Ausgegrenzt, verfolgt, vernichtet Foto: Stadtarchiv OG

„Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet.“ Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde

Am 22. Oktober 1940 besiegelte die Deportation nach Gurs das Ende der jüdischen Gemeinde unserer Stadt. Aus Offenburg wurden rund 100 Menschen in der Turnhalle der Oberrealschule, dem heutigen Schiller-Gymnasium, zusammengetrieben. Von dort mussten sie den Weg zum Bahnhof für die Fahrt nach Südfrankreich antreten.
 
Die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, soll in Erinnerung behalten werden. Deshalb zeigt der Fachbereich Kultur im Aufgang des Salmen die Sonderausstellung „Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet.“ Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde.
Der Fokus der Ausstellung liegt auf der Darstellung der Verfolgung und Auslöschung der jüdischen Gemeinde während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. In verschiedenen bildlichen und textlichen Zeugnissen der Menschen wird eine für immer vernichtete Lebenswelt ein kleines Stück aus der geschichtlichen Dunkelheit gerissen. Über diese rekonstruierten Biografien sollen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, in Erinnerung bleiben.

Öffnungszeiten:
Sonntag, 12. Mai 2019, 14 – 17 Uhr
Offenburg, Salmen / Foyer, Lange Straße 52
Eintritt frei

Mikwe Offenburg

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Die neue Präsentation greift drei Themenkomplexe auf: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads.
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.

Sonntag, 19. Mai 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

jüdisches Museum Emmendingen

Emmendingen: Museumsnacht

Diese Nacht lädt ein, Emmendingen neu zu entdecken und kulturelle Highlights zu erleben. Zeischen 19 und 24 Uhr erwartet Sie an zehn Orten ein schillerndes Pottpouri aus Kunst, Literatur, Musik und Geschichte.
Im Jüdischen Museum kann die neue Dauerausstellung in der Mikwe „Quelle lebendigen Wassers . Mekor Majim Chajim“ besichtigt werden. Es finden durchgehend Führungen statt. Außerdem gibt es eine kleine Bewirtung: koscherer Wein, Sekt und Challa (Zopfbrot zu den jüdischen Feiertagen).
Von 22.30 bis 24 Uhr gibt es Musik von Eli Navon (Violine) und Shih-Yu Tang (Viola).

Weitere Informationen:   folder_mn_2019_8seiter_final-hoch

Samstag, 18. Mai, 19 bis 24 Uhr
Jüdisches Museum Emmendingen (Mikwe), Schlossplatz 7
Eintritt frei, Spenden erbeten

Namenswand_Blaues Haus Breisach_Ari Nahor

Freiburg: Benefizabend für die Reihe „Widerstand – Vertreibung – Exil“ in Gedenken an Bruno Ganz

Die Programmfolge besteht aus Texten von Jean Paul, Hölderlin und Celan, sowie Musikwerken von Schumann und Janáček. Im Zentrum steht das Melodram für Rezitator (Udo Samel) und Klavier „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ von Rainer Maria Rilke (Text) und Viktor Ullmann (Musik).

Montag, 13. Mai 2019, 19 Uhr
Kaisersaal im Historischen Kaufhaus Freiburg
Restkarten: oder

Blaues Haus Breisach

Breisach: jour fixe musical – Polen

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten. Bei Festival Pro 1: Polen spielen:
Claudia Weissbarth Flöte, Jean Eric Soucy Viola, Julia Weissbarth Harfe, Beata Bedkowska-Huang Gitarre, Andrzej Panufnik, Den Opfern von Katyn (Film des Orchesterwerks)
Aleksandre Tansman, Cavatina für Gitarre, Josef Tal, >Structure< für Harfe solo, Mieczyslaw Weinberg, Trio Opus 127 für Flöte, Viola und Harfe, Arnold Schönberg, Ein Überlebender aus Warschau (Film der Berliner Festwochen)

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Musikalische Raritäten_Programm Das Blaue Haus Breisach 2019_2020_aktuell

Sonntag, 12. Mai 2019, 18 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Straßburger Mikwe

Exkursion nach Straßburg

Die jüdische Gemeinde von Straßburg zählt zu den ältesten und bedeutenden Europas. Der Streifzug führt an Orte einer 1000-jährigen Geschichte: in die mittelalterliche Judengasse mit ihrer wieder entdeckten Mikwe, vorbei am Ort der 1940 von badischen Hitlerjungen in Brand gesteckten Synagoge und schließlich ins jüdische Viertel der Gegenwart, rund um die Friedensynagoge. Texte jüdischer Autoren, die sich hier aufgehalten haben, dienen als Leitfaden. Der Bogen reicht von Heinrich Heine über Claude Vigée bis zu Barbara Honigmann.

Sonntag 5. Mai 2019, 10-16 Uhr
Mit Dr. Stefan Woltersdorff, Kehler Literaturwissenschaftler
15 € (Tramticket & Führung, zu der auch der Besuch eines koscheren Restaurants)
Anmelung unter oder unter 07807-957612
Treffpunkt: Kehler Bahnhof

Mikwe Offenburg

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Die neue Präsentation greift drei Themenkomplexe auf: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads.

Freitag, 3. Mai 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Filmvorführung in Emmendingen „Kindertransport – In eine fremde Welt“

Der 2000 von Deborah Oppenheimer produzierte US-amerikanische Dokumentarfilm mit Judi Dench zeigt eines der wenig positiven Kapitel in der Holocaust-Forschung: die Rettung jüdischer Kinder vor ihrer Ermordung durch die Nationalsozialisten und ihre Schergen. Am heutigen israelischen Holocaustgedenktagtag Yom HaShoa erinnern wir mit diesem Film an die unzähligen Toten, insbesondere an die Eltern, die den Mut hatten, sich von ihren Kindern zu trennen und sie in die Fremde zu schicken. 2001 wurde der Film mit dem Oscar als „Bester Dokumentarfilm“ ausgezeichnet. Regie: Mark Jonathan Harris
Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Flyer_JüdischesLehrhaus

Donnerstag, 2. Mai 2019, 19.30 Uhr
Jüdisches Gemeindehaus, Teschemacher-Saal, Kirchstr. 11, Eingang Schlossplatz Emmendingen
Eintritt 5 €

Kippenheim: Vortrag über Max Joseph Metzger

Kippenheim: Vortrag über Max Joseph Metzger

Anlässlich des 75. Todestages des katholischen Märtyrers Pfarrer Max Joseph Metzger (1887-1944): Dr. Christian Heß, Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars Collegium Borromaeum, berichtet über das Leben des Geistlichen Max Josef Weber und über dessen christlich geprägtes Friedensengagement. Die Nationalsozialisten ließen den überzeugte Pazifisten am 17. April 1944 hinrichten.
Dr. Heß hat in seinem Buch „Ohne Christus, ohne tiefstes Christentum ist Krieg“ das kirchlich-gesellschaftliche Engagement von Max Josef Metzgers beschrieben und sich intensiv mit dessen Leben auseinandergesetzt. Er wird in seinem Vortrag auch auf Metzgers Verhältnis zu den Juden eingehen.
Dr. Heß kommt auf gemeinsame Einladung der Seelsorgeeinheit Kippenheim und dem Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V. nach Kippenheim. Die Mutter des Märtyrers, Anna, geb. Gänshirt, stammte aus Kippenheim.

Mittwoch 17. April 2019, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten