Online: Web-Talk Reihe Sommersemester 2026

„Dass Deutschland gewonnen ist und bleibt für Gott“:
Politische Religiosität am Beispiel der Vaterunser-Predigten Friedrich Köllis (1938).
Friedrich Kölli war Pfarrer der Freiburger Ludwigsgemeinde von 1934-41 und leidenschaftlicher kirchenpolitischer Kämpfer für die nationalsozialistischen Deutschen Christen.
Der Web-Talk schaut auf die Sprachstrategien seiner Predigten von 1938.
Gabriele Hartlieb, Pfarrerin Freiburg

Die von den Nationalsozialist:innen erzwungene Stärkung der „Volksgemeinschaft“ bedeutete auch in Freiburg und in der Region die Verdrängung und Verfolgung verschiedener Bevölkerungsgruppen. Mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll an Beispielen untersucht werden, wie weit die beteiligten Akteur:innen und die Stadt Freiburg ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus aufgearbeitet haben. Die Webtalks beleuchten die NS-Zeit aus unterschiedlichsten Perspektiven und fragen nach den – teilweise unvollständigen oder widersprüchlichen – „Erinnerungsfiguren“ (Jan Assmann), die das Selbstverständnis und die Erinnerungskultur in Freiburg und der Region bis heute maßgeblich prägen.

Link zur Teilnahme: https://meet.freiburg.de/b/jul-dnq-rkm-soq

Zum Veranstaltungsflyer:
5119a26ff_Webtalk_NS_2026

Mittwoch, 6. Mai 2026
20:15 Uhr
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Online: Web-Talk Reihe Sommersemester 2026

„Spielräume. Katholische Priester des Erzbistums Freiburg in der Kriegs- und Nach-
kriegszeit“
Dr. Johannes Kuber, Akademie der Diözese Rottenburg – Stuttgart

Die von den Nationalsozialist:innen erzwungene Stärkung der „Volksgemeinschaft“ bedeutete auch in Freiburg und in der Region die Verdrängung und Verfolgung verschiedener Bevölkerungsgruppen. Mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll an Beispielen untersucht werden, wie weit die beteiligten Akteur:innen und die Stadt Freiburg ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus aufgearbeitet haben. Die Webtalks beleuchten die NS-Zeit aus unterschiedlichsten Perspektiven und fragen nach den – teilweise unvollständigen oder widersprüchlichen – „Erinnerungsfiguren“ (Jan Assmann), die das Selbstverständnis und die Erinnerungskultur in Freiburg und der Region bis heute maßgeblich prägen.

Link zur Teilnahme: https://meet.freiburg.de/b/jul-dnq-rkm-soq

Zum Veranstaltungsflyer:
5119a26ff_Webtalk_NS_2026

Mittwoch, 10. Juni 2026
20:15 Uhr
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Online: Web-Talk Reihe Sommersemester 2026

„…und die Heimat ist es, um die ich Sie ein wenig beneide …“
Berthold Veit an den Nachkriegsoberbürgermeister Wolfgang Hoffmann
Erzwungene Emigration und Deportation am Beispiel der Familie Veit aus Emmendingen und
Freiburg
Sabine Herrle, Freiburg

Die von den Nationalsozialist:innen erzwungene Stärkung der „Volksgemeinschaft“ bedeutete auch in Freiburg und in der Region die Verdrängung und Verfolgung verschiedener Bevölkerungsgruppen. Mehr als ein Dreivierteljahrhundert nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll an Beispielen untersucht werden, wie weit die beteiligten Akteur:innen und die Stadt Freiburg ihre Vergangenheit im Nationalsozialismus aufgearbeitet haben. Die Webtalks beleuchten die NS-Zeit aus unterschiedlichsten Perspektiven und fragen nach den – teilweise unvollständigen oder widersprüchlichen – „Erinnerungsfiguren“ (Jan Assmann), die das Selbstverständnis und die Erinnerungskultur in Freiburg und der Region bis heute maßgeblich prägen.

Link zur Teilnahme: https://meet.freiburg.de/b/jul-dnq-rkm-soq

Zum Veranstaltungsflyer:
5119a26ff_Webtalk_NS_2026

Mittwoch, 15. Juli 2026
20:15 Uhr
Online via BigBlueButton

Offenburg: Vortrag: Allgegenwärtig und unsichtbar: Anti-Schwarzer Rassismus in Deutschland

Mit Forschung gegen weiße Privilegien und für gesellschaftliche Verantwortung: Die Wissenschaftlerinnen Laura Dellagiacoma und Francesca Puhlmann geben anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus im Salmen Einblicke in die Ergebnisse ihrer Studie „Rassistische Hatespeech im Alltag: Erfahrungen Schwarzer Menschen in Deutschland“.

„Auf der Straße, bei Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten, am Arbeitsplatz, in der Bildung, bei Behörden und im Internet: Schwarze Menschen werden kontinuierlich rassistisch diskriminiert und ausgegrenzt. In allen Lebensbereichen bringt rassistische Hassrede Menschen zum Schweigen, macht sie unsichtbar und stellt ihre gesellschaftliche Zugehörigkeit in Frage.“

Die Ergebnisse der Studie „Rassistische Hatespeech im Alltag: Erfahrungen Schwarzer Menschen in Deutschland“ von Laura Dellagiacoma und Francesca Puhlmann machen deutlich: Schwarze Menschen in Deutschland sind in erschreckend hohem Ausmaß rassistischer Diskriminierung ausgesetzt. Rassismus ist dabei nicht nur ein interpersonelles, sondern auch ein institutionelles und strukturelles Problem. Warum ist ein explizites Erforschen von Anti- Schwarzem Rassismus notwendig? Wie können wir als Gesellschaft ein kritisches Verständnis von Rassismus verankern? Welche wichtigen Beiträge liefert die Arbeit von Forschenden dazu? Welche gesellschaftliche Verantwortung und welche Forderungen an Politik werden durch die wissenschaftlichen Ergebnisse deutlich?

Laura Dellagiacoma und Francesca Puhlmann stellen ihre Studie vor und geben Einblicke in die Forschung zu Anti-Schwarzem Rassismus in Deutschland.

Mit Laura Dellagiacoma von der Friedrich Schiller Universität Jena und Francesca Sika Dede Puhlmann, Bildungsreferentin im Bereich Rassismuskritik.

Dienstag, 24. März 2026
18:00 Uhr
Der Salmen,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg
Tickets: 5€ / 3€ erm
Anmeldung erbeten unter 0781/82-2701 oder

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Filmvorführung und Austausch: „Der weiße Rabe – Max Mannheimer“

Die Reihe „HINSCHAUEN – FilmRäume vom Dokumentationszentrum Nationalsozialismus & KoKi“ geht weiter: In „Der weiße Rabe“ (2009) geht es um den Schriftsteller und Künstler Max Mannheimer. Er wurde von den Nationalsozialist*innen verfolgt und überlebte verschiedene Lager. Der Dokumentarfilm von Carolin Otto begleitet sein Engagement als Zeitzeuge und seine Auseinandersetzung mit seiner Verfolgungsgeschichte.

Donnerstag, 12. März 2026
19:00 Uhr
Kommunales Kino Freiburg,
Urachstraße 40, 79102 Freiburg
Tickets kosten den regulären Kinoeintritt des KoKi.

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Vortrag: Zwangsarbeit in Freiburg und in der Grube Schönberg in St. Georgen

Während des Zweiten Weltkriegs mussten Tausende verschleppte Menschen in Freiburger Betrieben, öffentlichen Einrichtungen und privaten Haushalten Zwangsarbeit leisten. Caroline Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, gibt einen Überblick über den Einsatz und einzelne Biografien von Zwangsarbeiter*innen. Im Anschluss informiert Richard Hauschild über Zwangsarbeit in der Grube Schönberg bei St. Georgen. Veranstalter ist das Bildungswerk Freiburg St. Georgen.

20:00 Uhr
Katholischen Pfarrzentrum St. Georgen
Hartkirchweg 50b, 79111 Freiburg
Der Eintritt vor Ort kostet 2,50 Euro.

Emmendingen: Ghetto oder Oase? Die jüdische Schulabteilung Emmendingen in der NS-Zeit

Kurz vor den Sommerferien 1934 mussten alle jüdischen Volksschülerinnen und Volksschüler aus ihren Klassen in die jüdische Schulabteilung wechseln, die der jüdische Lehrer Isaak Hobel in Räumen der Markgrafenschule in zwei stufenübergreifenden Klassen (1 bis 3 und 4 bis 8) unterrichtete. Als diese Schulabteilung an Ostern 1937 wegen zu geringer Schülerzahl schloss, mussten die Kinder und Jugendlichen die jüdische Schulabteilung an der Freiburger Lessingschule besuchen. Die Referentin wird der Frage nachgehen, wer für die Gründung dieser Schulabteilungen verantwortlich ist und wie die Schülerinnen und Schüler in der NS-Zeit zurechtkamen.

Referentin: Dorothea Scherle (Diplom-Theologin) hat das Gedenkbuch der Emmendinger Juden www.juedisches-leben-in-emmendingen.de recherchiert und ist mit den Biographien der Kinder wie der Lehrenden vertraut.

Veranstaltungsflyer:
260317_BW_jme_Schulabteilung_5

Dienstag, 17. März 2026
19:30 Uhr
Gemeindezentrum St. Bonifatius
Markgraf-Jacob-Allee 2, 79312 Emmendingen
Eintritt frei – Spenden erbeten

Offenburg: Konzert „Ladies‘ Night“ mit Meydelech

Mit großer Freude verkünden wir, dass das jiddische Musiktrio Meydelech wieder in den Salmen kommt! Waren wir verzaubert von ihren Klezmer-Klängen zu Chanukka vor zwei Jahren, sind wir nun gespannt auf ihr neues Programm „Ladies‘ Night“.

Jiddische Weiblichkeit darf gezeigt und gefeiert werden! Davon ist Meydelech überzeugt und präsentiert mit ihrem Programm ”Ladies’ Night” eine feinfühlige Mischung aus historischen Perspektiven und modernem Feminismus. Die Lieder beschäftigen sich mit Themen wie Muttersein, Liebe und Tanz genauso wie Küchendienst und Schwesterlichkeit.

Lucile Bailly-Gourevitch (Gesang), Tabea Popien (Blockflöte) und Noémie Berz (Piano), interpretieren traditionelle Klezmer-Klänge neu. Humorvoll und mit viel Feingefühl verbinden sie historische Perspektiven mit modernem Feminismus. Ihre Arrangements zeugen von dem besonderen Gespür des deutsch-französischen Trios für die Verbindung von Ton und Wort, mit dem die drei Musikerinnen aus Freiburg seit 2021 die kleine Szene der jiddischen Musik bereichern.

Freuen Sie sich auf einen humorvollen Mitmach-Abend von Frauen für Frauen und alle, die es noch werden wollen!

Freitag, 6. März 2026
19:00 Uhr
Der Salmen,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg
VVK: 12€ / erm. 8 €
AK: 16€ / erm. 12€

Offenburg: Ausstellungseröffnung: „Was ihr nicht seht!“

Gemeinsam mit Hunderten Schwarzen Menschen in Deutschland macht Dominik Lucha sichtbar, was oft ungesehen bleibt: „Was ihr nicht seht!“ thematisiert auf eindrückliche Weise den Alltagsrassismus, den Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland erleben. Wir zeigen seine Sonderausstellung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026.

Seit 2020 können Schwarze Menschen auf dem Instagram-Kanal @wasihrnichtseht anonym von ihren Rassismus-Erfahrungen berichten. Die Sammlung macht deutlich, dass es um weit mehr geht als um individuelle Einzelschicksale: Rassismus ist auch ein strukturelles und institutionelles Problem! Als Ausstellung wird das Projekt auch offline nachvollziehbar und holt die Schilderungen der Menschen ganz nah und unübersehbar in unsere alltägliche Realität. Anlässlich der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ vom 16. bis 29. März und darüber hinaus zeigen wir die Ausstellung in unserem Glashaus.

Freitag, 13. März 2026
18:00 Uhr
Der Salmen,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg

Emmendingen: Wechselausstellung „Die Tora ist Licht – Chanukka, das Lichterfest“

Die neue Wechselausstellung eröffnet pünktlich mit Beginn des achttägigen Chanukka-Festes und der Zündung der ersten von acht Kerzen am Abend.

Am 14. Dezember 2025 erinnern sich bei Sternenaufgang, dem jüdischen Datum des 25. Kislev, Jüdinnen und Juden weltweit an die Wiedereinweihung des Jerusalem Tempels im Jahre 164 v.d.Z.. Chanukka bedeutet auf Deutsch „Einweihung“. Mit einem kleinen Krüglein Olivenöl konnte der Dienst am siebenarmigen Leuchter, der immer brenndenden Menora, wieder eingerichtet werden. Wunderlicherweise reichte das Öl nicht nur für einen Tag, sondern speiste die Flammen der Menora acht Tage lang, bis neues, taugliches Olivenöl für den Dienst des Hohepriesters fertig gestellt wurde. Die Menora stand vor dem Allerheiligsten, in dem ursprünglich die Bundeslade mit den Gesetztestafeln aufbewahrt wurde. Die Tora, Hebräisch für „Lehre“ beinhaltet die fünf Bücher Moses und ist für religiöse Jüdinnen und Juden das Lebensgesetz an sich.

Das Exponat des Monats verbindet diese Gedanken von Tora und Licht.
Die Tora wird mit einem „Lebensbaum“ verglichen, auf den die zwei hebräischen Wörter „Ez Chajim“ und die Verzierung auf der Rückwand des Chanukkaleuchters hinweisen. In der Mitte unter dem Dienerlicht sind die beiden Gesetzestafeln mit zehn hebräischen Buchstaben in ihrem Zahlenwert zu sehen. Bereits vor 15 Jahren griffen Jugendliche des jüdischen Religionsunterrichtes diese Idee auf und gestalteten eine Seite des Emmendinger Geschichtsdreidels mit dem Baummotiv einer leuchtenden Torarolle.
Am Museumseingang begrüßt ein Chanukkaleuchter die BesucherInnen mit dem hebräischen Zitat aus den biblischen Sprüchen 6,23 „…denn eine Leuchte ist die Mizwa und die Tora ist Licht.“
Denn durch das aktive Zünden des Leuchters wird das Licht erst entfacht.
Um Lichter geht es auch in der Lichtinstallation im Museumsgarten und in der Ausstellung selbst. So wie die Lichter die Dunkelheit erhellen, so können auch wir in guter Gemeinschaft Licht in diese Welt bringen.

Am 14. Dezember 2025 zünden Groß und Klein das erste Licht am Chanukkaleuchter an. Jeden Abend wird ein neues Licht auf dem Leuchter hinzugefügt, bis schließlich am achten Tag alle Lichter brennen. Gebete und Lieder des Dankes umrahmen die feierliche Zündung.

Im Jüdischen Museum sind verschiedene Leuchtertypen ausgestellt. Beliebte vierseitige Spielkreisel (Dreidel) können angeschaut werden. Auch ölhaltige Speisen und Schokoladen-Chanukka-Gelt dürfen in der Ausstellung nicht fehlen, die bis zum 25. Februar 2026 zu sehenist.

Das Jüdische Museum Emmendingen ist Sonntag und Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet. www.juedisches-museum-emmendingen.de
Geschlossen am 24. Dezember und am 31. Dezember 2025.

14. Dezember 2025 bis 25. Februar 2026
Jüdisches Museum Emmendingen
Schloßplatz 7, 79312 Emmendingen