Offenburg: Vortrag: Allgegenwärtig und unsichtbar: Anti-Schwarzer Rassismus in Deutschland

Mit Forschung gegen weiße Privilegien und für gesellschaftliche Verantwortung: Die Wissenschaftlerinnen Laura Dellagiacoma und Francesca Puhlmann geben anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus im Salmen Einblicke in die Ergebnisse ihrer Studie „Rassistische Hatespeech im Alltag: Erfahrungen Schwarzer Menschen in Deutschland“.

„Auf der Straße, bei Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten, am Arbeitsplatz, in der Bildung, bei Behörden und im Internet: Schwarze Menschen werden kontinuierlich rassistisch diskriminiert und ausgegrenzt. In allen Lebensbereichen bringt rassistische Hassrede Menschen zum Schweigen, macht sie unsichtbar und stellt ihre gesellschaftliche Zugehörigkeit in Frage.“

Die Ergebnisse der Studie „Rassistische Hatespeech im Alltag: Erfahrungen Schwarzer Menschen in Deutschland“ von Laura Dellagiacoma und Francesca Puhlmann machen deutlich: Schwarze Menschen in Deutschland sind in erschreckend hohem Ausmaß rassistischer Diskriminierung ausgesetzt. Rassismus ist dabei nicht nur ein interpersonelles, sondern auch ein institutionelles und strukturelles Problem. Warum ist ein explizites Erforschen von Anti- Schwarzem Rassismus notwendig? Wie können wir als Gesellschaft ein kritisches Verständnis von Rassismus verankern? Welche wichtigen Beiträge liefert die Arbeit von Forschenden dazu? Welche gesellschaftliche Verantwortung und welche Forderungen an Politik werden durch die wissenschaftlichen Ergebnisse deutlich?

Laura Dellagiacoma und Francesca Puhlmann stellen ihre Studie vor und geben Einblicke in die Forschung zu Anti-Schwarzem Rassismus in Deutschland.

Mit Laura Dellagiacoma von der Friedrich Schiller Universität Jena und Francesca Sika Dede Puhlmann, Bildungsreferentin im Bereich Rassismuskritik.

Dienstag, 24. März 2026
18:00 Uhr
Der Salmen,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg
Tickets: 5€ / 3€ erm
Anmeldung erbeten unter 0781/82-2701 oder

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Filmvorführung und Austausch: „Der weiße Rabe – Max Mannheimer“

Die Reihe „HINSCHAUEN – FilmRäume vom Dokumentationszentrum Nationalsozialismus & KoKi“ geht weiter: In „Der weiße Rabe“ (2009) geht es um den Schriftsteller und Künstler Max Mannheimer. Er wurde von den Nationalsozialist*innen verfolgt und überlebte verschiedene Lager. Der Dokumentarfilm von Carolin Otto begleitet sein Engagement als Zeitzeuge und seine Auseinandersetzung mit seiner Verfolgungsgeschichte.

Donnerstag, 12. März 2026
19:00 Uhr
Kommunales Kino Freiburg,
Urachstraße 40, 79102 Freiburg
Tickets kosten den regulären Kinoeintritt des KoKi.

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Vortrag: Zwangsarbeit in Freiburg und in der Grube Schönberg in St. Georgen

Während des Zweiten Weltkriegs mussten Tausende verschleppte Menschen in Freiburger Betrieben, öffentlichen Einrichtungen und privaten Haushalten Zwangsarbeit leisten. Caroline Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, gibt einen Überblick über den Einsatz und einzelne Biografien von Zwangsarbeiter*innen. Im Anschluss informiert Richard Hauschild über Zwangsarbeit in der Grube Schönberg bei St. Georgen. Veranstalter ist das Bildungswerk Freiburg St. Georgen.

20:00 Uhr
Katholischen Pfarrzentrum St. Georgen
Hartkirchweg 50b, 79111 Freiburg
Der Eintritt vor Ort kostet 2,50 Euro.

Emmendingen: Ghetto oder Oase? Die jüdische Schulabteilung Emmendingen in der NS-Zeit

Kurz vor den Sommerferien 1934 mussten alle jüdischen Volksschülerinnen und Volksschüler aus ihren Klassen in die jüdische Schulabteilung wechseln, die der jüdische Lehrer Isaak Hobel in Räumen der Markgrafenschule in zwei stufenübergreifenden Klassen (1 bis 3 und 4 bis 8) unterrichtete. Als diese Schulabteilung an Ostern 1937 wegen zu geringer Schülerzahl schloss, mussten die Kinder und Jugendlichen die jüdische Schulabteilung an der Freiburger Lessingschule besuchen. Die Referentin wird der Frage nachgehen, wer für die Gründung dieser Schulabteilungen verantwortlich ist und wie die Schülerinnen und Schüler in der NS-Zeit zurechtkamen.

Referentin: Dorothea Scherle (Diplom-Theologin) hat das Gedenkbuch der Emmendinger Juden www.juedisches-leben-in-emmendingen.de recherchiert und ist mit den Biographien der Kinder wie der Lehrenden vertraut.

Veranstaltungsflyer:
260317_BW_jme_Schulabteilung_5

Dienstag, 17. März 2026
19:30 Uhr
Gemeindezentrum St. Bonifatius
Markgraf-Jacob-Allee 2, 79312 Emmendingen
Eintritt frei – Spenden erbeten

Offenburg: Konzert „Ladies‘ Night“ mit Meydelech

Mit großer Freude verkünden wir, dass das jiddische Musiktrio Meydelech wieder in den Salmen kommt! Waren wir verzaubert von ihren Klezmer-Klängen zu Chanukka vor zwei Jahren, sind wir nun gespannt auf ihr neues Programm „Ladies‘ Night“.

Jiddische Weiblichkeit darf gezeigt und gefeiert werden! Davon ist Meydelech überzeugt und präsentiert mit ihrem Programm ”Ladies’ Night” eine feinfühlige Mischung aus historischen Perspektiven und modernem Feminismus. Die Lieder beschäftigen sich mit Themen wie Muttersein, Liebe und Tanz genauso wie Küchendienst und Schwesterlichkeit.

Lucile Bailly-Gourevitch (Gesang), Tabea Popien (Blockflöte) und Noémie Berz (Piano), interpretieren traditionelle Klezmer-Klänge neu. Humorvoll und mit viel Feingefühl verbinden sie historische Perspektiven mit modernem Feminismus. Ihre Arrangements zeugen von dem besonderen Gespür des deutsch-französischen Trios für die Verbindung von Ton und Wort, mit dem die drei Musikerinnen aus Freiburg seit 2021 die kleine Szene der jiddischen Musik bereichern.

Freuen Sie sich auf einen humorvollen Mitmach-Abend von Frauen für Frauen und alle, die es noch werden wollen!

Freitag, 6. März 2026
19:00 Uhr
Der Salmen,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg
VVK: 12€ / erm. 8 €
AK: 16€ / erm. 12€

Offenburg: Ausstellungseröffnung: „Was ihr nicht seht!“

Gemeinsam mit Hunderten Schwarzen Menschen in Deutschland macht Dominik Lucha sichtbar, was oft ungesehen bleibt: „Was ihr nicht seht!“ thematisiert auf eindrückliche Weise den Alltagsrassismus, den Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland erleben. Wir zeigen seine Sonderausstellung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026.

Seit 2020 können Schwarze Menschen auf dem Instagram-Kanal @wasihrnichtseht anonym von ihren Rassismus-Erfahrungen berichten. Die Sammlung macht deutlich, dass es um weit mehr geht als um individuelle Einzelschicksale: Rassismus ist auch ein strukturelles und institutionelles Problem! Als Ausstellung wird das Projekt auch offline nachvollziehbar und holt die Schilderungen der Menschen ganz nah und unübersehbar in unsere alltägliche Realität. Anlässlich der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ vom 16. bis 29. März und darüber hinaus zeigen wir die Ausstellung in unserem Glashaus.

Freitag, 13. März 2026
18:00 Uhr
Der Salmen,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg

Emmendingen: Wechselausstellung „Die Tora ist Licht – Chanukka, das Lichterfest“

Die neue Wechselausstellung eröffnet pünktlich mit Beginn des achttägigen Chanukka-Festes und der Zündung der ersten von acht Kerzen am Abend.

Am 14. Dezember 2025 erinnern sich bei Sternenaufgang, dem jüdischen Datum des 25. Kislev, Jüdinnen und Juden weltweit an die Wiedereinweihung des Jerusalem Tempels im Jahre 164 v.d.Z.. Chanukka bedeutet auf Deutsch „Einweihung“. Mit einem kleinen Krüglein Olivenöl konnte der Dienst am siebenarmigen Leuchter, der immer brenndenden Menora, wieder eingerichtet werden. Wunderlicherweise reichte das Öl nicht nur für einen Tag, sondern speiste die Flammen der Menora acht Tage lang, bis neues, taugliches Olivenöl für den Dienst des Hohepriesters fertig gestellt wurde. Die Menora stand vor dem Allerheiligsten, in dem ursprünglich die Bundeslade mit den Gesetztestafeln aufbewahrt wurde. Die Tora, Hebräisch für „Lehre“ beinhaltet die fünf Bücher Moses und ist für religiöse Jüdinnen und Juden das Lebensgesetz an sich.

Das Exponat des Monats verbindet diese Gedanken von Tora und Licht.
Die Tora wird mit einem „Lebensbaum“ verglichen, auf den die zwei hebräischen Wörter „Ez Chajim“ und die Verzierung auf der Rückwand des Chanukkaleuchters hinweisen. In der Mitte unter dem Dienerlicht sind die beiden Gesetzestafeln mit zehn hebräischen Buchstaben in ihrem Zahlenwert zu sehen. Bereits vor 15 Jahren griffen Jugendliche des jüdischen Religionsunterrichtes diese Idee auf und gestalteten eine Seite des Emmendinger Geschichtsdreidels mit dem Baummotiv einer leuchtenden Torarolle.
Am Museumseingang begrüßt ein Chanukkaleuchter die BesucherInnen mit dem hebräischen Zitat aus den biblischen Sprüchen 6,23 „…denn eine Leuchte ist die Mizwa und die Tora ist Licht.“
Denn durch das aktive Zünden des Leuchters wird das Licht erst entfacht.
Um Lichter geht es auch in der Lichtinstallation im Museumsgarten und in der Ausstellung selbst. So wie die Lichter die Dunkelheit erhellen, so können auch wir in guter Gemeinschaft Licht in diese Welt bringen.

Am 14. Dezember 2025 zünden Groß und Klein das erste Licht am Chanukkaleuchter an. Jeden Abend wird ein neues Licht auf dem Leuchter hinzugefügt, bis schließlich am achten Tag alle Lichter brennen. Gebete und Lieder des Dankes umrahmen die feierliche Zündung.

Im Jüdischen Museum sind verschiedene Leuchtertypen ausgestellt. Beliebte vierseitige Spielkreisel (Dreidel) können angeschaut werden. Auch ölhaltige Speisen und Schokoladen-Chanukka-Gelt dürfen in der Ausstellung nicht fehlen, die bis zum 25. Februar 2026 zu sehenist.

Das Jüdische Museum Emmendingen ist Sonntag und Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. www.juedisches-museum-emmendingen.de
Geschlossen am 24. Dezember und am 31. Dezember 2025.

14. Dezember 2025 bis 25. Februar 2026
Jüdisches Museum Emmendingen
Schloßplatz 7, 79312 Emmendingen

Kippenheim: Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 von der Ettenheimer Judenschaft gegründet. Bei der Führung wird auf die auf vielfältigen Symbole und Inschriften auf den Grabsteinen eingegangen. Bei einigen Verstorbenen ist auch ihr Schicksal zur Zeit des Nationalsozialismus bekannt und ist ebenfalls Teil der Führung mit Jürgen Stude. Veranstalter der Träger sind die Volkshochschule Kippenheim und der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim. Der Eintritt ist frei. Der Treffpunkt ist am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg (Wallburgerstrasse). Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Sonntag, 25. Januar 2026
15:00 Uhr
Treffpunkt:
Parkplatz an der Straße von Schmieheim nach Wallburg

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Sonderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“

Die letzten Überlebenden des Holocaust und der Shoa werden ihre Erlebnisse und Erfahrungen nur noch für begrenzte Zeit in persönlichen Begegnungen vermitteln können. Was bleibt, sind ihre Erinnerungen in Büchern, historischen Filmdokumentationen, Ausstellungen und Bildungsprojekten. Hinzu kommen immer neue Medien: Comics, Social Media-Formate, Hologramme…

Die Ausstellung nimmt unterschiedliche Aspekte von Zeitzeug*innenschaft in den Blick: Wie entsteht aus persönlichen Erinnerungen eine Erzählung und was beeinflusst sie? Wie kommen Interviews und andere Zeugnisse eigentlich zustande? Was hat sich im Umgang mit ihnen seit 1945 verändert? Und wie gehen Museen und Gedenkstätten heute und in Zukunft damit um?

Für die Ausstellung in Freiburg wurden Ausschnitte aus Interviews mit überlebenden Freiburger*innen ergänzt. In der Museen Freiburg App gibt es außerdem eine begleitende Themen-Tour durch die Dauerausstellung des DZNS.

27. Januar bis 13. September 2026
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus
Rotteckring 14, 79098 Freiburg

ehemalige Synangoge Kippenheim

ABGESAGT Kippenheim: Zeitzeugenvortrag von Inge Auerbacher

Als letztes jüdisches Kind in Kippenheim wurde Inge Auerbacher am 31. Dezember 1934 in der Poststraße Nr. 20 geboren, unweit der Synagoge. Ihre ersten Lebensjahre verbrachte sie im Hause ihrer Eltern, dem Textilhändler Berthold Auerbacher und dessen Ehefrau Regina. Am 11. November 1938 wurde ihr Vater, der im Ersten Weltkrieg mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden war, zusammen mit anderen jüdischen Männern des Ortes mehrere Wochen im KZ Dachau inhaftiert.
Beim Novemberpogrom (9./10. November 1938) war Inge Auerbacher erst drei Jahre alt, aber ihre Erinnerungen daran sind immer noch sehr lebendig. In dieser Nacht wurden alle Fenster des Hauses eingeworfen und die Synagoge stark beschädigt. Die Nationalsozialisten verhafteten ihren Großvater beim Morgengebet in der Synagoge. Gemeinsam mit ihrem Vater wurde er ins Konzentrationslager nach Dachau verschleppt und erst einige Wochen später wieder entlassen.
Danach betrieb Inges Familie die Auswanderung, verkaufte ihr Haus und zog Anfang 1939 zu den Großeltern väterlicherseits in das schwäbische Dorf Jebenhausen bei Göppingen. Trotz aller Bemühungen um ein ausländisches Visum war es der Familie nicht gelungen, aus Nazi-Deutschland herauszukommen. Wie fast alle württembergischen Kinder musste die Sechsjährige die jüdische Schule in Stuttgart besuchen und jeden Tag eine einstündige Zugfahrt auf sich nehmen. Nach einem halben Jahr, mit Beginn der Deportationen aus Württemberg, wurde die Schule aufgelöst. Am 24. August 1942 brachten die Nationalsozialisten Inge mit ihren Eltern und vielen anderen württembergischen Jüdinnen und Juden in die Sammelhalle am Stuttgarter Killesberg. Von dort aus wurden sie in das heute in Tschechien gelegene Konzertrationslager Theresienstadt verbracht. Inge Auerbacher war mit ihren sieben Jahren die Jüngste der über 1200 Gefangenen. In ihrer 1992 erschienenen Autobiografie „Ich bin ein Stern“ berichtet sie aus der Perspektive eines Kindes von ihrer Leidenszeit im Lager: dem allgegenwärtigen Hunger, den grassierenden Seuchen und Krankheiten, den quälenden Flöhen und Läusen – und vor allem von der ständigen Todesangst, beim nächsten Transport nach Auschwitz dabei zu sein. „Ich bin ein Stern“ wurde in mehrere Sprachen übersetzt.
Am 8. Mai 1945 befreiten russische Truppen Theresienstadt. Inge Auerbacher gehörte zu dem einen Prozent der überlebenden Kinder des Lagers. Auch ihre Eltern hatten überlebt. Die Familie kehrte nach Jebenhausen zurück und erfuhr vom Tod der meisten Verwandten ihrer großen Familie. Im Mai 1946 emigrierten die Auerbachers nach New York. Die Jahre der Unterernährung hatten ihrer Gesundheit nachhaltig geschadet und sie musste zwei Jahre im Krankenhaus verbringen. Trotz der traumatischen Erlebnisse ihrer Kindheit in Deutschland und in Theresienstadt, gelang es ihr, Ihre Verbitterung zu überwinden und einer wichtigen Berufung zu folgen: Sie wurde Botschafterin der Aussöhnung, der Toleranz und des Friedens. Unermüdlich reist sie auch heute noch innerhalb der USA, in ihrer alten Heimat Süddeutschland, aber auch in Tschechien oder Polen. Überall begegnet sie Schulklassen, Jugendgruppen, Verbänden und kirchlichen Gruppen und berichtet in Vorträgen aus ihrem Leben. Sie blickt nicht nur zurück, sondern erzählt auch von ihrer Vision von einer Welt ohne Hass, Gewalt und Intoleranz.
Ein besonderer Höhepunkt in Inge Auerbachers Leben war die Einladung, am 27. Oktober 2022 anlässlich des nationalen Holocaust-Gedenktages im Deutschen Bundestag die Gedenkrede zu halten. Im Anschluss daran besuchte sie die Ehemalige Synagoge in Kippenheim, wo die Theater-AG des Max-Planck-Gymnasiums Lahr die musikalisch-szenische Inszenierung „Sterne in der Finsternis“ gemeinsam mit der Kompositions-AG des Clara-Schumann-Gymnasiums Lahr aufführte. Bei diesem Besuch erhielt sie die Ehrenbürgerschaft Kippenheims in Anerkennung ihres herausragenden Engagements. Mit stehenden Ovationen überreichte Bürgermeister Matthias Gutbrod der sichtlich bewegten Inge Auerbacher in der Ehemaligen Synagoge die Urkunde.
Das Max-Planck-Gymnasium pflegt seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit dem Förderverein der Ehemaligen Synagoge Kippenheim. Seit 2022 besteht darüber hinaus offiziell eine Bildungspartnerschaft, die historisch-politische Bildung am außerschulischen Lernort sowie in besonderer Weise Demokratiestärkung fördern soll.
Die Gedenk-, Lern- und Begegnungsstätte der Ehemaligen Synagoge Kippenheim ermöglicht den Lernenden dabei, Geschichte regional zu erfahren und aktiv zur Erinnerungskultur beizutragen – sei es durch (digitale) Führungen, Theateraufführungen oder Gedenkreden.
Auch der jährlich verliehene Kurt-Salomon-Maier-Geschichtspreis für herausragende Leistungen im Basisfach Geschichte ist Teil dieser Zusammenarbeit.

Bitte melden Sie sich für Ihre Teilnahme am Zeitzeugenvortrag über folgende E-Mail Adresse mit Ihrem Namen und Adresse an:

Freitag, 06.02.2026
11:30 Uhr
Aula, Max-Planck-Gymnasium,
Max-Planck-Straße 12, 77933 Lahr