Ausstellung "Brüderlichkeit" Haslach i.K.

Haslach: Ausstellung zum Kulturerbejahr 2018

Das europäische Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers in Natzweiler/Elsass CERD hat zusammen mit dem Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler VGKN anlässlich des europäischen Kulturerbejahres 2018 zwei grenzüberschreitende Kunstprojekte ins Leben gerufen. Diese werden an den 15 deutschen und französischen Lagerorten, die 2018 mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurden,  präsentiert. Dazu gehört auch Haslach mit der Gedenkstätte Vulkan.

Die französische Künstlergruppe Quinz’art und die deutsche Künstlergruppe Plakat Wand Kunst hat gemeinsam großflächige Bilder hergestellt, von denen je eines an den betreffenden Orten ausgestellt wird. (Künstler für Haslach: Wolfgang Ebert, Offenburg und Jean-Baptiste Defrance, Straßburg).
Gleichzeitig werden Schülerarbeiten zum Thema „Was bleibt?“ ausgestellt. Für Haslach konnte die Schülerakademie Kunst des Gymnasiums Achern mit ihrem Lehrer Wolfgang Ebert gewonnen werden. Zu sehen sind die Werke im Alten Kapuzinerkloster Haslach im Kinzigtal. Flyer Original

Ausstellung: 11.-26.Oktober 2018, täglich von 10-12:30  und 13:30 – 16:00 Uhr
Altes Kapuzinerkloster Halsach i. K.
Unterstütz durch: Interreg, Euro-District, Landesdenkmalpflege und der Landeszentrale für politische Bildung
gebührenfrei

Ausgegrenzt, verfolgt, vernichtet Foto: Stadtarchiv OG

Ausstellung Salmen: „Ausgegrenzt. Vernichtet. Geflohen“. Das Schicksal der jüdischen Gemeinde Offenburg.“

Am 22. Oktober 1940 besiegelte die Deportation nach Gurs das Ende der jüdischen Gemeinde Offenburgs.  Rund 100 Menschen wurden in der Turnhalle der Oberrealschule, dem heutigen Schiller-Gymnasium, zusammengetrieben. Von dort mussten sie den Weg zum Bahnhof für die Fahrt nach Südfrankreich antreten.
Die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, soll in Erinnerung behalten werden. Deshalb zeigt der Fachbereich Kultur im Aufgang des Salmen die Sonderausstellung „Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet. Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde“.

Der Fokus der Ausstellung im gläsernen Treppenaufgang des Offenburger Salmen liegt auf der Darstellung der Verfolgung und Auslöschung der jüdischen Gemeinde während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. In verschiedenen bildlichen und textlichen Zeugnissen der Menschen wird eine für immer vernichtete Lebenswelt ein kleines Stück aus der geschichtlichen Dunkelheit gerissen. Über diese rekonstruierten Biografien sollen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, in Erinnerung bleiben.

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Öffnungszeiten bis 15. Dezember:
dienstags und donnerstags 17-19 Uhr, sonntags 14-17 Uhr
Eintritt frei
Offenburg, Salmen / Foyer, Lange Straße 52
Veranstalter: Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg
Führungen buchbar unter

Foto: Flying Fist Film

Salmen: „Vom Sitzen werd´ ich müde“ – Eine filmische Homage an den Einzelhandel

In entspannter Atmosphäre zeigt die Offenburger Filmproduktion „Flying Fist Film“ eine Filmreihe zum Thema Einzelhandel. In Anwesenheit der Schauspieler & Filmemacher feiert der Kurzfilm „Vom Sitzen werd´ ich müde“, der 2018 auf dem Filmfestival shorts.18 den Publikumspreis gewinnen konnte, seine Premiere. Seit vier Generationen stellt das urige Tabakgeschäft „Sachs Tabakwaren“ in der Weingartenstraße einen Ort der alltäglichen Begegnungen dar. Der Film „Vom Sitzen werd´ ich müde“ erzählt solch eine Geschichte und ist eine Liebeserklärung an das kleine Tabakgeschäft, das auch als Filmset diente: Der alteingesessene Tabakhändler Wolfgang Sachs steht kurz vor seinem Ruhestand. Auf Umwegen landet der leidenschaftliche Hobbymusiker in einer chaotischen Ortenauer Coverband und lernt, was es heißt, auch als Rentner noch ein Rocker zu sein.

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Freitag, 26. Oktober, Einlass: 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Flying Fist in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur
Abendkasse: 4 €
Reservierungen:
Foto: Flying Fist Film

Jüdisches Leben in Kippenheim

Kippenheim: Buchvorstellung

Am Sontag, den 28. Oktober, 19.00 Uhr wird der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V.  sein neues  Buch „Jüdisches Leben in der Ortenau“ in der ehemaligen Synagoge vorstellen. 1933 existierten 14 jüdische Gemeinden auf dem Gebiet des heutigen Ortenaukreises. Jüdische Friedhöfe, Spuren des Juden-Deutschen im alemannischen Dialekt und vor allem die ehemalige Synagoge von Kippenheim – heute ein Gedenk-, Lern- und Begegnungsort – künden von dem früheren jüdischen Leben. Viele Aufsätze und Bücher sind in den letzten Jahren zu einzelnen Aspekten zur jüdischen Geschichte der Ortenau veröffentlicht worden. Was bislang fehlte, ist eine Gesamtübersicht, der die vielfältigen Forschungsergebnisse für eine breite Leserschaft zusammenführt. Immer wieder wurde an den „Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V.“ die Bitte herangetragen, einen solchen Überblick zu schaffen. Mit dem vorliegenden Buch „Juden in der Ortenau“ kommt er diesem Wunsch nach.
Die Autoren dieses Buches, Dieter Petri, Bernd Rottenecker und Jürgen Stude, alle aktive Mitglieder des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V., wollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch dazu beitragen, die Erinnerung an die Ortenauer Juden und das an ihnen verübte Unrecht wach zu halten. Erinnern tut not – umso mehr in einer Zeit grassierender Geschichtsvergessenheit und der Zunahme antisemitischer Hetze und rechtsradikaler Übergriffe auf Juden, Migranten und Andersdenkende. Jüdisches Leben in der Ortenau

Sonntag, 28. Oktober 2018, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

Ehemalige Synagoge Kippenheim: 80 Jahre Novemberpogrom

Vortrag mit Dr. Heinrich Schwendemann, Akademischer Oberrat am Historischen Seminar an der Universität Freiburg: Vor 80 Jahren, am 9. und 10. November 1938, wurden in der Ortenau und in ganz Deutschland hunderte Synagogen und zahlreiche Privat- und Geschäftshäuser demoliert oder niedergebrannt, etwa 400 Jüdinnen und Juden ermordet oder in den Freitod getrieben und in der Folge rund 30.000 weitere in Konzentrationslagern inhaftiert und misshandelt.

Donnerstag, 8. November 2018, 20 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: SPURENSUCHE – Gedenkveranstaltung „80 Jahre Reichspogromnacht“

Vor 80 Jahren, am 9./10. November 1938, brannten in Deutschland  die Synagogen. Es war die „reichsweite Explosion von Sadismus (…) auf allen Ebenen, die für die Betroffenen den Zusammenbruch jedweden Rechts bedeutete.“ (Saul Friedländer)
 
In Offenburg verhaften Männer der SA und SS mit der örtlichen Polizei 70 jüdische Männer aus Offenburg. Sie wurden in einem entwürdigenden Marsch, von über 1000 Schaulustigen verfolgt und  vom Gefängnis durch die Hauptstraße zum Bahnhof getrieben. Von dort kamen sie in das KZ Dachau. Am gleichen Tag zerstörten Offenburger, aufgestachelt von örtlichen Nationalsozialisten, die Inneinrichtung des Salmen und des Cafés Weil.
 
Der gemeinsame Rundgang beginnt im Salmen und führt dann zum ehemaligen Gefängnis. Von dort geht es zum Museum im Ritterhaus und endet im Pfarrsaal der Ev. Stadtkirche. An allen vier Orten rezitieren SchauspielerInnen zu den Ereignissen vom 9. und 10. November 1938 aus Texten von Holocaust-Überlebenden und Archivdokumenten und Prozessakten.

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Freitag, 9. Novemer 2018, Beginn jeweils um 18 , 19 & 20 Uhr
Trffpunkt: Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Beirat 9. November und Stadt Offenburg, Fachbereich Kultur
Der Eintritt ist frei
Anmeldung über Reservixx – die kostenlosen Karten können im BürgerBüro und Kulturbüro Offenburg abgeholt werden

Ehemalige Synagoge Kippenheim

Kippenheim: Ortenauer Kammerensemble

Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms 1938: Am Abend des 9. November 1938 ging von München der Befehl zum Pogrom aus. Am 10. November 1928 wurden in der Ortenau die Synagogen geschändet und die jüdischen Männer in das Konzentrationslager Dachau verbracht.
Weitere Informationen folgen

Sonntag 11. November 2018, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Jubiläumskonzert Emmendingen

Emmendingen: Jubiläumskonzert mit Michael Heitzler’s Klezmer Band

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. feiert sein dreißig jähriges Bestehen gemeinsam mit den Musikern von Michael Heitzler’s Klezmer Band. Ihre Musik wurde von den großen amerikanischen und osteuropäischen Bands vom Beginn bis Mitte des 20. Jahrhunderts inspiriert. Daneben bilden die wunderschönen, tief spirituellen Nigunim (Melodien) der chassidischen Juden Osteuropas einen weiteren Bestandteil ihres Repertoires. Die Klezmermusik einer verloren gegangenen Welt soll wiedererstehen. Durch Arrangement und Instrumentalisierung wird ihr eine eigene, zeitgemäße und persönliche Note gegeben. Neben den mitreißenden Stücken von „Ode Hashem“, die einen kaum ruhig auf dem Stuhl sitzen lassen, gibt es wunderschöne, tief berührende Balladen, die direkt in die Seele zielen.

Samstag 24.11.2018, 20.00 Uhr – Einlass ab 19 Uhr
mit Michael Heitzler: Klarinette, Christian Gutfleisch: Piano, Michael Chylewski: Bass, Daniel Schay: Schlagzeug
Altdorfhalle Kollmarsreute, Emmendingen
18.00 Euro / ermäßigt 15.00 Euro (Über das Online Portal Reservix und bei allen Vorverkaufsstellen der Badischen Zeitung

Blaues Haus Breisach

Freiburg >Krieg und Frieden> – Benefiz-Abend zu Gunsten des Musikprogramms >Verfolgung – Widerstand – Exil> im Blauen Haus zu Breisach

Aus Begeisterung für die neue Initiative haben sich Bruno Ganz (Rezitation / Lesung) und Kirill Gerstein (Klavier) für einen Benefiz-Abend zugunsten des Musikprogramms im Blauen Haus zur Verfügung gestellt.
Im Historischen Kaufhaussaal in Freiburg steht im Mittelpunkt ihrer Programmfolge das Melodram „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ von Rainer Maria Rilke (Text) und Viktor Ullmann (Musik). Texte von Gaito Gasdanow und Claude Simon, sowie Klaviermusik von Leoš Janáček, ergänzen das Programm.

Gaito Gasdanow Lesung aus „Das Phantom des Alexander Wolf“
Leoš Janáček Sonate für Klavier: „Strassenbild vom 1. X. 1905 : Vorahnung – Tod“
Claude Simon Lesung aus „Die Strasse in Flandern“
Viktor Ullmann (Musik)/ Rainer Maria Rilke (Text)
„Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ Melodram für Rezitator und Klavier

Mittwoch, 5. Dezember 2018, 19 Uhr
Freiburg, Kaisersaal im Historischen Kaufhaus
35 €
Veranstaltergemeinschaft: Bronislaw-Huberman-Forum | Initiative wider das Vergessen | Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach | NaberingKonzerte | Markgräfler Gutedelgesellschaft
Informationen unter www.BronislawHubermanForum.com

Informationen zum Kartenverkauf:
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