Mikwe Offenburg: Blick in die Ausstellung "Vom Bad zum Brunnen", Foto: Steffen Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Die neue Präsentation greift drei Themenkomplexe auf: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads.
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.

Sonntag, 5. September 2021, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Bitte beachten Sie: es gelten die aktuellen Corona-Regeln und Maskenpflicht
Eintritt frei

ETdjK2021

„Dialog“ in Breisach

Das Blaue Haus Breisach beteiligt sich wie jedes Jahr am Europäischen Tag der Jüdischen Kultur und öffnet seine Tore und Dauerausstellungen. Bitte beachten: es gelten die aktuellen Hygienevorschriften:
14 – 18 Uhr: Das Blaue Haus und die Dauerausstellungen sind geöffnet.
14 & 16 Uhr: Führung über den Alten Jüdischen Friedhof: das Grabsteinfragment von Theo Günzburger und ein Bierkrug – Objekte und Biografien im Dialog | Treffpunkt: Michael-Eisemann-Platz, Blaues Haus
14 & 16 Uhr: Führung durch die Ausstellungen „Jüdisches Leben in Breisach 1931“ und „Nach der Shoah“ – Familie Eisemann vor und nach der Shoah | Treffpunkt: Blaues Haus, Veranstaltungesraum EG
18 – 19.30 Uhr: Lesung und Konzert „Jüdische Welten“, Folge 2
Mitwirkende: Heinzl Spagl und Monja Sobottka lesen Texte von Leo Perutz, Hans Habe, Georg Kreisler, Walter Mehring, Egon Friedell und Victor Klemperer |s Florence Sitruk (Harfe) spielt Josef Tal und Sergiu Natra, Lambert Bumiller spielt Erich Wolfgang Korngold | Spitalkirche Breisach, Marienau 1
Schriftliche Anmeldung erforderlich an

Sonntag, 5. September 2021
14 – 18 Uhr: Breisach, Blaues Haus
18 – 19.30 Uhr: Spitalkirche Breisach, Marienau 1
Veranstalter: Das Blaue Haus – Gedenk- und Bildungsstätte für die Geschichte der Juden am Oberrhein

 

ETdjK2021

Sulzburg: Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Die ehemalige Sulzburger Synagoge ist am europäischen Tag der jüdischen Kultur von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Es werden zwei Vorträge angeboten, die sich mit der Geschichte der Sulzburger jüdischen Gemeinde heute befassen.

14.00 – 18.00 Uhr: Tag der offenen Tür in der ehemaligen Synagoge
15.00 Uhr: Führung/Vortrag „Der Sulzburger Orientalist Gustav Weil“
17.00 Uhr: Vortrag „“Die jüdische Gemeinde Sulzburg während der NS-Zeit

Sonntag, 5 September 2021, 14 – 18 Uhr
Ehemalige Synagoge, Gustav-Weil-Straße 18, 79295 Sulzburg
Eintritt frei

ETdjK2021

Kippenheim : Führungen durch die ehemalige Synagoge zum europäischen Tag der jüdischen Kultur

Aufgrund ihres Erhaltungsgrades besitzt die Kippenheimer Synagoge einen besonderen architektur- und kulturgeschichtlichen Wert. 1852 eingeweiht, war sie die dritte Synagoge in der zu diesem Zeitpunkt etwa 200-jährigen Geschichte der Kippenheimer Juden. In ihr spiegelt sich das wechselvolle Schicksal der Juden, von ihrer Emanzipation im 19. Jahrhundert, bis zu ihrer Vertreibung und Ermordung durch die nationalsozialistischen Machthaber. Die ehemalige Synagoge ist auch ein Spiegel des Umgangs mit der Verfolgungsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.

Sonntag, 5. September 2021, 14 & 16 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Kippenheim, ehemalige Synagoge
Eintritt frei, Spenden erbeten

ETdjK2021

Emmendingen: Europäischer Blick auf den jüdischen Südwesten

Der in rund 30 europäischen Länder stattfindenden Tag will laut Ankündigung „dazu beitragen, das europäische Judentum, seine Geschichte, seine Tradition und Bräuche besser bekannt zu machen.“ Er erinnere an die Beiträge des Judentums zur Kultur unserer Kontinents in Vergangenheit und Gegenwart, heißt es weiter. Weiterlesen: Emmendinger Tor 25.8.2021 & Jüdische Allgemeine 24.8.2021 & Kulturjoker September 2021

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Die vergessenen Verbrechen

Von den zahllosen nationalsozialistischen Gewalttaten ist eine über Jahrzehnte verdrängt und vergessen worden: die zwangsweise Sterilisation von Hunderttausenden von Menschen in den 1930er-Jahren. Das hatte verschiedene Gründe: Scham spielte eine Rolle, aber auch, dass lange der verbrecherische Charakter der Eingriffe geleugnet wurde. Die Idee, die Gesellschaft verbessern zu wollen, indem man bestimmte „schlechte“ Menschen von der Fortpflanzung ausschloss und „Gute“ förderte, war weit verbreitet und spielt bis heute eine Rolle. Weiterlesen: 2021-09-02_Ortenau_Seite_17

Mehr über die jüdische Kultur erfahren

Der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim veröffentlicht sein Herbstprogramm:
Rundgänge, eine Radtour und Konzerte gehören zum Herbstprogramm, das der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim zusammengestellt hat. Es orientiert sich laut einer Pressemitteilung an den Leitmotiven „erinnern – lernen –begegnen“, die sich der Förderverein für die Gedenkstätte gegeben hat. Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Weiterlesen: 2021-08-31_Ortenau_Seite_24

Mikwe Offenburg, Foto: Steffen Krauth

Orte wollen Traditionen und Bräuche bekannt machen

Europaweit steht der 5. September 2021 im Zeichen der jüdischen Kultur – in diesem Jahr lautet das Motto „Dialog“. Der Europäische Tag der jüdischen Kultur ist ein Aktionstag, der seit 1999 jährlich begangen wird. Er setzt sich zum Ziel, die Geschichte des Judentums, seine Bräuche und Traditionen bekannt zu machen. In rund 30 Ländern öffnen sich an diesem Sonntag die Tore zu Synagogen und Friedhöfen, jüdischen Gemeindeeinrichtungen, Gedenkstätten und Museen. Auch im Gedenkstätten-Verbund Südlicher Oberrhein gibt es zahlreiche Angebote und Veranstaltungen.
Der europäische Tag der jüdischen Kultur ist auch der Start für das neue digitale Projekt des Gedenkstättenverbundes „Briefe gegen Antisemitismus und Ausgrenzung“, das auf einen Dialog mit den demokratischen Kräften der Gesellschaft setzt. Weiterlesen: