Foto: Stadtarchiv Freiburg | Ingo Schneider | Bild-Nr.: 123663711

Freiburg: Webtalk-Reihe „Freiburger Vereine und Verbände in der Zeit des Nationalsozialismus“

Dem Totalitätsanspruch und der Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus konnte sich kein Verein entziehen. Geprägt von Hitlers Ideologie der Gleichschaltung gab es für die meisten nur zwei Möglichkeiten: Anpassung oder Auflösung. Doch die Wege zur Gleichschaltung waren sehr unterschiedlich. Mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll an ausgewählten (Freiburger) Beispielen beleuchtet werden, wie weit einzelne Vereine und Verbände ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus aufgearbeitet haben. Wie gut sind die Versuche ihres Arrangements mit und ihr Widerstand gegen den Nationalsozialismus dokumentiert? Die Webtalks erzählen diese Geschichten und stellen „Erinnerungsfiguren“ (Jan Assmann) zur Diskussion. Weitere Details im Flyer Web-Talk-Reihe

Foto (Detail): Stadtarchiv Freiburg I Ingo Schneider I Bild-Nr.: 123663711

Mittwoch, 4. Mai I 18. Mai I 1. Juni I 6. Juli, je ab 20:15
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung BW, Außenstelle FR
Kooperationspartner: Colloqium Politicum, Städtische Museen Freiburg, Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein, Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü
Virtueller Ort: Link zu Big Blue Button
Moderation: Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg & Jost Grosspietsch,Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü

Führung mit audiovisueller Tour „Jüdisches Leben in Breisach I: Das Stadtzentrum“

Das Stadtzentrum und seine Geschäftswelt: Aus der Sicht von Elaine Wolff aus New York, deren Mutter in der Judengasse aufgewachsen ist, führt Dr. Gabriele Valeska Wilczek vom Münsterplatz über den Marktplatz mitten in das lebendige Treiben der Geschäftswelt vor 1933.

Donnerstag, 28. April 2022, 17 bis 18.30 Uhr
Treffpunkt Münsterplatz Breisach, 79206 Breisach
mit Dr. Gabriele Valeska Wilczek
in Kooperation mit der VHS Westlicher Kaiserstuhl-Tuniberg e.V.
6€

Foto: Stadtarchiv Freiburg | Ingo Schneider | Bild-Nr.: 123663711

Web-Talk-Reihe: Die Tageszeitung als Mittel der Staatsführung. Presse und Medienlandschaft in Freiburg.

Am Beispiel der Freiburger Tageszeitung spricht Prof. Dr. Thomas Schnabel, Direktor am Haus der Geschichte Baden-Württemberg i.R., über die Presse in Freiburg zwischen 1933 und 1945.

Dem Totalitätsanspruch und der Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus konnte sich kein Verein entziehen. Geprägt von Hitlers Ideologie der Gleichschaltung gab es für die meisten nur zwei Möglichkeiten: Anpassung oder Auflösung. Doch die Wege zur Gleichschaltung waren sehr unterschiedlich. Mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll an ausgewählten (Freiburger) Beispielen beleuchtet werden, wie weit einzelne Vereine und Verbände ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus aufgearbeitet haben. Wie gut sind die Versuche ihres Arrangements mit und ihr Widerstand gegen den Nationalsozialismus dokumentiert? Die Webtalks erzählen diese Geschichten und stellen „Erinnerungsfiguren“ (Jan Assmann) zur Diskussion. Weitere Termine und Details im Flyer Web-Talk-Reihe

Foto (Detail): Stadtarchiv Freiburg I Ingo Schneider I Bild-Nr.: 123663711

Mittwoch, 4. Mai 2022, 20.15 Uhr
mit Prof. Dr. Thomas Schnabel
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung BW, Außenstelle FR
Kooperationspartner: Colloqium Politicum, Städtische Museen Freiburg, Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein, Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü
Virtueller Ort: Link zu Big Blue Button
Moderation: Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg; Jost Grosspietsch,Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü

Breisach: Leichte Sprache in Vermittlung von Geschichte

Leichte Sprache folgt speziellen Regeln. Sie ist für Barrierefreiheit, Gleichstellung und Integration wichtig. Gabriele Hartmann, Übersetzerin im Forum Leichte Sprache des Vereins Lebensraum für Alle e. V., bietet einen praxisnahen Einblick. Dieser ist nicht nur für Museen und Ausstellungen zunehmend wichtiger, sondern gewinnt auch für die didaktische Vermittlung an Schulen und in Bezug auf Barrierefreiheit generell an Bedeutung. Am Beispiel der Ausstellung „Gurs 1940“ vor stellt sie Chancen und Herausforderungen vor.

Foto (Detail): Blaues Haus Breisach

Donnerstag, 5. Mai 2022, 18.30 Uhr
Blaues Haus Breisach, Rheintorstraße 3
Veranstaltung mit Gabriele Hartmann
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Freiburg-Breisach-Gurs: Verortung der Deportationsgeschichte von Gurs 1940“
in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg
Veranstaltung kostenfrei

Emmendingen: Lesung „Geboren im KZ Bergen-Belsen“

Die 1905 in Polen geborene Jüdin Hélène Salamon kommt 1924 nach Frankreich. 1943 schließt sie sich dem Widerstand an, wird im Februar 1944 verhaftet, verhört, gefoltert, schließlich ins KZ Bergen-Belsen in Deutschland deportiert. Bei ihrer Ankunft im Lager ist sie im vierten Monat schwanger. Und nur von einem Gedanken beherrscht: Ihr Kind zur Welt zu bringen. Es gelingt ihr, die Schwangerschaft zu verbergen. Im Oktober 1944 wird ihre Tochter Yvonne im KZ geboren. Mutter und Tochter überleben die nächsten sechs Monate bis zur Befreiung, trotz der barbarischen Behandlung durch die Nazis, trotz des Hungers, des Schmutzes und der Krankheiten inmitten Zehntausender Todgeweihter. Yvonne Salamon erzählt diese unglaubliche Geschichte in einer Art Zwiegespräch der beiden Frauen: Die Zeitzeugin Hélène mit ihrem bewegenden Wahrheitsbericht, Yvonne auf der Suche nach ihrer eigenen Identität und bei der Erforschung ihrer Familiengeschichte.

Oberstudienrat i. R. Hans Zier hat das Buch aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt und liest am Jom HaSchoa aus dem autobiografischen Werk. Zu Beginn der Lesung gibt der Historiker Markus Wolter eine kurze Einführung in die Geschichte des KZ Bergen-Belsen, das am 15. April 1945 durch britische Truppen befreit wurde. Das Buch ist im Anschluss an die Lesung an einem Büchertisch erhältlich.

Donnerstag, 28. April 2022, 19.30 Uhr
Teschemacher-Saal im Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Emmendingen
mit Hans Zier und Markus Wolter
Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Breisach: „In den Stunden des Neumonds“

Das Blaue Haus Breisach und das Bronislaw-Huberman-Forum laden zu einer dreiteiligen Literatur- und Musikveranstaltung ein.
Im ersten Teil liest Monja Sobottka aus „Saitensprünge“ von Hellmut Stern. Dazu werden Musikeinblendungen vom Israel Philharmonic und den Berliner Philharmonikern eingespielt. Im zweiten Teil spielt Viviane Hagner auf J.S. Bach bezogene Werke für Solovioline von Isang Yun und György Kurtág sowie die J.S.Bach Sonate g-moll. Abschließend spielt Ryo Yamanishi Klavierwerke von Viktor Ullmann, Leoš Janáček und Robert Schumann. Helmut Grieser und Gerd Heinz lesen Texte von Friedrich Hölderlin, Paul Celan, Georg Kreisler und Walter Mehring.

Samstag, 30. April 2022, 16 / 17.15 / 18.30 Uhr
Spitalkirche Breisach, Marienau 1
in Kooperation mit dem Bronislaw-Huberman-Forum
schriftliche Anmeldung erwünscht über
Die drei Teile können einzeln oder gesamt besucht werden.
Eintritt frei

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Vortrag von Igal Avidan zu Mod Helmy

Der israelische Journalist Igal Avidan berichtet über das Leben des ägyptischen Arztes Mod Helmy, derjahrelang einer jüdischen Familie half, sich vor der Gestapo zu verstecken:

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland unternahmen nichts gegen die Judenverfolgung. Nur 600 wurden von Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt, weil sie Juden gerettet hatten. Einer davon war ein Araber, der aus Ägypten stammte.
1922 kam Mod Helmy aus Kairo nach Berlin, um dort zu studieren. Arabische Studenten waren damals willkommen. Er schloss sein Medizinstudium ab und lernte eine junge Deutsche kennen, die die Frau seines Lebens werden sollte. Doch nach der „Machtergreifung“ 1933 änderte sich alles. Helmy verlor schließlich sogar seine Zulassung und wurde inhaftiert. Erst ab 1942 konnte er wegen des Ärztemangels wieder offiziell arbeiten. Jahrelang half er einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Igal Avidan spürt dieser einzigartigen Geschichte nach.

Igal Avidan hat seine Recherchen in seinem Buch „Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ zusammengefasst, dass sich wie ein Roman liest und den Lesern vorführt, wie sich das Leben des Ägypters Helmy – trotz persönlicher Erniedrigung und Schikane – zu einer Mission gegen Stumpfsinn und Barbarei entwickelte.

Mittwoch, 27. April 2022, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Vortrag von Igal Avidan
Veranstaltung kostenfrei

Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: Führung „Gurs 1940“

Das Museum im Ritterhaus zeigt die Ausstellung „Gurs 1940“, die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipiert wurde.
Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert.

Sonntag, 24. April 2022, 11 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
mit Marion Herrmann-Malecha
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
7€

Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: Führung „Gurs 1940“

Das Museum im Ritterhaus zeigt die Ausstellung „Gurs 1940“, die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipiert wurde.
Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert.

Sonntag, 24. April 2022, 15 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
mit Jürgen Stude
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
7€

Breisach: Filmmatinée „Die Sieben Schachteln“

Das Kommunale Kino Breisach zeigt den Dokumentarfilm „Die sieben Schachteln“ (2018) von und mit Dory Sontheimer, die auch bei der Aufführung anwesend sein wird. Einladung zur anschließenden Gesprächsrunde.

Foto (Detail): David Fontseca

Sonntag, 24. April 2022, 11 Uhr
Kommunales Kino, Engel Lichtspiele, Rheinstraße 10 Breisach
mit Dory Sontheimer
übliche Eintrittspreise