Olga Maryanovska, Monika Rachel Raija Miklis, Wolfgang Kossmann, Maja Kobzarev, Yaël Teschemacher, Carola Grasse, Noemì Wertheimer, Marina Agranovskaya, Tiberio Cataneo-Grasse und Rabbi Yaakov Yosef Yudkowsky nahmen an der Einweihung der erneuerten Gedenktafel teil. Foto: Dorothea Scherle

Emmendingen: Einweihung einer neuen Gedenktafel in der Mikwe

Im Rahmen einer kleinen Feier hat der Verein für jüdische Geschichte und Kultur zusammen mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde Emmendingen und Rabbi Yaakov Yosef Yudkowsky eine erneuerte Gedenktafel in den Räumen der Mikwe eingeweiht. Die Erneuerung der Tafel war nötig geworden, um den Namen des im Juni 2018 verstorbenen Klaus Teschemacher zu ergänzen. Seine Tochter Yaël Teschemacher nahm die Enthüllung vor.

Carola Grasse, die Vorsitzende des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur, sagte: „Wir werden in diesem Rahmen eine neue und erweiterte Gedenktafel der Öffentlichkeit übergeben, die an bedeutende jüdische Persönlichkeiten in Emmendingen erinnert und ihrer gedenkt. Es sind Menschen, die durch ihr Wirken für die jüdische Gemeinschaft die Emmendinger Stadtgesellschaft geprägt haben.“ Ute und Klaus Teschemacher hätten den Verein für jüdische Geschichte und Kultur, das Jüdische Museum und die Jüdische Gemeinde Emmendingen mitbegründet. „Ohne ihr jahrzehntelanges hervorragendes und unermüdliches Engagement würde es weder das Museum und den Verein, noch die Jüdische Gemeinde geben. Ute und Klaus hinterlassen ein kostbares und unschätzbares Vermächtnis: eine lebendige Jüdische Gemeinde mit regem Gemeindeleben und einen lebendigen Lernort jüdischer Geschichte und Kultur in ihrer Vielfalt hier im Museum.“

Mit der Tafel werde ihre „wundervolle Aufbauarbeit“ gewürdigt, so Grasse. Die Würdigung sei dem Verein „eine große Herzensangelegenheit und Ansporn dafür, dieses kleine, aber feine Museum für jüdische Geschichte für die heutige und zukünftige Generationen erlebbar zu machen.“ Bis zu seiner schweren Erkrankung habe Klaus Teschemacher immer wieder auf einen Kaffee im Museum vorbeigeschaut. Ute Teschemacher war bereits im November 2015 verstorben.

Carola Grasse dankte Yaël Teschemacher für die Enthüllung der Tafel: „Es berührt uns sehr, dass du heute die Gedenktafel enthüllen wirst, auf der wir nun dem Wirken deiner beiden Eltern für unseren Verein, das Museum und die Gemeinde ein ehrendes Andenken geben.“ Olga Maryanovska übergab im Namen der Jüdischen Gemeinde eine Spende für die Vereinsarbeit und damit auch für die Gedenktafel, auf der neben Teschemachers, Angehörige der früheren Emmendinger Familien Weil, Wertheimer, Kahn-Weil und Günzburger genannt sind. Im Anschluss an die Enthüllung wurde die Einweihung bei einem kleinen Umtrunk gefeiert.

Ehemalige Synagoge Kippenheim

Die ehemalige Synagoge Kippenheim in der Presse

Die Synagoge in Kippenheim ist ein wichtiges Kulturerbe. Im Januar 1996 wurde der Förderverein „Ehemalige Synagoge Kippenheim e.V.“ in s Leben gerufen, mit dem Ziel, die ehemalige Synagoge angemessen instand zu setzen. Eine kulturhistorische Stätte, die zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft vermitteln kann. Weiterlesen: Stadtanzeiger, vom 26.6.2019