Hommage an Louis Royer am 28. April 2016 auf dem Haslacher Friedhof

Am 28. April 2016 gab es in Haslach eine feierliche Zeremonie, bei der an Louis Royer gedacht wurde, der auf dem Haslacher Friedhof im Ehrengrab liegt.
Die AET (Ancien Enfants de Troupe) und die Souvenir Francais legten eine Plakette und ein Bukett nieder.
Es wurden Nationalhymnen gespielt und Reden gehalten. Selbst der Präsident der AET aus Paris war angereist.

Anwesend waren:
Sören Fuß, Leiter der Gedenkstätte Vulkan
General Alain Baudel, Vorsitzender der AET – Ancien Enfants de Troupe
Pierre Caudrelier, Generaldelegierter der Souvenir Francaise in Baden-Württemberg
Dr. Karla Mahne, Bürgermeisterstellvertreterin von Haslach

Artikel aus dem Offenburger Tageblatt:

ot-haslach

Artikel aus dem Schwarzwälder Boten:

sb-haslach

 

Jüdische Welten – Von Kantor bis Klezmer

Vortrag, Ruth Frenk, Konstanz, Konzertsängerin und Gesangspädagogin

Musik als „jüdische Musik“ zu bezeichnen ist ein vergleichsweise junges Phänomen. Erst im 20. Jahrhundert taucht dieser Begriff in den Musik-Lexika auf. In ihrem Vortrag vermittelt die Konzertsängerin und Gesangspädagogin Ruth Frenk eine einführende Übersicht über verschiedene Aspekte „jüdischer Musik“, etwa der synagogalen Musik, der einzigen Musikrichtung, die diskussionslos als „jüdisch“ bezeichnet werden kann. Vorgestellt werden auch aschkenasische, sefardische und chassidische Volkslieder, die Musik des jiddischen Theaters, Ghetto- und Widerstandslieder, Volks- und Kunstlieder aus Israel sowie die in Deutschland sehr populäre Klezmer-Musik.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe hier als PDF herunterladen:
300 Jahre Jüdisches Leben in Emmendingen

Dienstag, 3. Mai 2016, 19:00 Uhr
Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal
Eintritt frei, Spenden erbeten

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Die Juden in Baden im 19. Jahrhundert

Auftakt zur Veranstaltungsreihe
300 Jahre jüdisches Leben in Emmendingen 1716 – 2016

Vortrag, Dr. Heinrich Schwendemann,
Historisches Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Mit dem Emanzipationsgesetz vom 15. Oktober 1862 wurde die rechtliche Gleichstellung der Juden in Baden nach Jahrzehnten kontroverser, häufig auch judenfeindlicher Diskussionen im Karlsruher Landtag abgeschlossen. Endlich erhielten die badischen Juden die Freizügigkeit zugestanden und konnten ihren Wohnort frei wählen. Dr. Heinrich Schwendemann wird in seinem Vortrag die Geschichte der badischen Juden im 19. Jahrhundert beleuchten. Sie begann mit dem Integrationsprozess einer ehedem verfemten Minderheit seit der napoleonischen Ära und führte zur Herausbildung eines etablierten jüdischen Wirtschafts- und Bildungsbürgertums in den Städten. Ein Spezifikum für Baden stellte das Landjudentum dar, das für den Handel zwischen Stadt und Land außerordentliche Bedeutung hatte. Der Vortrag thematisiert auch die Frage, ob der Antisemitismus als gesellschaftliches Phänomen schon in dieser Zeit eine gewichtige Rolle spielte.

Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Veranstaltungsreihe hier als PDF herunterladen:
300 Jahre Jüdisches Leben in Emmendingen

Donnerstag, 21. April 2016, 19:00 Uhr
Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal
Eintritt frei, Spenden erbeten

Durch Zeit und Raum – Die Familie Weill-Sonder zwischen Emanzipation und Restitution

Am Donnerstag, 21. April um 20.00 Uhr berichtet die Berliner Historikerin Lina-Mareike Dedert über die Geschichte der bekannten jüdischen Familie Weill in der Ehemaligen Synagoge Kippenheim. Als Grundlage ihrer Recherchen diente ihr unter anderem die von Metzgermeister Hans Höfer in seinem Haus entdeckten Dokumente des früheren Eisenhandel Weill – über 800 Schriftstücke aus dem privaten und geschäftlichem Bereich. Diese Papiere wurden von späteren Besitzern zum Abdichten des Daches verwendet. Mit ihrem Vortrag „Durch Zeit und Raum – Die Familie Weill-Sonder zwischen Emanzipation und Restitution“, der auf ihrer 2014 erschienen Dissertation basiert, dokumentiert die Historikerin am Beispiel der weit verzweigten Familien – und Firmengeschichte der Weills die dramatische und wechselvolle deutsch-jüdische Geschichte über zwei Jahrhunderte hinweg. Es beginnt im Übergang zum 18. Jahrhundert in Kippenheim und endet in den 1980er-Jahren in New York City.

Donnerstag, 21. April, 20:00 Uhr
Ehe­ma­lige Syn­agoge Kip­pen­heim, Post­straße 17, Kip­pen­heim
Eintritt frei, Spenden werden erbeten

NS-Gedenkstätte Vulkan in Haslach

Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Vulkan in Haslach

Treffpunkt um 18:30 Uhr am ausgeschilderten „Waldseeparkplatz“ an der B 294 in Richtung Freiburg. Gemeinsame Fahrt zur Gedenkstätte. Mitfahrgelegenheit für Nichtmotorisierte kann organisiert werden.

An der Gedenkstätte Vortrag von Sören Fuß mit Diskussionsmöglichkeit – Gelegenheit zum Lesen der Dokumentationstafeln.

Anmeldung erwünscht unter der Telefonnummer 07832 706-174 oder 07832 2105.

Dienstag, 12. Juli 2016, 18:30 – 20:45 Uhr
KZ-Gedenkstätte Vulkan in Haslach, Treffpunkt am ausgeschilderten „Waldseeparkplatz“ an der B 294 Ortsausgang Haslach in Richtung Freiburg
gebührenfrei

Gedenkstättenfahrt nach Breisach, Sulzburg und Emmendingen

Jüdisches Leben gestern und heute – eine Tagesfahrt führte eine Gruppe von interessierten Teilnehmenden am Sonntag, den 13. März 2016 zu einzigartigen Orten des Erinnerns und Lernens in Südbaden.

Ausschwitz kennt jeder, aber wer kennt die kleineren Gedenkstätten in der Region, die von Vereinen, Initiativen oder Kommunen getragen werden? Gerade das ehrenamtliche Engagement macht diese Orte der Erinnerung zu lebendigen Lern- und Begegnungsstätten. Im Rahmen der Exkursion wurden das Blaue Haus in Breisach, die Ehemalige Synagoge in Sulzburg und das Jüdische Museum in Emmendingen beuscht.

 

An allen drei Orten gab es Führungen und Gespräche. Die Fahrt wurde organisiert vom Verbund Gedenkstätten Südlicher Oberrhein in Kooperation mit der VHS Offenburg und dem Historischen Verein Offenburg e.V., Reiseleiter war Dr. Jürgen Collmann. Die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg unterstützte die Exkursion mit einer finanziellen Förderung.

Merav Salomon zu Gast im Blauen Haus in Breisach

„Flee or Freeze (Flüchten oder Erfrieren)“, Merav Salomon, Vortrag und Gespräch (in englischer Sprache)

Merav Salomon ist Kommunkationsdesignerin und Graphikerin, lebt in Tel Aviv und unterrichtet an der Bezalel Akademie in Jerusalem. Als Künstlerin und Professorin befasst sie sich mit israelischen Identitäten, für die die Shoah ein bedeutender Teil der Vergangenheit ist. Die Familie von Merav Salomon war in der Großelterngeneration von der Verfolgung betroffen. Dr. Bernard Reuter, Beirat des Fördervereins, wird den Gast vorstellen.

Merav Salomon wird über ihre künstlerische Arbeit in einem Vortrag berichten und gerne mit dem Publikum über ihre Themen diskutieren, auch vor dem Hintergrund der momentanen Migrations- und Flüchtlingssituation, die auch in der Europastadt Breisach konkret und akut ist. Ihr geht es um den Zusammenhang von Schmerz und dem Absurden, was sie künstlerisch und zuweilen auch mit Humor verarbeitet.

Dienstag, 1. März 2016, 19.30 Uhr
Blaues Haus, Rhein­tor­straße 3 (ehe­mals Juden­gasse), 79206 Breisach
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

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Alexander Schoch MdL zu Besuch im Jüdischen Museum Emmendingen

Zahlreiche Besucher folgten der Einladung des Landtagsabgeordneten Alexander Schoch (GRÜNE) zur Besichtigung und Führung durch das Jüdische Museum in Emmendingen.

Für Alexander Schoch ist die Kultur ein wichtiger Standortfaktor für die Attraktivität des ländlichen Raumes. „Dem vielfältigen Angebot an Museen im Landkreis Emmendingen gilt seine besondere Aufmerksamkeit, da gerade die Existenz und der Betrieb dieser Museen sehr stark mit der ehrenamtlichen Arbeit verbunden sind,“ so der Landtagsabgeordnete zu Beginn der Führung. Er begann mit dem Jüdischen Museum seine Reihe „Schoch auf Tour“, da sich hier auch ein vom Land und von der Stadt Emmendingen gemeinsam geförderter Erinnerungsort befindet.

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Gedenkstunde für die Opfer des NS-Regimes

Am Mittwoch, 27. Januar 2016 um 18 Uhr, findet in der St.-Andreas-Kirche am Fischmarkt eine Gedenkveranstaltung zum Tag der Opfer des Holocaust statt. Im Mittelpunkt stehen Lebensgeschichten von Offenburger Jüdinnen und Juden, die im KZ starben oder denen noch die Emigration gelang. Im Rahmen des Projekts „Gedenkbuch im Salmen“, das vom Archiv und Museum im Ritterhaus durchgeführt wird, haben Schülerinnen des Klostergymnasiums die Biografien recherchiert. Erste kurzgefasste Lebensläufe von Paula und Max Weil sowie von Berta (Bertel) Schnurmann werden vorgetragen. Die ökumenische Andacht leiten Dekan Frank Wellhöner und Pastoralreferent Johannes Varelmann. Die musikalische Gestaltung durch Klezmer-Weisen übernimmt die Gruppe Le Chajim aus Appenweier.

Mittwoch, 27. Januar 2016, 18:00 Uhr
St. Andreas Kirche, Steinstraße 2, 77652 Offenburg