Breisach: Vortrag, Ausstellung und Gedenkwochenende

Vom 24.bis 27. Januar ist in der Breisacher Spitalkirche die Ausstellung „Über Mutter wird nicht gesprochen. Euthanasiemorde an Freiburger Menschen zu sehen. Die Ausstellung entstand in Gedenken an den NS-Euthanasieerlass vor 80 Jahren. FHG_ausstellung_plk_A4_2019_breisach

Freitag, 24. Januar 2020 um 18.00 Uhr
Ausstellungseröffnung mit Vortrag von Frau Aleida Assmann, Trägerin des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels
„Die Patienten-Morde – eine schwierige Erinnerung“

Samstag, 25. Januar 2020 um 16.00 Uhr
Erinnern und Gedenken – was bedeutet dies für Betroffene und Angehörige?
Gesprächsrunde mit den Mitgliedern des AK „NS-Euthansie und
Ausgrenzung heute“ der Freiburger Hilfsgemeinschaft e.V.

Sonntag, 26. Januar 2020 um 18.30 Uhr
Der AK „NS-Euthanasie und Ausgrenzung heute“ der FHG zeigt den Film: „Über Mutter wird nicht gesprochen…“, Virtuelle Stadtführung zu den Orten der NS-Euthanasie und zu den Orten des Gedenkens in Freiburg mit anschließendem Publikumsgespräch im Blauen Haus, Rheintorstr. 3.

Montag, 27. Januar 2020 um 18.00 Uhr
„Sprechen über … – Jugendliche geben Euthanasieopfern eine Stimme“, Lesung mit Musik anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus

Freitag 24. – Monatg 27. Januar 2020
Breisach, Spitalkirche
Blaues Haus in Breisach, Freiburger Hilfsgemeinschaft e.V. & Hugo-Höfler-Realschule in Breisach

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Emmendingen: Gedenken an die Schoa

Erinnerung an die Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee etwa 7000 völlig entkräftete Häftlinge des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz- Birkenau. Mindestens 1,1 Millionen zumeist jüdische Menschen wurden allein an diesem Ort des Grauens im Rahmen des nationalsozialistischen Völkermordes ermordet. Auschwitz-Birkenau verkörpert heute den Inbegriff des industriellen Massenmordes und der unfassbaren Menschheitsverbrechen der nationalsozialistischen Diktatur.
Nach einigen einführenden Worten des Historikers Markus Wolter zur Geschichte von Auschwitz-Birkenau lesen Mitglieder des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen Texte und Gedichte von Überlebenden der Schoa und zeigen Zeichnungen, die von Häftlingen der Konzentrations und Vernichtungslager als Zeichen ihrer Zeitzeugenschaft überliefert sind.

Diesen Erinnerungen soll Raum geben und gemeinsam aller Opfer gedacht werden
.
Musikalisch umrahmt wird die Gedenkveranstaltung von Bella Khasminska am Akkordeon, Ilja Tarasenko am Klavier und Igor Mur`ye an der Klarinette.

Sonntag, 26 Januar 2020, 17 Uhr
mit Markus Wolter
Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher- Saal
Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Blaues Haus Breisach

Breisach: Jour fixe musical 15 – Geige im Exil Folge II

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben, so zum Beispiel von Adolf Busch, oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten:

Muriel Cantoreggi Violine | Raphael Sachs Viola
Kompositionen von Ernest Bloch, Ernst Toch und Nikos Skalkottas (sowie vom Tonband: Hommage à Fritz Kreisler)

Sonntag 12. Januar 2020, 18 Uhr (Dauer ca. 1 Std.)
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Blaues Haus Breisach

Breisach: jour fixe musical – Zensur und Verbot

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten.

Alexander Vassiliev Rezitation | Felix Borel Violine – Improvisationen | Texte von Daniil Charms, Kazimir Malevič und Velimir Chlebnikow – russisch und deutsch gelesen. Original Tondokumente Velimir Chlebnikow und Kazimir Malevič. Musikalische Improvisationen (Violine)

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe:Veranstaltungsübersicht Breisach 2019-20

Sonntag, 8. Dezember 2019, 18 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Offenburg/Rammersweier: Gedenkveranstaltung

Für die ermordeten elf Resistance-Kampfer aus Thann und Umgebung
Im Oktober 1944 ermordete die Gestapo elf französische Widerstandskämpfer, überwiegend aus Thann im Elsass. Sie hatten sich mit anderen vor der Zwangsrekrutierung versteckt, wurden aufgespürt und über Mulhouse und Freiburg ins Offenburger Gefängnis verschleppt. Am 6. Dezember 1944 um 15.30 Uhr wurden sie von Gestapochef Schöner und drei weiteren Gestapoleuten aus dem Gefängnis geholt, auf einem Lastwagen nach Rammersweier transportiert und dort im Gewann Thalebuckel durch Genickschuss brutal ermordet. Danach warf man sie in einen Bombentrichter des ehemaligen Exerzierplatzes. Keiner der beteiligten Gestapo-Leute wurde juristisch belangt. Erst zwei Jahre später wurden die Überreste der Toten geborgen und dann in Thann beigesetzt. Seit 1995 gedenkt die Ortsverwaltung Rammersweier mit dem Ortschaftsrat und dem Gemeinderat aus der Partnergemeinde Vieux-Thann gemeinsam bei einer Gedenkfeier am Mahnmal an dieses schreckliche Verbrechen.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen von „Terror, Widerstand, Befreiung. 75 Jahre dem Kriegsende entgegen 1944/45“: 75Jahre_Kriegsende_Web

Freitag, 6. Dezember 2019, 15 Uhr
Veranstalter: Ortsverwaltung Rammersweier
Veranstaltungsort: am Thalebuckel

Foto: Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: 1100 Kilometer Anfahrt für eine Gedenkfeier im Wald

Guy Caraes sagt, dass ihn das alles sehr bewege. Der Mann aus Brest in der Bretagne ist 1100 Kilometer angereist, auch um an der Feier im Bohlsbacher Wald, an der Straße von Rammersweier nach Durbach, teilzunehmen. Was ihn beeindruckt, ist, dass hier E)eutsche und Franzosen gemeinsam der vier Frauen des französischen Widerstands gegen Nazi-Deutschland gedenken, die vor genau 75 Jahren an genau diesem Ort von Gestapo-Leuten ermordert wurden. Weiterlesen: BZ_28.11.2019_Gedenken