Straßburger Mikwe

Exkursion nach Straßburg

Die jüdische Gemeinde von Straßburg zählt zu den ältesten und bedeutenden Europas. Der Streifzug führt an Orte einer 1000-jährigen Geschichte: in die mittelalterliche Judengasse mit ihrer wieder entdeckten Mikwe, vorbei am Ort der 1940 von badischen Hitlerjungen in Brand gesteckten Synagoge und schließlich ins jüdische Viertel der Gegenwart, rund um die Friedensynagoge. Texte jüdischer Autoren, die sich hier aufgehalten haben, dienen als Leitfaden. Der Bogen reicht von Heinrich Heine über Claude Vigée bis zu Barbara Honigmann.

Sonntag 5. Mai 2019, 10-16 Uhr
Mit Dr. Stefan Woltersdorff, Kehler Literaturwissenschaftler
15 € (Tramticket & Führung, zu der auch der Besuch eines koscheren Restaurants)
Anmelung unter oder unter 07807-957612
Treffpunkt: Kehler Bahnhof

Kippenheim: Vortrag über Max Joseph Metzger

Kippenheim: Vortrag über Max Joseph Metzger

Anlässlich des 75. Todestages des katholischen Märtyrers Pfarrer Max Joseph Metzger (1887-1944): Dr. Christian Heß, Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars Collegium Borromaeum, berichtet über das Leben des Geistlichen Max Josef Weber und über dessen christlich geprägtes Friedensengagement. Die Nationalsozialisten ließen den überzeugte Pazifisten am 17. April 1944 hinrichten.
Dr. Heß hat in seinem Buch „Ohne Christus, ohne tiefstes Christentum ist Krieg“ das kirchlich-gesellschaftliche Engagement von Max Josef Metzgers beschrieben und sich intensiv mit dessen Leben auseinandergesetzt. Er wird in seinem Vortrag auch auf Metzgers Verhältnis zu den Juden eingehen.
Dr. Heß kommt auf gemeinsame Einladung der Seelsorgeeinheit Kippenheim und dem Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V. nach Kippenheim. Die Mutter des Märtyrers, Anna, geb. Gänshirt, stammte aus Kippenheim.

Mittwoch 17. April 2019, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Mikwe Offenburg, Foto: Steffen Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Die neue Präsentation greift drei Themenkomplexe auf: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads.

Freitag, 3. Mai 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Filmvorführung in Emmendingen „Kindertransport – In eine fremde Welt“

Der 2000 von Deborah Oppenheimer produzierte US-amerikanische Dokumentarfilm mit Judi Dench zeigt eines der wenig positiven Kapitel in der Holocaust-Forschung: die Rettung jüdischer Kinder vor ihrer Ermordung durch die Nationalsozialisten und ihre Schergen. Am heutigen israelischen Holocaustgedenktagtag Yom HaShoa erinnern wir mit diesem Film an die unzähligen Toten, insbesondere an die Eltern, die den Mut hatten, sich von ihren Kindern zu trennen und sie in die Fremde zu schicken. 2001 wurde der Film mit dem Oscar als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet. Regie: Mark Jonathan Harris
Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Flyer_JüdischesLehrhaus

Donnerstag, 2. Mai 2019, 19.30 Uhr
Jüdisches Gemeindehaus, Teschemacher-Saal, Kirchstr. 11, Eingang Schlossplatz Emmendingen
Eintritt 5 €

Blaues Haus Breisach

Breisach-Jour fixe musical 6: Der Fall Hindemith, Folge 1

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten. Am Jour fixe 6a wird es neben den musikalischen Beiträgen eine kleine Ausstellung mit Originalzeichnungen von Paul Hindemith geben.

Naoko Shimizu Viola, Kirsten Ecke Harfe, Jermolaj Albiker Violine, Dita Lammerse Violoncello
Solosonaten von Paul Hindemith für Bratsche (Opus 31/4), für Harfe, für Geige (Opus 30/1) und für Violoncello (Opus 25/3)
(sowie vom Tonband: historische Aufnahmen mit Paul Hindemith als Solist (Viola) und als Dirigent)

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Musikalische Raritäten_Programm Das Blaue Haus Breisach 2019_2020_aktuell

Sonntag, 14. April 2019, 18 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Mikwe Offenburg, Foto: Magdalena Schaaf

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

Auf Initiative des Fördervereins Archiv, Museum und Galerie der Stadt Offenburg e.V. wurde der Gewölbekeller saniert und durch eine Präsentation aufgewertet.
In Absprache mit dem Denkmalschutz hat die Wohnbau Offenburg GmbH als Eigentümerin des Gebäudes die Sanierungsarbeiten durchgeführt und die Zugangssituation wesentlich verbessert. Hölzerne Stege leiten die Besucher/innen durch eine von Dr. Valerie Schoenenberg konzipierte Ausstellung, die drei Themenkomplexe aufgreift:
– Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit
– Baugeschichte und Datierungsprobleme
– Funktion eines jüdischen Ritualbads

Donnerstag, 11. April 2019, 12 – 17 Uhr und
Freitag, 12. April 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

Kippenheim, Veranstaltungen April 2019

Rivka Holaender in Kippenheim: Das Alte Testament verstehen. Mit einer Jüdin die Bibel lesen

Juden nennen das Alte Testament Tenach. Es ist die hebräische Bibel. Sie ist Juden und Christen gemeinsam, wobei die Verständnisweisen manchmal sehr unterschiedlich ausfallen. Für das christliche Verstehen der Texte kann die jüdische Auslegung interessante Horizonte öffnen. Wer sich mit der Jüdin Rivka Hollaender auf einen solchen Entdeckungsweg machen will, ist an den Sonntagabenden herzlich willkommen – welcher Religion oder Konfession er oder sie selbst auch angehört. Hebräischkenntnisse sind nicht erforderlich.

Sonntag, 7. April 2019, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Die Teilnehmer*innen werden gebeten, eine Bibel mitzubringen.
Leitung: Rivka Hollaender, Lehrbeauftragte für Judaistik an der Ev. Hochschule Freiburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten

jüdisches Lehrhaus Emmendingen

Workshop in Emmendingen: Eine Windel zum Anfassen

In diesem Workshop erfahren Sie von dem wundervollen Brauch, aus der Windel des Neugeborenen ein Wickelband für die Torarolle zu gestalten (hebr. Mappa). Die Windel, die der kleine Junge bei seiner Namensgebung trägt, wird bestickt oder auch künstlerisch verziert und dann der Synagoge gestiftet. Frauen, meist die Großmutter oder Mutter, gestalten die Leinenwindel des Kindes. Dieser Brauch hat sich seit dem 16. Jh. im deutschsprachigen Landjudentum entwickelt und wird auch heute wieder vermehrt praktiziert. Verschiedene Beispiele werden vorgestellt und erklärt.
Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Flyer_JüdischesLehrhaus

Sonntag, 7. April 2019, 17 Uhr
Mit Monika Rachel Raija Miklis
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten