Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag öffnete auch das Blaue Haus in Breisach seine Türen mit einem kleinen Programm und der Auftaktveranstaltung zu einer Konzertreihe. Weiterlesen: Bericht Konzert im Blauen Haus Breisach
Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag öffnete auch das Blaue Haus in Breisach seine Türen mit einem kleinen Programm und der Auftaktveranstaltung zu einer Konzertreihe. Weiterlesen: Bericht Konzert im Blauen Haus Breisach
Die Erinnerungsstätte Salmen und die Gedenkstätte Ehemalige Synagoge Kippenheim laden zu einer Radtour zu Stätten jüdischer Geschichte ein: Die südliche Ortenau war eines der jüdischen Zentren Badens. Von diesem einst reichen jüdischen Leben zeugen heute noch ehemalige Synagogen und jüdische Friedhöfe aber auch hebräische und jiddische Wörter im Alemannischen und bauliche Spuren in den sogenannten „Judendörfern“ zwischen Offenburg und Ettenheim. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, der Diersburger „Judenfriedhof“ und die ehemalige Synagoge Kippenheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der bedeutende Stätten des Judentums entlang des Rheins verbinden soll. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.
Achtung: Die Radtour führt nicht nur über ebenes Gelände!
<blockquote> Sonntag, 23. September 2018, 10 – ca. 16.30 Uhr
Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus, Offenburg.
Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier
Teilnahme kostenlos
Anmeldung und Information Tel.: 07807/957612 oder sowie unter 0781/ 82 25 77</blockquote>
Das Blaue Haus Breisach lädt zur Buchvorstellung „Kein Kernkraftwerk in Wyhl und auch nicht anderswo“ von Balthasar Ehret mit der Herausgeberin Marion Schneider ein. Die Anti-AKW-Bewegung in den 1970er Jahren machte die Bevölkerung des Kaiserstuhls zu Verfechtern des zivilen Ungehorsams und des bürgerlichen Widerstandes. Kaiserstühler, Elsässer und Nordschweizer schlossen sich 1974 zu den 24 Badisch-elsässischen Bürgerinitiativen zusammen. Einer ihrer wichtigen Protagonisten war der Fischermeister Balthasar Ehret aus Weisweil, den alle nur den „Belz“ nannten. Als Gegner der Kernenergie organisierte er mit den Gleichgesinnten der Bürgerinitiativen den Widerstand, erst gegen das im elsässischen Marckolsheim geplante Bleiwerk, dann gegen das im Nachbarort von Weisweil geplante Atomkraftwerk Wyhl. Der Konflikt um Wyhl gilt als Meilenstein der Anti-AKW-Bewegung und als Wendepunkt des deutschen Umgangs mit Atomkraftwerken.
Mit dem Buch „Kein Kernkraftwerk in Wyhl und auch nicht anderswo“ liegen nun erstmals Balthasar Ehrets Erinnerungen an diese bewegte Zeit vor. Dabei handelt es sich um die Verschriftlichung von Interviews, die Herausgeberin Marion Schneider in den 1980er Jahren mit dem Atomkraftgegner führte.
Marion Schneider ist gemeinsam mit Udo Wohlfeld Herausgeberin der Reihe „Kinder auf der Flucht“ in der die Geschichte jüdischer Kinder erzählt wird, die während des Nationalsozialismus im Deutschen Reich lebten und die durch Flucht gerettet wurden.
Der Versuch, das KKW In Breisach zu planen, scheiterte Anfang der 70er Jahre am Widerstand der Bevölkerung.
Donnerstag, 20. September 2018, 19 Uhr
Blaues Haus Breisach, Rheintorstraße 3, Breisach
Eintritt frei
Das Jüdische Museum Emmendingen bleibt am Mittwoch, den 19. September 2018, wegen dem höchsten jüdischen Feiertag, Jom Kippur, geschlossen.
„Wir stehen gegen Rassismus und Ausgrenung“. Das Offenburger Freiheitsfest setze mehr denn je ein Zeichen gegen Populismus. Weiterlesen: BZ_17.9.18_Freiheitsfest Das Freiheitsfest bot auch in diesem Jahr wieder mannigfaltige Höhepunkte. Weiterlesen: OT_17.9.18_Freiheitsfest
Am 12. September 1847 versammelten sich im Gasthaus Salmen um Friedrich Hecker und Gustav Struve die „entschiedenen Freunde der Verfassung“. Diese verabschiedeten mit den Forderungen des Volkes das erste politische Programm in Deutschland, das die unveräußerlichen Menschenrechte einforderte. Es enthält wichtige Grundrechte wie das Recht auf persönliche Freiheit sowie Presse-, Gewissens- und Religionsfreiheit.
Zur Erinnerung an das historische Ereignis wird in Offenburg alle 2 Jahre im September der „Freiheitstag“ gefeiert. In diesem Jahr gibt es am Wochenende des 15. Und 16. September einiges zu entdecken.
Das diesjährige Freiheitsfest wird am Sonntag, 16. September 2018, ab 12 Uhr gemeinsam mit dem Fest des Museums im Ritterhaus gefeiert. Motto: Freiheit und eine Welt.
Ein weiteres Highlight ist das 30-jährige Jubiläum mit der Offenburger Partnerstadt Altenburg. Die Residenzstadt präsentiert sich am 16. September auf dem Gerichtsparkplatz.
Eingestimmt wird auf die Feierlichkeiten mit dem Freiheitshock schon am Abend zuvor. Am Samstag, 15. September ab 18 Uhr gibt es in der Kesselstraße beim Salmen herzhafte Leckereien, Musik von Tisch zu Tisch – umrahmt von einer stimmungsvoller Atmosphäre.
Samstag, 15. September 2018, ab 18 Uhr Freiheitshock
Sonntag, 16. September 2018, ab 12 Uhr Freiheitsfest & Museumsfest
Salmen, Lange Straße 52 & Museum im Ritterhaus, Ritterstraße 10
Eintritt frei
Beim diesjährigen Salmengespräch stand die fehlende 14. Forderung im Mittelpunkt: Die Gleichbereichtigung von Frau und Mann. Weiterlesen: BZ_14.9.18_Salmengespr+ñch oder OT_14.9.18_Salmengespr+ñch oder Salmengespräch_12.9.18 Offenburg
Ein herausragendes unterirdisches Baudenkmal liegt in der Glaserstraße verborgen: ein jüdisches Ritualbad (Mikwe). Die Bauzeit ist immer noch umstritten, liegt aber in jedem Fall vor dem großen Stadtbrand von 1689. In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit.
Die Ausstellung „Vom Bad zum Brunnen“ greift die folgenden drei Themenkomplexe auf
•Geschichte der Offenburger Juden vom
Mittelalter bis in die Neuzeit
•Baugeschichte und Datierungsprobleme
•Funktion eines jüdischen Ritualbads
Freitag, 14. September 2018, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckerhasse oder Steinstrasse)
Eintritt frei
Beim Salmengespräch diskutieren renommierte Experten, Politiker und Historiker aktuelle politische, soziale und kulturelle Fragestellungen vor dem Hintergrund der Forderungen von 1847. Im Mittelpunkt des diesjährigen Salmengesprächs steht die fehlende 14. Forderung: die Gleichberechtigung von Mann und Frau.
Veranstalter ist die Fachbereichsleitung Kultur Stadt Offenburg.
Moderation: Ursula Nusser, langjährige Redaktionsleiterin SWR2 Forum, Moderatorin, Theologin und Germanistin
Mittwoch, 12. September 2018, 20 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ findet in Offenburg eine Führung im Salmen statt: Der Salmen, ehemaliges Gasthaus, Jüdisches Gemeindezentrum und Synagoge hat eine bewegte Geschichte zu erzählen und dient heute der Stadt Offenburg als Erinnerungsstätte.
Die Präsentation in der Gedenkstätte greift zwei zentrale Themen der Geschichte des Gebäudes auf: seine Stellung als Versammlungsort der „Entschiedenen Freunde der Verfassung“, die am 12. September 1847 hier das 13-Punkte-Programm verabschiedeten, und seine Bedeutung als Synagoge der jüdischen Gemeinde Offenburgs zwischen 1875 und 1938.
Sonntag, 9. September 2018, 13 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Eintritt frei