in schöner, kalligrafischer Weise durch farblich hervorgehobene Buchstaben des hebräischen Alfabets den jeweiligen Versbeginn sichtbar zu machen. Zweiundzwanzig Buchstaben hat das hebräische Alefbet, zweiundzwanzig Verse hat das Gebet „Eschet Chajil“ in der hebräischen Bibel.

Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, die Dauerausstellung im Erdgeschoss und im ehemaligen Ritualbad (Mikwe) zu besuchen. Für den Besuch der Wechsel- und Daueraustellung gilt die 3G-Regel, Kontakdaten müssen hinterlegt werden. Maskenpflicht und Abstandsregeln bestehen weiterhin.

verlängert bis 28. Februar 2022, zu den Öffnungszeiten des Museums
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten
Bild: Rachel Althof, Eschet Chajil, handkolorierter Siebdruck, 21.Jh. | Foto: Monika Rachel Raija Miklis

Breisach: EinFührung zu „Gurs 1940“

Christiane Walesch-Schneller gibt eine EinFührung zum selbstständigen Rundgang in der Ausstellung „Gurs 1940: Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“.
Alle badischen Jüdinnen und Juden wurden am 23. Oktober 1940 in sieben Sonderzügen über die Breisacher Brücke aus ihrer Heimat deportiert, durch das von Nazi-Deutschland besetzte Frankreich in das Internierungslager Gurs am Rande der Pyrenäen. Die Ausstellung „Gurs 1940: Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“ wurde vom Haus der Wannseekonferenz Berlin mit vielen anderen Institutionen und Forscherinnen und Forschern erstellt, ergänzt durch zehn vom Blauen Haus erarbeiteten Tafeln zur lokalen Geschichte.

Foto (Detail): Blaues Haus Breisach

Mittwoch, 13. April 2022, 17 Uhr
Blaues Haus Breisach, Rheintorstraße 3
mit Christiane Walesch-Schneller
in Kooperation mit der VHS Westlicher Kaiserstuhl-Tuniberg e.V.
6€

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Führung durch das jüdische Kippenheim

Kippenheim kann auf ein bewegendes jüdisches Leben zurückblicken. Der Rundgang beginnt im „Judengässle“, dem jüdischen Ghetto des 18. Jahrhunderts, und führt vorbei an den früheren jüdischen Geschäften in der Poststraße, dem Zentrum jüdischen Lebens nach der rechtlichen Gleichstellung der Juden.

Dem Rundgang schließt sich eine Führung durch die Ehemalige Synagoge an, die 1852 im Ortszentrum von Kippenheim erbaut wurde. Sie ist ein repräsentatives Gebäude und eines der wenigen Zeugnisse des einstigen reichen jüdischen Lebens in der Ortenau. Heute dient sie als Kultur- und Gedenkstätte. Bei der Besichtigung der Gedenkstätte Ehemalige Synagoge werden auch Fragen erörtert, wie z. B.: Was unterscheidet eine Synagoge von einer Kirche? Warum beten in einer Synagoge Männer und Frauen getrennt? Was geschah am 9./10. November 1938 („Reichskristallnacht“) mit der Synagoge? Wie wurde das Synagogengebäude nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute genutzt?

Freitag, 8. April 2022, 16 Uhr
kostenlose Führung mit Bernd Rottenecker, Vorstandsmitglied des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim
in enger Kooperation mit der VHS-Kippenheim
Treffpunkt: Parkplatz Schule Kippenheim
Bitte wetterangepasste Kleidung tragen
Anmeldung bei der VHS erforderlich: Tel.: 07825 / 410 oder E-Mail:

Konzert: Ich bin in Sehnsucht eingehüllt

Offenburg: Konzert „Ich bin in Sehnsucht eingehüllt…“

Texte von Selma Meerbaum, die der Musiker und Komponist Wolfgang Joho in eigene Kompositionen gefasst hat, werden musikalisch vorgetragen.
Selma Meerbaum (1924 – 1942) war eine rumänische deutschsprachige Lyrikerin, deren Werk zur Weltliteratur zählt. Im rumänischen Okkupationsgebiet Gouvernement Transnistrien starb sie als verfolgte Jüdin im Alter von nur 18 Jahren im SS-Zwangsarbeitslager Michailowka. Der Gedichtband „Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“ wurde erst 1980 veröffentlicht. Heute gehören ihre 57 Gedichte zum literarischen Erbe der von den Deutschen ausgelöschten deutsch-jüdischen Kultur der Bukowina.
Clara Börger (Rezitation), Ursula Vetter (Sopran), Tatjana Schlegel (Piano) und Wolfgang Joho (Viola u.Violine) geben den melancholischen Liedern Meerbaums eine Stimme.
Die Lieder werden mit instrumentaler Musik für Violine bzw. Viola und Piano u.a. von John Williams, Gabriel Faure, Johann Sebastian Bach und Jules Massenet eingerahmt.
Dieses Projekt ist ausgezeichnet mit einem Stipendium des MKW Baden-Württemberg.

Foto (Detail): Museum im Ritterhaus

Donnerstag, der 7. April 2022, 19 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Anmeldung erforderlich unter 0781 822577 oder per Mail an
Die Veranstaltung findet unter Vorbehalt der aktuellen Pandemie-Lage statt; es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen.
Eintritt frei, Spenden möglich
Hinweis: Das Museum hat an diesem Tag bis 22 Uhr geöffnet!

Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: Führung „Gurs 1940“

Das Museum im Ritterhaus zeigt die Ausstellung „Gurs 1940“, die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipiert wurde.
Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert.

Sonntag, 20. März 2022, 11 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
mit Marion Herrmann-Malecha
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
7€

Museum Emmendingen

Emmendingen: „Frauen erzählen Frauen von Frauen“ zum Internationalen Frauentag

Anlässlich des Internationalen Frauentages stellen Frauen des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. Frauen der ehemaligen und heutigen Jüdischen Gemeinde Emmendingen vor und kommen mit den Besucher*innen ins Gespräch. Die Zahl der Teilnehmer*innen muss aufgrund der pandemischen Lage auf 10 Personen begrenzt werden.

Sonntag, 13. März 2022, 12.30 – 14.00 Uhr
Jüdisches Museum Emmendingen, Schlossplatz 7, 79312 Emmendingen
Veranstalter: Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.
Eine Anmeldung per Email ist bis 11. März 2022 erforderlich:
Es gelten die aktuell gültigen Corona-Regeln. Unabhängig davon bitten wir um das Tragen einer FFP 2-Maske.
Eintritt frei, Spenden willkommen

Frauen in der hebräischen Bibel

Emmendingen: „Frauen in der hebräischen Bibel – eine Hybridveranstaltung“ zum Internationalen Frauentag

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. lädt zu einer Hybrid-Veranstaltung im Café und zum Kaffee ein.
Rivka Hollaender referiert im Café Keyf in Bürkle Bleiche zu selbstbewussten Frauen in der hebräischen Bibel. Sie hat besonders die Königinnen Ester und Waschti im Blick.
Einlass ins Café Keyf ist um 16.30 Uhr. Es gelten die aktuell gültigen Corona-Regeln für die Gastronomie. Die Plätze an den Tischen sind begrenzt. Die Veranstaltung wird parallel zum Präsenzvortrag über ZOOM ausgestrahlt.

Foto (Detail): Monika Rachel Raija Miklis

Sonntag, 13. März 2022, 17.00 – 18.15 Uhr
mit Rivka Hollaender
Café Keyf, Lessingstraße 30, 79312 Emmendingen und zeitgleich über ZOOM:
Zoom-Meeting beitreten
https://us02web.zoom.us/j/89063226595?pwd=aGhHYVJDOG5JSi9vdTF6VXlWaE53Zz09
Meeting-ID: 890 6322 6595
Kenncode: 647942
Einritt frei – Spenden willkommen

Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: Kuratorenführung „Gurs 1940“

Das Museum im Ritterhaus zeigt die Ausstellung „Gurs 1940“, die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipiert wurde.
Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert.

Donnerstag, 3. März 2022, 19 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
mit Kurator Volker Ilgen
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
7€