Blaues Haus Breisach: Gedenken zum 22. Oktober 1940

Vom 21. bis 24. Oktober 2021 gedenkt das Blaue Haus Breisach mit verschiedenen Veranstaltungen der Deportation der mehr als 6500 badischen, pfälzischen und saarländischen Jüdinnen und Juden in das Internierungslager Gurs in Südfrankreich vor 81 Jahren.

Gedenkveranstaltung und Ausstellungseröffnung „Gurs 1940. Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“ im Beisein des Kokurators und Projektleiters Dr. Christoph Kreutzmüller von Bürgermeister Oliver Rein. Die Ausstellung wurde von der Gedenkstätte „Haus der Wannseekonferenz“, Berlin, unter Beteiligung französischer Wissenschaftler erarbeitet. Ergänzt wird die Ausstellung mit 10 lokalen Tafeln, welche die jüngsten Forschungsergebnisse des Blauen Hauses wiedergeben.
Am Nachmittag findet ein Vortrag mit Diskussion mit dem Kurator, Christoph Kreutzmüller statt. Ein Gesprächskonzert mit dem Titel „’Der Glaube an das Schöne hinter Stacheldraht‘ – Kunst im Lager Gurs“ mit Mélina Burlaud (Klavier) und Claire Beaudouin (Sopran), Pau, Frankreich, rundet den Tag ab.

Sonntag, 24. Oktober 2021
11.30: Gedenkveranstaltung | kleine Denkmal unterhalb des St. Stephansmünsters
12.30 Uhr: Ausstellungseröffnung | Garten des Blauen Hauses
15.00 Uhr: Vortrag mit Dr. Christoph Kreutzmüller | Blaues Haus
18.00 Uhr: Gesprächskonzert | Spitalkirche | Anmeldung erforderlich bis 22.10.21
Veranstalter: Stadt Breisach am Rhein und der Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. (Blaues Haus)
Eintritt frei, Spenden erbeten

 

Veranstaltung whemalige Synagoge Kippenheim

Kippenheim: Kippenheim: Mühen des Erinnerns

Ob Nationen, Orte oder Persönlichkeiten, das Erinnern macht uns Menschen Mühe. Schlimmes wird verdrängt, Gutes verklärt, Vieles vergessen. Dies führt Karl Kopp, der Autor des Buches „Das Kippenheimer Lied – eine badische Volksschule und ihre israelitischen Kinder“, mit seinem Vortrag „Mühe des Erinnerns“ vor Augen.
Für den ehemaligen Rektor der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Kippenheim war das örtliche Archiv der Gemeinde die wichtigste Quelle für seine Recherchen. Entlang dieses Buches, das vom „Förderverein Ehemalige Synagoge herausgegeben wurde, vermittelt Karl Kopp konkrete Beispiele zu den „Mühen des Erinnerns“ aus 250 Jahren Kippenheimer Geschichte.

Die Veranstaltung erfolgt an geschichtsträchtigem Ort und historischem Datum und versteht sich auch als Appell gegen Antisemitismus.

Dienstag, 9. November 2021, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Mit Karl Kopp
In Kooperation mit der VHS Lahr, Außenstelle Kippenheim
Eintritt frei, Spenden erbeten
Es gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen, eine Begrenzung der Teilnehmerzahl sowie eine Maskenpflicht in Innenräumen; dort gilt auch die 3G-Regel.

 

Offenburg: Kulturpause „Im Lager Gurs“

Die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipierte Ausstellung befasst sich mit dem Schicksal von tausenden Menschen, die am 22. und 23. Oktober 1940 in das Lager Gurs in Frankreich deportiert wurden. Viele fanden unter den katastrophalen Lebensverhältnissen im Lager den Tod, wenige konnten entkommen oder wurden gerettet. Die meisten aber wurden ab 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert. Ausstellungsflyer & weitere Termine: MiR_Flyer Gurs

Mittwoch, 10. November 2021, 12.30 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Kulturpause mit Regina Brischle
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
Eintritt frei

Führung „Gurs 1940“

Das Museum im Ritterhaus zeigt die Ausstellung „Gurs 1940“, die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipiert wurde.
Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert. Ausstellungsflyer & weitere Termine: MiR_Flyer Gurs

Sonntag, 21. November 2021, 11 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Ausstellungsrundgang mit Marion Herrmann-Malecha
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
4 € + erm. Eintritt

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Die Mendelssohns

Die Aufführung “ die Mendelssohns“ vermittelt einen Einblick in das Leben der Familie Mendelssohn und das philosophische und musikalische Wirken der Geschwister von Felix Mendelssohn und Fanny Hensel geb. Mendelssohn-Bartholdy.
Das musikalische Schaffen von Felix Mendelssohn ist auch heute noch so bekannt wie zu seinen Lebzeiten. Weniger bekannt ist, dass er eine musikalisch ebenso begabte Schwester Fanny hatte, deren Kompositionen den seinen um nichts nachstehen. Auch weniger bekannt ist, dass der Großvater der Geschwister, der Philosoph Moses Mendelssohn, in der deutschen Aufklärung eine bedeutende Rolle spielt und dadurch einen unverzichtbaren Beitrag zum jüdischen Leben in Deutschland geleistet hat, das in diesem Jahr sein 1700stes Jubiläum feiert.
Die Pianistin Lydia Jeschke, der Hornist Horst Ziegler sowie Mitglieder der Theater-AG des Max-Plamck-Gymansiums Lahr möchten einen Einblick vermitteln in das Leben der Familie Mendelssohn und das philosophische und musikalische Wirken von Moses Mendelssohn und Fanny Hensel geb. Mendelssohn-Bartholdy. Die Aufführung ist der im März 2020 verstorbenen Lisa Klevit-Ziegler gewidmet. Die Leitung hat Andrea Welz.

Sonntag, 21. November 2021, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

 

Kuratorenführung: Von Offenburg nach Gurs

Die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipierte Ausstellung wurde im Museum im Ritterhaus mit drei regionalgeschichtlichen Tafeln ergänzt. Sie widmen dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert. Ausstellungsflyer & weitere Termine: MiR_Flyer Gurs

Freitag, 26. November 2021, 15 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Kuratorenführung mit Volker Ilgen
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
4 €

 

Lager Gurs_Foto: Wikipedia

Offenburg: Ausstellung „Gurs 1940“

Im Oktober 1940 wurden Tausende Jüdinnen und Juden aus dem Südwesten Deutschlands nach Gurs deportiert. Einigen Deportierten gelang die Flucht aus diesem französischen Lager, mehr als Tausend starben. Die meisten Überlebenden wurden später nach Auschwitz-Birkenau und Sobibor verschleppt und ermordet.
An diese Verbrechen und ihre Nachgeschichte erinnert unsere Ausstellung aus verschiedenen Perspektiven. In Offenburg ergänzen drei Tafeln die Schau um die regionalgeschichtlichen Besonderheiten. Ausstellungsflyer und Veranstaltungstermine: MiR_Flyer Gurs

Laufzeit: 23. Oktober 2021 – 30. Januar 2022
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Öffnungszeiten: 10 – 17 Uhr
Telefonnummer: 0781 82 2577
www.museum-offenburg.de

Blaues Haus Breisach

Gurs: Gedenken zur Deportation am 22. Oktober 1940

Installation am Blauen Haus (ganztags bis einschließlich 25. Oktober): Namensfahnen aller Breisacher Deportierten und Portraitaufsteller

Briefe aus Gurs (in Planung)
10 – 11 Uhr Uhr, Beginn: Michael-Eisemann-Platz | Schülerinnen und Schüler der Hugo-Höfler-Realschule lesen bei einer Geh-Denkveranstaltung im ehemaligen jüdischen Viertel aus Briefen

Memorial 17 Uhr CET (Zoom)
Pandemiebedingt können viele Nachfahren der Breisacher Jüdinnen und Juden auch in diesem Jahr nicht persönlich teilnehmen. Ein Zoom-Memorial mit Teilnehmer*innen weltweit ermöglicht Austausch und Begegnung. Der Förerverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. (Blaues Haus)bittet um Anmledung unter mit Betreff „Zoom 22.10.“.

Freitag, 22. Oktober 2021
10-11 Uhr: Briefe aus Gurs | Michael-Eisemann-Platz
17 Uhr: Memorial | digital über ZOOM
Eintritt frei

Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim

„Es gab keinen Widerstand“

Am 22. und 23. Oktober 1940 wurden auf Anweisung der NSDAP-Gauleiter in Baden, in der Pfalz und im Saarland 6500 Jüdinnen und Juden, vom Kind bis zum Greis, aus ihren Häusern und Wohnungen abgeholt, in
Zügen nach Gurs in Südfrankreich gebracht. Zwei Jahre später wurden viele der Internierten zur Vernichtung in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Jürgen Stude, Vorsitzender des Fördervereins der ehemaligen Synagoge Kippenheim, erinnerte am Dienstag in einem Vortrag daran. Weiterlesen: 2021-10-22_Ortenau_Seite_26

Teppich Anelika Flaig_Projekt Erich-Kaestner-Schule Offenburg_2015

Deportation in die Vorhölle

Am 22. Oktober 1940 ließ das NS-Regime alle 6500 Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland zusammentreiben und in das Lager Gurs amFuß der Pyrenäen deportieren–Auftakt zum späteren Massenmord. Betroffen waren auch Familien aus Offenburg. Eine Ausstellung im Museum im Ritterhaus erinnert ab kommender Woche an ihr Schicksal und ist noch bis Januar 2022 zu sehen.

Eine Bildungsfahrt zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof bietet das
Stadtteil- und Familienzentrum Buntes Haus am Samstag, 6. November 2021 an. Die Fahrt findet
im Rahmen des Gedenkprojektes „KZ in der Nachbarschaft“ statt. Weiter lesen sowie weitere Informationen zur Ausstellung im Museum im Ritterhaus: offenblatt_2021_35