Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: Führung „Gurs 1940“

Das Museum im Ritterhaus zeigt die Ausstellung „Gurs 1940“, die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipiert wurde.
Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert.

Sonntag, 20. Feburar 2022, 11 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
mit Marion Herrmann-Malecha
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
7€

Foto: Stadtarchiv Freiburg | Ingo Schneider | Bild-Nr.: 123663711

Freiburg: Webtalk-Reihe „Freiburger Vereine, Verbände und Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus“

Die Badische Zeitung berichtete diesen Winter zur Webtalk-Reihe „Freiburger Vereine, verbände und Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus“, veranstaltet u. a. von der Landeszentrale für politische Bildung, dem Freiburger Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, dem Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein e.V., sowie der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg.
In fünf digitalen Vorträgen wurde die Rolle des Schwarzwaldvereins, Sportvereine, der Freiburger Fußballvereine und der Cäcilienvereine in der NS-Zeit beleuchtet.

BZ am 05.11.21: Wettlauf um die Gunst des Führers badische_zeitung_2021-11-05_206061346
BZ am 12.11.21: Versäumtes nachholen badische_zeitung_2021-11-12_206245246
BZ am 28.01.22: Ganz im Sinne und Geist der NS-Zeit BZ2022-01-28_FFCimNS(1)
BZ am 04.02.22: Zwischen Gott und einer Diktatur BZ_2022-02-04_WebtalkCäcilienvereine
BZ am 11.02.22: Nicht wegschauen bei Populismus BZ11.02.2022_Webtalk_nicht_wegschauen_bei_populismus

Foto (Detail): Stadtarchiv Freiburg | Ingo Schneider | Bild-Nr.: 123663711

Kippenheim: Inge Auerbacher besuchte ihren Geburtsort

Inge Auerbacher war das letzte jüdische Kind, das in Kippenheim geboren wurde. Nach ihrer Rede im deutschen Bundestag zum Gedenktag der Opfer des Holocaust besuchte sie ihren Geburtsort, wo sie die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde erhielt. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble war bei einer gemeinsamen Gedenk- und Erinnerungsstunde in der ehemaligen Synagoge Kippenheim anwesend. Schüler*innen des Max-Planck- und des Clara-Schuman-Gymnasiums führten außerdem das Stück „Sterne in der Finsternis“ über das Leben Auerbachers auf. Mehrere Zeitungen berichten:

Lahrer Zeitung: lahrer-zeitung-02-02-2022; lahrer-zeitung-03-02-2022 (1) lahrer-zeitung-04-02-2022-1

Ettenheimer Heimatbote: 2022-02-04_Ortenau_Seite_21

Auch der SWR berichtet mit einem Ausschnitt aus Inge Auerbachers Rede

Berlin: Inge Auerbacher spricht am 27. Januar im Deutschen Bundestag

Anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz spricht die in Kippenheim geborene Inge Auerbacher (heute New York) am 27. Januar im deutschen Bundestag.

Inge Auerbacher wurde 1934 geboren und war das letzte in Kippenheim geborene jüdische Kind. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie in ihrem Geburtsort, im Mai 1939 zog ihre Familie nach Jebenhausen bei Göppingen, von wo sie im August 1942 als Siebenjährige in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt wurde. Nach der Befreiung des Lagers durch die Rote Armee am 8. Mai 1945 kam die Familie zunächst in ein Flüchtlingslager in Stuttgart. Ein Jahr später wanderte sie in die Vereinigten Staaten aus und ließ sich in New York nieder. Nur wenige Monate später bannte eine Lungentuberkuloseerkrankung Inge Auerbacher für 2 Jahre aufs Krankenbett. 1966 besuchte sie zum ersten Mal Kippenheim (siehe Bericht unten) und das ehemalige Konzentrationslager Theresienstadt, viele weitere Aufenthalte in Deutschland folgen.

Neben ihrer medizinischen Berufstätigkeit schrieb sie Gedichte und Geschichten, mit denen sie ihre Erlebnisse des Holocausts verarbeitete. Ihr bekanntestes Werk ist das Buch „Ich bin ein Stern“, in dem sie aus der Sicht des Kindes von der Zeit der Verfolgung durch das Nazi Regime und der Haft im KZ-Theresienstadt berichtet. Weiterlesen

Gedenkstunde des Landtags von Baden-Württemberg

77 Jahre nach der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau erinnert der Landtag von Baden-Württemberg am 27. Januar 2022 mit seiner
zentralen Gedenkfeier an die Opfer des Nationalsozialismus. Weiterlesen: Gedenkstunde_Opfer_des_Nationalsozialismus_LandtagBW_2022_digital

Donnerstag, 27 Januar, ab 11.30 Uhr
online unter https://www.ltbw.de/gedenken
Das gesamte Programm des Gedenktages steht auch zu einem späteren Zeitpunkt in der Mediathek des Landtags zur Verfügung

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Offenburg: Gedenk-Gottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus

„Stolperstein in der Zeit“ – unter diesem Titel steht der ökumenische Gedenkgottesdienst, den das Museum im Ritterhaus gemeinsam mit der evangelischen und der katholischen Kirche am Gedenktag für die Opfer des
Nationalsozialismus im Museums-Innenhof (Eingang von der Ritterstraße aus) veranstaltet. Der Gottesdienst wird von Pfarrer i.R. Peter Scherhans, sowie dem Leiter der Citypastoral Marcel Oertwig und Wolfgang Reinbold, Leiter von Stadtarchiv und Museum im Ritterhaus, unter Corona-Bedingungen im Freien gestaltet: FFP2-Masken, Abstand, Kontaktformulare. Markus Raus von der Musikschule Offenburg wird den Gottesdienst mit der Klarinette begleiten.

Donnerstag, 27. Januar 2022, 17 Uhr
Innenhof des Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen: FFP2-Masken, Abstand, Kontaktformulare

Bundesverdienstkreuz für Eva Mendelsson

Offenburg: Verdienstkreuz für Eva Mendelsson

Am 9. Mai wird der unermüdlichen Mahnerin für Versöhnung und gegen Hass im Salmen das Bundesverdienstkreuz überreicht. Bei Eva Mendelsson in Ross-on-Wye an der Grenze zwischen England und Wales war im Sommer ein Brief aus dem Berliner Schloss Bellevue eingetroffen. Darin teilt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit, dass ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen wird. Überreicht wird ihr der Orden am 9. Mai 2022 im Offenburger Salmen. Die 90-jährige gebürtige Offenburgerin wird für ihr rund 30-jähriges Engagement für Versöhnung ausgezeichnet. Weiterlesen:2022-02-03_Ortenau_Seite_25

Foto (Detail): Nico Asbach

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Ettenheim: Es geht um mehr als nur ums Putzen

Es war ein Unterricht der besonderen Art: 13 Heimschüler sind durch Ettenheim gewandert, um die sechs Stolpersteine zu reinigen, die an jüdische Mitbürger erinnern, die in der Nazizeit aus Ettenheim verschleppt und anderorts ermordet wurden. Beim Rundgang durch die Ettenheimer Altstadt ging es für die 13 Schüler der 6a vom Gymnasium der Heimschule St. Landolin nicht nur ums konkrete Putzen der kleinen, in Fußwegen eingelassenen Messing-Steine. Zwar hatten diese mittlerweile reichlich Schmutz-Patina an sich gezogen, aber Lehrerin Christiane Kurz hatte sich noch mehr vorgenommen, nachdem in ihrem Religions- und Matheunterricht das Thema der Judenverfolgung fächerübergreifend zur Sprache gekommen war. Weiterlesen: lahrer-zeitung-05-02-2022

Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: Führung „Gurs 1940“

Das Museum im Ritterhaus zeigt die Ausstellung „Gurs 1940“, die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipiert wurde.
Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert.

Donnerstag, 27. Januar 2022, 15.30 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
4 € + erm. Eintritt