Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Freiburg: Gedenkveranstaltung „Jüdische Welten“

Anlässlich des Jahrestages der Befreiung von Auschwitz findet die musikalisch-literarische Gedenkveranstaltung „LeseÜbungen“ statt. Texte von Irène Némirovsky und Myriam Anissimov über Irène Némirovsky werden vorgetragen. Musikalisch abgerundet wird die Veranstaltung mit Sätzen aus den Streichquartetten von Pavel Haas: Nr. 4, Gideon Klein: Opus 2, sowie Viktor Ullmann: Nr.2 Opus 7.

Sonntag, 30. Januar 2022, 16 Uhr
Barocksaal in der vhs Freiburg, Rotteckring 12
Veranstalter: Bronislaw-Huberman-Forum und Volkshochschule Freiburg
Anmeldung erforderlich unter
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen, siehe Besuchsregeln
Eintritt frei

Emmendingen: Vortrag „Zeugnisse der Erinnerung – Zeichnungen ehemaliger KZ-Häftlinge“

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. erinnert an die Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. Er gedenkt mit einem Vortrag der vielen Menschen, die von den Nationalsozialisten und ihren Unterstützern entwürdigt, gequält und ermordet wurden.
Der Vortrag wird angesichts der pandemischen Lage online über ZOOM angeboten.

Im Mittelpunkt stehen Zeichnungen von namentlich bekannten und unbekannten Häftlingen aus verschiedenen Konzentrationslagern: Künstlerische Zeugnisse, die in den Lagern versteckt oder nach der Befreiung gezeichnet wurden. Sie sind eine wahrhaftige Form des Zeugnisses von Ermordeten und Überlebenden für das unvorstellbare Grauen und die Menschheitsverbrechen der NS-Diktatur. Sie sollen den nachfolgenden Generationen ein Zeichen der Erinnerung, der Mahnung und des Gedenkens sein. Sie fordern zur Reflexion und Auseinandersetzung auf, auch darüber, wie sich die Zivilgesellschaft heute gegenüber Menschheitsverbrechen und Angriffen gegen die Menschenrechte verhält.

Es ist vorgesehen, dass die 1934 in Kippenheim geborene Inge Auerbacher aus New York am 27. Januar 2022 zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus im Berliner Bundestag als Zeitzeugin sprechen wird.
Inge Auerbacher hat schon mehrere Male auf Einladung des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Emmendingen aus ihrem Leben erzählt und aus ihrem Buch „Ich bin ein Stern“ gelesen.
Sie war von 1942 bis zur Befreiung durch die russische Armee im Lager Theresienstadt. Ihre schriftlich festgehaltenen Schilderungen helfen, einige Kinderzeichnungen aus dem Lager zu verstehen.
Die Familienwurzeln von Inge Auerbacher reichen bis nach Emmendingen: Die in Emmendingen geborene Hermine Günzbuger (1882-1961) ist die Ehefrau des Onkels 3. Grades von Inge Auerbacher.
Sie ist auch eine Nachfahrin des Kaufmannes Samuel Bär Weil (über die Tochter Karoline Auerbacher), der das Geschäft für Bekleidung und Aussteuerwaren in der Markgrafenstraße 2 gründete, das später von Emanuel Schwarz übernommen wurde.

Zoom-Meeting beitreten
https://us02web.zoom.us/j/81072813429?pwd=NDFNMEtvbXUxa2IrYVNrUlNoeTJTQT09

Meeting-ID: 810 7281 3429
Kenncode: 497130

Bild (Detail): Yehuda Bacon, Dem Menschen, der mir den Glauben wiedergegeben hat, 1945, Gouache, Kohle und Bleistift auf Papier 32,6 x 41,5 cm, Yad Vashem, Jerusalem

Donnerstag, 27. Januar 2022, 19.30 Uhr
Verein für Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.
Vortrag und Gespräch mit Monika Rachel Raija Miklis
Virtueller Veranstaltungsort: Zoom (Link hier)

Breisach: Lesung „Auf der Suche nach Irène Némirovsky“

Zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz gedenkt das Blaue Haus Breisach mit einer Lesung aus „Mein Gott! Was tut dieses Land mir an?“, einer Recherche von Ingrid Israel. Sie beschreibt die letzen drei Jahre der Irène Némirovsky.
Némirovsky, 1903 in der Ukraine geboren, 1942 in Auschwitz gestorben, war eine französische Schriftstellerin mit russisch-jüdischen Wurzeln. Im Jahr 2004 erschien posthum ihr letzter Roman, die „Suite Francaise“. Die literarische Sensation wurde mit dem Prix Renaudot ausgezeichnet und brachte die in den 30er Jahren berühmte und später vergessene Schriftstellerin mit einem Schlag wieder ins öffentliche Bewusstsein.

2010 begab sich Ingrid Israel mit Gabriele Neumann auf eine Spurensuche nach der im Alter von 39 Jahren in Auschwitz ermordeten Schriftstellerin. Nach mehreren Reisen ins burgundische Dorf Issy-l’Évêque, dem letzten Aufenthaltsort Némirovskys, und nach Toulouse zu der damals noch lebenden Tochter Denise, entstand der Text zu „Mein Gott, was tut dieses Land mir an“.

Es lesen Renate Heuer, Ingrid Israel und Helmut Grieser. Flötistin Susanne Hopfer spielt die „Dithyrambes“ des Komponisten Artur Vincent Lourié.

Mittwoch, 26. Januar 2022, 18 Uhr
Spitalkirche Breisach, Marienau 1
Anmeldung erforderlich unter
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen: 2G-Plus und FFP2-Maske
Eintritt frei

Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: Führung „Gurs 1940“

Das Museum im Ritterhaus zeigt die Ausstellung „Gurs 1940“, die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipiert wurde.
Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert. Ausstellungsflyer & weitere Termine: MiR_Flyer Gurs

Sonntag, 16. Januar 2022, 11 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
4 € + erm. Eintritt

 

Lager Gurs_Foto: Wikipedia

Offenburg: Ausstellung „Gurs 1940“

Im Oktober 1940 wurden Tausende Jüdinnen und Juden aus dem Südwesten Deutschlands nach Gurs deportiert. Einigen Deportierten gelang die Flucht aus diesem französischen Lager, mehr als Tausend starben. Die meisten Überlebenden wurden später nach Auschwitz-Birkenau und Sobibor verschleppt und ermordet.
An diese Verbrechen und ihre Nachgeschichte erinnert unsere Ausstellung aus verschiedenen Perspektiven. In Offenburg ergänzen drei Tafeln die Schau um die regionalgeschichtlichen Besonderheiten. Ausstellungsflyer und Veranstaltungstermine: MiR_Flyer Gurs

Laufzeit: 23. Oktober 2021 – 30. Januar 2022
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Öffnungszeiten: 10 – 17 Uhr
Telefonnummer: 0781 82 2577
www.museum-offenburg.de

Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: Kulturpause „Im Lager Gurs“

Die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipierte Ausstellung befasst sich mit dem Schicksal von tausenden Menschen, die am 22. und 23. Oktober 1940 in das Lager Gurs in Frankreich deportiert wurden. Viele fanden unter den katastrophalen Lebensverhältnissen im Lager den Tod, wenige konnten entkommen oder wurden gerettet. Die meisten aber wurden ab 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert.

Mittwoch, 19. Januar 2022, 12.30 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Kulturpause mit Regina Brischle
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
Eintritt frei

Foto: Stadtarchiv Freiburg | Ingo Schneider | Bild-Nr.: 123663711

Cäcilienvereine (und katholische Kirchenmusik) unter den Bedingungen von NS-Diktatur und Krieg

Dem Totalitätsanspruch und der Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus konnte sich kein verein entziehen. Geprägt von Hitlers Ideologie der Gleichschaltung gab es für die meisten nur zwei Möglichkeiten: Anpassung oder Auflösung. Doch die Wege zur Gleichschaltung waren sehr unterschiedlich. Mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des zweiten Weltkriegs soll an ausgewählten (Freiburger) Beispielen beleuchtet werden, wie weit einzelne Vereine und Verbände ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus ausgearbeitet haben. Wie gut sind die versuche ihres Arrangements mit und ihr Widerstand gegen den Nationalsozialismus dokumentiert? Die Webtalks erzählen diese Geschichten und stellen „Erinnerungsfiguren“ (Jan Assmann) zur Diskussion. Weitere Termine: 5144ff21_WebtalkFreiburgerVereineimNS

Foto (Detail): Stadtarchiv Freiburg | Ingo Schneider | Bild-Nr.: 123663711

Mittwoch, 2. Februar 2022, 20.15 Uhr
Mit: Dr. Christoph Schmider, Leitung Diözesanstelle Archive, Bibliotheken, Schriftgutverwaltung, Erzdiözese Freiburg
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung BW, Außenstelle FR
Kooperationspartner: Colloqium Politicum, Städtische Museen FreiburgVerbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein, Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü
Virtueller Ort: Big Blue Button (Link hier)
Moderation: Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg & Jost Grosspietsch,Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü