Mikwe Offenburg, Foto: Steffen Krauth

Orte wollen Traditionen und Bräuche bekannt machen

Europaweit steht der 5. September 2021 im Zeichen der jüdischen Kultur – in diesem Jahr lautet das Motto „Dialog“. Der Europäische Tag der jüdischen Kultur ist ein Aktionstag, der seit 1999 jährlich begangen wird. Er setzt sich zum Ziel, die Geschichte des Judentums, seine Bräuche und Traditionen bekannt zu machen. In rund 30 Ländern öffnen sich an diesem Sonntag die Tore zu Synagogen und Friedhöfen, jüdischen Gemeindeeinrichtungen, Gedenkstätten und Museen. Auch im Gedenkstätten-Verbund Südlicher Oberrhein gibt es zahlreiche Angebote und Veranstaltungen.
Der europäische Tag der jüdischen Kultur ist auch der Start für das neue digitale Projekt des Gedenkstättenverbundes „Briefe gegen Antisemitismus und Ausgrenzung“, das auf einen Dialog mit den demokratischen Kräften der Gesellschaft setzt. Weiterlesen:

Jüdischer Friedhof Offenburg_Foto: K. Schlessmann

Die Lebensaufgabe

Felix Rottberger hat den Holocaust überlebt und kämpft gegen das Vergessen: […] Heute ist Rottberger längst im Ruhestand. Trotzdem bückt er sich bei einem Spaziergang über den Friedhof, um ein Stück Holz aufzuheben, das zwischen den Gräbern herumliegt. Auf dem Weg zum Mülleimer geht Rottberger am Grab des Orientalisten Gustav Weil entlang, der die Märchen von Tausend und einer Nacht erstmals ins Deutsche übersetzt hat. Vorbei am Denkmal für 30 Freiburger Juden, die im Ersten Weltkrieg für Deutschland gefallen sind. „Das war der Dank des Vaterlands“, sagt Rottberger. Ein paar Schritte weiter steht ein weiteres Denkmal. Sechs Särge aus Stein, die in der Mitte die Umrisse eines Davidsterns freilassen, erinnern an sechs Millionen Jüdinnen und Juden, ermordet durch dasselbe Vaterland, wenige Jahre später. Rottberger hat überlebt. Weiterlesen: 2021-08-17_Ortenau_Seite_24

ehemalige Synangoge Kippenheim

Presse: Auf Spurensuche unterwegs in Kippenheim

Für die zweiteilige Sendung »In Deutschland Juden, in Israel Deutsche«, die am 16. und 17. September im SWR zu hören ist, war der Berliner Reporter Igal Avidan in Kippenheim unterwegs. Aufmerksam auf den Ort und seine jüdische Geschichte wurde er durch Robert Krais, der unter anderem stellvertretender Vorsitzender des Deutsch-Israelischen Arbeitskreis (DIA) ist. Er hatte ihn bei der Recherche über den aus Kippenheim stammenden, israelischen Unternehmer Stef Wertheimer kennengelernt. Weiterlesen: lahrer-zeitung-07-08-2021

jüdisches Museum Emmendingen

Landeszuschuss hilft dem Museum

Bei den Neuwahlen des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen wurden alle Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt: Carola Grasse bleibt Vorsitzende, Noemí Wertheimer Stellvertreterin, Monika Rachel Raija Miklis Schriftführerin und Andrea Kienzle Kassiererin. Helmut Reibold ist weiterhin Kassenprüfer. Für die ausgeschiedene Kassenprüferin Yaël Teschemacher-Barzilai wurde Bärbel Pietsch gewählt. Weiterlesen:Badische Zeitung_22.7.2021  oder auf BZ-Online oder Emmendinger Tor: Presse EM

Gegen Antisemitismus im Alltag

Antisemitismus ist nicht nur ein Thema, das im Geschichtsunterricht behandelt wird, sondern für viele Juden und Jüdinnen in Deutschland Alltag. Damit beschäftigt sich die Wanderausstellung „Du Jude!“, die derzeit im Kreisgymnasium Bad Krozingen zu sehen ist. Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der Max-Planck-Realschule kommen so auf eindrücklicheWeisemit verschiedenen Erscheinungsformen von Judenfeindlichkeit in Kontakt. Weiterlesen: 2021-07-22_Freiburg_Seite_27

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Sieben neue Stolpersteine

In Lahr erinnern 70 Stolpersteine an Opfer des Nationalsozialismus. Im Herbst kommt der Künstler Gunter Demnig nach Lahr, um weitere sieben Stolpersteine zu verlegen. Sie erinnern an den SPD-Mann Kamill Delfosse, die jüdische Familie Krause, Erich Rothmann, der zwangssterilisiert wurde sowie an Hedwig und Marlene Herbert. Weiterlesen: 2021-07-19_Ortenau_Seite_16

In Freiburg entsteht in den kommenden zwei Jahren ein NS-Dokumentationszentrum

[…] Was dieNS-Zeit betrifft, sagt Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD), „waren auch wir keine Insel derGlückseligen. Kein weißer Fleck. Auch hier hat der Nationalsozialismus Fuß gefasst.“ Immerhin, in den vergangenen zehn Jahren ist in der Stadt deutlich Schwung in die historische Aufarbeitung gekommen: 2016/17 mit der allerersten historischen Ausstellung über Freiburg in der Hitler-Zeit und einem sehr kontrovers debattierten Umbenennungsprozedere NS-belasteter Straßennamen. Die in die Gänge gekommene Erinnerungskultur kulminiert nun in der Einrichtung eines NS-Dokumentationszentrums, wie es eines inMünchen,
Bonn oder Köln gibt. Weiterlesen: 2021-07-17_Ortenau_Seite_5

ehemalige Synagoge Kippenheim

Stef Wertheimer wird 95

Der in Kippenheim geborene, jetzt in Tel Aviv lebende Stef Wertheimer feiert am heutigen Freitag seinen 95.
Geburtstag. Wertheimer besuchte noch 1935 als Sextaner ein halbes Jahr lang das Ettenheimer Gymnasium, an dem er als »Judebue« von Lehrkräften ausgegrenzt wurde. Weiterlesen: lahrer-zeitung-16-07-2021