Foto: Monika Rachel Raija Miklis Bild: Rachel Althof, Eschet Chajil, handkolorierter Siebdruck, 21.Jh., Foto: M. Miklis

Jüdisches Museum Emmendingen: aktuelle Sonderausstellung

Zur Wiedereröffnung nach der Coronapause zeigt das jüdische Museum Emmendingen die Wechselausstellung  „Eine tüchtige Frau… Eschet Chajil – die Frau im Judentum“. Ein neues Objekt ist der handkolorierte Siebdruck der Kalligrafin Rachel Althof aus Binningen/Basel mit dem Loblied auf die „tüchtige Frau“, Anfang des 21.Jh.
Das Loblied auf die tüchtige Frau, in Hebräisch „Eschet Chajil“, wird zu Beginn des Schabbat am  Freitagabend vor der ersten Mahlzeit gesungen. Es sind melodisch vorgetragene Verse aus der hebräischen Bibel, Sprüche 31, 10-31, die Eingang in jedes Gebetbuch gefunden haben. Es spiegelt das Frauenbild des traditionellen Judentums und den Respekt gegenüber der Frau wider, sowie die Wertschätzung des wöchentlichen Feiertags, Schabbat, der in religiösen Schriften mit einer Braut verglichen wird.
Die in Binningen/Basel lebende Künstlerin versteht es in schöner, kalligrafischer Weise durch farblich hervorgehobene Buchstaben des hebräischen Alfabets den jeweiligen Versbeginn sichtbar zu machen. Zweiundzwanzig Buchstaben hat das hebräische Alefbet, zweiundzwanzig Verse hat das Gebet „Eschet Chajil“ in der hebräischen Bibel.

Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, die Dauerausstellung im Erdgeschoss und im ehemaligen Ritualbad (Mikwe) zu besuchen. Für den Besuch der Wechsel- und Daueraustellung gilt die 3G-Regel, Kontakdaten müssen hinterlegt werden. Maskenpflicht und Abstandsregeln bestehen weiterhin.

verlängert bis 31. Dezember 2021, zu den Öffnungszeiten des Museums
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten
Bild: Rachel Althof, Eschet Chajil, handkolorierter Siebdruck, 21.Jh. | Foto: Monika Rachel Raija Miklis

ETdjK2021

Emmendingen: Veranstaltungen zum Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Am 5. September 2021  findet der euopäische Tag der jüdischen Kultur unter dem Motto „Dialog“ statt:
Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. und die Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R. bieten mit freundlicher Unterstützung durch den Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen wieder zahlreiche Veranstaltungen an

11:00 – 18:00 Uhr: Tag der offenen Tür im Jüdischen Museum Emmendingen
13:00 Uhr: Kurzführung zur jüdischen Geschichte der Stadt Emmendingen mit Noemi Wertheimer und Carola Grasse |Treffpunkt Schlossplatz

Veranstalter: Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V., Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Jüdischen Museum Emmendingen, Schlossplatz 7 und auf dem Schlossplatz / Platz der ehemaligen Synagoge
Eintritt frei – Spenden erbeten

11:30 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky, Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R., „Das Gespräch zwischen den Religionsgemeinschaften in Emmendingen“
15:30 Uhr: „Dialog im Bild – Schalom-Variationen der Künstlerin Rachel Althof“, vorgestellt von Rachel Althof, Kalligrafin und Monika Rachel Raija Miklis, M.A., Kuratorin des Jüdischen Museums und Dozentin am Jüdischen Lehrhaus Emmendingen
17:00 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Dr. med. Ursula Hellerich, Dozentin am Jüdischen Lehrhaus Emmendingen, „Übersetzung – Dialog zwischen den Sprachen. Die ÜbersetzerInnen Ruth Achlama, Anne Birkenhauer, Armin Eidherr, Markus Lemke, Barbara Linner, Mirjam Pressler und „ihre“ AutorInnen Yishai Sarid, Ayelet Gundar Goshen, Zeruya Shalev, Lizzie Doron, Joshua Sobol und Scholem Alejchem“

Programm des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. im Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal
Eintritt frei – Spenden erbeten

12:00 Uhr – 17 Uhr: Koscherer Wein und Sekt, Kaffee und Kuchen, Challa (Zopfbrot zu den Feiertagen)
14:00 Uhr: Führung durch die Synagoge mit Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky

Programm der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
www.juedgemem.de
Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11 und  Synagoge, Landvogtei 11
Eintritt frei – Spenden erbeten

19:00 Uhr: Konzert mit Asamblea Mediterranea, Stuttgart „Die Musik der Sephardim und Aschkenasim“

In Zusammenarbeit mit dem Kulturprogramm des Zentralrates der Juden in Deutschland und dem Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen:
Altes Rathaus, Marktplatz 1, Bürgersaal
Eintritt frei – Spenden erbeten

ETdjK2021

Emmendingen: Europäischer Blick auf den jüdischen Südwesten

Der in rund 30 europäischen Länder stattfindenden Tag will laut Ankündigung „dazu beitragen, das europäische Judentum, seine Geschichte, seine Tradition und Bräuche besser bekannt zu machen.“ Er erinnere an die Beiträge des Judentums zur Kultur unserer Kontinents in Vergangenheit und Gegenwart, heißt es weiter. Weiterlesen: Emmendinger Tor 25.8.2021 & Jüdische Allgemeine 24.8.2021 & Kulturjoker September 2021

jüdisches Museum Emmendingen

Landeszuschuss hilft dem Museum

Bei den Neuwahlen des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt: Carola Grasse bleibt Vorsitzende, Noemí Wertheimer Stellvertreterin, Monika Rachel Raija Miklis Schriftführerin und Andrea Kienzle Kassiererin. Helmut Reibold ist weiterhin Kassenprüfer. Für die ausgeschiedene Kassenprüferin Yaël Teschemacher-Barzilai wurde Bärbel Pietsch gewählt. Weiterlesen:Badische Zeitung_22.7.2021  oder auf BZ-Online oder Emmendinger Tor: Presse EM

Foto: Monika Miklis

Emmendingen: Heinrich Heine „Das Glück ist eine leichte Dirne“

Am vergangenen Donnerstag haben begeisterte Besucher*innen, das Programm, die Künstlerin und die  Kulturarbeit des Vereins für jüdische Kultur in Emmendingen e.V. bei einer gut besuchten Veranstaltung im Teschemacher-Saal gelobt. Im Rahmen von „1700 Jahre jüdische geschichte in Deutschland“ gestaltete die Gitarristin, Sängerin und Schauspielerin Ursula Kurze (Dresden) ein musikalisch-literarisches Porträt des großen deutsch-jüdischen Dichters Heinrich Heine (1797-1856). Sie laß aus seinem Werk, erzählte Geschichten aus dem Leben des Dichters, sang Gedichte in eigenen Vertonungen und musizierte virtuose Gitarrenmusik.

Foto: M. Miklis.

Foto: Monika Rachel Raija Miklis Bild: Rachel Althof, Eschet Chajil, handkolorierter Siebdruck, 21.Jh., Foto: M. Miklis

Zum Sabbat ein Loblied auf die tüchtige Frau

Das Jüdische Museum Emmendingen ist von Sonntag, 30. Mai, an wieder mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Wechselausstellung zum Thema „Eine tüchtige Frau … Eschet Chajil – die Frau im Judentum“ wurde um ein neues Exponat bereichert. Ein handkolorierter Siebdruck der Kalligrafin Rachel Althof aus Binningen bei Basel mit dem Loblied auf die „tüchtige Frau“, Anfang des 21. Jahrhunderts, ergänzt die bis zum 30. September verlängerte Ausstellung, heißt es in einer entsprechenden Presseinformation. Weiterlesen in der Badischen Zeitung und dem Emmendinger Tor: Presse EM 10.6.21