Foto: Stadatarchiv Offenburg

Salmen: „Ausgegrenzt. Vernichtet. Geflohen“. Das Schicksal der jüdischen Gemeinde Offenburg.“

Am 22. Oktober 1940 besiegelte die Deportation nach Gurs das Ende der jüdischen Gemeinde unserer Stadt. Aus Offenburg wurden rund 100 Menschen in der Turnhalle der Oberrealschule, dem heutigen Schiller-Gymnasium, zusammengetrieben. Von dort mussten sie den Weg zum Bahnhof für die Fahrt nach Südfrankreich antreten.

Die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, soll in Erinnerung behalten werden. Deshalb zeigt der Fachbereich Kultur im Aufgang des Salmen die Sonderausstellung „Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet.“ Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde.
Der Fokus der Ausstellung liegt auf der Darstellung der Verfolgung und Auslöschung der jüdischen Gemeinde während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. In verschiedenen bildlichen und textlichen Zeugnissen der Menschen wird eine für immer vernichtete Lebenswelt ein kleines Stück aus der geschichtlichen Dunkelheit gerissen. Über diese rekonstruierten Biografien sollen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, in Erinnerung bleiben.

Sonderöffnungszeiten:
Herbst 2019: 20. Oktober | 9., 10. & 11. November jew. 14-17 Uhr
Frühjahr 2020: 26. & 27. Januar, jew. 14-17 Uhr
Offenburg, Salmen / Foyer, Lange Straße 52
Eintritt frei

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Trio Briósh

Mit Musik von Astor Piazzolla, Giora Feidmann und Shostakovitsch – Klezmer, Tango und Muset.
Weitere Informationen folgen.

Sonntag, 27. Oktober, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Namenswand_Blaues Haus Breisach_Ari Nahor

Breisach: jour fixe musical – KURTÁG –Klänge

Benefizveranstaltung zu Gunsten des Musikprogramms im Blauen Haus:
Juliane Banse Sopran | Nataša Marić Flöte | Lucas Macias Navarro Oboe | Jermolaj Albiker Violine | Eric Soucy Viola | Philine Lembeck Cello | Ryo Yamanishi Klavier |Christian Dierstein Schlagzeug
Werkfolge:
B.A.Zimmermann-Kurtág-Liszt-Kurtág-Morton Feldman-Kurtág-
Stockhausen-Kurtág-Cage-Kurtág-Bartók-Kurtág-Varèse-Kurtág-
Carter-Kurtág-Kodály-Kurtág-B.A.Zimmermann-Kurtág
Genaueres auf www.BronislawHubermanForum.com

Weitere Veranstaltungen in  dieser Reihe: Veranstaltungsübersicht Breisach 2019-20

Monntag, 4.November 2019, 19 Uhr (bis ca 20:30)
Wentzinger-Gymnasium Freiburg
Eintritt frei, Spenden willkommen

Blaues Haus Breisach

Breisach: jour fixe musical – Russische Futuristen

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten. Jour fixe musical 13 findet unter dem Thema „Geliebt und verboten – Russische Futuristen“ statt:
Alexander Vassiliev Rezitation
Mitglieder des SWR Symphonie Orchesters
Texte von Velimir Chlebnikow, Wladimir Majakowski und Alexej Kručonych, russisch und in deutschen Übersetzungen von Paul Celan u. Oskar Pastior
Musik von Jefim Golyscheff (Streichtrio) und Artur Lourié (Formes en l’air) sowie historische Aufnahmen: Alexander Skrjabin spielt eigene Werke; Original Tondokumente von Velimir Chlebnikow, Wladimir Majakowski und Alexej Kručonych )
Wir zeigen bildkünstlerische Arbeiten von Jefim Golyscheff und Kazimir Malevič

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Veranstaltungsübersicht Breisach 2019-20

Sonntag, 10. November 2019, 18 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Offenburg: „nicht von hier. irgendwo“ – Ein Recherchestück von Futur II Konjunktiv. Gedenkveranstaltung zur „Reichspogromnacht“

Es handelt sich um eine Zeit der Widersprüche und des Dazwischen, die ersten Jahre nach der Shoah, als sich viele der jüdischen Überlebenden ausgerechnet in Deutschland, zumeist in der amerikanischen Besatzungszone, wiederfanden.

Erstmals nach Jahren wurde ihr Handeln nicht durch Verfolgung, Zwangsarbeit oder KZ bestimmt, sondern sie hatten die Möglichkeit, wieder selbst ihr Leben zu entwerfen. An diesem Nicht-Ort Deutschland und mittellos bis auf ihre Erfahrungen, Bildung und Kenntnisse lebten viele der jüdischen Displaced Persons nun wie Flüchtlinge. Sie waren vor den Deutschen gerettet, aber noch nicht in ein neues Leben entkommen. Ihre Lebenssituationen und die kontingenten, unvorhersehbaren und zufälligen Möglichkeiten, Begegnungen und Bedingungen, die diese bestimmten, stehen im Fokus unserer szenischen Auseinandersetzung mit diesem meist vergessenen Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte. Dabei nehmen wir vor allem die DP-Camps Föhrenwald bei München, Zeilsheim bei Frankfurt am Main und Schlachtensee in Berlin in den Blick.

Die Auswanderung in den neu zu gründenden Staat Israel, aber auch in die USA oder in andere Länder bestimmte Hoffnungen und Pläne, die sich häufig aus zufälligen Begegnungen einerseits und andererseits bürokratischen Bestimmungen erfüllten oder auch zerschlugen. Neue Beziehungen, schnelle Familiengründungen und neugeborene Kinder bestimmten das Leben ebenso wie der Verlust zahlreicher ermordeter Angehöriger und die vergebliche Suche nach ihnen, das Trauma der Verfolgung und aus dem KZ mitgebrachte Krankheiten.

Der Alltag war geprägt durch die Suche nach einem ‚Loch im Zaun’. Strukturen des Aufschubs und des Wartens wurden bestimmend, während das Leben irgendwie weiterlief und Verbindungen, Entscheidungen, Verpflichtungen schuf zwischen Bürokratie und Hoffnung: Gemeinschaften im Aufschub. All dies spiegelt sich in den Erinnerungen von Überlebenden der Shoah, die aus den KZs kamen, sowie denen der großen Gruppe osteuropäischer Jüdinnen und Juden, die rechtzeitig in die Sowjetunion fliehen konnten und dort überlebt hatten. Für alle führte der Weg in ein neues Leben absurderweise über Deutschland. Hier entstand in den Displaced Persons Camps noch einmal für einen kurzen Moment eine ostjüdische Kultur, welche von Deutschen in den Jahren zuvor zerstört worden war. Gedichte und Erzählungen der jiddischen Literatur aus den DP-Camps bilden neben den in verschiedenen Archiven schriftlich und videografisch aufgezeichneten Erinnerungen von Displaced Persons eine weitere Materialgrundlage der Aufführung.

In den DP-Camps wurden zahlreiche Kinder geboren, die dort aufwuchsen, insbesondere in Föhrenwald bei München, das als letztes DP-Camp erst 1957 geschlossen wurde. Diese Menschen blieben in Deutschland, und mit einigen von ihnen haben wir gesprochen, über ihre Kindheit, ihre eigenen Erinnerungen und die ihrer Eltern an die DP-Camps und die Bedeutung dieser Erinnerungen für die Gegenwart. Aus den aufgezeichneten und den neu erzählten Erinnerungen, aus jiddischen Texten sowie Bildern und Videoaufnahmen entsteht das bruchstückhafte Mosaik von Lebenssituationen des Dazwischen.

Ein Recherchestück von Futur II Konjunktiv in Kooperation mit HochX – Theater & Live Art München sowie dem Fritz Bauer Institut
Mit Alexandra Finder, Friedericke Miller, Johannes Suhm | Recherche, Text, Regie: Matthias Naumann, Johannes Wenzel

 

Sonntag, 10. November 2019, 11 Uhr
Anmeldung für den 10. November: bis 4. November unter oder Tel. 0781 82 22 98
Montag, 11. November 2019, 10 Uhr
Anmeldung für die Schulveranstaltung am 11. November:  oder Tel. 0781 82 22 64
Veranstalter: Arbeitskreis 9. November und Fachbereich Kultur der Stadt OffenburgSonntag, Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Eintritt frei

Blaues Haus Breisach

Breisach: jour fixe musical – Zensur und Verbot

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten.

Alexander Vassiliev Rezitation | Felix Borel Violine – Improvisationen | Texte von Daniil Charms, Kazimir Malevič und Velimir Chlebnikow – russisch und deutsch gelesen. Original Tondokumente Velimir Chlebnikow und Kazimir Malevič. Musikalische Improvisationen (Violine)

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe:Veranstaltungsübersicht Breisach 2019-20

Sonntag, 8. Dezember 2019, 18 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Kippenheim: Von Juden und Christen ….

Der Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim lädt zu einer kulturgeschichtlichen Rundwanderung von Kippenheim nach Schmieheim. Die Wanderung dauert ca.4 Stunden.

Sonntag 13. Oktober, 13.00 Uhr
Treffpunk wird noch bekannt gegeben
Information und Anmeldung: Jürgen Stude, Tel. 07807-957612,
Eintritt frei, Spenden erbeten

Offenburg: Neue Projektrunde – Gedenkbuch im Salmen

Etwa 300 jüdische Offenburger/innen wurden zwischen 1933 und 1945 Opfer national-sozialistischer Verfolgung. In der Gedenkstätte Salmen wird an diese Menschen erinnert. Seit 2005 haben mehr als 60 Jugendliche die Lebenswege von einigen dieser Personen erforscht und eine Kurzbiografie verfasst, die in einem Gedenkbuch, das später auf der „Empore der Erinnerung“ im Salmen seinen Platz finden wird, veröffentlicht wird. Durch die Kenntnis der Lebensläufe wird Nähe hergestellt und die Erinnerung an die Offenburger Juden wach gehalten.

Mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung und des Fördervereins von Archiv, Museum und Galerie der Stadt Offenburg e.V. startet im Herbst ein neuer Kurs, an dem bis zu 15 Jugendliche teilnehmen können. Einmal wöchentlich steht ein Ansprech- und Diskussionspartner im Stadtarchiv zur Verfügung. Die Teilnehmer/innen lernen eigenständig eine historische Recherche durchzuführen und die Ergebnisse öffentlich zu präsentieren. Nach Absprache mit der Schule können die Arbeiten in den Unterricht einfließen und benotet werden.

Infonachmittag
Mittwoch, 9. Oktober 2018, 16 Uhr
Offenburg, Stadtarchiv, Ritterstraße 10
Anmeldung unter 0781 / 82 2577

jüdisches Museum Emmendingen

jüdisches Museum Emmendingen

Das Jüdische Museum Emmendingen bleibt am Mittwoch, den 9. Oktober wegen des höchsten jüdischen Feiertages Jom Kippur (Versöhnungstag) geschlossen.

Mittwoch, 9. Oktober 2019
Jüdischen Museum Emmendingen, Schlossplatz 7

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Breisach: Ausstellungsgespräch

Nach einer erfolgreichen Ausstellungseröffnung lädt das Blaue Haus Breisach zu einem Gespräch in der neuen Ausstellung „Jüdisches Leben in Breisach 1931“ mit Daniel Hoffmann. Hoffman, der Urenkel von Kantor Paul Weinberg, der mit seiner Familie im Blauen Haus lebte, wird fachkundig über jüdisches Leben damals und heute berichten und gerne Fragen beantworten.

Donnerstag, 26. September 2019, 18.30 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei, Spenden erbeten