Teppich Anelika Flaig_Projekt Erich-Kaestner-Schule Offenburg_2015

Deportation in die Vorhölle

Am 22. Oktober 1940 ließ das NS-Regime alle 6500 Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland zusammentreiben und in das Lager Gurs amFuß der Pyrenäen deportieren–Auftakt zum späteren Massenmord. Betroffen waren auch Familien aus Offenburg. Eine Ausstellung im Museum im Ritterhaus erinnert ab kommender Woche an ihr Schicksal und ist noch bis Januar 2022 zu sehen. Weiterlesen in: Badische Zeitung

Eine Bildungsfahrt zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof bietet das
Stadtteil- und Familienzentrum Buntes Haus am Samstag, 6. November 2021 an. Die Fahrt findet
im Rahmen des Gedenkprojektes „KZ in der Nachbarschaft“ statt. Weiter lesen sowie weitere Informationen zur Ausstellung im Museum im Ritterhaus: offenblatt_2021_35

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Der Salmen ist ihr ans Herz gewachsen

Seit März leitet Katerina Ankerhold den Salmen. Bei der 32-Jährigen laufen die Fäden rundumden Erinnerungs-und Gedenkort in der Lange Straße zusammen. Die gute Nachricht vorneweg: „Mit dem Umbau und der Neugestaltung liegen wir ganz im Zeitplan. “Leiterin des Salmen? Wenn Katerina Ankerhold außerhalb von Offenburg nach ihrer beruflichen Tätigkeit gefragt wird, sind Nachfragen programmiert. „Ich muss dann etwas ausholen“, erklärt sie lachend. Das mache sie gerne. Denn der Salmen ist ihr ans Herz gewachsen. Weiterlesen: 2021-10-22_Ortenau_Seite_27

Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim

Kippenheim: 22.Oktober 1940 – Die Deportation der badischen Jüdinnen und Juden nach Gurs

Der Vortrag von Jürgen Stude beleuchtet die Ereignisse und Reaktionen auf die Deportation in das Internierungslager Gurs in Südwestfrankreich 1940 und das weitere Schicksal der Deportierten, von denen viele in den Vernichtungslagern im Osten Europas ermordet wurden.  Der Fokus liegt auf der Perspektive der Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung und ihrer Helfer; der Blick wird aber auch auf die Verantwortlichen für die Deportation gelenkt.

Dienstag, 19. Oktober 2021, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Mit Jürgen Stude
Eintritt frei, Spenden erbeten
Es gelten die aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen, eine Begrenzung der Teilnehmerzahl sowie eine Maskenpflicht in Innenräumen; dort gilt auch die 3G-Regel.

 

Bild und Gedichte erinnern an Gurs

Alljährlich wird am 22. Oktober an die Deportation der etwa 6500 badisch-pfälzischen Juden nach Frankreich im Jahr 1940 erinnert, von der auch die Offenburger und Ortenauer Juden betroffen waren. Die Gauleiter von Baden und der Pfalz hatten diese Abschiebung organisiert, um ihrem „Führer“ ein Land ohne jüdische Deutsche präsentieren zu können. Weiterlesen: 2021-10-22_Ortenau_Seite_29 oder Badische Zeitung

Blaues Haus Breisach

Freiburger Veranstaltungsreihe >Verfolgung-Widerstand-Exil< als Memorial zum Jahrestag der Deportationen nach Gurs

Cooperation Frankreich-Zentrum der Universität Freiburg – Blaues Haus Breisach -und >Bronislaw-Huberman-Forum< der Initiative wider das Vergessen Im Dialog: Wolfgang Abel & Gerd Heinz >Aus Badenweiler. René Schickele und Oskar Schlemmer< Ein Gespräch unter Einbeziehung von Texten von René Schickele, Oskar Schlemmer und Annette Kolb Nataša Marič (Flöte) spielt >Dithyrambes< von Artur Lourié

Im Eingangsbereich: Arbeiten von Oskar Schlemmer (Reproduktionen) und von Emil Bizer (Originale)

Donnerstag, 21. Oktober 2021, 19 Uhr (bis ca. 20.30 Uhr)
Universität Freiburg
Schriftliche Anmeldung erforderlich an
Eintritt frei, Spenden erwünscht
Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. (Blaues Haus)

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Weite Wege zum Erinnern in Freiburg

Manche kommen immer wieder, andere nur ein Mal. Doch immer gilt: Die Verlegung von Stolpersteinen ist für die Angehörigen der Menschen, an deren Vertreibung oder Ermordung im Nationalsozialismus die Messingtafeln erinnern, sehr berührend. Gestern kamen an acht Orten Stolpersteine dazu. Mit dabei waren Angehörige aus Manchester, London und Rheinfelden. Weiterlesen: 2021-10-20_Freiburg_Seite_21

Gedenkfeier zum Jahrestag der Deportation

Anlässlich des 81. Jahrestags der Deportation jüdischer Frauen Männer und Kinder nach Gurs lädt die Stadt Freiburg zusammen mit den Mitveranstaltern ein zur Gedenkfeier am Freitag 22. Oktober, 16 Uhr auf dem Platz der Alten Synagoge.
Der 22. Oktober 1940 war der letzte Tag des jüdischen Laubhüttenfestes (hebräisch: Sukkot). In einer konzertierten Aktion der nationalsozialistischen Gauleiter Robert Wagner („Gau Baden“) und Josef Bürckel („Gau Saarpfalz“) wurden an diesem Tag mehr als 6500 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Baden, der Pfalz und dem Saarland in das Konzentrationslager Gurs in Südfrankreich deportiert. Weiterlesen: 2021-10-20_Freiburg_Seite_20

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Acht neue Stolpersteine für Lahr

Künstler Gunter Demnig kam am Montag nach Lahr, um acht neue Stolpersteine für Verfolgte des Nationalsozialismus zu verlegen. In einer Zeremonie wurde an den SPD-Gemeinderat Kamill Delfosse erinnert. Weiterlesen: lahrer-zeitung-19-10-2021 (1)
Weitere Steine: Neben dem Stolperstein in der Ludwig-Frank-Straße 14, gehören sieben weitere Mahnmale seit Montag zum Stadtbild Lahrs. In der Obertorstraße 19 erinnern zwei Stolpersteine an Hedwig und Marlene Herbert. Weitere Stolpersteine befinden sich in der Werderstraße 59 und der Alleestraße 7.

Ein Mann der Musik und der Religion

sind die Jüdischen Kulturtage der Israelitischen Gemeinde zu Ende. Zwei Wochen lang hatten 15 Veranstaltungen eine breite Palette unterschiedlichster Themen geboten: Unter anderem ging es in Vorträgen um Bioethik aus jüdischer Sicht, Edith Stein oder Europa und die Juden. Eine Stadtführung informierte über jüdische Kaufleute vor 1933. Und es gab viel Musik. Darüber hat sich Moshe Hayoun besonders gefreut. Er liebt Musik und ist seit fünf Jahren der Kantor der Gemeinde. Weiterlesen: 2021-10-19_Freiburg_Seite_20

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Freiburg: Verwehrte Heimat

„Wir halten uns über Wasser so lange es geht. Ich wundere mich nur, dass es schon so lange geht“, schrieb Gretel Veit im Juni 1936 an ihre Geschwister Liesel und Hubert in Barcelona. Und tatsächlich befanden sich die Mitglieder der Familie Veit, die zu diesem Zeitpunkt noch in Freiburg wohnten, in einer ausweglos erscheinenden Situation. Weiterlesen: 2021-10-19_Freiburg_Seite_19