Die Dauerausstellung im Salmen – mit dem Themenschwerpunkt Revolution
Am 12. September 1847 findet im Salmen das Ereignis statt, für das das Gebäude später bekannt werden soll: Die „Entschiedenen Freunde der Verfassung“, darunter die späteren Revolutionäre Friedrich Hecker und Gustav Struve, verkünden im Salmensaal die „13 Forderungen des Volkes in Baden“ und damit den ersten Grundrechtekatalog auf deutschem Boden.
In der Feierabendführung dreht sich alles rund um diese Zeit und die Wegbereiter der badischen Revolution.
Freitag, 19 Januar, 18.15 Uhr
Salmen Offenburg, Lange Straße 52
4 €
Anmeldung erbeten unter 0781 822701 oder
Kostenlose Kuratorinnenführung durch die Sonderausstellung „Auftakt des Terrors“
Im Rahmen der Führung informiert Co-Kuratorin Lusia Lehnen über Entstehungsprozess, Aufbau sowie zentrale Inhalte der Schau und bietet den Teilnehmer*innen Hilfestellungen bei der eigenständigen Erkundung. Dabei geht sie auch auf jene Ausstellungstexte- und Bilder ein, die dem badischen Konzentrationslager Kislau gewidmet sind.
Dienstag, 12. Dezember 2023, 18 Uhr
Salmen, Lange Straße 52, 77652 Offenburg
Kostenlos
Infos: oder 0781 822701
Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus
Vom 8. Dezember 2023 bis zum 6. Februar 2024 zeigt Der Salmen die vom Lernort Kislau e.V. miterarbeitete Ausstellung „Auftakt des Terrors“.
Die Ausstellung „Auftakt des Terrors. Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ beleuchtet in elf Themenstationen die Funktion, die den frühen Konzentrationslagern im nationalsozialistischen Herrschaftssystem zukam. Anhand zahlreicher Biografien von Verfolgten führt sie die Brutalität vor Augen, die auch schon die Frühphase des NS-Regimes kennzeichnete. Den Ausgangspunkt der Darstellungen bilden die 15 Lager, an die in den an der Ausstellung beteiligten Gedenkstätten erinnert wird. Sie stehen exemplarisch für die mehr als 90 frühen Konzentrationslager im Deutschen Reich.
Eine Ausstellung der Arbeitsgemeinschaft „Gedenkstätten an Orten früher Konzentrationslager“.
Bild (Detail): Regierungspräsidium Karlsruhe
Donnerstag, 7. Dezember, 19 Uhr
Salmen, Lange Straße 52, 77652 Offenburg
Kostenlos
Anmeldung erbeten an
Menachem Kaiser, Autor von „Kajzer. Mein Familienerbe und das Abendeuer der Erinnerung“, liest aus seinem deutschsprachigen Werk. Das anschließende Gespräch in deutscher und englischer Sprache moderiert René Freudenthal. Die Lesung findet in der Buchhandlung Rombach, Bertoldtstraße 10, statt und ist eine Kooperation zwischen dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, der Buchhandlung Rombach und dem Carl-Schurz-Haus.
Donnerstag, 16. November, 19.30 Uhr
Lesung mit Menachem Kaiser
Moderation René Freudenthal
Buchhandlung Rombach, Bertoldstraße 10
Kooperation zwischen dem Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, der Buchhandlung Rombach und dem Carl-Schurz-Haus
Tickets 12 I 10 €, zu erwerben in der Buchhandlung Rombach oder online
In seinem dritten Essayband steigt der Lyriker José F. A. Oliver in die Flüsse seiner Sprachen. Er weiß, dass alles fließt, und dass dies immer auch Zuversicht bedeutet.
Ausgespannt zwischen mindestens zwei Sprach- oder Sprechkulturen und den filigran skizzierten Visionen ins mögliche Zusammenleben einer sich immer wieder überraschend erneuernden Gesellschaft, fertigt er utopische Skizzen an, die in jedem Satz das Vergangene als Fährten in die Zukunft aufschimmern lassen. Ein Spurenfund, der das Heutige meint und eint und sich in dem, was war, vielstimmig kristallisiert. Worte bergen Orte. Orte lassen Worte mäandern. »W:orte«, wie sie José F. A. Oliver bisweilen bezeichnet. Sie lotet er hoffnungsfroh aus, sodass im mehrkulturellen Klang und seinen Rhythmen Bilder hörbar, Träume und Räume geschöpft werden, Rettungsinseln im Fluss aus Migrationsgeschichten, nomadisch unterwegs zu sich selbst, aber darum nicht weniger denjenigen zugewandt, die sich dieser verdichteten Kurzprosa annehmen.
Der Hausacher Lyriker José F. A. Oliver ist Verfasser von Gedichten, Kurzprosa und Essays zu kulturpolitischen Themen. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Thaddäus-Troll-Preis, dem Kulturpreis Baden-Württemberg, dem Joachim-Ringelnatz-Preis und dem Basler Lyrikpreis 2015. Er ist Vorsitzender des Schriftstellerverbands PEN Deutschland.
Buch: „In jeden Fluss mündet ein Meer“, José F. A. Olivier, erschienen bei Matthes & Seitz Berlin (2023), gebunden 22 Euro
Dienstag, 14.November 2023, 20 Uhr
Der Salmen, Lange Straße 52, Mediathek
Eintritt: 12€
Der Vorverkauf erfolgt über die Buchhandlung AKZENTE per Mail an , telefonisch unter 0781/ 9708155 oder direkt im Laden.
Der Gedenkraum im Salmen lädt zum Gedenken an alle Opfer des Nationalsozialismus in Offenburg ein. Welche Gruppen Opfer wurden, darüber informiert eine Station im Foyer. Sie nennt die jüdischen Mitbürger*innen, Zwangsarbeiter*innen, Kriegsgefangene, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und Menschen, die der Euthanasie zum Opfer fielen. Auf ihnen soll bei der Führung das besondere Augenmerk liegen.
Donnerstag, 16. November 2023, 12.30 Uhr
Salmen Offenburg, Lange Straße 52
Dauer: 15 Minuten
Mit Regina Brischle
Kostenlos
Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 von der Ettenheimer Judenschaft gegründet, als sich über 400 Jahre nach den Vertreibungen des Mittelalters wieder jüdische Familien in der Region niederlassen durften. Die zu verschiedenen Zeiten angelegten Teile des Friedhofes mit ihren unterschiedlichen Grabgestaltungen spiegeln eindrücklich die jeweilige gesellschaftliche Stellung der Juden wider.
Bei der Führung wird auf die auf vielfältigen Symbole und Inschriften auf den Grabsteinen eingegangen. Bei einigen Verstorbenen ist auch ihr Schicksal zur Zeit des Nationalsozialismus bekannt und ist ebenfalls Teil der Führung mit Bärbel Heer vom Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim.
Sonntag, 12. November 2023, 15 Uhr
Treffpunkt: Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg
Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.
Die Führung dauert ca. 1,5 Stunden
Teilnahme kostenfrei
Entwicklung digitaler Formate zur Wissens- und Informationsvermittlung
Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. hat im Jahr 2021 eine Medienstation „Jüdisches Leben in Emmendingen“ für die Dauerausstellung im Erdgeschoss des Jüdischen Museums gestaltet.
Seit März 2022 steht sie den Besucher:innen des Museums zu den regulären und besonderen Öffnungszeiten für ihre persönlichen Recherchen zur Verfügung. Sie unterstützt die Vermittlungsarbeit des Trägervereins durch ein digitales Format. Im Rahmen der gedenkstättenpädagogischen Vermittlungsarbeit können junge Menschen bei Führungen oder im Rahmen selbstständiger Recherchen das digitale Angebot der Medienstation nutzen. Sie können eigene Zugänge zur jüdischen Geschichte der Stadt Emmendingen und zur Erinnerungsarbeit finden und gestalten.
Die Medienstation gliedert sich in die drei Hauptbereiche „Erinnerung“, „Neubeginn“ und „Vermittlung“. Im Hauptmenüpunkt „Erinnerung“ finden sich die Unterrubriken „Menschen“, „Gemeindeleben“, „Politik und Gesellschaft“, „Kultur und Freizeit“, „Ökonomie“, „Zerstörung der Gemeinde“ und „Zeichen der Erinnerung“. Unter der Unterrubrik „Menschen“ können sich die Nutzer:innen mit den Lebensgeschichten Emmendinger Jüdinnen und Juden vertraut machen.
Tabea Zimmermann und Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main spielen Kammermusik von Paul Hindemith und aus seinem Umfeld. Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit Bronislaw-Huberman-Forum, der Gertrud-Luckner-Bibliothek, der Hochschule für Musik Freiburg sowie der Fondation Hindemith. Das Konzert findet im Festsaal der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule Freiburg als Teil der Veranstaltungsreihe „Verfogung-Widerstand-Exil“ statt.
Sonntag, 12. November, 16-17.15 Uhr
Festsaal der Gertrud-Luckner-Gewerbeschule Freiburg, Kirchstraße 4
Kooperation mit dem Bronislaw-Huberman-Forum, der Gertrud-Luckner-Bibliothek, der Hochschule für Musik Freiburg sowie der Fondation Hindemith
Im Rathaushof stand die SA mit dem Gewehr hinter uns …
Wie überall in Orten mit jüdischer Bevölkerung kam es am 9. bzw. am 10. November 1938 auch in Kippenheim zu schweren Übergriffe gegen diese Minderheit. Angehörige der Hitlerjugend aus Lahr, aber auch Einheimische, warfen Schaufenster jüdischer Geschäfte ein, attackierten jüdische Häuser mit Steinwürfen und schändeten die Synagoge. Am 10. November 1938 wurden alle jüdischen Männer in das KZ-Dachau verbracht, erst nach Wochen kamen sie wieder frei.
Anlässlich des 85. Jahrestages der sogenannten „Reichkristallnacht“ lädt der „Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim“ zu einem Rundgang zu den Schauplätzen des Pogroms ein. Vor den früheren jüdischen Häusern und Einrichtungen werden Berichte von Überlebenden verlesen wie Inge Auerbacher, Kurt Maier und Hedy Epstein, aber auch Zeugenaussagen aus den Synagogenbrandprozessen der Nachkriegszeit.
Freitag, 10. November 2023, 17 Uhr
Treffpunkt: Vorhof der Kippenheimer Synagoge, bei schlechtem Wetter in der Gedenkstätte
Teilnahme kostenlos