Ausgegrenzt, verfolgt, vernichtet Foto: Stadtarchiv OG

Ausstellung Salmen: „Ausgegrenzt. Vernichtet. Geflohen“. Das Schicksal der jüdischen Gemeinde Offenburg.“

Am 22. Oktober 1940 besiegelte die Deportation nach Gurs das Ende der jüdischen Gemeinde Offenburgs.  Rund 100 Menschen wurden in der Turnhalle der Oberrealschule, dem heutigen Schiller-Gymnasium, zusammengetrieben. Von dort mussten sie den Weg zum Bahnhof für die Fahrt nach Südfrankreich antreten.
Die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, soll in Erinnerung behalten werden. Deshalb zeigt der Fachbereich Kultur im Aufgang des Salmen die Sonderausstellung „Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet. Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde“.

Der Fokus der Ausstellung im gläsernen Treppenaufgang des Offenburger Salmen liegt auf der Darstellung der Verfolgung und Auslöschung der jüdischen Gemeinde während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. In verschiedenen bildlichen und textlichen Zeugnissen der Menschen wird eine für immer vernichtete Lebenswelt ein kleines Stück aus der geschichtlichen Dunkelheit gerissen. Über diese rekonstruierten Biografien sollen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, in Erinnerung bleiben.

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Öffnungszeiten bis 15. Dezember:
dienstags und donnerstags 17-19 Uhr, sonntags 14-17 Uhr
Eintritt frei
Offenburg, Salmen / Foyer, Lange Straße 52
Veranstalter: Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg
Führungen buchbar unter

Jubiläumskonzert Emmendingen

Emmendingen: Jubiläumskonzert mit Michael Heitzler’s Klezmer Band

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. feiert sein dreißig jähriges Bestehen gemeinsam mit den Musikern von Michael Heitzler’s Klezmer Band. Ihre Musik wurde von den großen amerikanischen und osteuropäischen Bands vom Beginn bis Mitte des 20. Jahrhunderts inspiriert. Daneben bilden die wunderschönen, tief spirituellen Nigunim (Melodien) der chassidischen Juden Osteuropas einen weiteren Bestandteil ihres Repertoires. Die Klezmermusik einer verloren gegangenen Welt soll wiedererstehen. Durch Arrangement und Instrumentalisierung wird ihr eine eigene, zeitgemäße und persönliche Note gegeben. Neben den mitreißenden Stücken von „Ode Hashem“, die einen kaum ruhig auf dem Stuhl sitzen lassen, gibt es wunderschöne, tief berührende Balladen, die direkt in die Seele zielen.
Siehe auch:  Flyer(1)

Samstag 24.11.2018, 20.00 Uhr – Einlass ab 19 Uhr
mit Michael Heitzler: Klarinette, Christian Gutfleisch: Piano, Michael Chylewski: Bass, Daniel Schay: Schlagzeug
Altdorfhalle Kollmarsreute, Emmendingen
18.00 Euro / ermäßigt 15.00 Euro (Über das Online Portal Reservix und bei allen Vorverkaufsstellen der Badischen Zeitung

Freiburg: Conrad Gröber – Was ist dran an den Nazi-Vorwürfen?

Der „Fall“ des ehemaligen Freiburger Erzbischofs: Seit Jahrzehnten wird über den ehemaligen Freiburger Erzbischof Gröber viel gemunkelt: Stand der „braune Conrad“ wirklich dem Nationalsozialismus nahe? Und wen ja; Inwiefern hat er die Herrschaft der Nazis begünstigt? War Gröber Mitglied der SS? Warum denunzierte Gröber am 21.10.1936 eine langjährige Freundin beim Gauleiter der NSDAP in Baden, Robert Wagner? Wie positionierte er sich zu Krieg und Holocaust? Hat Gröber nach 1945 „bereut“?

Dies und andere Fragen sollen beim Vortrag von Dr. Wolfgang Proske beantwortet werden. Der Historiker und Verleger, der seit 2010 die Buchreihe „Täter, Helfer, Trittbrettfahrer. NS-Belastete in Baden-Württemberg“ herausgibt, widmete Gröber 2016 im 6. Band ein eigenes Kapitel. Für ihn steht zweifelsfrei fest: „Es gibt genug Beweise, wonach Gröber ein Helfeshelfer des Nationalsozialismus war.“

An diesem Abend wird neben dem Vortrag auch der neue, soeben erschienene Band 9 vorgestellt: „NS-Belastete aus dem Süden des heutigen Baden-Württemberg“. Achtzehn Autor*innen schreiben über 25 NS-Belastete. 5148a18_Vortrag_Gröber_NS_Freiburg_01

Montag, 26. November 2018, 20-22 Uhr
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, KG I, Hörsaal 1100, Platz der Universität 3, Freiburg
Mit Dr. Wolfgang Proske
Einführung: Dr. Christoph Schmider, Direktor Erzbischöfliches Archiv Freiburg
Eintritt kostenlos
Veranstalter: Colloqium Politicum, Landeszentrale für politische Bildung BW

Blaues Haus Breisach

Freiburg >Krieg und Frieden> – Benefiz-Abend zu Gunsten des Musikprogramms >Verfolgung – Widerstand – Exil> im Blauen Haus zu Breisach

Aus Begeisterung für die neue Initiative haben sich Bruno Ganz (Rezitation / Lesung) und Kirill Gerstein (Klavier) für einen Benefiz-Abend zugunsten des Musikprogramms im Blauen Haus zur Verfügung gestellt.
Im Historischen Kaufhaussaal in Freiburg steht im Mittelpunkt ihrer Programmfolge das Melodram „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ von Rainer Maria Rilke (Text) und Viktor Ullmann (Musik). Texte von Gaito Gasdanow und Claude Simon, sowie Klaviermusik von Leoš Janáček, ergänzen das Programm.

Gaito Gasdanow Lesung aus „Das Phantom des Alexander Wolf“
Leoš Janáček Sonate für Klavier: „Strassenbild vom 1. X. 1905 : Vorahnung – Tod“
Claude Simon Lesung aus „Die Strasse in Flandern“
Viktor Ullmann (Musik)/ Rainer Maria Rilke (Text)
„Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ Melodram für Rezitator und Klavier

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 19 Uhr
Freiburg, Kaisersaal im Historischen Kaufhaus
35 €
Veranstaltergemeinschaft: Bronislaw-Huberman-Forum | Initiative wider das Vergessen | Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach | NaberingKonzerte | Markgräfler Gutedelgesellschaft
Informationen unter www.BronislawHubermanForum.com

Informationen zum Kartenverkauf:
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Gutenbergs Traum_Foto Paul Barone

Salmen: Gutenbergs Traum — Die Vernetzun g der Welt

Gutenberg, der Erfinder des Buchdrucks, kehrt 550 Jahre nach seinem Tod wieder. In Albträumen durchlebt er, wie sein Traum, der Menschheit Bildung, Wissen und Wahrheit zu schenken, in den medial aufgeheizten Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit zerschlagen wurde. Er trifft auf Jugendliche von heute, die ihm von der nicht minder menschenverachtenden Hexenjagd auf Twitter & Co. berichten. Unabweisbar drängt sich die Frage auf: Bedeuten Medienrevolutionen Fluch oder Segen? Bringt die fortschreitende Vernetzung der Welt – sei es durch den Buchdruck oder das Internet – einen zivilisatorischen Fortschritt oder treibt sie die Menschen zu Hass, Lüge und Gewalt?
In temporeichen Sequenzen werden Schlaglichter auf die Mediengeschichte mit ihren Verheißungen und abgrundtiefen Gefährdungen geworfen: von der Tanzwut in Gutenbergs spätmittelalterlichem Straßburg und der Hexenverfolgung im Offenburg des 16. Jahrhunderts über die dank der Schnellpresse rasant verbreiteten 13 Forderungen des Volkes von 1847 bis hin zur digitalen Revolution des 21. Jahrhunderts…

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Premiere Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19 Uhr
Weitere Termine: 7. und 8. Dezember 2018, 19 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Junge Theaterakademie Offenburg.
Eine Eigenproduktion des Theater am Grimmels,der HLSOG und der Stadt Offenburg,
www.junge-theaterakademie-offenburg.eu
Eintritt frei, Einlasstickets im im Bürgerbüro (freie Sitzplatzwahl), Spenden erbeten.
Foto: Paul Barone

Sulzburg: Der Nationalsozialismus als deutsche Vergangenheit und Gegenwart

Wer sich auf die Lehren aus dem Dritten Reich beruft, der orientiert sich a Grundsätzliche. Der Nationalsozialismus und seine Verbrechen sind in den vergangenen etwa 25 Jahren in Deutschland und anderen Ländern zu einer Kategorie der moralischen Absolutheit geworden; durch sie wurde das politisch Verwerfliche schlechthin definiert. In seinem Vortrag in der ehemaligen Synagoge Sulzburg referiert Dr. Ulrich Herbert, Professor für neuere und neueste Geschichte an der Universität Freiburg i. Br. Weiterlesen: KarteSulzburgUlrichHerbertDruck22

Freitag, 7. Dezember 2018, 19 Uhr
Sulzburg, ehemalige Synagoge
Eintritt KarteSulzburgUlrichHerbertDruck22

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Breisach: Jour fix musical 2

Das Blaue Haus veranstaltet mit dem Studierenden-Quartett der Hochschule für Musik Freiburg (J.Choi – A.Spegg – J.Schümmer – M.Rickenbach) das Jour fixe musical 2 „Faschismus und Gewalt“. Gespielt werden Werke von Dmitri Schostakowitsch (u.a. Streichquartett Nr 8), vom Tonband: Schostakowitsch „Aus jüdischer Volkspoesie“, Privataufnahme mit u.a. Nina Dorliak, Svjatoslaw Richter und Dmitri Schostakowitsch (Klavier)
Geöffnet ist das Blaue Haus von 15-17 Uhr zur feien Besichtigung, eine öffentliche Führung findet um 16 Uhr statt.

Sonntag 11. November 2018, 18 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Ehemalige Synagoge Kippenheim

Kippenheim: Ortenauer Kammerensemble

Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms 1938: Am Abend des 9. November 1938 ging von München der Befehl zum Pogrom aus. Am 10. November 1928 wurden in der Ortenau die Synagogen geschändet und die jüdischen Männer in das Konzentrationslager Dachau verbracht.
Weitere Informationen folgen

Sonntag 11. November 2018, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Emmendingen: Die Kindertransporte 1938/39 – Die Flucht jüdischer Kinder vor dem Holocaust und ihre Folgen

Anlässlich des Gedenkjahres 2018 erinnern wir uns an mehrere Ereignisse: im November vor 80 Jahren fanden die Novemberpogrome statt. Kurz darauf wurden im Dezember die Kindertransporte ins Leben gerufen. Über 15 000 jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich, Polen und der Tschechoslowakei konnten gerettet werden, weil ihre Eltern bereit waren, sich von ihnen zu trennen und sie alleine auf einen Kindertransport in die Fremde zu schicken. Die Geschichte der Kindertransporte gilt als eines der wenigen positiven Kapitel in der Holocaust-Forschung. Mit diesem beschäftigt sich Lilly Meier (geb. 1992). Der Vortrag basiert auf Zeitzeugen-Interviews, die die junge Forscherin, Autorin und Referentin der KZ-Gedenkstätte Dachau mit amerikanischen Holocaust-Überlebenden geführt hat. Die Biographie von Arthur Kern hat sie im Buch „Arthur und Lilly. Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende“ festgehalten. Das Buch ist vor Ort erhältlich.

Sonntag, 11. November 2018, 11:45 Uhr,
Vortrag und Gespräch mit Lilly Maier
Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saa,l Emmendingen
Veranstalter: Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.,
In Kooperation mit der Parole Buchhandlung und dem Heyne Verlag
Eintritt frei, Spenden erbeten

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Breisach: Gedenkveranstaltung

Anlässlich der 80. Jährung des Novemberpogroms und der Zerstörung der Breisacher Synagoge am 10. November 1938 findet eine Gedenkveranstaltung der Stadt Breisach auf dem Synagogenplatz statt.

Sonntag, 11. November 2018, 11.45 Uhr
Synagogenplatz, Breisach
Eintritt frei