Jubiläumskonzert Emmendingen

Emmendingen: Jubiläumskonzert mit Michael Heitzler’s Klezmer Band

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. feiert sein dreißig jähriges Bestehen gemeinsam mit den Musikern von Michael Heitzler’s Klezmer Band. Ihre Musik wurde von den großen amerikanischen und osteuropäischen Bands vom Beginn bis Mitte des 20. Jahrhunderts inspiriert. Daneben bilden die wunderschönen, tief spirituellen Nigunim (Melodien) der chassidischen Juden Osteuropas einen weiteren Bestandteil ihres Repertoires. Die Klezmermusik einer verloren gegangenen Welt soll wiedererstehen. Durch Arrangement und Instrumentalisierung wird ihr eine eigene, zeitgemäße und persönliche Note gegeben. Neben den mitreißenden Stücken von „Ode Hashem“, die einen kaum ruhig auf dem Stuhl sitzen lassen, gibt es wunderschöne, tief berührende Balladen, die direkt in die Seele zielen.
Siehe auch:  Flyer(1)

Samstag 24.11.2018, 20.00 Uhr – Einlass ab 19 Uhr
mit Michael Heitzler: Klarinette, Christian Gutfleisch: Piano, Michael Chylewski: Bass, Daniel Schay: Schlagzeug
Altdorfhalle Kollmarsreute, Emmendingen
18.00 Euro / ermäßigt 15.00 Euro (Über das Online Portal Reservix und bei allen Vorverkaufsstellen der Badischen Zeitung

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Emmendingen: Die Kindertransporte 1938/39 – Die Flucht jüdischer Kinder vor dem Holocaust und ihre Folgen

Anlässlich des Gedenkjahres 2018 erinnern wir uns an mehrere Ereignisse: im November vor 80 Jahren fanden die Novemberpogrome statt. Kurz darauf wurden im Dezember die Kindertransporte ins Leben gerufen. Über 15 000 jüdische Kinder aus Deutschland, Österreich, Polen und der Tschechoslowakei konnten gerettet werden, weil ihre Eltern bereit waren, sich von ihnen zu trennen und sie alleine auf einen Kindertransport in die Fremde zu schicken. Die Geschichte der Kindertransporte gilt als eines der wenigen positiven Kapitel in der Holocaust-Forschung. Mit diesem beschäftigt sich Lilly Meier (geb. 1992). Der Vortrag basiert auf Zeitzeugen-Interviews, die die junge Forscherin, Autorin und Referentin der KZ-Gedenkstätte Dachau mit amerikanischen Holocaust-Überlebenden geführt hat. Die Biographie von Arthur Kern hat sie im Buch „Arthur und Lilly. Das Mädchen und der Holocaust-Überlebende“ festgehalten. Das Buch ist vor Ort erhältlich.

Sonntag, 11. November 2018, 11:45 Uhr,
Vortrag und Gespräch mit Lilly Maier
Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saa,l Emmendingen
Veranstalter: Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.,
In Kooperation mit der Parole Buchhandlung und dem Heyne Verlag
Eintritt frei, Spenden erbeten

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Emmendingen: Gedenken an den Novemberpogrom

Die Stadt Emmendingen und die jüdische Gemeinde Emmendingen laden zum gemeinsamen Gedenken an die Zerstörung der Synagoge und die Verfolgung der jüdischen Gemeinde während des Nationalsozialismus ein. Die Ansprache hält Alexander Schoch, Mitglied des Landtages. Im Anschluss findet eine Kranzniederlegung statt.

Freitag, 9. November 2018, 14 Uhr
Schlossplatz Emmendingen
Musikalische Umrahmung: Schüler des Musikzuges des Goethe-Gymnasiums
Eintritt frei

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Erich Fried – Ein schonungsloser Mahner und streitbarer Weltverbesserer

Die Nazis zwangen den jungen Wiener Juden Erich Fried (geb. 6.5.1921 in Wien, gest. 28.11.1988 in Baden-Baden), mit 17 zur Flucht nach England, das ihm Asyl und Schutz bot. Eine wahre Heimat fand er allein in der deutschen Sprache und im Schreiben. Seine Shakespeare – Übersetzungen und vor allem seine zahlreichen Gedichtbände, in denen er mit starker Empathie für die Opfer und unterdrückten Menschen wo auch immer Partei ergriff, haben ihm Verehrer wie Feinde gebracht. Die eine lehnen den politischen Agitator und kompromisslosen Pazifisten ab, die anderen himmeln ihn als Kultfigur und Guru an. Mit suggestivem Ausdruck prangerte er politische Missstände an und ging keiner Auseinandersetzung aus dem Weg. Am härtesten aber ging er mit den Menschen seines eigenen Volkes ins Gericht und klagte sie an mit dem Zorn des Propheten.

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 19:30 Uhr
Vorgestellt von Ursula Kurze (Dresden) und Ruben Frankenstein (Freiburg)
Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher- Saal
Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

„Antisemitismus kommt ohne Juden aus“

Der Offenburger Salmen war nahezu voll besetzt, zahlreiche Wortmeldungen bestimmten die anschließende Diskussion. An diesem Ort wurden 1847 neben anderen Grundrechten die Gleichbereichtigung aller Religionen proklamiert. Vom 9. auf den 10. Novemer 1938 wurde der Salmen verwüstet, weil sich hier die Offenburger Synagoge befand. Ebendort referierte am Dienstagabend (2. Oktober) Michael Blume über „Alten und neuen Antisemitismus. Blume ist Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg. Weiterlesen oder BZ_5.10.18_Vortrag Blume_Salmen

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

Vortrag „Alter und Neuer Antisemitismus“

In der Nacht vom 9. auf den 10. November jährt sich die Zerstörung der deutschen Synagogen während des Novemberpogroms zum 80. Mal.

Aus diesem Anlass spricht der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume zum Thema „Alter und neuer Antisemitismus“. Dabei steht nicht nur die Aufarbeitung der Vergangenheit im Fokus, sondern auch der offene oder versteckte Antisemitismus im heutigen Deutschland und Europa. Gibt es angesichts der schwierigen Gesamtlage Wege in eine Zukunft gegenseitiger Wertschätzung?

Der Vortrag findet in der Kultur- und Erinnerungsstätte Salmen statt. Dort befand sich seit 1875 die Offenburger Synagoge, die ebenfalls während des Novemberpogroms 1938 zerstört wurde. Flyer_2.10.18_web-end

Dienstag, 2. Oktober 2018, 20 Uhr
Salmen, Lange Straße 52, Offenburg
in Kooperation mit dem Fachbereich der Stadt Offenburg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Eintritt frei

jüdisches Lehrhaus Emmendingen

Veranstaltungsreihe „Die Schöpfung“: Zurück im Garten Eden in den Büchern von Meir Shalev

Ein Nachmittag über den bekannten israelischen Schriftsteller Meir Shalev, der in seinen Büchern der Natur, vor allem Gärten, sehr nahe ist und gerade letztes Jahr ein sehr schönes Buch über seinen eigenen Garten unter dem Titel „Mein Wildgarten“ veröffentlicht hat.
mehr: juedlehrhaus-flyer-2018

Sonntag, 30. September 2018, 17 Uhr
Mit Dr. med. Ursula Hellerich
In Kooperation mit der Parole Buchhandlung, Emmendingen.
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten