Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim

„Es gab keinen Widerstand“

Am 22. und 23. Oktober 1940 wurden auf Anweisung der NSDAP-Gauleiter in Baden, in der Pfalz und im Saarland 6500 Jüdinnen und Juden, vom Kind bis zum Greis, aus ihren Häusern und Wohnungen abgeholt, in
Zügen nach Gurs in Südfrankreich gebracht. Zwei Jahre später wurden viele der Internierten zur Vernichtung in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert. Jürgen Stude, Vorsitzender des Fördervereins der ehemaligen Synagoge Kippenheim, erinnerte am Dienstag in einem Vortrag daran. Weiterlesen: 2021-10-22_Ortenau_Seite_26

Teppich Anelika Flaig_Projekt Erich-Kaestner-Schule Offenburg_2015

Deportation in die Vorhölle

Am 22. Oktober 1940 ließ das NS-Regime alle 6500 Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland zusammentreiben und in das Lager Gurs amFuß der Pyrenäen deportieren–Auftakt zum späteren Massenmord. Betroffen waren auch Familien aus Offenburg. Eine Ausstellung im Museum im Ritterhaus erinnert ab kommender Woche an ihr Schicksal und ist noch bis Januar 2022 zu sehen.

Eine Bildungsfahrt zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof bietet das
Stadtteil- und Familienzentrum Buntes Haus am Samstag, 6. November 2021 an. Die Fahrt findet
im Rahmen des Gedenkprojektes „KZ in der Nachbarschaft“ statt. Weiter lesen sowie weitere Informationen zur Ausstellung im Museum im Ritterhaus: offenblatt_2021_35

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Der Salmen ist ihr ans Herz gewachsen

Seit März leitet Katerina Ankerhold den Salmen. Bei der 32-Jährigen laufen die Fäden rundumden Erinnerungs-und Gedenkort in der Lange Straße zusammen. Die gute Nachricht vorneweg: „Mit dem Umbau und der Neugestaltung liegen wir ganz im Zeitplan. “Leiterin des Salmen? Wenn Katerina Ankerhold außerhalb von Offenburg nach ihrer beruflichen Tätigkeit gefragt wird, sind Nachfragen programmiert. „Ich muss dann etwas ausholen“, erklärt sie lachend. Das mache sie gerne. Denn der Salmen ist ihr ans Herz gewachsen. Weiterlesen: 2021-10-22_Ortenau_Seite_27

Bild und Gedichte erinnern an Gurs

Alljährlich wird am 22. Oktober an die Deportation der etwa 6500 badisch-pfälzischen Juden nach Frankreich im Jahr 1940 erinnert, von der auch die Offenburger und Ortenauer Juden betroffen waren. Die Gauleiter von Baden und der Pfalz hatten diese Abschiebung organisiert, um ihrem „Führer“ ein Land ohne jüdische Deutsche präsentieren zu können. Weiterlesen: 2021-10-22_Ortenau_Seite_29

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Weite Wege zum Erinnern in Freiburg

Manche kommen immer wieder, andere nur ein Mal. Doch immer gilt: Die Verlegung von Stolpersteinen ist für die Angehörigen der Menschen, an deren Vertreibung oder Ermordung im Nationalsozialismus die Messingtafeln erinnern, sehr berührend. Gestern kamen an acht Orten Stolpersteine dazu. Mit dabei waren Angehörige aus Manchester, London und Rheinfelden. Weiterlesen: 2021-10-20_Freiburg_Seite_21

Gedenkfeier zum Jahrestag der Deportation

Anlässlich des 81. Jahrestags der Deportation jüdischer Frauen Männer und Kinder nach Gurs lädt die Stadt Freiburg zusammen mit den Mitveranstaltern ein zur Gedenkfeier am Freitag 22. Oktober, 16 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge.
Der 22. Oktober 1940 war der letzte Tag des jüdischen Laubhüttenfestes (hebräisch: Sukkot). In einer konzertierten Aktion der nationalsozialistischen Gauleiter Robert Wagner („Gau Baden“) und Josef Bürckel („Gau Saarpfalz“) wurden an diesem Tag mehr als 6500 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Baden, der Pfalz und dem Saarland in das Konzentrationslager Gurs in Südfrankreich deportiert. Weiterlesen: 2021-10-20_Freiburg_Seite_20

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Acht neue Stolpersteine für Lahr

Künstler Gunter Demnig kam am Montag nach Lahr, um acht neue Stolpersteine für Verfolgte des Nationalsozialismus zu verlegen. In einer Zeremonie wurde an den SPD-Gemeinderat Kamill Delfosse erinnert. Weiterlesen: lahrer-zeitung-19-10-2021 (1)
Weitere Steine: Neben dem Stolperstein in der Ludwig-Frank-Straße 14, gehören sieben weitere Mahnmale seit Montag zum Stadtbild Lahrs. In der Obertorstraße 19 erinnern zwei Stolpersteine an Hedwig und Marlene Herbert. Weitere Stolpersteine befinden sich in der Werderstraße 59 und der Alleestraße 7.

Ein Mann der Musik und der Religion

sind die Jüdischen Kulturtage der Israelitischen Gemeinde zu Ende. Zwei Wochen lang hatten 15 Veranstaltungen eine breite Palette unterschiedlichster Themen geboten: Unter anderem ging es in Vorträgen um Bioethik aus jüdischer Sicht, Edith Stein oder Europa und die Juden. Eine Stadtführung informierte über jüdische Kaufleute vor 1933. Und es gab viel Musik. Darüber hat sich Moshe Hayoun besonders gefreut. Er liebt Musik und ist seit fünf Jahren der Kantor der Gemeinde. Weiterlesen: 2021-10-19_Freiburg_Seite_20

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Freiburg: Verwehrte Heimat

„Wir halten uns über Wasser so lange es geht. Ich wundere mich nur, dass es schon so lange geht“, schrieb Gretel Veit im Juni 1936 an ihre Geschwister Liesel und Hubert in Barcelona. Und tatsächlich befanden sich die Mitglieder der Familie Veit, die zu diesem Zeitpunkt noch in Freiburg wohnten, in einer ausweglos erscheinenden Situation. Weiterlesen: 2021-10-19_Freiburg_Seite_19

Blaues Haus Breisach

Breisach: 116 Mitbürger wurden verschleppt

Breisach gedenkt in der kommenden Woche der mehr als 6500 südwestdeutschen Juden, die vor 81 Jahren in das Internierungslager Gurs in Frankreich deportiert wurden. Im Zentrum der Gedenkreihe steht am Sonntag, 24. Oktober, die Eröffnung einer neuen Dauerausstellung im Blauen Haus, die auch die Namen und einige Schicksale der 116 deportierten in Breisach geborenen jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen zeigen wird. Weiterlesen: 2021-10-16_Freiburg_Seite_28 (1)