Blaues Haus Breisach

Breisach: Jour fixe musical 16

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben, so zum Beispiel von Adolf Busch, oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten.

Jour fixe musical 16: Korngold & GMD Fabrice Bollon im Gespräch über Erich Wolfgang Korngold, Karl Goldmark und Franz Schreker
Mitglieder des Philharmonischen Orchesters Freiburg:
Hongyuan Luo und Ekaterina Tsyrempilova Geige | Adrienne Hochman und Cristina Alvarado Bratsche | Diana Fortuna-Bollon und Lusine Arakalyan Cello
Erich Wolfgang Korngold, Streichsextett D-Dur Opus 10

Sonntag, 9. Februar 2020, 18 Uhr (Dauer ca. 1 Std.)
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

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Breisach: Jour fixe musical 17 – Ungarn I

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben, so zum Beispiel von Adolf Busch, oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten:

>…als man im letzten Kriegsjahr Widerständler werden konnte…< Sir Andràs Schiff liest aus seinem Buch >Musik kommt aus der Stille< über seine Jugend in Ungarn | Sodann im Gespräch mit Dirk Nabering über Georg Kreisler

Mittwoch, 12. Februar 2020, 18 Uhr (Dauer ca. 1,25 Std.)
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Foto: Monika Rachel Raija Miklis

Emmendingen: neue Wechselausstellung

„Diese Lichter sind heilig“ – die Wiedereinweihung der Tempels in Jerusalem
Alle Jahre feiern Juden seit 164 v.d.Z. in Erinnerung an die Wiedereinweihung des Jerusalemer Tempels das Chanukka-Fest. Am 25. des jüdischen Monats Kislew beginnt das achttägige Fest, an dem jeden Tag ein weiteres Licht hinzugefügt wird, bis schließlich alle acht Lichter brennen. Dieses Jahr scheint die erste Kerze am Abend des 22. Dezember, denn der Tag fängt nach dem jüdischen Kalender am Abend an.
Man erinnert sich an die Begebenheiten, die im Talmud, bei Flavius Josephus und in den Makkabäer-Büchern beschrieben sind: damals besiegten die jüdischen Makkabäer die Seleukiden, reinigten ihren Tempel von Götzenbildern und etablierten wieder den traditionellen jüdischen G‘ttesdienst im Jerusalemer Tempel. Acht Tage lang brannten die Lichter an der provisorisch aufgestellten Menora, dem siebenarmigem Leuchter, obwohl das einzig, erhaltene, kleine Krüglein nur koscheres Olivenöl für einen Tag fasste. Nach acht Tagen konnte neues, erlaubtes Öl für den Dienst des Hohepriesters fertig gestellt werden und das Licht brannte weiter. An dieses Wunder erinnern noch heute die Lichter, die Zuhause, in der Synagoge oder draußen mit einem Behelfslicht angezündet werden. Dies wird auch in den Segenssprüchen deutlich, die vor und nach dem Anzünden gesprochen werden. Es sind besondere Lichter. Im Segensspruch nach dem Zünden heißt es „diese Lichter sind heilig, es ist nicht erlaubt, sie zu benutzen, sondern nur, sie anzuschauen“, um G’ttes großen Namen zu danken.“
Heute zünden die Kinder gerne selbst gebastelte Leuchter, Chanukkiot, an. Sie können aus Holz, Glas, Lego oder Metall bestehen. Im Jüdischen Museum Emmendingen sind Menora- und Banktypen ausgestellt.
Das Exponat des Monats und zugleich Herz der Ausstellung bildet der zerlegbare Chanukka-Leuchter, 20. Jh., aus Messing, der praktisch auf Reisen verwendet werden kann.
Ein Hinweis auf ölhaltige Speisen, Schokoladen-Chanukka-Geld und beliebte Kreisel (Dreidel) zum Spielen findet sich auch in der Ausstellung, die bis Ende Februar 2020 zu sehen ist.

Jüdisches Museum Emmendingen, Schlossplatz 7
Öffnungszeiten: Eintritt frei, Spenden erbeten
Sonntag und Mittwoch von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
bis Ende Februar 2020
Foto: Monika Rachel Raija Miklis