Das Jüdische Museum Emmendingen bleibt am Mittwoch, den 9. Oktober wegen des höchsten jüdischen Feiertages Jom Kippur (Versöhnungstag) geschlossen.
Mittwoch, 9. Oktober 2019
Jüdischen Museum Emmendingen, Schlossplatz 7
Das Jüdische Museum Emmendingen bleibt am Mittwoch, den 9. Oktober wegen des höchsten jüdischen Feiertages Jom Kippur (Versöhnungstag) geschlossen.
Mittwoch, 9. Oktober 2019
Jüdischen Museum Emmendingen, Schlossplatz 7
Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Der Friedhof wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch über ihre Ämter im jüdischen Gemeindeleben.
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen
Der Eintritt ist frei – Spenden werden erbeten
Montag 7. Oktober, 17.00 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten
Ausgangspunkt des Konzerts des Lahrer Ensemble ist das „Vielleichtlied“ von Bertold Brecht und Hanns Eisler, um das sich die weiteren Kompositionen und Improvisationen spannen.
Das Vielleichtlied:
Vielleicht vergeht uns so der Rest der Jahre,
Vielleicht vergehn die Schatten, die uns störten,
Und die Gerüchte, die wir kürzlich hörten,
Die finster waren, waren nicht das Wahre!
Vielleicht, dass sie uns noch einmal vergessen,
So wie wir gern auch sie vergessen hätten?
Wir setzen uns vielleicht noch oft zum Essen.
Vielleicht sterben wir noch in unseren Betten?
Vielleicht, dass sie uns nicht verdammen, sondern loben?
Vielleicht gibt uns die Nacht sogar das Licht her,
Vielleicht bleibt dieser Mond
einst voll und wechselt nicht mehr?
Vielleicht fällt Regen doch von unten nach oben?
Vielleicht fällt Regen doch von unten nach oben!
Samstag 28. September, 19.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten
73 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus in Deutschland ist Rassismus wieder aktuell geworden. „Selbst im schönen Baden-Württemberg mit niedriger Arbeitslosigkeit, funktionierenden Vereinen und Kirchen ist der Antisemitismus unter Einheimischen und muslimischen Einwan¬derern wieder da“, sagte Dr. Michael Blume (Bild: Land BW) in einem Interview. Seit Anfang 2018 ist Dr. Michael Blume „Antisemitismus-Beauftragter“ der Landesregierung in Baden-Württemberg. Auch das Land Hessen hat einen solchen Beauftragten, ebenso die Bundesrepublik. Was können diese Stellen leisten, was nimmt sich der „Antisemitismus-Beauftragte“ für Baden-Württemberg vor? Angesichts der zunehmenden rassistischen und antisemitischen Ereignisse und Äußerungen soll ein Gespräch mit Dr. Blume die politischen Möglichkeiten in Baden-Württemberg und in der Bundesrepublik Deutschland ausloten. Welche Gegenwehr ist sinnvoll in Gesellschaften, in denen die Maßstäbe verschoben und antisemitische Maßnahmen auch von den Regierungen selbst gefördert werden?
Blume ist Religionswissen¬schaftler und Referatsleiter für nichtchristliche Religionen im Staats-ministerium Baden-Württemberg. Er forscht, lehrt und veröffentlicht Bücher zu Fragen des christlich-islamischen Dialogs in Deutschland sowie zum Zusammenhang von Religion und Demografie sowie zur Entwicklung der Neurotheologie.
Donnerstag 26. Sept. 2019, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten
Nach einer erfolgreichen Ausstellungseröffnung lädt das Blaue Haus Breisach zu einem Gespräch in der neuen Ausstellung „Jüdisches Leben in Breisach 1931“ mit Daniel Hoffmann. Hoffman, der Urenkel von Kantor Paul Weinberg, der mit seiner Familie im Blauen Haus lebte, wird fachkundig über jüdisches Leben damals und heute berichten und gerne Fragen beantworten.
Donnerstag, 26. September 2019, 18.30 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei, Spenden erbeten
Ein herausragendes unterirdisches Baudenkmal liegt in der Glaserstraße verborgen: ein jüdisches Ritualbad (Mikwe). Die Bauzeit ist immer noch umstritten, liegt aber in jedem Fall vor dem großen Stadtbrand von 1689. In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit.
Die Ausstellung „Vom Bad zum Brunnen“ greift die folgenden drei Themenkomplexe auf
•Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit
•Baugeschichte und Datierungsprobleme
•Funktion eines jüdischen Ritualbads
Freitag, 20. September 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei
Die ehemaligen Wohnräume des letzten Kantors Michael Eisemann und das Gemeindezimmer im ersten Stockwerk des Blauen Hauses verwandeln sich in eine Dauerausstellung. Diese führt mit Raumtexten, ausgewählten Ausstellungsobjekten und Hörstationen in das Jahr 1931. Das Pessachfest steht vor der Tür.
Die Hörspiele (deutsch/ englisch) in jedem Raum laden dazu ein, Episoden aus dem Familienleben der Kantorenfamilie Eisemann und dem Leben der jüdischen Gemeinde zu lauschen. Sie beruhen auf Quellenarbeit, Erzählungen und Dokumentationsmaterial des Blauen Hauses. Einladung: Einladung Ausstellung Blaues Haus
Sonntag, 15. September 2019, 14.30 Uhr
Eröffnung durch Bürgermeister Oliver Rein
Das Vocalensemble Breisach, unter der Leitung von Ludwig Kleber, begleitet die Veranstaltung
Kaffee- und Kuchenbuffett
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei
Eröffnung der Dauerausstellung „Jüdisches Leben in Breisach 1931“
Samstag, 14. September und Sonntag 15. September
Öffnungszeiten 14 – 17 Uhr
Das Vocalensemble Breisach konzertiert Samstag und Sonntag im Garten des Blauen Hauses oder je nach Wetter im Wirtsraum um ca. 14.00 Uhr
Eintritt frei
Macht die Digitalisierung endlich wahr, was die „entschiedenen Freunde der Verfassung“ bereits 1847 gefordert haben? Denn jeder kann inzwischen seine Gedanken jedem mitteilen. Oder gefährdet die Allgegenwart des lauten Denkens unsere Demokratie? Wird Politik durch die sozialen Medien basisdemokratischer oder eher populistischer?
Diesen und vielen anderen Fragen sollen an diesem Abend gemeinsam nachgegangen werden.
Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch wird mit einem Impulsreferat in das Thema einführen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. Föderalismus- und Parteienforschung, Politikfeldanalysen, Fragen der gesellschaftlichen Integration und der politischen Auswirkungen der Digitalen Transformation. Sie lehrte an der LMU München, in den USA und an der Universität der Bundeswehr in München. Seit 2011 ist sie Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Die Moderation des Abends liegt bei Ursula Nusser, der langjährige Redaktionsleiterin des SWR2 Forum.
Donnerstag, 12. September 2019, 20 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Anmeldung wird erbeten unter , Telefon 0781/82 2298 oder www.salmengespraeche.de
Veranstalter: Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg
Eintritt frei
Das Mahnmal auf dem Synagogenplatz in der Rheintorstraße wurde zerkratzt und durch Schmierereien
verunstaltet. Entdeckt wurde der Schaden bereits am vergangenen Donnerstag, 19. September, von der Bildungsreferentin des Blauen Hauses, Valeska Wilczek, als sie im Rahmen einer Führung den Platz besichtigte. Wilczek informierte die Vorsitzende des Fördervereines ehemaliges jüdisches Gemeindehaus, Christiane Walesch-Schneller, die das beschädigte Mahnmal daraufhin zusammen mit Stadtarchivar Uwe Fahrer selbst in Augenschein nahm und Breisachs Bürgermeister Oliver Rein über den Akt von Vandalismus in Kenntnis setzte. Walesch-Schneller vermutet, dass das Mahnmal in der vergangenen Woche verunstaltet wurde. Weiterlesen: 2019_09_26_Mahnmal auf Synagogenplatz beschädigt – Breisach – Badische Zeitung