Film Geschichte ganz nah

Tag der Architektur: Filmvorführung „Geschichte ganz nah – Eine Reise zu den Gedenkstätten in meiner Heimat“

Die junge Filmemacherin Daniela Schaffart entdeckt während eines Filmprojekts die NS-Gedenkstätten Südbadens, darunter auch die Gedenkstätte Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V.. Sie erkundet diese besonderen Orte, nimmt an Veranstaltungen teil, spricht mit Aktiven, mit Zeitzeugen, Künstler_innen und Jugendlichen und findet einen sehr persönlichen Zugang zu diesem schwierigen Teil der deutschen Geschichte. Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit der Filmemacherin statt. Der Film entstand mit freundlicher Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung.

Sonntag, 13. September 2015, 17:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17, Kippenheim
Eintritt frei, Spenden werden erbeten

ehemaliges Ritualbad

Rundgang durch Friesenheim auf den Spuren jüdischen Lebens

Die israelitische Gemeinde Friesenheim entstand im 18. Jahrhundert und verfügte über eine Synagoge und weitere rituelle Einrichtungen. Ein Rundgang durch Friesenheim eröffnet Einblick in das einstige jüdische Leben dieses alten Marktortes.

Treffpunkt und Einführung am Friesenheimer Rathaus

Donnerstag, 24. September 2015, 17:00 Uhr
Treffpunkt am Friesenheimer Rathaus
Eintritt frei, Spenden werden erbeten

Friedhof Schmieheim

Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über den Schmieheimer Friedhof lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Er wurde 1682 angelegt, als sich die ersten Juden wieder in der Region niederlassen durften. Er ist der größte jüdische Verbandsfriedhof (140 Ar) in Südbaden und birgt etwa 2500 Gräber. An der Gestaltung der Grabsteine lässt sich die wechselhafte Geschichte der Ortenauer Juden ablesen. Von besonderer Bedeutung sind die in Stein gehauenen Symbole: sie vermitteln einen Eindruck vom religiösen Leben des Landjudentums, Bräuchen und Sitten.

Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Gutes Schuhwerk und Kopfbedeckung für die Männer sind erforderlich.

Donnerstag, 8. Oktober 2015, 17:00 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg
Eintritt frei, Spenden werden erbeten.

Lahrer Ensemble in Kippenheim

Lahrer Ensemble: Konzert „WOrte“

Das „LAHRER ENSEMBLE“ beschäftigt sich seit vielen Jahren hauptsächlich mit freier Improvisation und neuerer Musik. Sascha ARMBRUSTER – Saxophone, Tobias KOPF – Kontrabass und Herbert SÖLLNER – Violine bilden die Stammbesetzung.

Häufig arbeiten die Musiker mit anderen Künstlern zusammen. Diesmal sind es Dietmar und Ralf KEMPF mit Videoinstallationen. Dabei geht es um die Interaktion von Bild, Text und Musik durch freie Improvisation und Komposition. Es werden Texte von Hans Arp und Franz Mon Verwendung finden.

Sonntag, 11. Oktober 2015, 17:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17, Kippenheim

Die Deportation der Jüdinnen und Juden am 22. Oktober 1940

Am 22.10.2015 jährt sich zum 75. Mal die so genannte Wagner-Bürckel-Aktion, bei der über 6.000 Juden aus Baden und der Saarpfalz in das südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert wurden. Adolf Hitler unterstellte den Gauleitern Robert Wagner (Gau Baden) und Josef Bürckel (Gau Saarpfalz) nach der Eroberung Frankreichs am 2. August 1940 die Gebiete Elsass und Lothringen. Im Rahmen des Waffenstillstandsabkommens mit Frankreich am 22. Juni 1940 wurde vereinbart, dass alle Juden aus den deutschen Besatzungsgebieten in das Landesinnere von Frankreich deportiert werden sollten. Bis Mitte September 1940 erreichten die beiden „Chefs der Zivilverwaltung das ehrgeizige Ziel, über 23.000 Juden und missliebige Franzosen aus diesen besetzten Gebieten nach Innerfrankreich zu deportieren.

Das nächste Ziel war, auf Anordnung des Führers, die Gaue Baden und die Saarpfalz „judenfrei“ zu machen. In der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober 1940, zum Abschluss des jüdischen Laubhüttenfests Sukkot, wurde die jüdische Bevölkerung aufgefordert, sich innerhalb kurzer Zeit reisefertig zu machen. Sie wurden nach nur 2 Stunden aus ihren Wohnungen geholt, und zu den nächsten Bahnhöfen abtransportiert.

Im Vortrag wird aber nicht nur auf diese Deportation sondern auch auf das weitere Schicksal der 116 Personen aus den 8 Orten (Lahr, Altdorf, Ettenheim, Friesenheim, Kippenheim, Nonnenweier, Rust, Schmieheim) aus dem Landkreis Lahr und auf die heutige Erinnerungskultur eingegangen.

Norbert Klein in Kooperation mit dem Historischen Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldseckerland

Donnerstag, 15. Oktober 2015, 20:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17, Kippenheim

Konzert der Städtischen Musikschule Lahr

Zum 75. Jahrestag der Deportation der badischen Jüdinnen und Juden am 22. Oktober 1940, mit einer Einführung zur Geschichte der Deportation und der Schicksale der Deportierten (Jürgen Stude).

Donnerstag, 22. Oktober 2015, 19:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17, Kippenheim

Le Chajim in Kippenheim

Le Chajim – Klezmermusik in der Ehemaligen Synagoge Kippenheim

Feste im jüdischen Jahreskreis stehen im Mittelpunkt des Konzertes von „Le Chajim“. Ihre Klezmermelodien und jiddische Lieder gehen auf die freudigen und leidvollen Anlässe der Feiertage ein. Birgitta Scherhans wird den Besuchern die jüdischen Feste näher bringen: Vom Neujahrsfest: „Rosch ha Schanah“ über das Lichterfest: „Chanuka“ bis zum Trauertag: „Tischba-be-Aw“.

Sonntag, 13. März 2016, 17:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17, Kippenheim
Der Eintritt ist frei, Spenden werden erbeten.

Sterbehilfedebatte und Palliativmedizin aus jüdischer Sicht

Vortrag und Gespräch mit Dr. med. Stephan Probst, leitender Oberarzt für Palliativmedizin am Klinikum Bielefeld

Viele Menschen sind durch die aktuelle Sterbehilfediskussion verunsichert und spüren Ängste, wenn sie an ihr eigenes Lebensende oder das ihrer Angehörigen denken. Dabei geht es oft um Vorstellungen von Leid, Verlust der Autonomie und der Würde am Lebensende. Die sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft intensiv geführte Diskussion kann jedoch eine Chance sein, jetzt zu definieren, was für uns und in unserer heutigen Zeit „Sterben in Würde“ heißt. Zugleich sind wir aufgerufen, die Bedingungen dafür zu schaffen, dass wir ohne Würdeverlust dem Tod entgegensehen können.

Dr. med. Stephan Probst, leitender Oberarzt für Palliativmedizin am Klinikum Bielefeld und stellvertretender Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld K.d.ö.R. lädt interessierte Menschen dazu ein, jüdische Perspektiven auf das Ende des Lebens kennenzulernen und im Gespräch ethische, philosophische und halachische (religionsgesetzliche) Fragen zum Prozess des Sterbens in einem jüdischen Rahmen zu diskutieren.

Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V., Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R. und Jüdisches Lehrhaus Emmendingen laden ein:

Montag, 27. Juli 2015, 19:30 Uhr,

Simon-Veit-Haus, Teschemacher-Saal, Emmendingen, Kirchstraße 11

Eintritt frei, Spenden erbeten

Anne-Frank-Gymnasium Rheinau erhält Preis für Partnerschaft mit Ehemaliger Synagoge Kippenheim

Im Rahmen des Wettbewerbs „Menschenrechte in Baden-Württemberg – Schulpatenschaften mit Gedenkstätten nationalsozialistischen Unrechts“ erhält das Anne-Frank-Gymnasium für die Kooperation mit der Ehemaligen Synagoge Kippenheim einen Preis von 4.000 EUR als Zuschuss für eine von Lehrkräften begleitete Schülerstudienreise nach Berlin mit gedenkstättenpädagogischen Schwerpunkt.

Weitere Informationen auf der Seite des Anne-Frank-Gymnasiums: http://afg-rheinau.de/index.php?id=378
Pressemitteilung des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport: http://www.km-bw.de/,Lde/Startseite/Service/13_07_2015+Patenschaften+zwischen+Gedenkstaetten+und+Schulen/?LISTPAGE=131491

Emmendingen Jüdisches Museum

BZ-Artikel: Das jüdische Museum ist attraktiv für Schulklassen

Jahreshauptversammlung des Vereins für Jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen bilanziert 2188 Besucher / Zuschüsse und Spenden tragen die Arbeit.

Das Jüdische Museum erfreut sich nach wie vor an großer Beliebtheit. Insgesamt kamen im zurückliegenden Jahr 2188 Besucher. Carola Grasse bezeichnet dies als erfolgreich. Darunter waren auch 446 Kinder und Jugendliche. Es gab 27 Führungen für Erwachsene sowie 25 für Kinder und Jugendliche. „Es gab sehr viele Führungen von Schulklassen auch aus dem Kinzigtal im Rahmen des Religionsunterrichts“, sagt Noemi Wertheimer. Katholische und evangelische Schulklassen besuchten das Museum in Kombination mit dem Besuch der Synagoge. „Es gab sehr nette Begegnungen und Gespräche.“

Der gesamte Artikel kann hier nachgelesen werden: http://www.badische-zeitung.de/emmendingen/das-juedische-museum-ist-attraktiv-fuer-schulklassen