Mikwe Offenburg, Foto: Magdalena Schaaf

Offenburg: Ein denkmal wird wiederentdeckt

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Der ehemalige Kulturamtsleiter Dr. Joachim Fliedner erläutert bei seinem Rundgang, wie die Stadt Offenburg 1978 die Mikwe für Besucher erschloss.

Sonntag, 12. September 2021, 11 Uhr
mit Dr. Joachim Fliedner
Offenburg, Mikwe, Glaserstraße 8
Eintritt frei
Anmeldung erforderlich unter 0781 822577 oder per Mail an
Die Veranstaltung findet unter Vorbehalt der aktuellen Pandemie-Lage statt; es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen.

ETdjK2021

Emmendingen: Veranstaltungen zum Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Am 5. September 2021  findet der euopäische Tag der jüdischen Kultur unter dem Motto „Dialog“ statt:
Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. und die Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R. bieten mit freundlicher Unterstützung durch den Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen wieder zahlreiche Veranstaltungen an

11:00 – 18:00 Uhr: Tag der offenen Tür im Jüdischen Museum Emmendingen
13:00 Uhr: Kurzführung zur jüdischen Geschichte der Stadt Emmendingen mit Noemi Wertheimer und Carola Grasse |Treffpunkt Schlossplatz

Veranstalter: Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V., Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Jüdischen Museum Emmendingen, Schlossplatz 7 und auf dem Schlossplatz / Platz der ehemaligen Synagoge
Eintritt frei – Spenden erbeten

11:30 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky, Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R., „Das Gespräch zwischen den Religionsgemeinschaften in Emmendingen“
15:30 Uhr: „Dialog im Bild – Schalom-Variationen der Künstlerin Rachel Althof“, vorgestellt von Rachel Althof, Kalligrafin und Monika Rachel Raija Miklis, M.A., Kuratorin des Jüdischen Museums und Dozentin am Jüdischen Lehrhaus Emmendingen
17:00 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Dr. med. Ursula Hellerich, Dozentin am Jüdischen Lehrhaus Emmendingen, „Übersetzung – Dialog zwischen den Sprachen. Die ÜbersetzerInnen Ruth Achlama, Anne Birkenhauer, Armin Eidherr, Markus Lemke, Barbara Linner, Mirjam Pressler und „ihre“ AutorInnen Yishai Sarid, Ayelet Gundar Goshen, Zeruya Shalev, Lizzie Doron, Joshua Sobol und Scholem Alejchem“

Programm des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. im Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal
Eintritt frei – Spenden erbeten

12:00 Uhr – 17 Uhr: Koscherer Wein und Sekt, Kaffee und Kuchen, Challa (Zopfbrot zu den Feiertagen)
14:00 Uhr: Führung durch die Synagoge mit Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky

Programm der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
www.juedgemem.de
Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11 und  Synagoge, Landvogtei 11
Eintritt frei – Spenden erbeten

19:00 Uhr: Konzert mit Asamblea Mediterranea, Stuttgart „Die Musik der Sephardim und Aschkenasim“

In Zusammenarbeit mit dem Kulturprogramm des Zentralrates der Juden in Deutschland und dem Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen:
Altes Rathaus, Marktplatz 1, Bürgersaal
Eintritt frei – Spenden erbeten

ETdjK2021

Europäischer Tag der jüdischen Kultur in Offenburg

Der europäische Tag der jüdischen Kultur findet in diesem Jahr unter dem Motto „Dialog“ statt. Nach 1862 entstand mit der jüdischen Emanzipation in Offenburg wieder eine neue, rasch wachsende jüdische Gemeinde. Sie erwarb das Gasthaus „Salmen“ und richtete dort, im ehemaligen Festsaal, ihre Synagoge ein. Mit der Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933 änderte sich das Leben der jüdischen Mitbürger tiefgreifend.
Der Rundgang durch die Dauerausstellung zeigt, dass die jüdische Gemeinde Offenburg im 19. und 20. Jahrhundert zum festen Bestandteil des bürgerlichen Lebens wurde und es bis zur Ausgrenzung während des Nationalsozialismus einen regen Austausch untereinander gab. Am nachmittag ist die Mikwe Offenburg von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Sonntag, 5. September 2021, 11 Uhr
mit Marion Herrman-Malecha
Offenburg, Museum im Ritterhaus, Ritterstraße 10
Eintritt frei, Anmeldung erbeten unter oder 0781 82 2577

ETdjK2021

„Dialog“ in Breisach

Das Blaue Haus Breisach beteiligt sich wie jedes Jahr am Europäischen Tag der Jüdischen Kultur und öffnet seine Tore und Dauerausstellungen. Bitte beachten: es gelten die aktuellen Hygienevorschriften:
14 – 18 Uhr: Das Blaue Haus und die Dauerausstellungen sind geöffnet.
14 & 16 Uhr: Führung über den Alten Jüdischen Friedhof: das Grabsteinfragment von Theo Günzburger und ein Bierkrug – Objekte und Biografien im Dialog | Treffpunkt: Michael-Eisemann-Platz, Blaues Haus
14 & 16 Uhr: Führung durch die Ausstellungen „Jüdisches Leben in Breisach 1931“ und „Nach der Shoah“ – Familie Eisemann vor und nach der Shoah | Treffpunkt: Blaues Haus, Veranstaltungesraum EG
18 – 19.30 Uhr: Lesung und Konzert „Jüdische Welten“, Folge 2
Mitwirkende: Heinzl Spagl und Monja Sobottka lesen Texte von Leo Perutz, Hans Habe, Georg Kreisler, Walter Mehring, Egon Friedell und Victor Klemperer |s Florence Sitruk (Harfe) spielt Josef Tal und Sergiu Natra, Lambert Bumiller spielt Erich Wolfgang Korngold | Spitalkirche Breisach, Marienau 1
Schriftliche Anmeldung erforderlich an

Sonntag, 5. September 2021
14 – 18 Uhr: Breisach, Blaues Haus
18 – 19.30 Uhr: Spitalkirche Breisach, Marienau 1
Veranstalter: Das Blaue Haus – Gedenk- und Bildungsstätte für die Geschichte der Juden am Oberrhein

 

ETdjK2021

Sulzburg: Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Die ehemalige Sulzburger Synagoge ist am europäischen Tag der jüdischen Kultur von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Es werden zwei Vorträge angeboten, die sich mit der Geschichte der Sulzburger jüdischen Gemeinde heute befassen.

14.00 – 18.00 Uhr: Tag der offenen Tür in der ehemaligen Synagoge
15.00 Uhr: Führung/Vortrag „Der Sulzburger Orientalist Gustav Weil“
17.00 Uhr: Vortrag „“Die jüdische Gemeinde Sulzburg während der NS-Zeit

Sonntag, 5 September 2021, 14 – 18 Uhr
Ehemalige Synagoge, Gustav-Weil-Straße 18, 79295 Sulzburg
Eintritt frei

Mehr über die jüdische Kultur erfahren

Der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim veröffentlicht sein Herbstprogramm:
Rundgänge, eine Radtour und Konzerte gehören zum Herbstprogramm, das der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim zusammengestellt hat. Es orientiert sich laut einer Pressemitteilung an den Leitmotiven „erinnern – lernen –begegnen“, die sich der Förderverein für die Gedenkstätte gegeben hat. Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Weiterlesen: 2021-08-31_Ortenau_Seite_24

Jüdischer Friedhof Offenburg_Foto: K. Schlessmann

Die Lebensaufgabe

Felix Rottberger hat den Holocaust überlebt und kämpft gegen das Vergessen: […] Heute ist Rottberger längst im Ruhestand. Trotzdem bückt er sich bei einem Spaziergang über den Friedhof, um ein Stück Holz aufzuheben, das zwischen den Gräbern herumliegt. Auf dem Weg zum Mülleimer geht Rottberger am Grab des Orientalisten Gustav Weil entlang, der die Märchen von Tausend und einer Nacht erstmals ins Deutsche übersetzt hat. Vorbei am Denkmal für 30 Freiburger Juden, die im Ersten Weltkrieg für Deutschland gefallen sind. „Das war der Dank des Vaterlands“, sagt Rottberger. Ein paar Schritte weiter steht ein weiteres Denkmal. Sechs Särge aus Stein, die in der Mitte die Umrisse eines Davidsterns freilassen, erinnern an sechs Millionen Jüdinnen und Juden, ermordet durch dasselbe Vaterland, wenige Jahre später. Rottberger hat überlebt. Weiterlesen: 2021-08-17_Ortenau_Seite_24

ehemalige Synangoge Kippenheim

Presse: Auf Spurensuche unterwegs in Kippenheim

Für die zweiteilige Sendung »In Deutschland Juden, in Israel Deutsche«, die am 16. und 17. September im SWR zu hören ist, war der Berliner Reporter Igal Avidan in Kippenheim unterwegs. Aufmerksam auf den Ort und seine jüdische Geschichte wurde er durch Robert Krais, der unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Deutsch-Israelischen Arbeitskreis (DIA) ist. Er hatte ihn bei der Recherche über den aus Kippenheim stammenden, israelischen Unternehmer Stef Wertheimer kennengelernt. Weiterlesen: lahrer-zeitung-07-08-2021