Emmendingen: Lebensspuren aus dem Koffer

In einen alten Koffer, Familienerbstück mit Fluchthistorie aus der DDR, passt die Medienstation, mit der das digitale Zeitalter im mittlerweile 25 Jahre alten jüdischen Museum einzieht. Mittels Touchscreen stehen dort nun den Besuchern des museales Kleinods Inhalte zur Verfügung, die auch in einem großen Museumskomplex niemals an den Wänden Platz gefunden hätten. 44.000 Dateien, rund zwölf Gigabit Daten, umfasst das längst nicht abgeschlossene digitale Archiv. Weiterlesen: 2022-03-24_Ortenau_Seite_32

Berlin/Kippenheim: Inge Auerbachers Rede hallt nach

»Niemand, der Ihre Rede gehört hat, wird sie je vergessen«, erklärte Schäuble Auerbacher bei ihrem Treffen in Kippenheim in Bezug auf ihre Rede anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationsozialismus. Gerade weil Auerbacher den Schrecken des KZs und der Nazizeit aus ihrer Sicht – der eines Kindes – geschildert hatte, seidie Rede so einprägsam, so berührend gewesen. Eine Einschätzung, die Roswitha Weber teilt. Die Kenzingerin hatte sich seit 1993 mit dem Leben Auerbachers auseinandergesetzt. Weiterlesen: lahrer-zeitung-19-02-2022

Foto (Detail): Deutscher Bundestag

Foto: Stadtarchiv Freiburg | Ingo Schneider | Bild-Nr.: 123663711

Freiburg: Webtalk-Reihe „Freiburger Vereine, Verbände und Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus“

Die Badische Zeitung berichtete diesen Winter zur Webtalk-Reihe „Freiburger Vereine, verbände und Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus“, veranstaltet u. a. von der Landeszentrale für politische Bildung, dem Freiburger Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, dem Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein e.V., sowie der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Gedenkstätteninitiativen in Baden-Württemberg.
In fünf digitalen Vorträgen wurde die Rolle des Schwarzwaldvereins, Sportvereine, der Freiburger Fußballvereine und der Cäcilienvereine in der NS-Zeit beleuchtet.

BZ am 05.11.21: Wettlauf um die Gunst des Führers badische_zeitung_2021-11-05_206061346
BZ am 12.11.21: Versäumtes nachholen badische_zeitung_2021-11-12_206245246
BZ am 28.01.22: Ganz im Sinne und Geist der NS-Zeit BZ2022-01-28_FFCimNS(1)
BZ am 04.02.22: Zwischen Gott und einer Diktatur BZ_2022-02-04_WebtalkCäcilienvereine
BZ am 11.02.22: Nicht wegschauen bei Populismus BZ11.02.2022_Webtalk_nicht_wegschauen_bei_populismus

Foto (Detail): Stadtarchiv Freiburg | Ingo Schneider | Bild-Nr.: 123663711

Kippenheim: Inge Auerbacher besuchte ihren Geburtsort

Inge Auerbacher war das letzte jüdische Kind, das in Kippenheim geboren wurde. Nach ihrer Rede im deutschen Bundestag zum Gedenktag der Opfer des Holocaust besuchte sie ihren Geburtsort, wo sie die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde erhielt. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble war bei einer gemeinsamen Gedenk- und Erinnerungsstunde in der ehemaligen Synagoge Kippenheim anwesend. Schüler*innen des Max-Planck- und des Clara-Schuman-Gymnasiums führten außerdem das Stück „Sterne in der Finsternis“ über das Leben Auerbachers auf. Mehrere Zeitungen berichten:

Lahrer Zeitung: lahrer-zeitung-02-02-2022; lahrer-zeitung-03-02-2022 (1) lahrer-zeitung-04-02-2022-1

Ettenheimer Heimatbote: 2022-02-04_Ortenau_Seite_21

Auch der SWR berichtet mit einem Ausschnitt aus Inge Auerbachers Rede

Bundesverdienstkreuz für Eva Mendelsson

Offenburg: Verdienstkreuz für Eva Mendelsson

Am 9. Mai wird der unermüdlichen Mahnerin für Versöhnung und gegen Hass im Salmen das Bundesverdienstkreuz überreicht. Bei Eva Mendelsson in Ross-on-Wye an der Grenze zwischen England und Wales war im Sommer ein Brief aus dem Berliner Schloss Bellevue eingetroffen. Darin teilt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit, dass ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen wird. Überreicht wird ihr der Orden am 9. Mai 2022 im Offenburger Salmen. Die 90-jährige gebürtige Offenburgerin wird für ihr rund 30-jähriges Engagement für Versöhnung ausgezeichnet. Weiterlesen:2022-02-03_Ortenau_Seite_25

Foto (Detail): Nico Asbach

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Ettenheim: Es geht um mehr als nur ums Putzen

Es war ein Unterricht der besonderen Art: 13 Heimschüler sind durch Ettenheim gewandert, um die sechs Stolpersteine zu reinigen, die an jüdische Mitbürger erinnern, die in der Nazizeit aus Ettenheim verschleppt und anderorts ermordet wurden. Beim Rundgang durch die Ettenheimer Altstadt ging es für die 13 Schüler der 6a vom Gymnasium der Heimschule St. Landolin nicht nur ums konkrete Putzen der kleinen, in Fußwegen eingelassenen Messing-Steine. Zwar hatten diese mittlerweile reichlich Schmutz-Patina an sich gezogen, aber Lehrerin Christiane Kurz hatte sich noch mehr vorgenommen, nachdem in ihrem Religions- und Matheunterricht das Thema der Judenverfolgung fächerübergreifend zur Sprache gekommen war. Weiterlesen: lahrer-zeitung-05-02-2022