Offenburg: Gedenken an den 22 Oktober 1940

In diesem Jahr ging das Schiller-Gymnasium einen anderen Weg der Erinnerung an die Geschichte „seines“ Schillersaals. Hier wurden am 22.10.1940 alle Offenburger und Ortenauer Juden zusammengetrieben, um im Anschluss in das Lager nach Gurs in den Pyrenäen deportiert zu werden. Statt einer klassischen Gedenkveranstaltung mit Reden und Musik haben in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen eine Menschenkette um den Schillersaal gebildet, um auf die Geschichte des Gebäudes aufmerksam zu machen. Sie sind von ihren Lehrerinnen und Lehrern auf diese Aktion vorbereitet worden und konnten fragenden Mitschüler/innen, Lehrer/innen und Passanten Rede und Antwort stehen. mehr: BZ_24.10.17_Schillersaal & OT_24.10.17_Schillersaal

Mahnmal am Münsterberg Breisach

Gedenkveranstaltung in Breisach

Zum Gedenken an die Deportierten nach Gurs findet am 22. Oktober am Mahnmal am Münsterberg eine Gedenkveranstaltung statt. Die Veranstaltung wird von der Projektgruppe der Konfirmanden der Martin-Bucer-Gemeinde mit Claus Noack. 

Sonntag, 22. Oktober, 11.45 Uhr
Münsterberg Breisach

Konzert in der Spitalkirche Breisach

Am Vorabend der 77. Jährung der Deportation der Badischen und Saarpfälzischen Juden ins Lager Gurs in Südfrankreich wird der Deportierten mit einem Konzert gedacht:
Konzert:
– Max Buch: Kol Nidrei Opus 47
– Johann Sebastian Bach: Sonate für Violine in G-Moll BMV 1001
– Johann Sebastian Bach: Partita für Violine Solo in D-Moll BmV 1004
Latica Honda-Rosenberg Violine und Hansjacob Staemmler Klavier
(Eine Gründungsveranstaltung des Bronislaw-Hubermann-Forums)

Samstag, 21. Oktober, 19 Uhr
Spitalkirche, Marktplatz Breisach
Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: Wertsachen. Was uns zusammenhält

Landtagspräsidentin Muhterem Aras lädt ein zu einer Diskussionsrunde über Meinungs- und Pressefreiheit.

In der Gesprächsreihe „Wertsachen“ geht es um unsere Grundwerte und damit um die Basis unseres Zusammenlebens. Der Landtag von Baden-Württemberg lädt in den Offenburger Salmen ein. Diskutiert wird über Meinungs- und Pressefreiheit. Landtagspräsidentin Muhterem Aras wendet sich mit diesem Format an alle politisch Interessierten, herzlich willkommen sind insbesondere auch junge Menschen.
Nach dem Grußwort der Landtagspräsidentin stimmt ein kurzer Filmbeitrag von Studierenden der Hochschule der Medien Stuttgart auf das Thema ein. Anschließend folgt ein Vortrag von Jörg Armbruster (Journalist und ehemaliger ARD-Korrespondent für den Nahen und Mittleren Osten). Am Podiumsgespräch mit Publikumsrunde nehmen Jörg Armbruster, Lena Gorelik (Journalistin und Schriftstellerin) und Katharina Greve (Comiczeichnerin, Autorin und Künstlerin) teil. Die Moderation übernimmt Silke Gmeiner (SWR). Den Abschluss bildet ein kabarettistischer Beitrag von Matthias Deutschmann.“
Veranstalter: Landtag Baden-Württemberg

Mittwoch, 18.Oktober 2017, 18.30 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Eintritt frei
Anmeldung erforderlich unter

Vortrag Sulzburg

Sulzburg: Vortrag mit Prof. Dr. Uwe Pörksen

Der Vortrag »Breklehem. Roman eines Dorfes« findet zur aktuellen zur Sonderausstellung statt.
Zur Ausstellung „sie sind eine Mauer um uns gewesen“ erscheint ein gleichnamiger Katalog mit Texten von Nikolaus Cybinski und Jost Grosspietsch.
Die Ausstellung ist noch bis zum 22. Oktober 2017 in der ehemaligen Synagoge Sulzburg zu sehen. Öffnungszeiten Di – So 15-18 Uhr Einladungskarte Sulzburg_3.9.2017

Sonntag, 15. Oktober 2017, 18 Uhr
Sulzburg, Rathaus, Hauptstraße 60
Eintritt frei

Blaues Haus Breisach

Vortrag: Ernstfall Frieden. Lehren aus der deutschen Geschichte seit 1914

„Nicht der Krieg ist der Ernstfall, in dem der Mann sich zu bewähren habe, wie meine Generation in der kaiserlichen Zeit auf den Schulbänken lernte, sondern der Frieden ist der Ernstfall, in dem wir uns alle zu bewähren haben.“ So definierte der Politiker Gustav W. Heinemann vor knapp 50 Jahren bei seiner Antrittsrede als Bundespräsident sein politisches Selbstverständnis. Das Echo, das er auslöste, war stark, aber durchaus kontrovers. Ein Teil der Bevölkerung signalisierte Zustimmung und unterstützte hernach die Ost- und Entspannungspolitik der sozial-liberalen Koalition. Ein anderer Teil verharrte in der tradierten Vorstellungswelt vom Krieg als Ernstfall und ließ sich davon auch durch die atomare Vernichtungsdrohung nicht abbringen. Angesichts der aus den Fugen geratenen Welt von heute fragen wir uns: Ist „Ernstfall Frieden“ nur noch eine Vision für Sonntagsreden? Spricht die Wirklichkeit nicht eine ganz andere Sprache? Was sagen die Soldatinnen und Soldaten der „Generation Einsatz“ dazu? Spiegelt diese Vision die Interessenlage und die Mentalität der Bevölkerungsmehrheit in unserem Lande wider? Der Historiker Wolfram Wette ordnet sein Thema in die jüngere deutsche Geschichte ein. Er zeigt, dass in unserem Lande ein langer und steiniger Weg vom Militarismus zur zivilen Gesellschaft zurückgelegt wurde.

11. Oktober 2017, 18 Uhr
mit Dr. Wolfram Wette, Moderation: Dr. Johannes Klotz
Blaues Haus, Rheintorstr. 3, Breisach
Eintritt frei