Foto: ehemalige Synagoge Kippenheim

Kippenheim: Vernissage „Es ist normal, verschieden zu sein“

Das Offene Atelier Lahr ist ein Kunstprojekt von Menschen mit und ohne Psychiatrieerfahrung. Es bietet den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, ihre individuellen schöpferischen Potentiale zur Entfaltung zu bringen. Im Unterschied zu kunsttherapeutischen Angeboten handelt es sich bei diesem Projekt um ein offenes Atelier, in dem sich die Künstlerinnen und Künstler selbst organisieren und sich frei betätigen. Das Atelier ist ein Raum, in dem künstlerisches Schaffen gleichwertig neben der Pflege von Kontakten und Beziehungen steht. Die dort geschaffenen Werke werden regelmäßig in Ausstellungen präsentiert, sie können auch gekauft oder gemietet werden.
Unterstützt und gefördert wird das Selbsthilfeprojekt vom Sozialpsychiatrischen Dienst Lahr und dem Verein „die Brücke – Hilfsgemeinschaft für Menschen in psychischer Not, Lahr e.V.“

Gruppenausstellung des Offenen Ateliers Lahr
Sonntag 3. Mai 2020, 11 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim: Führung über den jüdischen Friedhof in Schmieheim

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren 2500 Gräbern wird Bärbel Heer in die wechselhafte Geschichte der Ortenauer Juden einführen. Der Friedhof wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wurde immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch über ihre Ämter im jüdischen Gemeindeleben.
Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Montag 11. Mai, 17 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Ehemalige Synagoge Sulzburg: literarisch-musikalischen Abend

Johanna Rieken und Peter Kleindienst geben in der ehemaligen Synagoge Sulzburg zum letzten Mal Einblick in das Leben zweier herausragender Schriftstellerinnen: „Zwischen den Welten – Nelly Sachs und Selma Lagerlöf“:

15 Jahre ist Nelly Sachs alt, als sie den Roman „Gösta Berling“ von Selma Lagerlöf liest. Sie beginnt selbst zu schreiben und schickt der von ihr verehrten Selma Lagerlöf 1921 ihr erstes Buch. Die beiden Frauen haben sich nie getroffen und waren doch in ihren Biografien schicksalhaft miteinander verbunden. In einer Symbiose von Erzählungen, Gedichten, Originaltönen, authentischen Fotos, Musik sowie Klang- und Bildinstallationen näherte sich das Programm diesen zwei Frauen der Weltliteratur. Die Rezitationen von Johanna Rieken werden musikalisch interpretierend und improvisierend von dem Gitarristen Peter Kleindienst begleitet.

«Weltliteratur vollendet zum Leben erweckt: In einer außer-gewöhnlichen Symbiose von Bildern und Ton-aufzeichnungen, die mit Texten, Lyrik und Musik perfekt korrespondierten …konnten Welten verschmelzen.» (Badische Zeitung)

«Eine eindrucksvolle Reise…Mit der Verknüpfung von Wort und Klang erwecken sie Weltliteratur zum Leben.» (Haller Tagblatt)

«Sie entführten im voll besetzten Theater Waldkirch das Publikum in die Welt der Schriftstellerinnen…Die Zuhörer waren von der Intensität der Wortbilder und Lebensgeschichten beeindruckt.» (Badische Zeitung)

Samstag, 1. Februar 2020, 18 Uhr
Ehemalige Synagoge Sulzburg
Eintritt: 12 Euro (Karten an der Abendkasse)
Reservierung: 07634 560040 oder

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Lichter gegen Dunkelheit

2020 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum 75. Mal. Am 27. Januar wird der Befreiung des Konzentrationslagers Aschwitz gedacht. Gedenkstätten in ganz Deutschland beteiligten sich mit einem Beleuchtungsflashmob an diesem Gedenktag – so auch die Gedenkstätten hier am Oberrhein: www.lichter-gegen-dunkelheit

Salmen Offenburg, Foto: Tycho Klettner
Foto: Tycho Klettner, Salmen Offenburg

 

 

 

Ehemalige Synagoge Kippenheim: Foto: Manfred Sickmann
Foto: Manfred Sickmann

Blaues Haus Breisach: Bilder

Blaues Haus Breisach

Breisach: Schüler lasen Opfer-Texte

Eine Textlesung zu den Euthanasie-Morden der Nationalsozialisten von Schülerinnen und Schüler der Hugo-
Höfler-Realschule schloss am Montagabend die Veranstaltungsreihe des Blauen Hauses in der Breisacher Spitalkirche ab. Anlässlich des internationalen Gedenktags für die Opfer des Holocaust und des 80. Jahrestag des mörderischen Euthanasieerlasses hatten dazu eine Ausstellung, Gesprächsrunden sowie eine Filmdokumentation stattgefunden. Weiterlesen: Schüler lasen Opfer-Texte – Breisach – Badische Zeitung oder Badische Zeitung

Salmen: Eva Mendelsson_Foto_Chr. Breithaupt

Offenburg: „Bleibt stärkt, widersprecht!“

Zeitzeugin Eva Mendelsson berichtete vom Schicksal ihrer Familie in der NS-Zeit/Appell an Schüler: Einmal mehr hat die Holocaust-Überlebende Eva Mendelsson bei ihrem Besuch in Offenburg Eindruck hinterlassen. Sie berichtete im Rahmen mehrerer Veranstaltungen über das Schicksal ihrer Familie in der NS-Zeit. Dabei richtete sie insbesondere an die Offenburger Schüler einen eindringlichen Appell. Weiterlesen: OT_30.1.2020_Zeitzeugengespräch

Kippenheim: Auf Schloss Grafeneck wartet der Tod

Am internationalen Gedenktag der Opfer der nationalsozialistischen Herrschaft erinnerte der Förderverein der ehemaligen Synagoge Kippenheim mit Szenen und Musik unter dem Titel „Dann kamen die grauen Busse…“ an die Tötung von Menschen mit Behinderung. Umgesetzt wurde das Gedenken durch die Theater- AG des Max-Planck-Gymnasiums Lahr unter der Leitung von Lehrerin AndreaWelz mit Theaterszenen, in denen Geschichten von Lydia Pfeifer, Elfriede Caroli und Bruno Oppenheimer im Mittelpunkt standen. Weiterlesen: badische_z_itung_lah_29012020_Seite_35

Foto: Wikimedia Commons /Bundesarchiv, Bild 183-N0827-318; CC-BY-SA 3.0

Offenburg: Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an 40 getötete jüdische KZ-Häftlinge

Am 13. November 2001 wurde auf Initiative des Historikers Dr. Martin Ruch in der Rammersweirer Straße (nahe Radhaus) am Bahngelände ein Gedenkstein gesetzt zur Erinnerung an etwa 40 jüdische Zwangsarbeiter, die hier im Frühjahr 1945 umkamen. Die Getöteten gehörten zu der 10. SS-Baubrigade des Konzentrationslagers Buchenwald. Es handelte sich um ein „rollendes KZ“ mit etwa 500 Gefangenen, 430 ungarischen und 70 polnischen Juden in rund 40 Waggons. Sie waren eingesetzt worden, um die durch Bombenangriffen zerstörten Gleisanlagen zu reparieren.
Der Gedenkstein wurde in den vergangenen Jahren mehrfach von einem Unbekannten mit SS-Runen besprüht und teilweise mit Feuer beschädigt.
Die Stadtverwaltung wird gemeinsam mit Martin Ruch einen neuen, größeren Gedenkstein wiederaufstellen. Es sprechen die Fachbereichsleiterin Carmen Lötsch und der Historiker Dr. Martin Ruch.

Mittwoch, 28. Januar 2020, 14.30 Uhr
Offenburg, Rammersweierstraße (nahe Radhaus)
VeranstalterFachbereich Kultur, Stadt Offenburg