Am 22. August stellte der Gedenkstättenverbund bei einem gemeinsamen Pressegespräch in der LpB Freiburg seine Veranstaltungen zum europäischen Tag der jüdischen Kultur 2017 vor. weiterlesen
Am 22. August stellte der Gedenkstättenverbund bei einem gemeinsamen Pressegespräch in der LpB Freiburg seine Veranstaltungen zum europäischen Tag der jüdischen Kultur 2017 vor. weiterlesen
Der Stuttgarter Historiker und Holocaustforscher Eberhard Jäckel ist tot. Die Aufarbeitung des Holocaust war sein Hauptforschungsthema. Gemeinsam mit der Journalistin Lea Rosh machte er sich für die Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin stark. Hier weiterlesen: BZ_18.08.2017
Die Ausstellung des Fördervereins Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus im Breisacher Museum für Stadtgeschichte, die am 9.7. mit einer Matinee eröffnet wurde, informiert über Leben und Wirken des Heimatforschers Günter Boll. Zu den aus seiner Sammlung ausgestellten Genisafunden gehören unter anderem bestickte und bemalte Torawickelbänder (Mappot), die älteste Mappa aus dem Jahr 1749, Toramäntel, Tefillinsäckchen und – riemen. „Bald wird der Winter vorüber sein“, so auch der Titel des zweiten Heftes aus der Reihe „Blaue Hefte“, das sich Günter Boll widmet. Ein Zettel mit diesem Satz befand sich 1981 unter den Genisafunden, die er auf dem Speicher der Mackenheimer Synagoge fand.
Ein Interview von Günter Boll aus dem Jahr 2012von Jürgen Baumeister ergänzt die Ausstellung mit einer Videostation. Das Blaue Heft 2 sowie ein die Ausstellung begleitendes Faltblatt sind in der Ausstellung zu erwerben.
Sonntag, 23. Juli 2017 um 15 Uhr mit Dr. Gabriele Valeska Wilczek
Museum für Stadtgeschichte Breisach am Rhein
Eintritt 2 € , Führung kostenlos
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14.00 – 17.00 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag 11.30 – 17.00 Uhr
Schülerinnen und Schüler der Hugo-Höfler Realschule Breisach beteiligen sich am Projekt Dancing to Connect for Refugees. Weitere Infos: 07_18_DtC_Flyer
18. Juli 2017, 15 & 19 Uhr
Freiburg i.Br., Stadttheater – Großes Haus
Eintritt 16 / 8 € (Schüler*innen / Studierende)
Luthers Wandel von Judenfreund zum Judenfeind und dessen Nachwirkungen in Theologie und Geschichte beleuchtet Prof. Dr. Klaus Müller, Beauftragter der evangelischen Landeskirche in Baden für das christlich-jüdische Gespräch.
Die evangelische Kirche erinnert 2017 an die Veröffentlichung der 95 Thesen durch Martin Luther vor 500 Jahren in Wittenberg. Der Reformator hoffte anfänglich, dass die Juden das reformatorische Gedankengut übernehmen und massenhaft zum Christentum übertreten würden. 1523 schrieb er „Dass Jesus Christus ein geborener Jude sei“. Nach dem dies ausblieb, begann er sich zum Antijudaisten zu wandeln. 1543 erschien seine Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“. Martin Luthers Judenfeindschaft gilt als große Belastung für die Geschichte der evangelischen Kirche und wird den Schattenseiten im Wirken des Reformators zugerechnet.
13. Juli 2017, 20 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim
Eintritt frei, Spenden erbeten
Der Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus und das Museum für Stadtgeschichte laden zur Matinee & Buchvorstellung im Museum für Stadtgeschichte Breisach ein.
Vorstellung von Band 2 der Reihe „Blaue Hefte“ und Eröffnung der Sonderausstellung mit Genisafunden aus der Synagoge von Mackenheim im Elsass (Sammlung Günter Boll):
Günter Boll (1940-2012) war Gründungsmitglied des Fördervereins. Das Blaue Heft 2 widmet sich seinen Forschungen zur Geschichte der Juden am Oberrhein. 1981 gelang es ihm, in letzter Minuten einen Teil der „Genisa“ aus der Synagoge von Mackenheim zu retten. Objekte religiösen Gebrauchs, die auf dem Dachboden aufgehoben worden waren.
9. Juli 2017, 11.30 Uhr
Breisach am Rhein, Rheintorplatz 1
Eintritt frei
Im Haslacher Urenwald, nahe der Mülldeponie erinnert die „KZ-Gedenkstätte Vulkan“ an die drei nationalsozialistischen Lager in Haslach, in denen von September 1944 bis April 1945 über 1.700 Männer aus 21 Länder litten und Hunderte von ihnen starben.
Treffpunkt um 18:30 Uhr am ausgeschilderten „Waldseeparkplatz“ an der B 294 in Richtung Freiburg. Gemeinsame Fahrt zur Gedenkstätte. Mitfahrgelegenheit für Nichtmotorisierte kann organisiert werden.
An der Gedenkstätte Vortrag von Sören Fuß mit Diskussionsmöglichkeit – Gelegenheit zum Lesen der Dokumentationstafeln.
Anmeldung erwünscht unter der Telefonnummer 07832 706-174.
Donnerstag, 29. Juni 2017, 18:30 – 20:45 Uhr
KZ-Gedenkstätte Vulkan in Haslach, Treffpunkt am ausgeschilderten „Waldseeparkplatz“ an der B 294 Ortsausgang Haslach in Richtung Freiburg
gebührenfrei
„Das Leben einer deutschen jüdischen Familie im 20. Jahrhundert“ so lautet der Untertitel zu Anne Overlacks Buch, in dem sie über jüdisches Leben auf der Höri und über die Familie Wolf auf über dreihundert Seiten erzählt. Von Jacob Picard, dessen Lebensweg als Chronist des Landjudentums vor etlichen Jahren in der Sulzburger ehemaligen Synagoge ausgestellt war, wird ein großer und vielschichtiger Bogen gespannt bis zu der promovierten Juristin Hannelore König, geborene Wolf, die Picard noch persönlich gekannt hatte. Sie war die erste Oberstaatsanwältin Württembergs.
Anne Overlack ist Erste Vorsitzende des Jacob-Picard-Freundeskreises und berichtet.
23. Juni 2017, 18 Uhr
Sulzburg, Gustav-Weil-Straße 18
Eintritt frei, Spenden erbeten
Einführung in die Ausstellung: Dr. Werner Transier, Historisches Museum der Pfalz, Speyer
Josel ben Gerschon von Rosheim (1478-1554) war eine herausragende jüdische Persönlichkeit des 16. Jahrhunderts, die das in der Reformationszeit erneut gefährdete Zusammenleben von Juden und Christen nachhaltig beeinflusste. Er unterhielt Briefkontakte mit Martin Luther und anderen Reformatoren. Seine enge Verbindung zu Kaiser Karl V. nutzte er, um die Rechtsstellung und Sicherheit der Juden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation in einer Zeit des Umbruchs zu schützen. 1530 erreichte er, dass der Reichstag in Augsburg den Schutz von „Leib und Leben“ der Juden bestätigte und sich dagegen aussprach, sie zur Taufe zu drängen. Mit Martin Luther, den er vergeblich um Unterstützung für die Verbesserung der rechtlichen Situation der deutschen Juden bat, stand er schriftlich in Verbindung.
Die Ausstellung ist bis zum 10. September 2017 zu sehen.
22. Juni 2017, 20 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim
Eintritt frei, Spenden erbeten
Im Rahmen der Ausstellung Josel von Rosheim besucht der Förderverein Ehemalige Synagoge die Heimatstadt dieser bedeutenden Persönlichkeit und den jüdischen Friedhof von Rosenwiller. Weitere Informationen: www.ehemalige-synagoge-kippenheim.de.