Stellenausschreibung: Geschäftsführung (m/w/d)

Gesucht wird eine Geschäftsführung (m/w/d) für die Geschäfte des Verbundes und als Referent*in für Öffentlichkeitsarbeit zum 1. Juli 2026.

Es handelt sich um ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis (Midijob) im Umfang von 60 Stunden pro Monat (15 Stunden pro Woche).

Aufgabenbereiche:

– Mitwirkung bei der Weiterentwicklung der inhaltlichen Arbeit des Verbundes der Gedenkstätten am Südlichen Oberrhein als Gedenk- und Lernorte
– Betreuung der Website und des Social Media- Auftrittes des Verbundes
– Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kontaktpflege mit der regionalen Presse
– Begleitung und Vernetzung von Jugend- und Vermittlungsarbeit an den genannten Gedenkstätten
– Unterstützung von Kooperationen mit Schulen, Hochschulen und weiteren Bildungsträgern
– Mitarbeit an der Konzeption und Organisation von Veranstaltungsformaten
– Mitarbeit und Begleitung bei der Erstellung von Publikationen, didaktischen Materialien und E- Learning- Angeboten
– Strukturierte und transparente Dokumentation der Tätigkeiten

Während der Einarbeitungszeit sind regelmäßige Präsenzphasen in den einzelnen Gedenkstätten nach Absprache vorgesehen, ansonsten überwiegend Homeoffice.

Für diese vielseitigen Tätigkeiten sucht der Gedenkstättenverbund Südlicher Oberrhein e.V. eine kompetente und engagierte Person, die folgendem Anforderungsprofil entspricht:

– Abgeschlossenes geisteswissenschaftliches oder sozialwissenschaftliches Hochschulstudium, vorzugsweise mit dem Schwerpunkt NS-Geschichte oder/und Erinnerungskultur
– Kenntnisse und berufliche Erfahrungen in der historisch-politischen Bildungsarbeit und Vermittlungsarbeit in Gedenkstätten
– Kenntnisse der Gedenkstättenlandschaft in Südbaden und in Baden-Württemberg, Bereitschaft zu Fortbildung und Vernetzung
– Redaktionelle Kenntnisse und Erfahrungen mit verschiedenen Text- und Online-Formaten
– Gute bis sehr gute organisatorische und kommunikative Fähigkeiten sowie mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit, ausgeprägte Teamfähigkeit
– Vorzugsweise Kenntnisse in Französisch und/oder Englisch
– Bereitschaft zu Fahrten in der Raumschaft des Gedenkstättenverbundes
– Strukturiertes und selbständiges Arbeiten
– Flexibilität, Bereitschaft zum Homeoffice

Wir bieten Ihnen eine leistungsgerechte Vergütung (1.500,00 € Monatsgehalt brutto), Urlaubstage nach den gesetzlichen Regelungen für Midijobs, eigenständiges und selbstverantwortliches Arbeiten, flexible Arbeitseinteilung in Absprache mit dem Vorstand.

Menschen mit Behinderungen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Vielfalt ist uns ein Anliegen. Wir begrüßen daher alle Bewerbungen unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion bzw. Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung.

Bitte senden Sie Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen als pdf bis zum 1. Juni 2026 an:

Offenburg: Sonderausstellung „33 Demokrat*innen – Mut, der die Welt verändert“

Die Sonderausstellung „33 Demokrat*innen – Mut, der die Welt verändert“ beschäftigt sich mit historischen wie zeitgenössischen Personen, die für sich für Menschenrechte, Demokratie und Frieden einsetzen und gesellschaftliche Entwicklungen prägen. Ob bekannte oder weniger bekannte Persönlichkeiten – sie alle sind in Catarina Chiettis Gemälde „33 Demokrat*innen“ vereint, das in der Ausstellung zu sehen ist.

Was wäre die Gesellschaft ohne Mahatma Gandhi und seine Philosophie des friedlichen Protestes? Wo wäre die Welt heute ohne Martin Luther King und seinen Einsatz gegen die Rassendiskriminierung? Sie wäre ganz sicher eine andere, weit weniger demokratisch, als wir sie heute kennen…

Im Zentrum dieser Ausstellung steht das Ölgemälde „33 Demokrat*innen“. Angelehnt an Raffaels berühmtes Renaissance-Fresko „Die Schule von Athen“, zeigt das Werk der Gegenwartskünstlerin Catarina Chietti 33 Frauen und Männer, die sich um die Entwicklung und Erhaltung von Demokratie, Menschenrechten und Frieden verdient gemacht haben. Darunter sind Freiheitskämpferinnen, visionäre Philosophen, Wissenschaftlerinnen, humanitäre Vorbilder und couragierte Journalistinnen – weltberühmte und weniger bekannte Persönlichkeiten, Menschen, deren Wirken viele Jahrzehnte zurückliegt und solche, die ganz aktuell das Weltgeschehen mitgestalten.

Das Gemälde regt dazu an, über die Bedeutung und Werte der Demokratie und der Menschenrechte zu reflektieren und sich auszutauschen. Zur Sonderausstellung bieten wir daher vom 21.-24. Juli unterschiedliche Workshops für Schüler*innen und Erwachsene an.

1. Mai 2026 bis 6. September 2026
Salmen Offenburg,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg

Emmendingen: Internationaler Museumstag 2026

Auch in diesem Jahr nimmt das Jüdische Museum Emmendingen wieder mit einem Sonderprogramm am Internationalen Museumstag teil. Folgendes Programm wird in diesem Jahr geboten:

11:00 – 17:00 Uhr: Tag der offenen Tür

Das Jüdische Museum öffnet seine Türen bei freiem Eintritt. Wir bieten unseren Gästen Führungen nach Bedarf, laden zur Begegnung, zum Austausch und zum Schmökern am Büchertisch ein. Die aktuelle Wechselausstellung unserer Kuratorin Monika Rachel Raija Miklis „Von Mazzenknödel bis Käsekuchen“ stellt die jüdischen Feste Pessach und Schawuot vor.

11:00 – 17:00 Uhr: Jüdisches entdecken

Auf und um den Schlossplatz herum Quiz für Kinder und Jugendliche mit Mit-Mach-Preis für jede*n

12:30 – 13:00 Uhr: „Wie neu geboren!“

Führung durch die Dauerausstellung „Mekor Majim Chajim – Quelle lebendigen Wassers“ im ehemaligen Ritualbad (Mikwe) mit Carola Grasse

13:30 – 14:00 Uhr: „Jüdisches Leben in Emmendingen – gestern und heute“

Hildegard Hessemann und Carola Grasse laden zur Kurzführung auf dem Schlossplatz/ Platz der ehemaligen Synagoge und seinen Erinnerungszeichen ein.

14:30 – 15:00 Uhr: „Museum digital“

Dorothea Scherle präsentiert das digitale Gedenkbuch zum jüdischen Leben in Emmendingen auf der Medienstation in der Dauerausstellung des Museums.

15:30 – 16:00 Uhr: „Die jüdischen Wanderfeste Pessach und Schawuot“

Dorothea Scherle führt durch die von Monika Rachel Raija Miklis kuratierte Wechselausstellung „Von Mazzenknödel bis Käsekuchen“.

Zum Veranstaltungsflyer:
260422 IMT Flyer 2026

Sonntag, 17. Mai 2026
11:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Jüdisches Museum Emmendingen,
Schlossplatz 7, 79312 Emmendingen

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Sonderausstellung „Polenaktion 1938“

„Ausgewiesen! 28. Oktober 1938 – Die Geschichte der „Polenaktion“ 1938“

Ende Oktober 1938 wurden in einer Massenaktion mindestens 17.000 Menschen aus dem Deutschen Reich nach Polen ausgewiesen. Verfolgt wurden sie als Jüdinnen und Juden polnischer Staatsangehörigkeit. Die Ausstellung „Polenaktion 1938“ erzählt erstmals die Geschichte der Deportation im Oktober 1938. Biografische Tafeln erzählen Lebenswege und Schicksale von Ausgewiesenen aus verschiedenen Städten und Orten in Deutschland, weitere Infotafeln erläutern die Hintergründe. Selbstverständlich kann die Gedenkstätte zwischen 14 und 17 Uhr unabhängig von der Sonderausstellung besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

Sonntag 17. Mai 2026 und 24. Mai 2026
Jeweils von 14 bis 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim
Poststraße 17,
77971 Kippenheim

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Lesung „Rauch über Land“

Der Lahrer Autor Michael Paul stellt seinen neuen Roman zur Geschichte der Lahrer Tabakfabrik Roth-Händle 1918-1933 vor

Straßburg 1918: Der Krieg ist zu Ende – doch für Ernest Feist beginnt ein neuer Kampf um seine Familie und die Zukunft seiner Tabakmanufaktur. In Erfurt ringt Philipp F. Reemtsma, schwer verletzt, ums Überleben und um sein Erbe. Zwischen den beiden Männern, die aus völlig unterschiedlichen Welten stammen, entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft – jüdischer Unternehmer und zukünftiger Reichswirtschaftsführer. Während politische Umbrüche, Inflation und Nationalsozialismus das Land erschüttern, stehen beide vor Entscheidungen, die ihr Leben für immer verändern werden.

Mittwoch, 27. Mai 2026
19:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim
Poststraße 17,
77971 Kippenheim

Kippenheim: Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 von der Ettenheimer Judenschaft gegründet, als sich über 400 Jahre nach den Vertreibungen des Mittelalters wieder jüdische Familien in der Region niederlassen durften. Die zu verschiedenen Zeiten angelegten Teile des Friedhofes mit ihren unterschiedlichen Grabgestaltungen spiegeln eindrücklich die jeweilige gesellschaftliche Stellung der Juden wider.

Bei der Führung wird auf die auf vielfältigen Symbole und Inschriften auf den Grabsteinen eingegangen. Bei einigen Verstorbenen ist auch ihr Schicksal zur Zeit des Nationalsozialismus bekannt und ist ebenfalls Teil der Führung. Der Treffpunkt ist am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen. Die Führung dauert ca. 1,5 Stunden.

Sonntag, 21. Juni 2026
15:00 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Sommerkonzert mit „Vetterliswirtschaft“

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens lädt der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V,. zum Konzert mit „Vetterliswirtschaft“ ein.
Die Ettenheimer Musikgruppe begleitet den Verein über drei Jahrzehnte mit ihren schönen Aufführungen.

Sonntag, 28. Juni 2026
17:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim
Poststraße 17,
77971 Kippenheim

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: „…Und immer noch…“ Vernissage mit Angelika Nain

Immer noch sind die Auswirkungen des Kolonialismus in Afrika in vielfältiger Weise erfahrbar. Eine besondere Sichtweise auf dieses Thema liefert die Ausstellung … immer noch …“ der Kehler Künstlerin Angelika Nain. Die Ausstellung thematisiert vorkoloniale und koloniale Geschichte sowie Aspekte von postkolonialem Rassismus und seinen Auswirkungen bis heute. Ihre Werke machen deutlich, dass Flucht, Umweltzerstörungen, Verletzung von Menschenrechten, Armut und Korruption immer noch den afrikanischen Kontinent prägen.

Die Ausstellung ist an den Sonntagen zwischen 14.00 und 17.00 Uhr zu sehen.

Sonntag, 12. Juli 2026
11:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim
Poststraße 17,
77971 Kippenheim

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Mit Inge und Kurt durch das jüdische Kippenheim

Ein Angebot für Kinder – Im Rahmen des Kippenheimer Ferienprogramms

Seid Ihr bereit für eine spannende Zeitreise?

Ihr könnt mit uns an diesem Nachmittag das Kippenheim vor beinahe 100 Jahren entdecken. Inge Auerbacher und Kurt Salomon Maier – zwei jüdische Kippenheimer Kinder, die damals in der Poststraße gespielt haben, nehmen uns mit in ihr Kinderleben und erzählen uns von schönen und sehr schweren Zeiten. Wir werden an diesem Nachmittag gemeinsam eine fast vergessene Zeit mit Forschen, Spielen, Basteln und Singen wiederentdecken.

Mittwoch, 5. August 2026
15:00 Uhr
Bürgerhaus Kippenheim
Am Bürgerhaus 1,
77971 Kippenheim

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Filmvorführung „Die treibende Kraft“

um Abschluß der aktuellen Ausstellung mit Werken der Künstlerin Angelika Nain zeigt der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim den Dokumentarfilm „Die Treibende Kraft“. Es ist ein Film über Leben und Werk der Künstlerin Angelika Nain.

Mit seinem Dokumentarfilm „Die Treibende Kraft“ widmet sich der Regisseur Klaus Peter Karger einer weitgehend unbekannten Künstlerin, die es aber gleichwohl zu entdecken lohnt. Es verbinden sich bei ihr künstlerisches Schaffen und politisches Engagement. Sie hat sich mit jüdischer Geschichte und der Verfolgung im Nationalsozialimus beschäftigt und gemeinsam mit Jugendlichen einen Gedenkstein am Mahnmal in Neckarzimmern gestaltet. Seit vielen Jahren kümmert sie sich um Geflüchtete, hat sich mit Kolonialismus und Postkolonialismus auseinandergesetzt und war mit ihrem Lebenspartner Teil der Crew auf einem Seenot-Rettungsschiff zwischen Libyen und Italien. All diese Erfahrungen, aber auch die Reflexion über das Werden und Vergehen im eigenen Garten, prägen ihre Werke.

Angelika Nain, steht, was ihre prekäre Erwerbssituation angeht, exemplarisch für die große Mehrheit der schätzungsweise 50.000 Bildenden Künstler*innen in Deutschland. Vor 30 Jahren hat sie beschlossen, vom Kunstschaffen leben zu wollen. Doch finanziell auskömmlich war das nie, ohne Nebenjobs kein Künstlerleben. Kann man trotzdem ein mit seinem Leben zufriedener Mensch sein?

Sonntag, 27. September 2026
19:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim
Poststraße 17,
77971 Kippenheim