Offenburg: 500 Schüler erinnern an den Holocaust

Zum gedneken an die reichspogromnacht vor 80 jahren pflegt das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ Stolpersteine in der Ortenau. Die neunten Löassen vieler Offenburger Schulen beteiligen sich and er Aktion. Im Rahmen des von der Stadt Offenburg organisierten Gedenktages haben am 9. November mehr als 500 neuntklässler die 120 Stolpersteine in der Stadt auf Hochglanz poliert. Weiterlesen: BZ_3.11.18_Stolpersteine und BZ_10.11.18_9. November und OT_10.11.18_9. November

Gedenkstätte Natweiler. Foto: Claude TRUONG-NGOC

Natzweiler: Das Grauen steckt noch im Boden

Alexandre Bolly hält ein bistoprisches Foto ind en Händen. Es soll der orientierung dienen und einen vergleich liefern. Er steht direkt am rande des offenen Grabungsstichs, dahinter lagert aufgeworfene Erde. Eine der Erdschichten ist an dieser Stelle schwarz, Bolly kann nur vermuten, dass an dieser Stelle einmal wald verbrannt ist: Ab dem mai 1941 kamen dann die ersten Häftlinge und errichteten auf 800 metern Höhe in den Vogesen eigenhändig das Konzentrationslager Natzweiler-Struthof. Weiterlesen: OT_3.11.18_Natzweiler

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: SPURENSUCHE – Gedenkveranstaltung „80 Jahre Reichspogromnacht“

Vor 80 Jahren, am 9./10. November 1938, brannten in Deutschland  die Synagogen. Es war die „reichsweite Explosion von Sadismus (…) auf allen Ebenen, die für die Betroffenen den Zusammenbruch jedweden Rechts bedeutete.“ (Saul Friedländer)
 
In Offenburg verhaften Männer der SA und SS mit der örtlichen Polizei 70 jüdische Männer aus Offenburg. Sie wurden in einem entwürdigenden Marsch, von über 1000 Schaulustigen verfolgt und  vom Gefängnis durch die Hauptstraße zum Bahnhof getrieben. Von dort kamen sie in das KZ Dachau. Am gleichen Tag zerstörten Offenburger, aufgestachelt von örtlichen Nationalsozialisten, die Inneinrichtung des Salmen und des Cafés Weil.
 
Der gemeinsame Rundgang beginnt im Salmen und führt dann zum ehemaligen Gefängnis. Von dort geht es zum Museum im Ritterhaus und endet im Pfarrsaal der Ev. Stadtkirche. An allen vier Orten rezitieren SchauspielerInnen zu den Ereignissen vom 9. und 10. November 1938 aus Texten von Holocaust-Überlebenden und Archivdokumenten und Prozessakten.

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Freitag, 9. Novemer 2018, Beginn jeweils um 18 , 19 & 20 Uhr
Trffpunkt: Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Beirat 9. November und Stadt Offenburg, Fachbereich Kultur
Der Eintritt ist frei
Anmeldung über Reservixx – die kostenlosen Karten können im BürgerBüro und Kulturbüro Offenburg abgeholt werden

Emmendingen-Simon-Veit-Haus

Emmendingen: Gedenken an den Novemberpogrom

Die Stadt Emmendingen und die jüdische Gemeinde Emmendingen laden zum gemeinsamen Gedenken an die Zerstörung der Synagoge und die Verfolgung der jüdischen Gemeinde während des Nationalsozialismus ein. Die Ansprache hält Alexander Schoch, Mitglied des Landtages. Im Anschluss findet eine Kranzniederlegung statt.

Freitag, 9. November 2018, 14 Uhr
Schlossplatz Emmendingen
Musikalische Umrahmung: Schüler des Musikzuges des Goethe-Gymnasiums
Eintritt frei

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

Ehemalige Synagoge Kippenheim: 80 Jahre Novemberpogrom

Vortrag mit Dr. Heinrich Schwendemann, Akademischer Oberrat am Historischen Seminar an der Universität Freiburg: Vor 80 Jahren, am 9. und 10. November 1938, wurden in der Ortenau und in ganz Deutschland hunderte Synagogen und zahlreiche Privat- und Geschäftshäuser demoliert oder niedergebrannt, etwa 400 Jüdinnen und Juden ermordet oder in den Freitod getrieben und in der Folge rund 30.000 weitere in Konzentrationslagern inhaftiert und misshandelt.

Donnerstag, 8. November 2018, 20 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Ausstellung "Brüderlichkeit" Haslach i.K.

Haslach: Ausstellung zum Kulturerbejahr 2018

Das europäische Zentrum des deportierten Widerstandskämpfers in Natzweiler/Elsass CERD hat zusammen mit dem Verbund der Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler VGKN anlässlich des europäischen Kulturerbejahres 2018 zwei grenzüberschreitende Kunstprojekte ins Leben gerufen. Diese werden an den 15 deutschen und französischen Lagerorten, die 2018 mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel ausgezeichnet wurden,  präsentiert. Dazu gehört auch Haslach mit der Gedenkstätte Vulkan.

Die französische Künstlergruppe Quinz’art und die deutsche Künstlergruppe Plakat Wand Kunst hat gemeinsam großflächige Bilder hergestellt, von denen je eines an den betreffenden Orten ausgestellt wird. (Künstler für Haslach: Wolfgang Ebert, Offenburg und Jean-Baptiste Defrance, Straßburg).
Gleichzeitig werden Schülerarbeiten zum Thema „Was bleibt?“ ausgestellt. Für Haslach konnte die Schülerakademie Kunst des Gymnasiums Achern mit ihrem Lehrer Wolfgang Ebert gewonnen werden. Zu sehen sind die Werke im Alten Kapuzinerkloster Haslach im Kinzigtal. Flyer Original

Ausstellung: 11.-26.Oktober 2018, täglich von 10-12:30  und 13:30 – 16:00 Uhr
Altes Kapuzinerkloster Halsach i. K.
Unterstütz durch: Interreg, Euro-District, Landesdenkmalpflege und der Landeszentrale für politische Bildung
gebührenfrei