Vortrag in Emmendingen: „…Und lehrt sie eure Kinder, davon zu sprechen …“

Glaubensbekenntnis „Höre Israel“ werden Juden aufgefordert, die Worte G‘ttes an die Kinder weiter zu geben. Was sind „die Worte G‘ttes“ und wie sollen sie weitergegeben werden? Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Emmendingen erklärt in diesem Zusammenhang auch den hebräischen Ausdruck „Le Dor Wa Dor“, von Generation zu Generation, und welches religiöse Gedankengut damit verbunden ist.
Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Flyer_JüdischesLehrhaus 2019

Sonntag, 24. Februar 2019, 17 Uhr
Mit Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten

Ausgegrenzt, verfolgt, vernichtet Foto: Stadtarchiv OG

„Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet.“ Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde

Am 22. Oktober 1940 besiegelte die Deportation nach Gurs das Ende der jüdischen Gemeinde unserer Stadt. Aus Offenburg wurden rund 100 Menschen in der Turnhalle der Oberrealschule, dem heutigen Schiller-Gymnasium, zusammengetrieben. Von dort mussten sie den Weg zum Bahnhof für die Fahrt nach Südfrankreich antreten.
 
Die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, soll in Erinnerung behalten werden. Deshalb zeigt der Fachbereich Kultur im Aufgang des Salmen die Sonderausstellung „Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet.“ Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde.
Der Fokus der Ausstellung liegt auf der Darstellung der Verfolgung und Auslöschung der jüdischen Gemeinde während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. In verschiedenen bildlichen und textlichen Zeugnissen der Menschen wird eine für immer vernichtete Lebenswelt ein kleines Stück aus der geschichtlichen Dunkelheit gerissen. Über diese rekonstruierten Biografien sollen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, in Erinnerung bleiben.

Öffnungszeiten:
März: sonntags, 10., 17. und 24 März 2019
April: sonntags, 7., 14. und 28. April 2019
Mai: sonntags, 5. und 12. Mai 2019
jew. 14 – 17 Uhr
Offenburg, Salmen / Foyer, Lange Straße 52
Eintritt frei

jüdisches Lehrhaus Emmendingen

Workshop in Emmendingen: Eine Windel zum Anfassen

In diesem Workshop erfahren Sie von dem wundervollen Brauch, aus der Windel des Neugeborenen ein Wickelband für die Torarolle zu gestalten (hebr. Mappa). Die Windel, die der kleine Junge bei seiner Namensgebung trägt, wird bestickt oder auch künstlerisch verziert und dann der Synagoge gestiftet. Frauen, meist die Großmutter oder Mutter, gestalten die Leinenwindel des Kindes. Dieser Brauch hat sich seit dem 16. Jh. im deutschsprachigen Landjudentum entwickelt und wird auch heute wieder vermehrt praktiziert. Verschiedene Beispiele werden vorgestellt und erklärt.
Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Flyer_JüdischesLehrhaus 2019

Sonntag, 7. April 2019, 17 Uhr
Mit Monika Rachel Raija Miklis
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Filmvorführung in Emmendingen „Kindertransport – In eine fremde Welt“

Der 2000 von Deborah Oppenheimer produzierte US-amerikanische Dokumentarfilm mit Judi Dench zeigt eines der wenig positiven Kapitel in der Holocaust-Forschung: die Rettung jüdischer Kinder vor ihrer Ermordung durch die Nationalsozialisten und ihre Schergen. Am heutigen israelischen Holocaustgedenktagtag Yom HaShoa erinnern wir mit diesem Film an die unzähligen Toten, insbesondere an die Eltern, die den Mut hatten, sich von ihren Kindern zu trennen und sie in die Fremde zu schicken. 2001 wurde der Film mit dem Oscar als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet. Regie: Mark Jonathan Harris
Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe:

Donnerstag, 2. Mai 2019, 19.30 Uhr
Jüdisches Gemeindehaus, Teschemacher-Saal, Kirchstr. 11, Eingang Schlossplatz Emmendingen
Eintritt frei, Spenden erbeten

jüdisches Lehrhaus Emmendingen

Emmendingen: Führung für Kinder

Museumspädagogisches Programm für Kinder mit der Kuratorin Monika Miklis: Eine Führung für Kinder, in der alle Sinne angesprochen werden Fühlen, Riechen, Hören, Sehen und natürlich auch Schmecken!:
Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Flyer_JüdischesLehrhaus 2019

Sonntag, 26. Mai 2019, 11.45 Uhr
Anmeldung bis zum 20. Mai 2019
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten

Carola Grasse, Monika Miklis und Olga Maryanovska (nicht auf dem Bild) laden zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur am 3. September ein Foto: Georg Voß

EMMENDINGEN: „Le Dor Wa Dor“- von Generation zu Generation

Semester. Das Gemeinschaftsprojekt soll Begegnungs- und Lernort für Menschen mit Interesse am Judentum bieten und Anreize zum Austausch geben. „Kinder, Kinder – Le Dor Wa Dor“(dt. von Generation zu Generation), ist der Titel. Von Februar bis Juni finden die Termine statt. Die Teilnahme ist kostenlos, Spenden sind erbeten. Weiterlesen:

Namenswand_Blaues Haus Breisach_Ari Nahor

Breisach: „Sie sollen nicht vergessen“

Bereits zum 6. Mal haben Schüler der Breisacher Hugo-Höffler-Realschule gemeinsam mit dem Blauen Haus eine Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag als Ergebnis eines Projekttages gestaltet. Beginn der Präsentation war eine Fotomontage, die zum Blickpunkt in der Spitalkirche wurde: die von Deportierten gefüllte Bahnrampe von Auschwitz 1944 und das heutige Gelände der Gedenkstätte. Weiterlesen: 2019_02_02_Sie sollen nicht vergessen sein – Breisach – Badische Zeitung

Emmendingen: Seite aus dem vorgestellten Buch mit Noten des Liedes s'brennt in jiddischer Sprache

Emmendingen: Mordechai Gibirtig wurde in einer Biographie gewürdigt

Der Appell ist unmissverständlich. „Es liegt allein in euren Händen“ fordert Mordechai Gebirtig in seinem Lied „S‘brent“ die Beobachter eines Pogroms auf, nicht nur „mit verschränkten Händen zu stehen, zu gucken und zu gaffen“. Ein Appell, der nicht nur für die Menschen in Polen der 30er Jahre des zurückliegenden Jahrhunderts gilt, als in einer Kleinstadt in der Nähe Warschaus Juden während eines Pogroms ermordet wurden und ein Lied, das zur inoffiziellen Hymne der jüdischen Widerstandkämpfer wurde. Die mahnende und auffordernde Stimme des jiddischen Poeten und Songwriters kling bis in die Gegenwart. Weiterlesen: Badische Zeitung_29.1.19 oder: