ehemalige Synagoge Kippenheim

Wichtige Information

Wegen der Covid 19-Pandemie sind Gedenkstättenbesuche im Gedenkstättenverbund nur eingeschränkt möglich. Viele Veranstaltungen mussten bereits abgesagt werden bzw. wurden verschoben. Über die Termine der Wiedereröffnungen, die aktuellen Öffnungszeiten sowie die Abstands- und Hygienevorschriften vor Ort informieren Sie sich bitte direkt bei den Gedenkstätten: Blaues Haus BreisachJüdisches Museum EmmendingenGedenkstätte Vulkan / Haslach,  ehemalige Synagoge KippenheimGedenk- und Erinnerungsstätte Salmen / Offenburgehemalige Synagoge Sulzburg.

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Salmengespräch 2020

Mit dem Salmengespräch erinnert die Stadt Offenburg an die Volksversammlung vom 12. September 1847. Mit den 13 Forderungen des Volkes wurde damals Deutschlands erster freiheitlich demokratischer Grundrechte-katalog proklamiert. Das diesjährige Salmengespräch findet am Dienstag, 22.September um 19 Uhr im Salmen statt: mit Wolfgang Schäuble und Ingo Schulze.
Seit 30 Jahren ist Deutschland wieder vereint. Als Referent konnte der Bundestagspräsident und „Architekt der deutschen Einheit“ Wolfgang Schäuble gewonnen werden. Mt ihm diskutiert der Dresdner Autor Ingo Schulze.

Dienstag, 22. September 2020, 20 Uhr
Mit Wolfgang Schäuble und Ingo Schulze
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg
Ausgebucht, Teilnahme nur über Live-Stream möglich

Mikwe Offenburg, Foto: Steffen Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

14 Meter unter dem heutigen Hofniveau des Anwesens Glaserstraße 8 befindet sich das älteste jüdische Bauwerk Südbadens – das Offenburger Judenbad (Mikwe). Es wurde von der hiesigen jüdischen Gemeinde errichtet. Hölzerne Stege leiten durch die Ausstellung, die drei Themenkomplexe aufgreift: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads. Während der Öffnungszeit bewirtet das Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg im Innenhof.

Sonntag, 11. Oktober 2020 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

Kippenheim: Führung über den jüdischen Friedhof in Schmieheim

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren 2500 Gräbern wird Bärbel Heer in die wechselhafte Geschichte der Ortenauer Juden einführen. Der Friedhof wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wurde immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch über ihre Ämter im jüdischen Gemeindeleben.
Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Montag 12. Oktober, 17 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Gedenkfeier zum 80. Jahrestag der Deporation nach Gurs

Der 80. Jahrestag der Deportation der badischen Jüdinnen und Juden kommt näher. Der Förderverein „Mahnmal“ lädt zu einer Gedenkfeier in Neckarzimmern ein. Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh, Weibischof Peter Birkhofer, ein Vertreter des Oberrates der Israeliten Badens und Katrin Hammerstein von der Landeszentrale für politische Bildung  haben Ihre Teilnahme an der Gedenkfeier zugesagt. Wie jedes Jahr werden neu zum Mahnmal hinzugekommene Gedenksteine eingeweiht.
Wegen der Ansteckungsgefahr wird dieses Jahr auf einen „Empfang“ nach der Gedenkfeier verzichtet. 2020_08_20_Gedenken Gurs Neckarzimmern_Pfarrämter_ocred & Einladung Gedenkfeier für die Deportierten des 22.10.1940 am SO 18.10.2020, 14.00 h in Neckarzimmern

Sonntag, 18. Oktober 2020, 14 Uhr
Neckarzimmern

Das Gedenken an die Opfer der Deportation soll aber nicht nur in Neckarzimmern stattfinden. Alle badischen Kirchengemeinden werden gebeten, am Abend des 22. Oktobers 2020 der aus Baden verschleppten Jüdinnen und Juden im Rahmen einer Andacht zu gedenken. Gemeinden, die zugleich Deportationsorte sind, werden gebeten, die Namen der aus ihrem Ort Verschleppten zu verlesen – wenn möglich vor dem lokalen Mahnmalstein.

Foto Stadtarchiv Lörrach

Die öffentliche Deportation nach Gurs: Bild- und Filmdokumente

Der Historiker Dr. Christoph Kreutzmüller zeigt und kommentiert in seinem Vortrag das mittlerweile zahlreich vorliegende Foto- und Filmmaterial zur Deportation der badischen Juden am 22. Oktober 1940. Wer sind die Menschen, die die Deportation vor aller Augen im öffentlichen Raum organisieren, durchführen, bewachen und überwachen? Wer sind die Fotografen? Was dokumentieren sie? Die verschiedenen Blickwinkel der Opfer, der Täter, der Mittäter und der Zuschauer stellt er in den historischen Kontext und spiegelt sie im Licht des gegenwärtigen Wissensstands zur Deportation der badischen Juden.

Dr. Christoph Kreutzmüller ist Projektleiter der Ausstellung zum Thema Gurs, die das Haus der Wannseekonferenz in Berlin im Auftrag des Kultusministeriums Baden-Württemberg vorbereitet und die 2021 vorgestellt wird. Flyer_20.10.2020_web

Eine Teilnahme ist nur nach Voranmeldung möglich:

Dienstag, 20. Oktober, 19 Uhr
mit Dr. Christoph Kreutüller, Berlin
Freiburger, Bürgerhaus Seepark
Eintritt frei
Anmeldung erforderlich! (begrenzte Teilnehmerzahl)
Veranstalter: Gedenkstätten südlicher Oberrhein in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung BW & Colloqium Politicum

Foto (Detail): Stadtarchiv Lörrach, StaLö2.29.19

Breisach: Jour fixe musical 28 – In den Stunden des Neumonds

Memorial anlässlich der 80. Jährung des Deportationstages
Ensemble Blaues Haus: Hansjacob Staemmler Klavier – Muriel Cantoreggi Violine – Panu Sundqvist Violonvcello
und Sibylle Mahni Horn
Werke in Solo-, Duo- und Triobesetzungen von Nikolai Roslavec, Olivier Messiaen, Paul Hindemith, Felix Mendelssohn Bartholdy

Damit Sie nicht vergeblich zum Veranstaltungsort kommen bitten wir Sie um Folgendes:
Melden Sie sich bitte im Vorfeld schriftlich an:
Schreiben Sie bitte, welche Veranstaltung Sie besuchen möchten und nennen Sie die Anzahl der Besucher die Sie anmelden möchten, bitte auch mit dem Hinweis, welche/wieviele Besucher aus der gleichen Wohngemeinschaft stammen. Einzelplätze stehen, der Bestuhlungsstruktur zufolge, nur in sehr beschränkter Zahl zur Verfügung. Senden Sie Ihre Anmeldung bitte rechtzeitig ab. Sie erhalten schnellstmöglich Antwort.  Kommen Sie bitte nicht in „letzter Minute“ zur Veranstaltung, da wir und Sie beim Einlass und bei der Platzierung auf Abstandsregeln zu achten haben.

Mittwoch, 21. Oktober 2020, 19 Uhr (bis ca.20.15 Uhr)
Spitalkirche Breisach
Eintritt frei

Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim

Kippenheim: Vortrag mit Dr. Christoph Kreutzmüller

Die öffentliche Deportation nach Gurs : Film- und Bilddokumente.

Der Historiker Dr. Christoph Kreutzmüller zeigt und kommentiert in seinem Vortrag das mittlerweile zahlreich vorliegende Foto- und Filmmaterial zur Deportation der badischen Juden am 22. Oktober 1940. Wer sind die Menschen, die die Deportation vor aller Augen im öffentlichen Raum organisieren, durchführen, bewachen und überwachen? Wer sind die Fotografen? Was dokumentieren sie? Die verschiedenen Blickwinkel der Opfer, der Täter, der Mittäter und der Zuschauer stellt er in den historischen Kontext und spiegelt sie im Licht des gegenwärtigen Wissensstands zur Deportation der badischen Juden.
Dr. Christoph Kreutzmüller ist Projektleiter der Ausstellung zum Thema Gurs, die das Haus der Wannseekonferenz in Berlin im Auftrag des Kultusministeriums BW vorbereitet und die 2021 vorgestellt wird.

Mittwoch, 21. Oktober 2020, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten
Anmeldung erforderlich:

Collage_Eva Mendelson_Museum im Ritterhaus

Von Offenburg nach Gurs

In diesem Jahr jährt sich die Deportation der badischen Juden nach Gurs zum 80. Mal. Bei einem Rundgang durch die stadtgeschichtliche Abteilung wird diese Geschichte anhand des bewegenden Schicksals der jüdischen Familie Cohn aus Offenburg nachvollzogen. Bis heute leistet die jüngste Tochter des Ehepaares Cohn, Eva Mendelsson-Cohn als Zeitzeugin, welche Gurs am eigenen Leib erlebt hat, einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen für die nachfolgenden Generationen.

Donnerstag, 22. Oktober 2020, 18.30 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Anmeldung erforderlich unter
7 €

Blaues Haus Breisach

Breisach: Jour fixe musical 29 – Lettische Künstler im Exil

Benjamin Bröcker Sprecher (deutsch) | Maija Nabering und N.N. Sprecherin (lettisch) | Dita Lammerse Violoncello
Kompositionen von Jazeps Vitols und Janis Medinš
Texte von Janis Jaunsudrabinš und Jazeps Vitols
An dem Tag: eine Ausstellung von Gemälden und Zeichnungen des Malers und Schriftstellers Janis Jaunsudrabinš. Werke aus Privatbesitz der Familie Janis Vinters

Damit Sie nicht vergeblich zum Veranstaltungsort kommen bitten wir Sie um Folgendes:
Melden Sie sich bitte im Vorfeld schriftlich an:
Schreiben Sie bitte, welche Veranstaltung Sie besuchen möchten und nennen Sie die Anzahl der Besucher die Sie anmelden möchten, bitte auch mit dem Hinweis, welche/wieviele Besucher aus der gleichen Wohngemeinschaft stammen. Einzelplätze stehen, der Bestuhlungsstruktur zufolge, nur in sehr beschränkter Zahl zur Verfügung. Senden Sie Ihre Anmeldung bitte rechtzeitig ab. Sie erhalten schnellstmöglich Antwort. Kommen Sie bitte nicht in „letzter Minute“ zur Veranstaltung, da wir und Sie beim Einlass und bei der Platzierung auf Abstandsregeln zu achten haben.

Sonntag 8. November 2020, 18 Uhr (bis ca.19.15 Uhr)
Spitalkirche Breisach
Eintritt frei