Offenburg: Sonderausstellung „33 Demokrat*innen – Mut, der die Welt verändert“

Die Sonderausstellung „33 Demokrat*innen – Mut, der die Welt verändert“ beschäftigt sich mit historischen wie zeitgenössischen Personen, die für sich für Menschenrechte, Demokratie und Frieden einsetzen und gesellschaftliche Entwicklungen prägen. Ob bekannte oder weniger bekannte Persönlichkeiten – sie alle sind in Catarina Chiettis Gemälde „33 Demokrat*innen“ vereint, das in der Ausstellung zu sehen ist.

Was wäre die Gesellschaft ohne Mahatma Gandhi und seine Philosophie des friedlichen Protestes? Wo wäre die Welt heute ohne Martin Luther King und seinen Einsatz gegen die Rassendiskriminierung? Sie wäre ganz sicher eine andere, weit weniger demokratisch, als wir sie heute kennen…

Im Zentrum dieser Ausstellung steht das Ölgemälde „33 Demokrat*innen“. Angelehnt an Raffaels berühmtes Renaissance-Fresko „Die Schule von Athen“, zeigt das Werk der Gegenwartskünstlerin Catarina Chietti 33 Frauen und Männer, die sich um die Entwicklung und Erhaltung von Demokratie, Menschenrechten und Frieden verdient gemacht haben. Darunter sind Freiheitskämpferinnen, visionäre Philosophen, Wissenschaftlerinnen, humanitäre Vorbilder und couragierte Journalistinnen – weltberühmte und weniger bekannte Persönlichkeiten, Menschen, deren Wirken viele Jahrzehnte zurückliegt und solche, die ganz aktuell das Weltgeschehen mitgestalten.

Das Gemälde regt dazu an, über die Bedeutung und Werte der Demokratie und der Menschenrechte zu reflektieren und sich auszutauschen. Zur Sonderausstellung bieten wir daher vom 21.-24. Juli unterschiedliche Workshops für Schüler*innen und Erwachsene an.

1. Mai 2026 bis 6. September 2026
Salmen Offenburg,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg

Erich Kästner: »Herz, sprich lauter!«

„… So groß wie heute war die Zeit noch nie.
Man müsste sie verkleinern – aber wie?
Die einen sind dumm, und die andern sind schlecht,
und jeder weiß alles, und keiner hat recht.
Das Tun reicht nicht zur Tat.
Nicht mal das Herz im Leib ist echt,
nicht mal das Herz weiß Rat. …“

Erich Kästner (1899–1974) ist einer der meistgelesenen deutschsprachigen Autoren. Im Mittelpunkt des Abends stehen einmal nicht seine weltbekannten Kinderbücher („Emil und die Detektive“), sondern sein Leben und Werk, vor allem seine Gedichte.

Ursula Kurze gestaltet Kästners Gedichte musikalisch und trägt sie in ihren berührenden und mitreißenden Interpretationen vor: Die eher unpolitischen Verse – frech, leicht frivol, manchmal böse, seine oftmals sehr politischen Texte – unbequem, gesellschaftskritisch, meist links …
Doch sie sind immer unterhaltsam, voll bissigem Humor, vom Dichter als
„Therapie für die Seele“ bezeichnet …

Eintritt frei – Spenden erbeten

03.05.2026, 18 Uhr
Simon-Veith-Haus,
Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal, Emmendingen

Emmendingen: Internationaler Museumstag 2026

Auch in diesem Jahr nimmt das Jüdische Museum Emmendingen wieder mit einem Sonderprogramm am Internationalen Museumstag teil. Folgendes Programm wird in diesem Jahr geboten:

11:00 – 17:00 Uhr: Tag der offenen Tür

Das Jüdische Museum öffnet seine Türen bei freiem Eintritt. Wir bieten unseren Gästen Führungen nach Bedarf, laden zur Begegnung, zum Austausch und zum Schmökern am Büchertisch ein. Die aktuelle Wechselausstellung unserer Kuratorin Monika Rachel Raija Miklis „Von Mazzenknödel bis Käsekuchen“ stellt die jüdischen Feste Pessach und Schawuot vor.

11:00 – 17:00 Uhr: Jüdisches entdecken

Auf und um den Schlossplatz herum Quiz für Kinder und Jugendliche mit Mit-Mach-Preis für jede*n

12:30 – 13:00 Uhr: „Wie neu geboren!“

Führung durch die Dauerausstellung „Mekor Majim Chajim – Quelle lebendigen Wassers“ im ehemaligen Ritualbad (Mikwe) mit Carola Grasse

13:30 – 14:00 Uhr: „Jüdisches Leben in Emmendingen – gestern und heute“

Hildegard Hessemann und Carola Grasse laden zur Kurzführung auf dem Schlossplatz/ Platz der ehemaligen Synagoge und seinen Erinnerungszeichen ein.

14:30 – 15:00 Uhr: „Museum digital“

Dorothea Scherle präsentiert das digitale Gedenkbuch zum jüdischen Leben in Emmendingen auf der Medienstation in der Dauerausstellung des Museums.

15:30 – 16:00 Uhr: „Die jüdischen Wanderfeste Pessach und Schawuot“

Dorothea Scherle führt durch die von Monika Rachel Raija Miklis kuratierte Wechselausstellung „Von Mazzenknödel bis Käsekuchen“.

Zum Veranstaltungsflyer:
260422 IMT Flyer 2026

Sonntag, 17. Mai 2026
11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Jüdisches Museum Emmendingen,
Schlossplatz 7, 79312 Emmendingen

Breisach: Ausstellung „Gerald Schwab. Aus Deutschland 1940 vertrieben, mit der US-Army 1944 zurückgekehrt“

Unsere Mitglieds-Gedenkstätte, das „Blaue Haus“ in Breisach, lädt zur gemeinsamen Ausstellung des Museums für Stadtgeschichte Breisach und des Blauen Hauses ein. Diese widmet sich Gerald Schwab, der vor 100 Jahren als Gerhard Abraham Schwab in Freiburg geboren wurde. Seine familiären Wurzeln führen nach Breisach, wo seine Mutter Paula Kleefeld und sein Vater David Schwab geboren wurden und aufgewachsen sind. Der Familie gelang die Flucht in die USA. Von dort kehrte Gerald Schwab 1945 zurück nach Deutschland, um mit der US-Army für die Befreiung Europas von den Nationalsozialisten zu kämpfen. Als nur 20Jähriger wurde er Übersetzer bei den Nürnberger Prozessen bevor er ein Universitätsstudium antrat und später im diplomatischen Dienst der USA stand.

In den Jahren 1945 und 1946 besuchte er die Heimatstadt seiner Eltern und dokumentierte die Zerstörung Breisachs.
Die Ausstellung im Museum für Stadtgeschichte Breisach zeigt seine eindrucksvollen Fotografien und widmet sich ebenso den familiären Wurzeln und dem Leben Gerald Schwabs.

Das Team des Blauen Hauses ist dankbar, dass Gerald Schwab ihm Fotos und Dokumente anvertraut hat, die er auch mit dem United States Holocaust Memorial Museum in Washington DC geteilt hat. Seit 2003 unterstützte er die Bemühungen, das Blaue Haus zu einer Gedenk- und Bildungsstätte aufzubauen.

Die Ausstellung läuft bis zum 8. April 2026.

Der Flyer mit dem Begleitprogramm:
Schwab_richtig

07.12.2025 bis 08.04.2026
Museum für Stadtgeschichte,
Rheintorplatz 1, 79206 Breisach

Offenburg: Sonderausstellung „Was ihr nicht seht!“

Gemeinsam mit Hunderten Schwarzen Menschen in Deutschland macht Dominik Lucha sichtbar, was oft ungesehen bleibt: „Was ihr nicht seht!“ thematisiert auf eindrückliche Weise den Alltagsrassismus, den Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland erleben. Wir zeigen seine Sonderausstellung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026.

Seit 2020 können Schwarze Menschen auf dem Instagram-Kanal @wasihrnichtseht anonym von ihren Rassismus-Erfahrungen berichten. Die Sammlung macht deutlich, dass es um weit mehr geht als um individuelle Einzelschicksale: Rassismus ist auch ein strukturelles und institutionelles Problem! Als Ausstellung wird das Projekt auch offline nachvollziehbar und holt die Schilderungen der Menschen ganz nah und unübersehbar in unsere alltägliche Realität. Anlässlich der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ vom 16. bis 29. März und darüber hinaus zeigen wir die Ausstellung in unserem Glashaus.

14. März bis 21. April 2026
Salmen Offenburg,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: „…und …“ ein Konzert des Lahrer Ensembles

Die drei Musiker Sascha Armbruster (Saxophon), Herbert Söllner, (Violine) und Tobias Kopf (Kontrabass), beschäftigen sich seit mehr als dreißig Jahren mit der Interaktion von komponierter und improvisierter Musik. Dabei treffen sie auch immer wieder auf literarische Texte und Objekte der bildenden Kunst. Der offene Titel des Konzerts spiegelt die Spontaneität und musikalische Freiheit des Ensembles wider. Damit konnten die drei Musiker mit ihren Gästen bei ihren bisherigen Konzerten in Kippenheim das Publikum immer wieder überraschen!

Sonntag, 12. April 2026
17:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim,
Poststraße 18, 77971 Kippenheim

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: „Stiefmütterchen statt Vergissmeinnicht“ – was mit vielen Synagogen geschah, am Beispiel Müllheim im Markgräflerland

In Müllheim ließ man 1968, dreißig Jahre nach der Verwüstung in der Reichspogromnacht 1938, das jüdische Synagogengebäude abreißen. An der Stelle baute man einen Parkplatz und errichtete zur Erinnerung einen Gedenkstein. So wie in Müllheim geschah das mit vielen Synagogen in Deutschland.

Der 2025 gedrehte Dokumentarfilm thematisiert behutsam die Auseinandersetzung mit jüdischem Erbe anhand von Müllheim. Dies macht den Film zu einem wertvollen Beitrag zur Stadtgeschichte, welcher die Erinnerung an die jüdische Gemeinde wieder lebendig werden lässt. Zeigt aber auch, wieviel persönliches Engagement es braucht, die Erinnerung zu bewahren. Die Filmemacherin Kerstin Pommerenke wird bei der Filmvorführung anwesend sein.

Donnerstag, 16. April 2026
19:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim,
Poststraße 18, 77971 Kippenheim

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Ein Spaziergang durch Kippenheim auf dem Christlich-Jüdischen Weg

Drei Jahrhunderte lebten Protestanten, Katholiken und Juden in Kippenheim und Schmieheim zusammen. Mit der Verschleppung der Jüdinnen und Juden am 22. Oktober 1940 in das Lager Gurs in Südwestfrankreich erlosch das jüdische Leben in den beiden Dörfern. Die drei Religionsgemeinden prägen mit ihren Kirchen und Synagogen und anderen religionsgeschichtlichen Zeugnissen bis heute das Orts- und Straßenbild beider Ortsteile. Die Doppeltafel mit den Zehn Geboten, den ethischen Grundlagen des Judentums und des Christentums, dienen als Zeichen des christlich-jüdischen Kulturweges. Der Spaziergang beginnt 10.30 Uhr am Parkplatz Querstraße in der Kippenheimer Ortsmitte und endet dort um 12 Uhr.

Samstag, 18. April 2026
10:30 Uhr
Parkplatz Querstraße in der Kippenheimer Ortsmitte

Freiburg: Lesung/Gespräch mit Götz Aly

Götz Aly ist Historiker, Politologe, Journalist und
Hochschullehrer. Er arbeitete für die »taz«, die »Ber-
liner Zeitung« und als Gastprofessor.
Seine Bücher werden in viele Sprachen übersetzt und
mit Preisen ausgezeichnet.

2017 erschien seine große Studie über die europäische
Geschichte von Antisemitismus und Holocaust »Europa
gegen die Juden 1880–1945«. Für dieses Buch erhielt
er 2018 den Geschwister-Scholl-Preis.

2025 hat er mit seinem Buch „Wie konnte das gesche-
hen? Deutschland 1933 bis 1945“ einen Bestseller
verfasst, eine „Erklärfibel“ (taz) zu den politischen und
gesellschaftlichen Umständen des Nationalsozialismus.

Götz Aly signiert ab 18:30 Uhr bereits in der Aula der Universität.

Zum Veranstaltungsflyer:
Flyer DIN lang_Goetz _200326

Dienstag. 28. April
19:00 Uhr
Aula Universität Freiburg
Eintritt frei

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Gespräch – Die Freiburger Familie Nelson

Gespräch mit Caroline Klemm (im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus), Joachim Nelson, Dorothea Scherle (Jüdisches Museum Emmendingen)

In der NS-Zeit wurde die Familie als jüdisch verfolgt. Siegfried und Marie Nelson wurden ermordet, Sohn Gerhard überlebte das KZ Auschwitz und kehrte nach 1945 nach Freiburg zurück. Caroline Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterin im DZNS, spricht mit dem Nachfahren Joachim S. Nelson und Dorothea Scherle vom Jüdischen Museum Emmendingen über die Geschichte der Familie und die Recherchen zu ihren Biografien.

Die Veranstaltung findet ergänzend zur neuen Sonderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ im Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg statt. Der Eintritt ist kostenfrei.

Da die Teilnahmezahl ist begrenzt ist, muss ein kostenloses Veranstaltungsticket gebucht werden.

Kostenloses Veranstaltungsticket hier

Dienstag, 28. April
19:30 Uhr
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg,
Rotteckring 14, 79098 Freiburg