Offenburg: „Nie wieder…?“

Was bedeutet der Krieg in Europa für unsere Erinnerungskultur? Ist es eine Illusion zu glauben, dass sich Frieden und Zusammenarbeit durchsetzen werden? Um diese Themen kreist die Gedenkveranstaltung am Holocaust-Gedenktag in Offenburg. Die Einführung macht Wolfgang Reinbold, den Gottesdienst gestalten Peter Scherhans und Katja Grohmann von der katholischen und evangelischen Kirche und Schüler*innen des Oken Gymnasiums stellen Biographien von Menschen der ehemaligen jüdischen Gemeinde Offenburgs vor.

Freitag, 27 Januar 2023, 17 Uhr
St. Andreaskirche, Fischmarkt, 77652 Offenburg
Eintritt frei

Freiburg: Memorial zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

Konzert und Lesung

Gideon Klein, Duo für Violine und Violoncello
und Kompositionen von Viktor Ullmann und Pavel Haas
Texte von Irène Némirovsky , Gertrud Kolmar und Peter Weiss

Gideon Klein , eine der großen Komponisten-Hoffnungen seiner Zeit, wurde 1941 in das Konzentrationslager Terezín (Theresienstadt) deportiert und im Herbst 1944 nach Auschwitz verschleppt. Dort wurde er am Morgen des Tages der Befreiung von Auschwitz, am 27. Januar 1945, im Alter von 25 Jahren ermordet.

Pavel Haas und Viktor Ullmann sind im Oktober 1944 in Auschwitz ermordert worden.
Irène Némirovsky erlitt am 17.August 1942 den Tod in Auschwitz.
Gertrud Kolmar wurde Anfang März 1943 in Auschwitz ermordet.
Peter Weiss verfasste 1965 sein >Oratorium in elf Gesängen : Die Ermittlung< , das den Frankfurter Auschwitz-Prozess thematisiert.

Freitag, 27. Januar 2023, 16 Uhr
PEAC Museum, Robert-Bunsen-Strasse 5, 79108 Freiburg
Konzert und Lesung veranstaltet vom Bronisław-Huberman-Forum in Kooperation mit dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg und dem Blauen Haus Breisach
Eintritt frei

Blaues Haus Breisach

Breisach: Szenische Lesung zum Internationalen Holocaustgedenktag

Die Briefe der Breisacher Familien Bähr und Rosenberg aus dem Archiv des Blauen Hauses bilden die Grundlage für die Lesung von Schüler*innen der Hugo-Höfler-Realschule zum Internationalen Holocaustgedenktag.Mit musikalischen Beiträgen von Theresa Knopp.

Donnerstag, 26. Januar 2023, 18.30 Uhr
Blaues Haus, Rheintorstraße 3 (ehemals Judengasse), 79206 Breisach

Freiburg: Gedenkveranstaltung Befreiung Auschwitz

Die städtische Gedenkveranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Thema „Ende der Zeitzeug*innenschaft?“.
Zum Programm gehören eine Filmvorführung mit Interviews von Zeitzeug_innen, ein Impulsvortrag von Miriam Bürer, Co-Kuratorin der Ausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ im Jüdischen Museum Hohenems, sowie eine Podiumsdiskussion im Anschluss u. a. mit Bürer und Julia Wolrab vom Dokumentationszentrum Nationalsozialismus. Veranstalter sind: das Kulturamt der Stadt Freiburg, das SWR Studio Freiburg, die Israelitische Gemeinde Freiburg, der Egalitäre Jüdischen Chawurah Gescher Freiburg u .v. m.

Donnerstag, 26. Januar 2023
Historisches Kaufhaus, Münsterplatz 24, 79098 Freiburg
Eine Anmeldung per Mail an oder telefonisch unter 0761 201 2115 bis Dienstag, 24. Januar ist erforderlich.
Veranstaltung kostenlos

Foto: Stadtarchiv Freiburg | Ingo Schneider | Bild-Nr.: 123663711

Web-Talk: Sinti_zze und Rom_nja in der NS-Zeit in Freiburg

Das Thema dieses Web-Talks ist die Verfolgung von Sinti_zze und Rom_nja in der Zeit des Nationalsozialismus in Freiburg. Ins Gespräch kommen der Historiker Heiko Haumann von der Universität Basel und Tomas Wald vom Roma Büro Freiburg e. V.

nächster Termin: Mittwoch, 1. Februar 2023, 20.15 Uhr, Flyer

Foto (Detail): Stadtarchiv Freiburg I Ingo Schneider I Bild-Nr.: 123663711

Mittwoch, 25. Januar 2023, 20.15 Uhr
mit Heiko Haumann und Thomas Wald
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung BW, Außenstelle FR
Kooperationspartner: Colloqium Politicum, Städtische Museen Freiburg, Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein, Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü
Virtueller Ort:Link zu Big Blue Button
Moderation: Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg; Jost Grosspietsch,Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü

Breisach: Ausstellungseröffnung „Leben in Breisach vor 1940“

Nach der erfolgreichen Einrichtung der Dauerausstellungen „Jüdisches Leben in Breisach 1931“ und „Nach der Shoah“ wird mit der Installation der Fotowand „Leben in Breisach vor 1940“ in einem letzten Raum des Obergeschosses christlich-jüdisches (Zusammen-)Leben dargestellt.
Die neue Fotowand ist in enger Kooperation mit dem Stadtarchiv Breisach entstanden und wurde mit Dieter Weber, modo Verlag Freiburg realisiert.
Die Landeszentrale für politische Bildung hat das Projekt unterstützt.
Die Ausstellung wird von Stadtarchivar Uwe Fahrer eröffnet.

Foto (Detail): Blaues Haus Breisach

Sonntag, 22.Januar 2023, ab 15 Uhr
Veranstaltungsraum im Blauen Haus, Rheintorstraße 3 (ehem. Judengasse)
Eintritt frei

Breisach: Das digitale Zeitzeugnis von Kurt S. Maier

Seit mehr als 70 Jahren teilen Überlebende der Shoah ihre Erfahrungen mit Menschen auf der ganzen Welt und vermitteln dabei wichtige Erkenntnisse, die unser Verständnis von Geschichte prägen. Was aber passiert, wenn es keine Zeitzeug*innen mehr gibt, die von Shoah und Exil erzählen können? Wie wird sich unser Erinnern verändern?
Das interaktive Zeitzeugnis ist Teil des Dimensions in TestimonySM Programmes der USC Shoah Foundation und wurde mit dem Ziel entwickelt, dass die Geschichten der Zeitzeug*innen der Shoah auch künftige Generationen erreichen.
In Kooperation mit dem Blauen Haus begleitet die Leiterin des Deutschen Exilarchivs, Dr. Sylvia Asmus, den Abend mit ihrem Team und führt durch das interaktive Zeitzeugengespräch. Die Teilnehmenden haben dabei die Möglichkeit, selbst Fragen an Kurt Salomon Maier zu stellen.

Dienstag, 17. Januar 2023 19-21 Uhr
Blaues Haus, Rheintorstraße 3 (ehemals Judengasse), 79206 Breisach
Um Anmeldung wird gebeten unter

Foto: Kurt Salomon Maier, 2021
Copyright: USC Shoah Foundation

Offenburg: Führung durch den Salmen

Der Salmen repräsentiert auf einzigartige Weise das Streben nach Freiheit und Demokratie und zugleich deren brutale Unterdrückung in einem einzigen Haus.
Im Jahr 1847 wurden hier, im Festsaal des damaligen Gasthauses „Zum Salmen“, die „13 Forderungen des Volkes in Baden“ verkündet – der erste freiheitlich-demokratische Grundrechtekatalog auf deutschem Boden. Wenige Jahrzehnte später, ab 1875, nutzte die jüdische Gemeinde Offenburg den ehemaligen Festsaal als Synagoge. 1938 verwüsteten und schändeten die örtlichen Nationalsozialisten den Gebetssaal in der Reichspogromnacht.

Der Salmen ist Zeitzeuge und Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Seine alten Mauern können nicht selbst von seiner wechselvollen Geschichte erzählen. Darum wollen wir das tun. Nach dem umfangreichen Umbau eröffnet der Salmen am 13. Mai als moderner Erlebnis- und Erinnerungsort seine Pforten wieder für die Öffentlichkeit. Mit seinem neuen Gesamtkonzept werden das Vergangene, aber auch dessen Verbindung zu unserer Gegenwart zugänglich gemacht. Neben einer Dauerausstellung macht eine 270°-Filmprojektion im historischen Saal die Geschichte des Hauses erlebbar; interaktive Angebote laden zur Beschäftigung mit aktuellen Fragen rund um Demokratie und Menschenrechte ein.

Sonntag, 8. Januar, 11.15 Uhr
Der Salmen, Lange Straße 52, Offenburg
Führung mit Renée Hauser
Anmeldung erforderlich unter 0781 822701 oder per Mail an
9€

Offenburg: Führung durch den Salmen

Der Salmen repräsentiert auf einzigartige Weise das Streben nach Freiheit und Demokratie und zugleich deren brutale Unterdrückung in einem einzigen Haus.
Im Jahr 1847 wurden hier, im Festsaal des damaligen Gasthauses „Zum Salmen“, die „13 Forderungen des Volkes in Baden“ verkündet – der erste freiheitlich-demokratische Grundrechtekatalog auf deutschem Boden. Wenige Jahrzehnte später, ab 1875, nutzte die jüdische Gemeinde Offenburg den ehemaligen Festsaal als Synagoge. 1938 verwüsteten und schändeten die örtlichen Nationalsozialisten den Gebetssaal in der Reichspogromnacht.

Der Salmen ist Zeitzeuge und Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Seine alten Mauern können nicht selbst von seiner wechselvollen Geschichte erzählen. Darum wollen wir das tun. Nach dem umfangreichen Umbau eröffnet der Salmen am 13. Mai als moderner Erlebnis- und Erinnerungsort seine Pforten wieder für die Öffentlichkeit. Mit seinem neuen Gesamtkonzept werden das Vergangene, aber auch dessen Verbindung zu unserer Gegenwart zugänglich gemacht. Neben einer Dauerausstellung macht eine 270°-Filmprojektion im historischen Saal die Geschichte des Hauses erlebbar; interaktive Angebote laden zur Beschäftigung mit aktuellen Fragen rund um Demokratie und Menschenrechte ein.

Sonntag, 18. Dezember, 11.15 Uhr
Der Salmen, Lange Straße 52, Offenburg
Führung mit Marion Herrmann-Malecha
Anmeldung erforderlich unter 0781 822701 oder per Mail an
9€

Foto: Stadtarchiv Freiburg | Ingo Schneider | Bild-Nr.: 123663711

Web-Talk: Heimat. Familie. „Völkische“ Weltanschauungen.

Heimat. Familie. „Völkische“ Weltanschauungen.
Die Freiburger Familie Brenzinger im Dritten Reich.

Sandra Lipner schreibt im Rahmen ihres vom britischen Arts and Humanities Council geförderten Promotionsprojekt in den Fachbereichen Geschichte und German Studies an der Royal Holloway, University of London, eine kulturelle Familiengeschichte über die Erfahrungen ihrer Urgroßeltern Annemarie und Heinrich Brenzinger im Dritten Reich. Auf dem Dachboden ihrer Großmutter in der Freiburger Wiehre fand sie einen umfangreichen Nachlass mit Briefen und Dokumenten, die als Hauptquellen für ihr Projekts dienen. Ausgehend von dem weitreichenden Netzwerk, das in der Korrespondenz greifbar wird, stellt die Historikerin Fragen nach der Rolle bürgerlicher Deutscher im nationalsozialistischen Deutschland. Dabei interessieren sie besonders die Weltanschauungen, Mentalitäten und Subjektivitäten, die in den Briefen zum Ausdruck kommen und über die sich Haltungen und Handlungen identifizieren lassen, die im Kontext der NS-Diktatur und des Holocausts von Bedeutung waren.

weitere Termine: jeweils mittwochs, 20.15 Uhr
25. Januar 2023, 1. Februar 2023
Flyer

Foto (Detail): Stadtarchiv Freiburg I Ingo Schneider I Bild-Nr.: 123663711

Mittwoch, 7. Dezember 2022, 20.15 Uhr
mit Sandra Lipner
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung BW, Außenstelle FR
Kooperationspartner: Colloqium Politicum, Städtische Museen Freiburg, Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein, Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü
Virtueller Ort: Link zu Big Blue Button
Moderation: Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg; Jost Grosspietsch,Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü