Der Europäische Tag der jüdischen Kultur in Emmendingen

Am Sonntag haben der Verein für jüdische Geschichte und Kultur zusammenmit der jüdischen Gemeinde zum Europäischer Tag der jüdischen Kultur eingeladen. Der Tag auf dem Schlossplatz, im Simon-Veit- Haus und im Jüdischen Museum stand unter dem Motto „Jüdische Reisen“. In Führungen und Vorträgen wurden rund 140
Besuchern das Thema nahegebracht. Weiterlesen: badische_z_itung_fre_08092020_Seite_20a und Emmendinger Tor:

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Emmendingen: Europäischer Tag der jüdischen Kultur

In diesem Jahr jährt sich der Europäische Tag der jüdischen Kultur zum 21. Mal. Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. und die Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R. bieten mit freundlicher Unterstützung durch den Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen wieder zahlreiche Veranstaltungen an. Das Motto in diesem Jahr „Jüdische Reisen“: ETJK2020_Flyer

11 – 18 Uhr: Tag der offenen Tür im Jüdischen Museum Emmendingen
11.30 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky – „Ein Rabbiner auf Reisen“, Teschemacher Saal
14 Uhr: Kurzführung zur jüdischen Geschichte mit Noemi Wertheimer und Carola Grasse; Treffpunkt Schlossplatz
15.30 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Monika Rachel Raija Miklis, M.A., Kuratorin des Jüdischen Museums und Dozentin am Jüdischen Lehrhaus Emmendingen – „Kunstobjekte im Gepäck – Exponate aus dem Jüdischen Museum Emmendingen erzählen die Geschichte ihrer Reise“, Teschemacher Saal
17:00 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Dr. med. Ursula Hellerich, Dozentin am Jüdischen Lehrhaus
Emmendingen – „Neuland – Reisen in die Diaspora mit neuen und neu erschienenen literarischen Texten von David Grossman, Sandra Lüpkes, Justin Steinfeld und Helen Wolff, mit einem Essay von Marion Detjen“, Teschemacher Saal

Sonntag, 6. September 2019
Jüdisches Museum Emmendingen, Schlossplatz 7 und
Teschemacher-Saal / Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11,
Eintritt frei, Spenden erbeten

Foto: M. Miklis

Emmendingen: „Das Geld kommt wie gerufen“

Eine 5000-Euro-Spende der Lottogesellschaft soll für ein virtuelles Gedenkbuch über jüdische Emmendinger verwendet werden.

Ein virtuelles Gedenkbuch soll an das Schicksal von 551 Emmendinger Juden erinnern. Das ehrenamtliche Projekt, an dem die Waldkircher Journalistin und Diplom-Theologin Dorothea Scherle seit Monaten arbeitet, bekommt nun eine unerwartete Finanzspritze der Lotto-Gesellschaft Baden-Württemberg, die den jährlichen Museumspreis wegen des Corona-Lockdowns erstmals unter den nichtstaatlichen Museen verlost hat. Gewinner ist auch das Jüdische Museum. Weiterlesen: regiotrends , BZ-Online oder BZ_1.9.2020 (PDF)

Foto: Lotto-Maskottchen

jüdisches Museum Emmendingen

Wiedereröffnung und neue Wechselausstellung im Jüdischen Museum Emmendingen

Mit der Wiedereröffnung des jüdischen Museums Emmendingen ist die neue Wechselausstellung zum Thema „Eine tüchtige Frau… Eschet Chajil“ – die Frau im Judentum zu sehen.

Das Loblied auf die tüchtige Frau, in Hebräisch „Eschet Chajil“, wird zu Beginn des Schabbat am  Freitagabend vor der ersten Mahlzeit gesungen. Es sind melodisch vorgetragene Verse aus der hebräischen Bibel, Sprüche 31, 10-31, die Eingang in jedes Gebetbuch gefunden haben.
Es spiegelt das Frauenbild des traditionellen Judentums und den Respekt gegenüber der Frau wider, sowie die Wertschätzung des wöchentlichen Feiertags, Schabbat, der in religiösen Schriften mit einer Braut verglichen wird.

Die Ausstellung legt den Fokus auf die Funktionen, die religiösen Aufgaben und Verpflichtungen von Frauen in der jüdischen Gemeinschaft und in der Familie: als Mitglied im israelitischen Frauenverein der ehemaligen israelitischen Gemeinde in Emmendingen vor ihrer Zerstörung, als Gemeindevorsitzende der vor 25 Jahren wiedergegründeten jüdischen Gemeinde, als Teil der heiligen Vereinigung für die Waschung verstorbener Frauen und als Hüterin der familiären Reinheitsvorschriften…um nur einige Beispiele zu nennen.

Emmendingen, Jüdisches Museum
Zu sehen mit der Wiederöffnung des Museums ab Sonntag, 17. Mai 2020.
Eintritt frei, Spenden erbeten

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Carola Grasse, Monika Miklis und Olga Maryanovska (nicht auf dem Bild) laden zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur am 3. September ein Foto: Georg Voß

Emmendingen: Presse zum europäischen Tag der jüdischen Kultur

Das Leitthema Reisen, ausgerechnet in einer Zeit der eingeschränkten Reisefreiheit? Für die Organisatoren des Europäischen Tags der Jüdischen Kultur, an dem sich auch Emmendingen zum 20. Mal beteiligt, ein spannender und herausfordernder Gedanke. Das Jüdische Museum steht am Sonntag, 6. September, ganz im Zeichen der Tradition des „Jüdischen Reisens“. Das umfangreiche Tagesprogramm des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur bietet Vorträge und Führungen – immer auf Abstand. Weiterlesen direkt auf BZ-Online (hier) oder hier: badische_z_itung_fre_13082020_Seite_26

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Emmendingen: Überlebensklänge. Erinnerungen jüdischer Musiker und Musikerinnen an die Schoa und das Leben danach

Musik war ihr Leben, sie gab ihnen die Kraft zu überleben und den Mut weiterzuleben. Davon berichten neben vielen anderen Anita Lasker-Wallfisch, Esther Bejarano, Hellmut Stern, Coco Schumann und Wladyslaw Szpilman in ihren Erinnerungen. In einer kleinen literarischen Soirée wollen wir sie aus ihren Büchern zu Wort kommen lassen. Weitere Informationen: Vortrag Ursula Hellerich Jüdisches Lehrhaus

 

Sonntag, 19 Juli 2020, 18 Uhr
mit Dr. med. Ursula Hellerich, Freiburg
Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher- Saal
Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Foto: Emmendingen, Privatbesitz

Emmendingen: Elija Schwarz über jüdische Musik

Was ist überhaupt jüdische Musik? Ob es sie gibt, das hatte Elija Schwarz früher schon bezweifelt, in seinem Vortrag am Sonntag im jüdischen Lehrhaus ging er den ursprüngen und Entwicklungen der Musik des jüdischen Volkes nach. Weiterlesen Emmendinger Tor 24.6.2020

und Emmendinger Tor 17.6.2020:

 

Foto: Emmendingen, Privatbesitz

Emmendingen: Musik und Judentum oder was ist überhaupt jüdische Musik?

Das Thema des lebendigen Vortrags von Kantor Elija Schwarz ist die Funktionalität von Musik innerhalb jüdischer Lebenswelten – der religiösen wie auch der weltlichen.

Durch die Zeiten hinweg fließen seit ihrem Ursprung im Nahen Osten der Musik von Juden Einflüsse umgebender Musikkulturen zu. Der so entstandene Facettenreichtum erschwert es, das Wesen jüdischer Musik zu erfassen. Mithilfe der 1957 von Curt Sachs auf dem ersten internationalen Kongress für jüdische Musik in Paris geäußerten Definition „Jüdische Musik ist diejenige Musik, die von Juden für Juden als Juden gemacht wurde“ sind wir jedoch in der Lage, uns stringent durch Raum und Zeit zu bewegen.
Schon der Tenach, die hebräische Bibel, enthält Gesänge und beschreibt Gesang, Instrumente und das Musizieren auf ihnen. Die Te‘amim, als eine spezifische jüdische Notation zu heiligen Texten, vermitteln uns bis heute die Auffassung von Syntax, Akzent und Ausdruck der Vortragenden ab dem frühem Mittelalter. Abdem Zeitalter der Diaspora drangen Metrum und Harmonie in die Musik von Juden ein. Das lange nur mündlich Tradierte wurde erst spät und nur teil- und epochenweise in europäischer Notation festgehalten. Und so steht im europäisch geprägten Raum bis heute die mündliche Überlieferung der Synagogalkantoren (Chasanim) und Volksmusiker (z.B. Klesmorim) lebendig neben den Versuchen eine jüdische (notierte) Kunst- und Popularmusik zu schaffen. Kommen Sie mit Synagogalkantor Elija Schwarz auf diese Reise entlang des Wegs der Musik des jüdischen Volkes.

Elija Schwarz arbeitet als Kantor und Religionslehrer für den Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen und den Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Schleswig-Holstein. Er stand mit liturgischer Musik, jiddischem Lied und Jazz auf den Bühnen verschiedener Länder.

Die Auflagen in Corona-Zeiten werden beachtet. Der Mindestabstand von 1,5 Meter wird in dem vorbereiteten Veranstaltungsraum eingehalten. Für eine gute Durchlüftung ist gesorgt. Masken können erworben werden. Die Namen der Teilnehmer werden notiert. Der Zugang ist nicht barrierefrei. Vortrag Elija Schwarz Jüdisches Lehrhaus

Sonntag, 21 Juni 2020, 18 Uhr
mit Herr Elija Schwarz, Synagogalkantor
Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher- Saal
Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Eintritt frei, Spenden erbeten