Emmendingen: Gedenken an die Zerstörung der Emmendinger Synagoge im Zuge des Novemberpogroms

Die Stadt Emmendingen, die Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R. und der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e. V. laden dazu ein, der Zerstörung der Emmendinger Synagoge, der Verwüstung des Israelitischen Gemeindehauses und der beiden jüdischen Friedhöfe sowie der Deportation der männlichen jüdischen Bevölkerung ins KZ Dachau im Zuge des Novemberpogroms 1938 zu gedenken.
Mit musikalischer Umrahmung.

Montag, 10.11.2025
17:00 Uhr
Schlossplatz/Platz der ehemaligen Synagoge
Emmendingen

Webtalk: Exil Türkei, 1933-1945: Erinnerungen an vertriebene Wissenschaftler:innen der Universität Freiburg in der Zeit des Nationalsozialismus

Die von den Nationalsozialist:innen erzwungene Stärkung der „Volksgemeinschaft“ bedeutete auch in Freiburg und in der Region die Verdrängung und Verfolgung verschiedener Bevölkerungsgruppen. Mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll an Beispielen untersucht werden, wie weit die beteiligten Akteur:innen und die Stadt Freiburg ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus aufgearbeitet haben. Die Webtalks beleuchten die NS-Zeit aus unterschiedlichsten Perspektiven und fragen nach den – teilweise unvollständigen oder widersprüchlichen – „Erinnerungsfiguren“ (Jan Assmann), die das Selbstverständnis und die Erinnerungskultur in Freiburg und der Region bis heute maßgeblich prägen.

Am 12. November zum Thema: Exil Türkei, 1933-1945: Erinnerungen an vertriebene Wissenschaftler:innen der Universität Freiburg
in der Zeit des Nationalsozialismus.
Mit Dr. Ercüment Çelik, Soziologe mit den Forschungsschwerpunkten der Arbeits-und Entwicklungssoziologie
sowie Wissenszirkulation zwischen Europa und dem Globalen Süden an der Universität Freiburg

Moderation: Julia Wolrab, wissenschaftliche Leiterin des Dokumentationszentrums
Nationalsozialismus der Städtischen Museen Freiburg
Jost Großpietsch, Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und
Gedenkinitiativen in Baden-Württemberg (LAGG)

Link zur Teilnahme: https://meet.freiburg.de/b/jul-dnq-rkm-soq

Mittwoch, 12. November 2025
20:15 Uhr
digital bei BigBlueButton

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Exkursion ins Exilarchiv Frankfurt

Herzliche Einladung zu einer Exkursion nach Frankfurt ins Deutsche Exilarchiv ein, wo eine Dauerausstellung den Überlebenden Kurt Salomon Maier und Inge Auerbacher gewidmet ist. Das besondere an der Ausstellung ist, dass neben den gezeigten Objekten und Dokumenten, beide Zeitzeugen die an sie gerichteten Fragen virtuell mit Hilfe einer KI beantworten.

Im Anschluss besuchen wir das Jüdische Museum Frankfurt.

Das Foto zeigt Inge Auerbacher und Dr. Kurt Salomon Maier bei einem 5tägigen digitalen interaktiven Interview, bei denen sie 900 Fragen beantworteten.

Info und Kontake: Jürgen Stude: ; Tel.: 07807-957612

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Telefon-Führung: Hinter den Fassaden

„Hinter den Fassaden“ – so lautet der Titel der neuen Dauerausstellung im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus in Freiburg. Bei der telefonischen Führung erfahren die Teilnehmenden mehr über fünf Freiburger Gebäude und ihre Geschichte im Nationalsozialismus: Wer lebte und arbeitete dort? Welche Rolle spielten die Gebäude in der Diktatur? Wieso lohnt sich dort ein Blick hinter die Fassade? Das Programm „Bei Anruf Kultur“ bietet telefonische Kulturführungen aus bundesweit über 100 Museen, Gedenkstätten, Galerien und weiteren Kulturstätten an.

Die Teilnahme ist kostenfrei

Alle Informationen zur Teilnahme an der Veranstaltung unter: www.beianrufkultur.de

Montag, 03.11.2025
15 Uhr bis 16 Uhr
Telefonische Führung

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Führung „Hinter den Fassaden“

Die „Machtergreifung“ der Nationalsozialist*innen 1933 veränderte auch in Freiburg Politik und Alltag. Bei der Führung durch die Dauerausstellung erfahren die Teilnehmenden anhand verschiedener Zeugnisse mehr über lokale Akteur*innen und reflektieren die Ereignisse. Die Teilnahme kostet 4 Euro. Tickets gibt’s im Onlineshop

Sonntag, 02.11.2025
10:30 Uhr bis 12:30 Uhr
NS-Dokumentationszentrum Freiburg
Rotteckring 14, 79098 Freiburg
Preis: 4€

Emmendingen: Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Deportation

Ehrenamtlich Aktive des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. berichten über das historische Geschehen der Deportation und stellen exemplarisch das Schicksal dreier jüdischer Bürger*innen aus Emmendingen vor. Die Gedenkveranstaltung wird von Mitgliedern der Jüdischen Gemeinde musikalisch umrahmt und schließt mit der Verlesung der Namen von 113 Deportierten mit Bezug zu Emmendingen.

Mittwoch, 29. Oktober 2025
19:30 Uhr
Teschemacher-Saal im Simon-Veit-Haus
Kirchstraße 11, 79312 Emmendingen
Eintritt frei – Spenden erbeten

ehemalige Synangoge Kippenheim

Tagung „Täter gesucht“

Der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e.V. veranstaltet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung den Fachtag „Nationalsozialistische Akteure der Deportation der badischen Jüdinnen und Juden am 22./23. Oktober 1940“. Mehrere Referentinnen nehmen die lokalen Akteure der Deportation in den Fokus und berichten über aktuelle Forschungsergebnisse.

Anmeldung bis 10. Oktober über:
Weitere Informationen: https://www.mahnmal-neckarzimmern.de

Veranstaltungsflyer

Sonntag, 26. Oktober
10 bis 17 Uhr
Gemeindesaal der Evang. Stadtkirchengemeinde
Poststraße 10, 77652 Offenburg
Teilnahme kostenfrei

Gedenksätte Vulkan in Haslach

Haslach: Vortrag „Deportation und Wiedergutmachung – 85 Jahre nachdem die Züge nach Gurs rollten“

Am 22. Oktober 1940 erreichte der Holocaust auch Haslach:

An diesem Tag wurden die zu diesem Zeitpunkt noch in Baden lebenden jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in das französische Internierungslager Gurs deportiert. Viele von ihnen überlebten dies Torturen nicht, die durch die unmenschlichen Bedingungen und Strapazen während der Deportation und im Lager verursacht wurden.
Auch Menschen aus Haslach wurden gewaltsam aus der Stadtgesellschaft herausgerissen und waren erheblichen Belastungen ausgesetzt.

85 Jahre später gewährt Stadtarchivar Leon Pfaff auf Grundlage historischer Dokumente Einblicke in das Schicksal dieser Menschen. Ausgehend von verschiedenen Archivalien lassen sich einzelne Stationen der Nationalsozialistischen Repressalien auch am Beispiel Haslach nachvollziehen.

Unterlagen unter anderem aus dem Landesarchiv und Staatsarchiv Freiburg ermöglichen die Rekonstruktion der Lebenswege jener, die unter dem NS-Regime litten und für die eine Wiedergutmachung gefordert wurde.
Diese bislang wenig beachteten Restitutionsakten bieten wertvolle Einblicke in die Herausforderungen und Schikanen, denen sich die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft nicht nur während des Regimes, sondern auch nach 1945 stellen musste.

Hier geht es zur Website der VHS Ortenau zur Anmeldung

Vortrag der VHS Ortenau in Zusammenarbeit mit dem historischen Verein Haslach
Montag, 20.10.2025
19:00 Uhr
Altes Kapuzinerkloster Haslach,
Klosterstraße 1, 77716 Haslach
Anmeldung bei der VHS Ortenau

Kippenheim: Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 von der Ettenheimer Judenschaft gegründet, als sich über 400 Jahre nach den Vertreibungen des Mittelalters wieder jüdische Familien in der Region niederlassen durften. Die zu verschiedenen Zeiten angelegten Teile des Friedhofes mit ihren unterschiedlichen Grabgestaltungen spiegeln eindrücklich die jeweilige gesellschaftliche Stellung der Juden wider.

Bei der Führung wird auf die auf vielfältigen Symbole und Inschriften auf den Grabsteinen eingegangen. Bei einigen Verstorbenen ist auch ihr Schicksal zur Zeit des Nationalsozialismus bekannt und ist ebenfalls Teil der Führung mit Bärbel Heer vom Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim. Der Treffpunkt ist am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen. Die Führung dauert ca. 1,5 Stunden und ist kostenfrei.

Sonntag, 19. Oktober 2025
15:00 Uhr
Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg
kostenlos
Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen