Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Emmendingen: Schließzeiten jüdisches Museum

Wegen verschiedener Großveranstaltungen bleibt das Jüdische Museum Emmendingen an folgenden Tagen geschlossen:
Sonntag, 21. Juli („I Em Music“, Open Air) und Sonntag 4. August 2019 (African Music Festival)

Jüdisches Museum Emmendingen, Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten

jüdisches Museum Emmendingen

Emmendingen: Von Sinnen! Führung für Kinder und Jugendliche

In den Sommerferien haben Kinder und Jugendliche in Emmendingen die Gelegenheit, einen etwas anderen Museumsbesuch mitzuerleben: das Jüdische Museum Emmendingen bietet ein zweistündiges Programm an, das einen anschaulichen Blick in die jüdische Kultur gewährt.
„Von Sinnen“ – Fühlen, Riechen, Hören, Sehen und auch Schmecken – mach mit! Von Langeweile keine Spur!

Dienstag, 20. August 2019, 10-12 Uhr
Für Kinder ab 10 Jahre
Treffpunkt: Schlossplatz
Kontakt:
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten

Olga Maryanovska, Monika Rachel Raija Miklis, Wolfgang Kossmann, Maja Kobzarev, Yaël Teschemacher, Carola Grasse, Noemì Wertheimer, Marina Agranovskaya, Tiberio Cataneo-Grasse und Rabbi Yaakov Yosef Yudkowsky nahmen an der Einweihung der erneuerten Gedenktafel teil. Foto: Dorothea Scherle

Emmendingen: Einweihung einer neuen Gedenktafel in der Mikwe

Im Rahmen einer kleinen Feier hat der Verein für jüdische Geschichte und Kultur zusammen mit Vertretern der Jüdischen Gemeinde Emmendingen und Rabbi Yaakov Yosef Yudkowsky eine erneuerte Gedenktafel in den Räumen der Mikwe eingeweiht. Die Erneuerung der Tafel war nötig geworden, um den Namen des im Juni 2018 verstorbenen Klaus Teschemacher zu ergänzen. Seine Tochter Yaël Teschemacher nahm die Enthüllung vor.

Carola Grasse, die Vorsitzende des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur, sagte: „Wir werden in diesem Rahmen eine neue und erweiterte Gedenktafel der Öffentlichkeit übergeben, die an bedeutende jüdische Persönlichkeiten in Emmendingen erinnert und ihrer gedenkt. Es sind Menschen, die durch ihr Wirken für die jüdische Gemeinschaft die Emmendinger Stadtgesellschaft geprägt haben.“ Ute und Klaus Teschemacher hätten den Verein für jüdische Geschichte und Kultur, das Jüdische Museum und die Jüdische Gemeinde Emmendingen mitbegründet. „Ohne ihr jahrzehntelanges hervorragendes und unermüdliches Engagement würde es weder das Museum und den Verein, noch die Jüdische Gemeinde geben. Ute und Klaus hinterlassen ein kostbares und unschätzbares Vermächtnis: eine lebendige Jüdische Gemeinde mit regem Gemeindeleben und einen lebendigen Lernort jüdischer Geschichte und Kultur in ihrer Vielfalt hier im Museum.“

Mit der Tafel werde ihre „wundervolle Aufbauarbeit“ gewürdigt, so Grasse. Die Würdigung sei dem Verein „eine große Herzensangelegenheit und Ansporn dafür, dieses kleine, aber feine Museum für jüdische Geschichte für die heutige und zukünftige Generationen erlebbar zu machen.“ Bis zu seiner schweren Erkrankung habe Klaus Teschemacher immer wieder auf einen Kaffee im Museum vorbeigeschaut. Ute Teschemacher war bereits im November 2015 verstorben.

Carola Grasse dankte Yaël Teschemacher für die Enthüllung der Tafel: „Es berührt uns sehr, dass du heute die Gedenktafel enthüllen wirst, auf der wir nun dem Wirken deiner beiden Eltern für unseren Verein, das Museum und die Gemeinde ein ehrendes Andenken geben.“ Olga Maryanovska übergab im Namen der Jüdischen Gemeinde eine Spende für die Vereinsarbeit und damit auch für die Gedenktafel, auf der neben Teschemachers, Angehörige der früheren Emmendinger Familien Weil, Wertheimer, Kahn-Weil und Günzburger genannt sind. Im Anschluss an die Enthüllung wurde die Einweihung bei einem kleinen Umtrunk gefeiert.

Exponate zum jüdischen Pessach-Fest_Foto M.Miklis

Emmendingen: Eine Wechselausstellung zeigt Exponate zum jüdischen Pessach-Fest

Dieses Jahr fallen die Osterfeiertage zusammen mit den ersten Tagen des achttägigen jüdischen Pessach-Festes. An Pessach erinnern sich Juden weltweit an den Auszug aus der Knechtschaft in Ägypten. Jedes Jahr bestimmen ungesäuerte Brote, genannt Mazzen, in allen Variationen die Speisekarte. Die ersten beiden Abende werden nach einer bestimmten Ordnung gestaltet (hebr. Seder). Die Familien, Freunde oder Gemeinden sitzen stundenlang bis tief in die Nacht am Tisch bei rituellen Speisen und lesen gemeinsam die Haggada von vorne bis hinten durch. Die Haggada (hebr. für „Erzählung“) erzählt die Geschichte des Auszugs aus Ägypten mit Gebeten, rabbinischen Auslegungen und Liedern und bestimmt den Ablauf des Sederabends.
Neben dem Exponat des Monats, der Haggada der Familie Hugo Weil aus Emmendingen, sind weitere Objekte zum Pessach-Fest wie Sederteller und Mazzenplatte und -decke zu sehen.

bis 16. Juni zu sehen
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten
Foto: Monika Rachel Raija Miklis

Workshop in Emmendingen: Geschichten von der Mischope – jüdische Familienromane im 20. Und 21. Jahrhundert

Von Generation zu Generation werden sie erzählt, die Geschichten jüdischer Familien. Die Erzählungen von den Stammmüttern und Stammvätern in der Tora und die tatsächlich überlieferten Geschichten aus historischen Familien in Israel und der Diaspora sind dabei Vorbilder auch für Romane des 20. und 21. Jahrhunderts, die von jüdischen Familien in hellen und finsteren Zeiten erzählen. Im Workshop wird man sich dazu mit Familienromanen von Gabriele Tergit, Amos Oz, Michael Köhlmeier und anderen beschäftigen.

Sonntag, 23. Juni 2019, 17 Uhr
Mit Dr. med. Ursula Hellerich
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Emmendingen: Else Lasker-Schüler

„Dies war die größte Lyrikerin, die Deutschland je hatte. Ihre Themen waren vielfach jüdisch, ihre Phantasie orientalisch, aber ihre Sprache war Deutsch, ein üppiges, prunkvolles, zartes Deutsch…“ behauptete Gottfried Benn.

Die Machtübernahme der Nazis 1933 zwang Else Lasker-Schüler (11. Februar 1869 – 22. Januar 1945) zur Flucht in die Schweiz. Mit der Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft 1938 wurde sie staatenlos. Die Schweizer Behörden beäugten sie misstrauisch und verweigerten ihr jegliche Erwerbstätigkeit, selbst als Dichterin. Nach ihrem Besuch in Palästina 1939 durfte sie nicht wieder in die Schweiz einreisen.
Die letzten sechs Jahre ihres Lebens bis zu ihrem Tod im Jahr 1945 verbrachte Else Lasker-Schüler  mittellos und vereinsamt in Jerusalem, ihrem „Hebräerland“.

Anlässlich des 150. Geburtstages von Else Lasker-Schüler widmen die Sängerin und Schauspielerin Ursula Kurze sowie der Dozent für hebräische Sprache und Literatur Ruben Frankenstein  der großen expressionistischen Dichterin ein literarisches Portrait, in dem sie ihre Lebensgeschichte und ihr Werk präsentieren.

Donnerstag, 27. Juni 2019, 19:30 Uhr,
Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher- Saal
Vorgestellt von Ursula Kurze (Dresden) und Ruben Frankenstein (Freiburg)
Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Kooperation: Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Eintritt frei, Spenden erbeten

jüdisches Lehrhaus Emmendingen

Emmendingen: Führung für Kinder

Museumspädagogisches Programm für Kinder mit der Kuratorin Monika Miklis: Eine Führung für Kinder, in der alle Sinne angesprochen werden Fühlen, Riechen, Hören, Sehen und natürlich auch Schmecken!:
Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Flyer_JüdischesLehrhaus

Sonntag, 26. Mai 2019, 11.45 Uhr
Anmeldung bis zum 20. Mai 2019
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten

jüdisches Museum Emmendingen

Emmendingen: Museumsnacht

Diese Nacht lädt ein, Emmendingen neu zu entdecken und kulturelle Highlights zu erleben. Zeischen 19 und 24 Uhr erwartet Sie an zehn Orten ein schillerndes Pottpouri aus Kunst, Literatur, Musik und Geschichte.
Im Jüdischen Museum kann die neue Dauerausstellung in der Mikwe „Quelle lebendigen Wassers . Mekor Majim Chajim“ besichtigt werden. Es finden durchgehend Führungen statt. Außerdem gibt es eine kleine Bewirtung: koscherer Wein, Sekt und Challa (Zopfbrot zu den jüdischen Feiertagen).
Von 22.30 bis 24 Uhr gibt es Musik von Eli Navon (Violine) und Shih-Yu Tang (Viola).

Weitere Informationen:   folder_mn_2019_8seiter_final-hoch

Samstag, 18. Mai, 19 bis 24 Uhr
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Filmvorführung in Emmendingen „Kindertransport – In eine fremde Welt“

Der 2000 von Deborah Oppenheimer produzierte US-amerikanische Dokumentarfilm mit Judi Dench zeigt eines der wenig positiven Kapitel in der Holocaust-Forschung: die Rettung jüdischer Kinder vor ihrer Ermordung durch die Nationalsozialisten und ihre Schergen. Am heutigen israelischen Holocaustgedenktagtag Yom HaShoa erinnern wir mit diesem Film an die unzähligen Toten, insbesondere an die Eltern, die den Mut hatten, sich von ihren Kindern zu trennen und sie in die Fremde zu schicken. 2001 wurde der Film mit dem Oscar als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet. Regie: Mark Jonathan Harris
Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Flyer_JüdischesLehrhaus

Donnerstag, 2. Mai 2019, 19.30 Uhr
Jüdisches Gemeindehaus, Teschemacher-Saal, Kirchstr. 11, Eingang Schlossplatz Emmendingen
Eintritt 5 €