Vortrag: Die Offenburger Juden im Ersten Weltkrieg – und der „Dank des Vaterlandes“

Als im August 1914 die ersten Soldaten an die Front fuhren, waren auch jüdische junge Männer darunter. 12.000 deutsche Juden ließen ihr Leben für Kaiser und Vaterland, vier von ihnen stammten aus Offenburg. Wenige Jahrzehnte später hat ihnen dieses patriotische Engagement nicht mehr gegen die zunehmende Ausgrenzung und schließlich Vernichtung geholfen.

Mit Dr. Martin Ruch in Kooperation mit dem Historischen Verein Offenburg e.V.

Eintritt normal: 5 €
Eintritt ermäßigt: 4 €

Freiheitsfest

freiheitsfestAm 12. September 1847 trafen sich im ehemaligen Offenburger Gasthaus Salmen etwa 900 Menschen aus ganz Baden zu einer politischen Versammlung. Die „entschiedenen Freunde der Verfassung“, wie sie sich selbst nannten, verabschiedeten an diesem Tag das Offenburger Programm, darin enthalten die „13 Forderungen des Volkes in Baden“.

Am Freiheitstag wird in historischen Szenen, mit Aufführungen rund um den Salmen, Kostümen, Dekorationen und selbst mit Essen und Trinken wie zu Heckers Zeiten die Geschichte wieder lebendig.

Das ganze Programm finden Sie hier.

Salmengespräch

Freiheitsfest_2014Im Mittelpunkt steht die elfte der 13 Offenburger Forderungen: „Wir verlangen Gesetze, welche freier Bürger würdig sind und deren Anwendung durch Geschworenengerichte. Der Bürger werde von dem Bürger gerichtet. Die Gerechtigkeitspflege ist Sache des Volkes.“

Beim Salmengespräch diskutieren renommierte Experten, Politiker und Historiker aktuelle politische, soziale und kulturelle Fragestellungen vor dem Hintergrund der Forderungen von 1847. Diesjähriger Referent ist Eberhard Stilz, Präsident des Staatsgerichtshofes Baden-Württemberg. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Offenburger Mikwe, Foto: M. Schaaf

Mikwe-Führung am europäischen Tag der jüdischen Kultur in Offenburg

Am Sonntag, den 14. September 2014 findet der Europäische Tag der Jüdischen Kultur statt, der sich seit mehr als zehn Jahren zum Ziel setzt, die Geschichte des europäischen Judentums, seine Bräuche und Traditionen bekannt zu machen. An diesem Tag laden jüdische Gemeinden, Gedenkstätten und Museen zur Begegnung ein. In 28 Ländern öffnen sich an diesem Sonntag die Tore zu Synagogen und Friedhöfen, Gedenkstätten und Museen.

Auch auf beiden Seiten des Rheins laden jüdische Gemeinden, Gedenkstätten und Museen zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur ein. An 46 Orten in Baden-Württemberg und in 30 Kommunen im Elsass finden Veranstaltungen statt. Das Motto in diesem Jahr lautet „Frauen im Judentum“.

In Offenburg wird dazu um 10 Uhr eine Führung in der Mikwe, dem jüdischen Ritualbad, angeboten. Treffpunkt ist im Museum im Ritterhaus.

Gedenkbuch im Salmen

Etwa 300 jüdische Offenburger/innen wurden zwischen 1933 und 1945 Opfer nationalsozialistischer Verfolgung. Ihre Bilder sind in der Kultur- und Erinnerungs-stätte Salmen zu sehen. Im Rahmen des Projekts „Gedenkbuch im Salmen“ werden die Lebenswege dieser Menschen recherchiert. (…) Weiterlesen

Die Kinder von Kippenheim

Dr. Kurt Salomon Maier, geb. 4. Mai 1930 in Kippenheim, hat vor einiger Zeit dem Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim ein Foto aus dem Jahr 1935 zur Verfügung gestellt, das die jüdischen Kinder und Jugendlichen Kippenheims mit dem damaligen Religionslehrer der jüdischen Gemeinde Schwab zeigt. Von den abgebildeten Personen sind zwei von den Nazis ermordet worden, alle anderen konnten die NS-Zeit überleben, einige von Ihnen sind noch am Leben und wohnen in den USA. (…) Weiterlesen

Eine virtuelle Reise zu den Gedenkstätten

Im Rahmen des Mastersstudiengangs ‚Medien in der Bildung‘ haben drei Studentinnen für den Gedenkstättenverbund eine virtuelle Reise gestaltet. Die Reise bietet einen anschaulichen Überblick zur Geschichte der Juden in der Region des südlichen Oberrheins. Dabei werden besondere geschichtliche Ereignisse der verschiedenen Gedenkstätten beleuchtet und in einen gesamtgeschichtlichen Zusammenhang gebracht. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen, Schauen und Hören. Hier geht’s zur Reise.