Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: Bundespräsident soll Salmen eröffnen

Der Umbau des Denkmals nationaler Bedeutung soll in einem Jahr abgeschlossen sein. Über den Stand der Umbauarbeiten am denkmalgeschützten Salmen hat sich der Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung informiert. Nach der Wiedereröffnung wird hoher politischer Besuch aus Berlin erwartet. Weiterlesen: BZ_10.5.2021

Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang durch den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Ihr Mittelpunkt war der Friedhof in Schmieheim, den sie „Gut Ort“ oder Haus der Ewigkeit (hebr. „Beth Olam“) nannten. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr lateinische Buchstaben für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch auf ihre Ämter im jüdischen Gemeindeleben.
Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Bitte beachten: Es gelten die aktuellen coronabedingten Hygiene- und Abstandsregelungen, eine Begrenzung der Teilnehmerzahl sowie Maskenpflicht in Innenräumen.

Sonntag, 30. Mai 2021, 14 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Kontakt: Jürgen Stude 07807-957612;
Eintritt frei, Spenden erbeten

Bilder: NS-Dokumentationszentrum München, © Orla Connolly; Julia Wolrab

(STREIT-)GESPRÄCH: Die Rückkehr der Vergangenheit in unser Heute. Hass, Hetze, Holocaust und die Bedeutung der Erinnerung(-skultur)

Hetzparolen. Antisemitische Gewalttaten. Offene Formen gruppenbezogener Diskriminierungen. Brandstifter im Bundestag. Erinnerungskultur, die das Gedenken an die Verbrechen der NS-Zeit als unverzichtbares Selbstverständnis erachtet, wird durch populistische Stimmen öffentlich in Frage gestellt. Das NS-Dokuzentrum in München zeigt, was passieren kann, wenn eine Demokratie stirbt und eine Diktatur entsteht. Welche Lehren ziehen wir aus der Vergangenheit für unsere politische Gegenwart? Mirjam Zadoff und Julia Wolrab berichten von ihren Erfahrungen als Leiterinnen der NSInformations-und Dokumentationszentren in München und Freiburg. Das Beispiel München gibt Anregungen, Ideen und Erfahrungen, die von hoher Relevanz sind für das im Aufbau befindliche Dokumentationszentrum Nationalsozialismus in Freiburg und die lokale historisch-politische Bildungsarbeit sind. Welche gemeinsamen und unterschiedlichen Ansichten haben die beiden Historikerinnen darüber, wie NS-Geschichte heute vor allem jungen Menschen vermittelt werden und wie in einer postmigrantischen Gesellschaft Erinnerungsarbeit gelingen kann? (Veranstaltungsflyer der LpB: 511921_Zadoff )

Anleitung für den virtuellen Raum alfaview: alfaview anleitung_neu

Montag, 10. Mai 2021, 20.15 Uhr
Mit: Prof.´in Dr. Mirjam Zadoff, Diektorin des NS-Dokumentationszentrums München und Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung BW, Außenstelle FR
Kooperationspartner: Colloqium Politicum, Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein, Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Ba-Wü
Virtueller Ort: alfaview
Begrüßung: Prof. Dr. Michael Wehner, LpB Baden-Württemberg
Moderation: Jana Lange, stellv. Studioleiterin SWR Freiburg

Blaues Haus Breisach

Breisach: digitale Ausstellungseröffnung “Nach der Shoah”

Im September 2019 wurde im Beisein von Nachkommen der jüdischen Familien Breisachs die Dauerausstellung „Jüdisches Leben in Breisach 1931“ eröffnet. In einem weiteren Raum im Obergeschoss des Blauen Hauses werden jetzt die Lebenswege der Mitglieder der Kantorenfamilie Eisemann thematisiert, die bis zum November 1938 genau dort gelebt hatte. Wer konnte wie die Verfolgung überleben, wer hat geholfen und wer wurde ein Opfer der Shoah? Wo leben die Nachkommen heute? Mit Fotos, Texten und Hörspielen nach wahren Begebenheiten wird versucht, Antworten zu geben. In enger Zusammenarbeit mit Nachfahren der Familie konnten so Forschungslücken geschlossen und neue Fragen gestellt werden.

Sonntag, 9. Mai 2021, 17-17.45 Uhr
Zugang über ZOOM
Blaues Haus Breisach

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Wappen Diersburg

Rundgang: Jüdische Spuren in Diersburg

Im Hohberger Ortsteil Diersburg gab es seit 1738, etwa zwei Jahrhunderte lang, eine blühende jüdische Gemeinde, bis zu ihrer gewaltsamen Auflösung am 22. Oktober 1940 und der Verschleppung ihrer Mitglieder in das Internierungslager Gurs in Südwestfrankreich. Bernd Rottenecker, Vorstandsmitglied des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim führt durch die sogenannte „Judenstadt“ im hinteren Bereich des ehemals reichsritterschaftlichen Dorfes. Neben weiteren Stationen wie z. B. der jüdischen Schule beinhaltet der Rundgang auf den jüdischen Spuren in Diersburg auch einen Besuch des an der Bachstraße gelegenen jüdischen Friedhof.
Für die Führung über den jüdischen Friedhof benötigen Männer eine Kopfbedeckung.
Bitte beachten: Es gelten die aktuellen coronabedingten Hygiene- und Abstandsregelungen, eine Begrenzung der Teilnehmerzahl sowie Maskenpflicht in Innenräumen.

Sonntag, 9. Mai 2021, 14 Uhr
mit Bernd Rottenecker
Treffpunkt: Diersburger Rathaus
Kontakt:
Eintritt frei, Spenden erbeten

Besondere Erinnerungsqualität

Heidi Holecek zeichnet in ihrem Buch das Schicksal der jüdischen Familie Bloch aus Sulzburg nach: „Meine Großeltern erzählten mir von ihrem Leben in Sulzburg, dem schönsten Dorf der Welt.“Mit diesem Zitat von Sabine Bloch aus einem Brief von 2017 führt Heidi Holecek ihre Leserinnen und Leser an die Familiengeschichte heran, die sie auf den folgenden Seiten detailliert schildern wird. Es ist eine besondere Geschichte – und auch wieder nicht: Denn eine Familie wie die Blochs aus Sulzburg dürfte es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Deutschland häufig gegeben haben. Die Blochs waren Juden – und auch wenn es antisemitische Vorbehalte gab, lesen sich die ersten Seiten wie ein Einblick in eine Idylle. Weiterlesen: 2021-05-06_Freiburg_Seite_24

Foto: Verlag Regiokultur

Synagoge Emmendingen, Foto: M. Miklis

Emmendingen: Ein Zelt des Friedens dient als ein Haus der Versammlung

Gebetet haben die Emmendinger Juden seit der Gründung der Gemeinde 1716 an verschiedenen Orten. So nah, wie in dem seit 1999 an der Spitze des sogenannten „Gastroturm“ eingerichteten Betsaal waren sie dem Himmel zuvor nie. Dass die aktuelle Synagoge der vor 26 Jahren wiedergegründeten jüdischen Gemeinde von Emmendingen weitmehr umfasst als nur diesen Betsaal, zeigte Monika Rachel Raija Miklis am Sonntag bei einer Zoom-Führung. Weiterlesen: 2021-05-05_Ortenau_Seite_28 und Ettlinger Tor_5.5.2021

Foto: M. Miklis

Synagoge Emmendingen, Foto: M. Miklis

Emmendingen: Jubiläumsprogramm 25 Jahre Wiedergründung jüdische Gemeinde

25 Jahre Wiedergründung Jüdische Gemeinde Emmendingen, 305 Jahre Jüdische Gemeinde Emmendingen, 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – es gibt viel zu feiern!
Das macht der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. nun virtuell. In einem digitalen Vortrag mit Powerpoint Präsentation bringt Monika Miklis, Kuratorin am jüdischen Museum Emmendingen, die Synagpge von innen und außen den interessierten Besuchern näher.  Zoom Vortrag Jubiläumsprogramm 2.5.21pdf

Sonntag, 2. Mai 2021, 18.00 Uhr
Veranstalter: Verein für jüdische Geschichte iund Kultur Emmendingen e.V. in Kooperation mit der jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Zoom-Meeting beitreten | Meeting-ID: 889 8481 8284 | Kenncode: 345932
Foto: Monika Miklis

Die Veranstaltung kann aufgrund der Pandemie nur online stattfinden.
Der Verein jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. freut sich über eine Spende zur Unterstützung der Vereinsarbeit:
To: Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.
Name of the bank: Sparkasse Freiburg Nördlicher Breisgau
International Bank Account Number (IBAN): DE93 6805 0101 0020 0632 09
Bank Identifier Code (BIC): FRSPDE66XXX Account No.: 12976139

Presse: Erst im Alter konnte sie erzählen

Dass Eva Fahidi-Pusztai (95) am Mittwoch nicht in Freiburg vor ihrem Freiburger Publikum saß, sondern an ihrem Computer in Budapest, lag natürlich an Corona: Das Maximilian-Kolbe-Werk kann derzeit keine Holocaust-Überlebenden einladen. Doch auch online stieß die Veranstaltung in der Reihe „NS-Zeitzeugen im Gespräch“ mit dem Colloquium politicum der Uni und der Landeszentrale für politische Bildung auf Interesse. 66 Menschen waren zugeschaltet. Weiterlesen: 2021-04-30_Freiburg_Seite_21