Sulzburg: Ausstellung „nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I – III“

Auschwitz ist ein vielfach ausgeleuchteter Ort, seit Jahrzehnten erforscht, von Millionen Besuchern jedes Jahr besichtigt. Trotzdem existiert im unmittelbaren Umfeld des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eine fast unbekannte Spähre: die Lebenswelt von Menschen, die aufgrund historischer und biografischer Fügung zu Nachbarn dieser Schreckensorte geworden sind. In Auschwitz fielen mehr als 1,1 Millionen Menschen den Nationalsozialisten zum Opfer. Die meisten waren Juden aus Deutschland und anderen Ländern Europas. Es gab aber auch viele andere Opfergruppen – so etwa Sinti und Roma, nichtjüdische Polen, sowjetische Kriegsgefangene.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit dem Freundeskreis Ehemalige Synagoge und der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten Baden-Württemberg. Flyer zur Ausstellung:  SulzburgAuschwitzAusstellung300

Die Ausstellung kann aufgrund der dynamischen Fortentwicklung des Coronavirus aktuell nicht besucht werden. Weitere Informtionen zur Ausstellung können in einem Video (zum Link hier) eingesehen werden bzw. sind hier nachzulesen: badische_zeitung_2020-03-17_183873008

Seitens der Stadt sind alle öffentlichen Veranstaltungen bis Ende März 2020 abgesagt.

Ehemalige Synagoge Sulzburg
Die Ausstellung kann demnächst digital besichtigt werden. Öffnungszeiten gibt es aktuell nicht.

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Blaues Haus Breisach

Breisach: Jour fixe musical 19 – Der Fall Hindemith

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben, so zum Beispiel von Adolf Busch, oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten:

Özgür Aydin und Mitglieder der Berliner Philharmoniker spielen Sonaten von Paul Hindemith
Jelka Weber Flöte | Stefan Schweigert Fagott | Naoko Shumizu Viola | Özgür Aydin Klavier

Di., 31. März 2020, 18 (bis ca.19) Uhr
Spitalkirche Breisach
Eintritt frei

Namenswand_Blaues Haus Breisach_Ari Nahor

Breisach: Jour fixe musical 20 – Geige im Exil Folge III & Ungarn II

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben, so zum Beispiel von Adolf Busch, oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten:

Suyoen Kim Violine | Béla Bartók Sonate für Violine solo
(sowie vom Tonband – Historische Aufnahme: Josef Szigeti und Béla Bartók spielen die Sonate von Debussy) sowie Lesung: Ephraim Kishon Als Jude im stalinistischen Ungarn der 50er Jahre

Sonntag, 12. April 2020, 18 (bis ca.19) Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Mikwe Offenburg, Foto: Steffen Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

14 Meter unter dem heutigen Hofniveau des Anwesens Glaserstraße 8 befindet sich das älteste jüdische Bauwerk Südbadens – das Offenburger Judenbad (Mikwe). Es wurde von der hiesigen jüdischen Gemeinde errichtet. Hölzerne Stege leiten durch die Ausstellung, die drei Themenkomplexe aufgreift: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads. Während der Öffnungszeit bewirtet das Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg im Innenhof. Weitere Termine: Flyer_Mikwe_Termine2020_end & Flyer_Mikwe_2.0_web

Freitag, 24. April, 13-17 Uhr
Mikwe Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

Offenburg: Lesung: „Die Gedächtnislosen“

Géraldine Schwarz schreibt mit ihrem Buch „Die Gedächtnislosen“ europäische Geschichte. Ihre hochaktuelle These: Das Erstarken rechtpopulistischer Strömungen in Europa lasse sich mit der statt gefundenen oder nicht-stattgefundenen Auseinandersetzung der einzelnen Staaten mit dem Zweiten Weltkrieg erklären. Zur Veranschaulichung verknüpft die in Frankreich aufgewachsene deutsch-französische Autorin ihre Familiengeschichte mit der großen Geschichte und stellt dazu ihr reiches Quellenmaterial in aufschlussreiche Zusammenhänge. „Die Gedächtnislosen“ ist ein sehr persönliches Werk der Erinnerungskultur. Mit beispielhafter Sorgfalt plädiert Géraldine Schwarz in ihrem Buch für eine Fortführung der Gedächtnisarbeit, um den völkischen und nationalistischen Tendenzen in Deutschland und in Europa entgegenzuwirken.

Dienstag, 28. April 2020, 19 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Foyer
5 / 4 €
Veranstalter: Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein in Kooperation mit Museum im Ritterhaus, Landeszentrale für politische Bildung BW und Historischer Verein Offenburg e.V.

Stadtarchiv

Offenburg: Ökumenischer Gottesdienst zum Ende des Zweiten Weltkriegs und der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten vor 75 Jahren

Am 8. Mai 1945, vor genau 75 Jahren, ging mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa zu Ende. Der 8. Mai ist gleichzeitig als Tag der Befreiung ein Gedenktag, an dem der Befreiung vom Nationalsozialismus gedacht wird. Der Zweite Weltkrieg ging von Deutschland aus und verwüstete unseren Kontinent, in dem die Juden Europas ermordet wurden und in dessen Verlauf Millionen von Soldaten und Zivilisten starben. In dessen Folge wurden in vielen Ländern Millionen aus ihrer Heimat vertrieben. Die Offenburger Kirchen gedenken mit einem ökumenischen Gottesdienst an dieses Ereignis. Dr. Wolfgang Reinbold und Regina Brischle werden aus zeitgeschichtlichen Quellen lesen.

Freitag, 8. Mai 2020, 18 Uhr
Offenburg, St.-Andreas-Kirche, Hauptstr. 75
Veranstalter: Arbeitskreis Christlicher Kirchen Offenburg

ehemalige Synangoge Kippenheim

Jüdischer Kulturweg: Radtour zwischen Offenburg und Kippenheim

Die südliche Ortenau war eines der jüdischen Zentren Badens. Von diesem einst reichen jüdischen Leben zeugen heute noch ehemalige Synagogen und jüdische Friedhöfe aber auch hebräische und jiddische Wörter im Alemannischen und bauliche Spuren in den sogenannten „Judendörfern“ zwischen Offenburg und Ettenheim. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, der Diersburger „Judenfriedhof“ und die ehemalige Synagoge Kippenheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der bedeutende Stätten des Judentums entlang des Rheins verbinden soll. Unterwegs wird eine Vesperpause in Friesenheim eingelegt. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Sonntag, 17. Mai 2020, 10 – ca. 16.30 Uhr
Veranstalter: Gedenkstätte Salmen/ Museum im Ritterhaus und Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim
Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus, Ende Schmieheim
Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier bzw. Lahr.
Teilnahme ist kostenlos
Anmeldung und Information Tel.: 0781/ 82 25 77 oder 07807-957612,

Sulzburg: Moderiertes Gespräch „nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I – III“

Die Stuttgarter Fotografen Kai Loges und Andreas Langen (die arge lola) haben die Nachbarschaften der ehemaligen Lager intensiv bereist, mit Unterstützung eines Stipendiums des Kulturwerks der VG Bild-Kunst. Ihre Erkundungen , die sie mehrfach nach Oswiecim (Auschwitz) und Brzezinka (Birkenau) führten, konzentrieren sich auf das unmittelbare Umfeld der ehemaligen Hauptlager Auschwitz I – III: das Stammlager, das Vernichtungslager Birkenau und das Arbeitslager Monowice/Buna- IG Farben.
Die Bilder und Texte von Loges und Langen sind eine Reflektion über den historischen Ort Auschwitz und die weiterreichenden Fragen, die er aufwirft: Wie leben Menschen im Schatten einer einstigen Mordstätte? Wie gestaltet sich das Zusammenleben angesichts historischer Traumata? Wie verhalten sich individuelles und kollektives Gedächtnis zueinander? Die Dokumentation der Fotografen beschreibt Menschen und Biografien in einer Umgebung, die von extremer Gewaltgeschichte gekennzeichnet ist. Diese Annäherung, gebündelt in der Ausstellung „Nebenan“, läuft auf die Frage zu: Was ist das, der Geist des Ortes, bzw. gibt es ihn überhaupt?

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit dem Freundeskreis Ehemalige Synagoge und der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten Baden-Württemberg. Flyer zur Ausstellung: SulzburgAuschwitzAusstellung300

Sonntag, 26. April 2020, 17 Uhr (ursprünglich So., 29.3.2020)
Ehemalige Synagoge Sulzburg
mit Kai Loges und Andreas Langen

Sulzburg: „nebenan. Die Nachbarschaften der Lager Auschwitz I – III“

Gang durch die Ausstellung
Auschwitz ist ein vielfach ausgeleuchteter Ort, seit Jahrzehnten erforscht, von Millionen Besuchern jedes Jahr besichtigt. Trotzdem existiert im unmittelbaren Umfeld des ehemaligen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eine fast unbekannte Spähre: die Lebenswelt von Menschen, die aufgrund historischer und biografischer Fügung zu Nachbarn dieser Schreckensorte geworden sind. In Auschwitz fielen mehr als 1,1 Millionen Menschen den Nationalsozialisten zum Opfer. Die meisten waren Juden aus Deutschland und anderen Ländern Europas. Es gab aber auch viele andere Opfergruppen – so etwa Sinti und Roma, nichtjüdische Polen, sowjetische Kriegsgefangene.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg mit dem Freundeskreis Ehemalige Synagoge und der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten Baden-Württemberg. Flyer zur Ausstellung: SulzburgAuschwitzAusstellung300

Sonntag, 19. April 2020, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Sulzburg
mit Nikolaus Cybinski und Jost Grosspietsch

Jubiläumskonzert Emmendingen

Emmendingen: Konzert „Blicke nach Osteuropa“ vorerst abgesagt

Das Konzert von Michael Heitzler‘s Klezmer Band am 22.März wurde vorerst abgesagt. Bei bereits im Vorverkauf erworbenen Karten bitte den Kulturkreis kontaktieren:

Sonntag, 22 März 2020, 19 Uhr
Emmendingen, Steinhalle
Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.