Kippenheim_19.6.2019

Ehemalige Synagoge Kippenheim: Konzert mit Adafina

Adafina- der traditionelle Shabbateintopf der spanischsprechenden Juden ist Namensgeber und Inspiration des Duos. Zutaten sind die unkonventionelle Besetzung Akkordeon ,Flöten, Hackbrett, Marimbaphon, Vibraphon und Percussion. Gewürzt wird mit der ungewöhnlichen Kombination von Klezmer, Tango, barocker Klangwelt und afroamerikanischer Musik.
So entsteht ein würziger Eintopf, der alle Geschmackssinne berührt – eine musikalische Delikatesse mit Geschmacksexposionsgarantie!

Mittwoch, 19. Juni, 20.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Workshop in Emmendingen: Geschichten von der Mischope – jüdische Familienromane im 20. Und 21. Jahrhundert

Von Generation zu Generation werden sie erzählt, die Geschichten jüdischer Familien. Die Erzählungen von den Stammmüttern und Stammvätern in der Tora und die tatsächlich überlieferten Geschichten aus historischen Familien in Israel und der Diaspora sind dabei Vorbilder auch für Romane des 20. und 21. Jahrhunderts, die von jüdischen Familien in hellen und finsteren Zeiten erzählen. Im Workshop wird man sich dazu mit Familienromanen von Gabriele Tergit, Amos Oz, Michael Köhlmeier und anderen beschäftigen.

Sonntag, 23. Juni 2019, 17 Uhr
Mit Dr. med. Ursula Hellerich
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten

KZ Auschwitz-Birkenau; Foto: Von Pimke - Eigenes Werk, CC BY 2.5 pl, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=762200

Archivbesuch in Freiburg: Zusammenbruch und Widerstand.

Drei schicksalhafte Ereignisse im fünften Kriegsjahr 1944 leiten die Schlussphase des Dritten Reichs ein. Niedergang und militärisches Scheitern verbinden sich mit Radikalisierung der NS-Herrschaft und beispielloser Gewaltentfaltung. Nach einer kurzen Einführung erhalten die Besucher und Besucherinnen die Möglichkeit, ausgewähltes Archivgut wie Kriegstagebücher, Lagekarten, Erinnerungsberichte oder Feldpostbriefe selbst zu entdecken und mit Archivaren und Historikern des Bundesarchives zu diskutieren.
Das Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv, ermöglicht anlässlich des 75. Jahrestags dieser Ereignisse zusammen
mit der Landeszentrale für politische Bildung und der Badischen Zeitung eine Spurensuche mit historischen
Originalunterlagen. Weiterlesen: 5123aff19_Widerstand1944_Freiburg
 

Dienstag, 25. Juni 2019 und
Dienstag 23. Juli 2019 jew. 19 – 21 Uhr
Bundesarchiv, Militärarchiv, Wiesentalstr. 10, 79115 Freiburg |Tel. 0761.47817-803, Email:
Die Teilnahme ist kostenlos, die Veranstaltungen können einzeln besucht werden
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldung erbeten: 0800/222422460

Haslach: Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Vulkan

Im Haslacher Urenwald, nahe der Mülldeponie erinnert die „KZ-Gedenkstätte Vulkan“ an die drei nationalsozialistischen Lager in Haslach, in denen von September 1944 bis April 1945 über 1.700 Männer aus 21 Länder litten und Hunderte von ihnen starben. Die Häftlinge waren eingesetzt, in den bestehenden Bergwerksstollen des Vulkangeländes für verschiedene Rüstungsindustrie unterirdische Produktionshallen zu errichten,
Treffpunkt um 18:30 Uhr am ausgeschilderten „Waldseeparkplatz“ an der B 294 in Richtung Freiburg (Abzweigung Hofstetten). Gemeinsame Fahrt zur Gedenkstätte. Mitfahrgelegenheit für Nichtmotorisierte kann organisiert werden.
An der Gedenkstätte Vortrag von Sören Fuß mit Diskussionsmöglichkeit – Gelegenheit zum Lesen der Dokumentationstafeln.

Donnerstag, 27. Juni 2019, 18.30-20.45 Uhr
Treffpunkt am ausgeschilderten „Waldseeparkplatz“ an der B 294 in Richtung Freiburg
Anmeldung erwünscht unter der Telefonnummer 07832 706-174.
gebührenfrei

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Emmendingen: Else Lasker-Schüler

„Dies war die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte. Ihre Themen waren vielfach jüdisch, ihre Phantasie orientalisch, aber ihre Sprache war Deutsch, ein üppiges, prunkvolles, zartes Deutsch…“ behauptete Gottfried Benn.

Die Machtübernahme der Nazis 1933 zwang Else Lasker-Schüler (11. Februar 1869 – 22. Januar 1945) zur Flucht in die Schweiz. Mit der Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft 1938 wurde sie staatenlos. Die Schweizer Behörden beäugten sie misstrauisch und verweigerten ihr jegliche Erwerbstätigkeit, selbst als Dichterin. Nach ihrem Besuch in Palästina 1939 durfte sie nicht wieder in die Schweiz einreisen.
Die letzten sechs Jahre ihres Lebens bis zu ihrem Tod im Jahr 1945 verbrachte Else Lasker-Schüler  mittellos und vereinsamt in Jerusalem, ihrem „Hebräerland“.

Anlässlich des 150. Geburtstages von Else Lasker-Schüler widmen die Sängerin und Schauspielerin Ursula Kurze sowie der Dozent für hebräische Sprache und Literatur Ruben Frankenstein  der großen expressionistischen Dichterin ein literarisches Portrait, in dem sie ihre Lebensgeschichte und ihr Werk präsentieren.

Donnerstag, 27. Juni 2019, 19:30 Uhr,
Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher- Saal
Vorgestellt von Ursula Kurze (Dresden) und Ruben Frankenstein (Freiburg)
Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Kooperation: Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Offenburg: Historisch verankerte kommunale Identität in der „Freiheitsstadt“.

Der Vortrag beschäftigt sich mit den Deutungen, die die revolutionären Versammlungen 1847–1849 in Offenburg im Laufe der folgenden 150 Jahre erfahren haben. Der Bogen wird von der sozialdemokratischen Bewertung im Kaiserreich über die Interpretation in der Weimarer Republik, und die Sichtweise in der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den 150-Jahr-Feierlichkeiten in Offenburg gespannt.

Donnerstag, 27. Juni 2019, 20 Uhr
Mit Prof. Dr. Sylvia Schraut
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg
Anmeldung erforderlich unter bis 19. Juni 2019
Eintritt frei

Ehemalige Synagoge Kippenheim

Jüdischer Kulturweg: Radtour zwischen Offenburg und Kippenheim

Die südliche Ortenau war eines der jüdischen Zentren Badens.. Von diesem einst reichen jüdischen Leben zeugen heute noch ehemalige Synagogen und jüdische Friedhöfe aber auch hebräische und jiddische Wörter im Alemannischen und bauliche Spuren in den sogenannten „Judendörfern“ zwischen Offenburg und Ettenheim. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, der Diersburger „Judenfriedhof“ und die ehemalige Synagoge Kippenheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der bedeutende Stätten des Judentums entlang des Rheins verbinden soll. Unterwegs wird eine Vesperpause in Friesenheim eingelegt. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Sonntag, 30. Juni. 10 – ca. 16.30 Uhr
Veranstalter: Gedenkstätte Salmen/ Museum im Ritterhaus und Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim
Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus, Ende Schmieheim
Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier bzw. Lahr.
Teilnahme ist kostenlos
Anmeldung und Information Tel.: 0781/ 82 25 77 oder 07807-957612,

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: Alle mischen mit – Teilhabe gerecht gestalten, Frauenwahlrecht

Aktionstag der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg. Im Rahmen von: 100 Jahre Frauenwahlrecht
Das Frauenwahlrecht ist seit 1919 geltendes Recht. Die Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist als Auftrag seit 1949 in Artikel 3 des Grundgesetzes verankert. Darüber hinaus garantiert dieses Grundrecht, dass niemand wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Also alles bestens? Und alle mischen mit? Diese Frage greift der Aktionstag der Landeszentrale für politische Bildung auf.

„Alle mischen mit – Teilhabe gerecht gestalten“: unter diesem Motto präsentiert die Veranstaltung Angebote zur aktiven Auseinandersetzung. Um welche Rechte geht es? Wie lassen sich diese verteidigen? Was lehrt die Geschichte? Was tun gegen Antifeminismus?
An Aktionsständen werden Methoden und didaktisches Material vorgestellt. Kurzvortrag und Poetry Slam setzen Impulse. Und ein Podiumsgespräch mit der Landtagspräsidentin Muhterem Aras, der langjährigen Offenburger Oberbürgermeisterin Edith Schreiner und anderen sorgt für Debattenstoff. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die mitmischen wollen, teilhaben wollen – an alle Interessierten, Jung und Alt, an Schüler*innen und Lehrer*innen…
LpB_Flyer_Aktionstag_Offenburg

Donnerstag, 4. Juli 2019, 18-20 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung, Abteilung Demokratisches Engagement in Zusammenarbeit mit der Stadt Offenburg
Eintritt frei

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim : Vernissage – „Das Anlitz des Anderen“

Der 1951 in Münster geborene und in Lahr lebende Fotograf Manfred Sickmann sucht für seine fotografischen Arbeiten immer neue Herausforderungen.
Für sein Projekt „Das Antlitz des Anderen – eine fotografische Litanei für Respekt und Zuversicht“ porträtiert er 100 Männer und Frauen verschiedenen Alter. Die Vernisage wird mitgestaltet von den Sängern und Sängerinnen des „Chorus Delicti“

Die in der Ausstellung gezeigte Auswahl von 24 Portraits bietet dem Schauenden die Möglichkeit, den Anderen zu sehen, von ihm gesehen zu werden und sich zu öffnen für das, was Menschen bereithalten: Beunruhigendes, Berührendes, Undurchdringliches…..
In Zeiten, in denen tagtäglich darum geworben wird, Positionen wider die Menschenwürde argumentativ zu verhandeln erscheint das fotografische Plädoyer für Respekt und Zuversicht wie eine Gegenrede, die Adornos Diktum aufgreift: „Liebe ist die Fähigkeit, Ähnliches an Unähnlichem wahrzunehmen.“
Aus Sickmanns Vorhaben, uns das Antlitz der Anderen zu zeigen, ist ein sozialkritisches Projekt geworden, das in der Tradition der Dokumentarfotografie steht, die sich auf gesellschaftskritische Weise mit der sozialen Realität auseinandersetzt. Und es ist ein Glaubensbekenntnis: Glauben an das friedensstiftende Potenzial von Fotokunst.

Sonntag, 7. Juli 2019, 11 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Mikwe Offenburg, Foto: Steffen Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

Auf Initiative des Fördervereins Archiv, Museum und Galerie der Stadt Offenburg e.V. wurde der Gewölbekeller saniert und durch eine Präsentation aufgewertet.

In Absprache mit dem Denkmalschutz hat die Wohnbau Offenburg GmbH als Eigentümerin des Gebäudes die Sanierungsarbeiten durchgeführt und die Zugangssituation wesentlich verbessert. Hölzerne Stege leiten die Besucher/innen durch eine von Dr. Valerie Schoenenberg konzipierte Ausstellung, die drei Themenkomplexe aufgreift:

  • Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit
  • Baugeschichte und Datierungsprobleme
  • Funktion eines jüdischen Ritualbads

Freitag, 12. Juli 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei