jüdischer Friedhof Schmieheim

Führung über den Schmieheimer Friedhof

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Der Friedhof wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch über ihre Ämter im jüdischen Gemeindeleben.
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen
Der Eintritt ist frei – Spenden werden erbeten

Dienstag 6. Juni, 18.00 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Mikwe Offenburg_Foto: S. Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

Ein herausragendes unterirdisches Baudenkmal liegt in der Glaserstraße verborgen: ein jüdisches Ritualbad (Mikwe). Die Bauzeit ist immer noch umstritten, liegt aber in jedem Fall vor dem großen Stadtbrand von 1689. In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit.
Die Ausstellung „Vom Bad zum Brunnen“ greift die folgenden drei Themenkomplexe auf
•Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit
•Baugeschichte und Datierungsprobleme
•Funktion eines jüdischen Ritualbads

Freitag, 7. Juni 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

Blaues Haus Breisach

Breisach: jour fixe musical – Geige im Exil I

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten. Bei Festival Pro 2: Geige im Exil I spielen Studierende der Hochschule für Musik Freiburg (Klasse Professor Muriel Cantoreggi) Solo- und Duowerke für Violine – u.a. von Ernst Toch, Ervín Schulhoff, Egon Wellesz, Ernst Krenek
Zugabe: Gustav Mahler spielt eigene Werke (Originalaufnahme Welte-Mignon-Klavier, 1905). An dem Tag werden zudem Radierungen von Karl Jakob Hirsch zu Liedern Gustav Mahlers gezeigt.

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: 2019_02_10_Jour-fixe-musical-4

Sonntag, 9. Juni 2019, 18 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Exponate zum jüdischen Pessach-Fest_Foto M.Miklis

Emmendingen: Eine Wechselausstellung zeigt Exponate zum jüdischen Pessach-Fest

Dieses Jahr fallen die Osterfeiertage zusammen mit den ersten Tagen des achttägigen jüdischen Pessach-Festes. An Pessach erinnern sich Juden weltweit an den Auszug aus der Knechtschaft in Ägypten. Jedes Jahr bestimmen ungesäuerte Brote, genannt Mazzen, in allen Variationen die Speisekarte. Die ersten beiden Abende werden nach einer bestimmten Ordnung gestaltet (hebr. Seder). Die Familien, Freunde oder Gemeinden sitzen stundenlang bis tief in die Nacht am Tisch bei rituellen Speisen und lesen gemeinsam die Haggada von vorne bis hinten durch. Die Haggada (hebr. für „Erzählung“) erzählt die Geschichte des Auszugs aus Ägypten mit Gebeten, rabbinischen Auslegungen und Liedern und bestimmt den Ablauf des Sederabends.
Neben dem Exponat des Monats, der Haggada der Familie Hugo Weil aus Emmendingen, sind weitere Objekte zum Pessach-Fest wie Sederteller und Mazzenplatte und -decke zu sehen.

bis 16. Juni zu sehen
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten
Foto: Monika Rachel Raija Miklis

Kippenheim_19.6.2019

Ehemalige Synagoge Kippenheim: Konzert mit Adafina

Adafina- der traditionelle Shabbateintopf der spanischsprechenden Juden ist Namensgeber und Inspiration des Duos. Zutaten sind die unkonventionelle Besetzung Akkordeon ,Flöten, Hackbrett, Marimbaphon, Vibraphon und Percussion. Gewürzt wird mit der ungewöhnlichen Kombination von Klezmer, Tango, barocker Klangwelt und afroamerikanischer Musik.
So entsteht ein würziger Eintopf, der alle Geschmackssinne berührt – eine musikalische Delikatesse mit Geschmacksexposionsgarantie!

Mittwoch, 19. Juni, 20.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Offenburg: Historisch verankerte kommunale Identität in der „Freiheitsstadt“.

Der Vortrag beschäftigt sich mit den Deutungen, die die revolutionären Versammlungen 1847–1849 in Offenburg im Laufe der folgenden 150 Jahre erfahren haben. Der Bogen wird von der sozialdemokratischen Bewertung im Kaiserreich über die Interpretation in der Weimarer Republik, und die Sichtweise in der Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zu den 150-Jahr-Feierlichkeiten in Offenburg gespannt.

Donnerstag, 27. Juni 2019, 20 Uhr
Mit Prof. Dr. Sylvia Schraut
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg
Eintritt frei

jüdisches Museum Emmendingen

Emmendingen: Museumsnacht

Diese Nacht lädt ein, Emmendingen neu zu entdecken und kulturelle Highlights zu erleben. Zeischen 19 und 24 Uhr erwartet Sie an zehn Orten ein schillerndes Pottpouri aus Kunst, Literatur, Musik und Geschichte.
Im Jüdischen Museum kann die neue Dauerausstellung in der Mikwe „Quelle lebendigen Wassers . Mekor Majim Chajim“ besichtigt werden. Es finden durchgehend Führungen statt. Außerdem gibt es eine kleine Bewirtung: koscherer Wein, Sekt und Challa (Zopfbrot zu den jüdischen Feiertagen).
Von 22.30 bis 24 Uhr gibt es Musik von Eli Navon (Violine) und Shih-Yu Tang (Viola).

Weitere Informationen:   folder_mn_2019_8seiter_final-hoch

Samstag, 18. Mai, 19 bis 24 Uhr
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten