Wie gelingt Zivilcourage?

Freiburg: In den vergangenen Jahren mussten beim städtischen Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz immer viele weggeschickt werden: Der Platz im Historischen Kaufhaus reichte nicht aus. In diesem Jahr fand die Veranstaltung im fast leeren Theater statt, ohne Publikum, doch über einen Livestream für alle zugänglich. Das Thema war hochaktuell, in Zeiten mit zunehmendem Antisemitismus
und den seit Corona aufblühenden Verschwörungsmythen: „Aufstehen für Menschlichkeit – Zivilcourage in der NSZeit und heute“. Weiterlesen: 2021-01-29_Freiburg_Seite_15

„Der Nationalsozialismus ist nicht zu Ende“

Zum Verfolgungs- und Tötungsapparat der Nationalsozialisten gehörten ein angsteinflößender und pedantischer bürokratischer Eifer. So sind Milionen von Dokumenten erhalten, in denen die Gegner des NS-Regimes erfasst wurden: auf Karteikarten, in Personal- und Registrierbögen, auf Listen. Nach dem Krieg waren es die Verfolgten, etwa Überlebende der Konzentrationslager, die aus dem Gedächtnis Listen ermordeter Mthäftlinge erstellten. Ihre Narrten sollten nicht vergessen werden. Es war der Beginn der Umdeutung dieses Namenerfassens. Weiterlesen: BZ_27.1.2021

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Offenburg: Linksjugen säubert Stolperstein

Die Linksjugend Ortenau hat am Sonntag zum Gedenken der Opfer des deutschen Faschismus die Stolpersteine in Offenburg geputzt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.
Dem Aufruf der Linksjugend Solid Ortenau seien über 20 Menschen gefolgt, die um die 100 Stolpersteine in ganz Offenburg gereinigt haben. Dafür haben sie ein selbst hergestelltes Putzmittel benutzt. Es bestand zu gleichen Mengen aus Essig, Salz und Mehl. Weiterlesen: OT_4.2.2021_STolpersteine

Emmendingen: „Bis vielleicht Zeit rum isch“

Die drei Emmendinger Jüdinnen Martha Mayer, Else Berta Müller und Lydia Mayer starben im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau:
Der 27. Januar wird seit 1996 als jährlich Mahnung und Erinnerung zugleich begangen: Der internationale Gedenktag gilt den Opfern des Holocaust. Ein Emmendinger Projekt macht das Erinnern für jeden zugänglich: Das digitale Gedenkbuch für die Emmendinger Jüdinnen und Juden listet derzeit 102 Personen und ihre Schicksale auf – unter ihnen sind auch die Geschwister Martha Mayer, Lydia Mayer und Else Berta Müller. Sie sind drei von 58 Personen mit Emmendinger Bezug, die in Auschwitz starben. Weiterlesen: BZ_27.1.2021

Teppich Anelika Flaig_Projekt Erich-Kaestner-Schule Offenburg_2015

Offenburg: Gedenken an den Tag der Befreiung

2021 jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 76. Mal. Insgesamt wurden in Auschwitz von Anfang 1942 bis Ende 1944 schätzungsweise über eine Million Menschen umgebracht. Am 27. Januar 1945 befreite die Rote Armee die Gefangenen des Konzentrationslagers, wobei die Gräuel der Nationalsozialisten an KZ-Häftlingen zum ersten’Mal erschütternd offensichtlich wurden.
In Offenburg wird der Salmen im Rahmen der Aktion „Lichter gegen Dunkelheit“ illuminiert, die evangelische und die katholische Kirche in Offenburg rufen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auf, ganz im Sinne des Bibelzitates: „Hüte dich nur und bewahre deine Seele gut, dass du nicht vergisst, was deine Augen gesehen haben.“ Weiterlesen: OT-BZ_27.1.2021_Gedenken

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Orte der Demokratiegeschichte – der Offenburger Salmen

Seit 2002 ist der Salmen für die Öffentlichkeit zugänglich. Er wurde seinerzeit durch den damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau eingeweiht und erhielt als Kulturdenkmal nationaler Bedeutung quasi den Ritterschlag. Mittlerweile ist die Kultur- und Erinnerungsstätte als Ort der Demokratiegeschichte eingestuft worden. Seit 2015 wird in der Stadt Offenburg an dem Konzept gearbeitet. Die Einmaligkeit des Projektes hat auch die Wüstenrotstiftung erkannt und fördert das Vorhaben mit 15.000 Euro. Diese Summe fließt in ein Kunstwerk im öffentlichen Raum. Hier weiterlesen

Offenburg: Salmen, Foto: H. Braxmaier

Offenburg: Bundesprojekt würdigt den Salmen

Ein bundesweites Projekt ist auf die Kultur- und Erinnerungsstätte Salmen in Offenburg als Ort der Demokratiegeschichte aufmerksam geworden. Der Salmen erscheint jetzt auf einer Liste mit 100 Standorten, an denen die wechselvolle Geschichte der Demokratie in Deutschland ablesbar ist. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft „Orte der Demokratiegeschichte“ und mit Förderung durch die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien hat der in Weimar ansässige Verein „Weimarer Republik“ die Liste auf einer Internetplattform veröffentlicht. Weiterlesen: BZ_21-11-2020_Salmen gehört zu Orte der Demokratiegeschichte