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Breisach: Erinnerung an den Deportationstag

Am Vortag der Jährung des Deportationstages der jüdischen Bevölkerung Badens und der Saarpfalz in das südfranzösische Internierungslager Gurs lädt das Blaue Haus Breisach zu folgenden Veranstaltungen ein:

11.45 Uhr: Gedenken am Mahnmal unterhalb des Münsters
gestaltet von einer Konfirmandengruppe der Martin-Bucer-Gemeinde Breisach, in Zusammenarbeit mit dem Blauen Haus

18.00 – 19.00 Uhr: Konzert in der Spitalkirche
Memorial am Vorabend der Jährung des Deportationstages mit dem Bertold Quartett: Streichquartette von Emil František Burian und Robert Schumann und Eingangs ein Memorial für Arnold und Alma Rosé (vom Tonband) : Bach Doppelkonzert d-moll 1.Satz, Aufnahme 1928

Sonntag, 21. Oktober 2018 2018
Spitalkirche Marienau (Marktplatz), Breisach
Eintritt jeweils frei

Foto: Flying Fist Film

Salmen: „Vom Sitzen werd´ ich müde“ – Eine filmische Homage an den Einzelhandel

In entspannter Atmosphäre zeigt die Offenburger Filmproduktion „Flying Fist Film“ eine Filmreihe zum Thema Einzelhandel. In Anwesenheit der Schauspieler & Filmemacher feiert der Kurzfilm „Vom Sitzen werd´ ich müde“, der 2018 auf dem Filmfestival shorts.18 den Publikumspreis gewinnen konnte, seine Premiere. Seit vier Generationen stellt das urige Tabakgeschäft „Sachs Tabakwaren“ in der Weingartenstraße einen Ort der alltäglichen Begegnungen dar. Der Film „Vom Sitzen werd´ ich müde“ erzählt solch eine Geschichte und ist eine Liebeserklärung an das kleine Tabakgeschäft, das auch als Filmset diente: Der alteingesessene Tabakhändler Wolfgang Sachs steht kurz vor seinem Ruhestand. Auf Umwegen landet der leidenschaftliche Hobbymusiker in einer chaotischen Ortenauer Coverband und lernt, was es heißt, auch als Rentner noch ein Rocker zu sein.

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Freitag, 26. Oktober, Einlass: 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Flying Fist in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur
Abendkasse: 4 €
Reservierungen:
Foto: Flying Fist Film

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: SPURENSUCHE – Gedenkveranstaltung „80 Jahre Reichspogromnacht“

Vor 80 Jahren, am 9./10. November 1938, brannten in Deutschland  die Synagogen. Es war die „reichsweite Explosion von Sadismus (…) auf allen Ebenen, die für die Betroffenen den Zusammenbruch jedweden Rechts bedeutete.“ (Saul Friedländer)
 
In Offenburg verhaften Männer der SA und SS mit der örtlichen Polizei 70 jüdische Männer aus Offenburg. Sie wurden in einem entwürdigenden Marsch, von über 1000 Schaulustigen verfolgt und  vom Gefängnis durch die Hauptstraße zum Bahnhof getrieben. Von dort kamen sie in das KZ Dachau. Am gleichen Tag zerstörten Offenburger, aufgestachelt von örtlichen Nationalsozialisten, die Inneinrichtung des Salmen und des Cafés Weil.
 
Der gemeinsame Rundgang beginnt im Salmen und führt dann zum ehemaligen Gefängnis. Von dort geht es zum Museum im Ritterhaus und endet im Pfarrsaal der Ev. Stadtkirche. An allen vier Orten rezitieren SchauspielerInnen zu den Ereignissen vom 9. und 10. November 1938 aus Texten von Holocaust-Überlebenden und Archivdokumenten und Prozessakten.

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Freitag, 9. Novemer 2018, Beginn jeweils um 18 , 19 & 20 Uhr
Trffpunkt: Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Beirat 9. November und Stadt Offenburg, Fachbereich Kultur
Der Eintritt ist frei
Anmeldung über Reservixx – die kostenlosen Karten können im BürgerBüro und Kulturbüro Offenburg abgeholt werden

Gutenbergs Traum_Foto Paul Barone

Salmen: Gutenbergs Traum — Die Vernetzun g der Welt

Gutenberg, der Erfinder des Buchdrucks, kehrt 550 Jahre nach seinem Tod wieder. In Albträumen durchlebt er, wie sein Traum, der Menschheit Bildung, Wissen und Wahrheit zu schenken, in den medial aufgeheizten Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit zerschlagen wurde. Er trifft auf Jugendliche von heute, die ihm von der nicht minder menschenverachtenden Hexenjagd auf Twitter & Co. berichten. Unabweisbar drängt sich die Frage auf: Bedeuten Medienrevolutionen Fluch oder Segen? Bringt die fortschreitende Vernetzung der Welt – sei es durch den Buchdruck oder das Internet – einen zivilisatorischen Fortschritt oder treibt sie die Menschen zu Hass, Lüge und Gewalt?
In temporeichen Sequenzen werden Schlaglichter auf die Mediengeschichte mit ihren Verheißungen und abgrundtiefen Gefährdungen geworfen: von der Tanzwut in Gutenbergs spätmittelalterlichem Straßburg und der Hexenverfolgung im Offenburg des 16. Jahrhunderts über die dank der Schnellpresse rasant verbreiteten 13 Forderungen des Volkes von 1847 bis hin zur digitalen Revolution des 21. Jahrhunderts…

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Premiere Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19 Uhr
Weitere Termine: 7. und 8. Dezember 2018, 19 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Junge Theaterakademie Offenburg.
Eine Eigenproduktion des Theater am Grimmels,der HLSOG und der Stadt Offenburg,
www.junge-theaterakademie-offenburg.eu
Eintritt frei, Einlasstickets im im Bürgerbüro (freie Sitzplatzwahl), Spenden erbeten.
Foto: Paul Barone

Sulzburg Ehemalige Synagoge innen

Sulzburg: Kampf gegen das Vergessen und Bemühen um Frieden

90 Jahre alt wäre Elie Wiesel am 30. September geworden. Der Schriftsteller, Hochschullehrer und Friedensnobelpreisträger von 1986 starb 2016 in New York. Der Sprecher und Südwestfunk-Moderator Rudolf Guckelsberger und die Musikerin Vanessa Porter erinnerten in der Ehemaligen Synagoge Sulzburg an einen Mann, der als Überlebender der nationalsozialistischen Konzentrationslager sein ganzes Leben und Werk der Erinnerung, dem Kampf gegen das Vergessen und dem Bemühen um Frieden und Versöhnung gewidmet hat.
Vanessa Porter mit der Marimba und Rudolf Guckelsberger mit der Lesung von Elie Wiesels Texten gestalteten eine Abend in der Ehemaligen Synagoge in Sulzburg. Weiterlesen: badische_zeitung_2018-10-06_Sulzburg

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

„Antisemitismus kommt ohne Juden aus“

Der Offenburger Salmen war nahezu voll besetzt, zahlreiche Wortmeldungen bestimmten die anschließende Diskussion. An diesem Ort wurden 1847 neben anderen Grundrechten die Gleichbereichtigung aller Religionen proklamiert. Vom 9. auf den 10. Novemer 1938 wurde der Salmen verwüstet, weil sich hier die Offenburger Synagoge befand. Ebendort referierte am Dienstagabend (2. Oktober) Michael Blume über „Alten und neuen Antisemitismus. Blume ist Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg. Weiterlesen oder BZ_5.10.18_Vortrag Blume_Salmen