Blaues Haus Breisach

Breisach: Jour fixe musical 15 – Geige im Exil Folge II

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben, so zum Beispiel von Adolf Busch, oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten:

Muriel Cantoreggi Violine | Raphael Sachs Viola
Kompositionen von Ernest Bloch, Ernst Toch und Nikos Skalkottas (sowie vom Tonband: Hommage à Fritz Kreisler)

Sonntag 12. Januar 2020, 18 Uhr (Dauer ca. 1 Std.)
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Blaues Haus Breisach

Breisach: jour fixe musical – Zensur und Verbot

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten.

Alexander Vassiliev Rezitation | Felix Borel Violine – Improvisationen | Texte von Daniil Charms, Kazimir Malevič und Velimir Chlebnikow – russisch und deutsch gelesen. Original Tondokumente Velimir Chlebnikow und Kazimir Malevič. Musikalische Improvisationen (Violine)

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe:Veranstaltungsübersicht Breisach 2019-20

Sonntag, 8. Dezember 2019, 18 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Offenburg/Rammersweier: Gedenkveranstaltung

Für die ermordeten elf Resistance-Kampfer aus Thann und Umgebung
Im Oktober 1944 ermordete die Gestapo elf französische Widerstandskämpfer, überwiegend aus Thann im Elsass. Sie hatten sich mit anderen vor der Zwangsrekrutierung versteckt, wurden aufgespürt und über Mulhouse und Freiburg ins Offenburger Gefängnis verschleppt. Am 6. Dezember 1944 um 15.30 Uhr wurden sie von Gestapochef Schöner und drei weiteren Gestapoleuten aus dem Gefängnis geholt, auf einem Lastwagen nach Rammersweier transportiert und dort im Gewann Thalebuckel durch Genickschuss brutal ermordet. Danach warf man sie in einen Bombentrichter des ehemaligen Exerzierplatzes. Keiner der beteiligten Gestapo-Leute wurde juristisch belangt. Erst zwei Jahre später wurden die Überreste der Toten geborgen und dann in Thann beigesetzt. Seit 1995 gedenkt die Ortsverwaltung Rammersweier mit dem Ortschaftsrat und dem Gemeinderat aus der Partnergemeinde Vieux-Thann gemeinsam bei einer Gedenkfeier am Mahnmal an dieses schreckliche Verbrechen.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen von „Terror, Widerstand, Befreiung. 75 Jahre dem Kriegsende entgegen 1944/45“: 75Jahre_Kriegsende_Web

Freitag, 6. Dezember 2019, 15 Uhr
Veranstalter: Ortsverwaltung Rammersweier
Veranstaltungsort: am Thalebuckel

Foto: Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: 1100 Kilometer Anfahrt für eine Gedenkfeier im Wald

Guy Caraes sagt, dass ihn das alles sehr bewege. Der Mann aus Brest in der Bretagne ist 1100 Kilometer angereist, auch um an der Feier im Bohlsbacher Wald, an der Straße von Rammersweier nach Durbach, teilzunehmen. Was ihn beeindruckt, ist, dass hier E)eutsche und Franzosen gemeinsam der vier Frauen des französischen Widerstands gegen Nazi-Deutschland gedenken, die vor genau 75 Jahren an genau diesem Ort von Gestapo-Leuten ermordert wurden. Weiterlesen: BZ_28.11.2019_Gedenken

Foto: Stadtarchiv Offenburg

Offenburg/Bohlsbach: Gedenkveranstaltung

Für die erschossenen französischen Resistance-Kampferinnen Henriette Amable, Lucienne Barnet, Marie-Therese Mengel und Simone Pauchard
Die vier Französinnen Henriette Amable, Lucienne Barnet, Marie-Thérèse Mengel und Simone Pauchard gehörten dem „Réseau Alliance“, einer etwa 3000 Mitglieder umfassenden französischen Widerstandsgruppe an, die sich gegen die Besatzung durch Nazi-Deutschland wehrte. Sie auskundschafteten geheime Rüstungsfabriken und pflegten Kontakte zu den Alliierten. Im Herbst 1943 wurden die vier Frauen von der Gestapo verhaftet und in verschiedene französische Gefängnisse gebracht. Nach einigen Zwischenstationen kamen sie ins Offenburger Gefängnis. Am 27. November holten der berüchtigte SS-Obersturmführer Gehrum und seine Schergen die Frauen aus dem Gefängnis und transportierten sie in den Wald. Ohne Gerichtsverfahren wurden sie am Straßenrand durch Genickschuss umgebracht und verscharrt.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen von „Terror, Widerstand, Befreiung. 75 Jahre dem Kriegsende entgegen 1944/45“: 75Jahre_Kriegsende_Web

Mittwoch, 27. November 2019, 11 Uhr
Veranstalter: Ortsverwaltung Bohlsbach, Kulturförderverein Bohlsbach
Veranstaltungsort: Beim Wanderparkplatz zwischen Rammersweier und Durbach