Mikwe Offenburg: Blick in die Ausstellung "Vom Bad zum Brunnen", Foto: Steffen Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Die neue Präsentation greift drei Themenkomplexe auf: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads.
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.

Sonntag, 5. September 2021, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Bitte beachten Sie: es gelten die aktuellen Corona-Regeln und Maskenpflicht
Eintritt frei

Mikwe Offenburg, Foto: Steffen Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

Ein herausragendes unterirdisches Baudenkmal liegt in der Glaserstraße verborgen: ein jüdisches Ritualbad (Mikwe). Die Bauzeit ist immer noch umstritten, liegt aber in jedem Fall vor dem großen Stadtbrand von 1689. In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit.
Die Ausstellung „Vom Bad zum Brunnen“ greift die folgenden drei Themenkomplexe auf
•Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit
•Baugeschichte und Datierungsprobleme
•Funktion eines jüdischen Ritualbads

Sonntag, 10. Oktober 2021, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Bitte beachten Sie: es gelten die aktuellen Corona-Regeln und Maskenpflicht
Eintritt frei

Ehemalige Synagoge Kippenheim

Virtuelle Führungen durch die Ehemalige Synagoge Kippenheim für Schulklassen

Neues digitales Angebot für Schulklassen!

Auch der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim ist durch die Pandemie betroffen, viele der für 2020 und 2021 geplanten Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen mussten abgesagt werden. Auch Führungen durch die ehemalige Synagoge oder über den jüdischen Friedhof von Schmieheim sind unter den derzeitigen Bedingungen nicht möglich. Der Förderverein bleibt  nicht untätig und sucht nach Wegen die Ehemalige Synagoge Kippenheim als außerschulischen Lernort  auch in den Zeiten der Pandemie für den Geschichts-, Religions- und Ethikunterricht zu nutzen. Ein erstes Ergebnis  sind  virtuelle Führungen durch die ehemalige Synagoge Kippenheim für Schulklassen im Rahmen von Videokonferenzen. Diese Führungen können dem Wissenstand der Schülerinnen und Schulen angepasst werden und sind geeignet für Klassen der Sekundarstufen I und II. Um dieses Angebot in der Praxis zu erproben, wurde dieses Format mit zwei 10. Klassen des Lahrer Max-Planck-Gymnasiums mit Erfolg getestet. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler ermutigen den Förderverein, die virtuellen Führungen auch anderen Schulen anzubieten.

Vortrag 45 Minuten plus Zeit für Fragen und Diskussion. Zwei Schulstunden wären angemessen
Kosten: Keine
Kontakt: Jürgen Stude, Tel. 07807-957612,

Wappen Diersburg

Ausgebucht! Jüdischer Kulturweg: Radtour zwischen Offenburg und Kippenheim

Die südliche Ortenau war eines der jüdischen Zentren Badens. Von diesem einst reichen jüdischen Leben zeugen heute noch ehemalige Synagogen und jüdische Friedhöfe aber auch hebräische und jiddische Wörter im Alemannischen und bauliche Spuren in den sogenannten „Judendörfern“ zwischen Offenburg und Ettenheim. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, der Diersburger „Judenfriedhof“ und die ehemalige Synagoge Kippenheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der bedeutende Stätten des Judentums entlang des Rheins verbinden soll. Unterwegs wird eine Vesperpause in Friesenheim eingelegt. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Sonntag, 13. Juni 2021, 10 – ca. 16.30 Uhr
Veranstalter: Gedenkstätte Salmen/ Museum im Ritterhaus und Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim
Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus, Ende Kippenheim
Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier bzw. Lahr.
Teilnahme ist kostenlos
Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich, da die Tour bereits ausgebucht ist!

Kippenheimer Synagoge

Radtour rund um Schmieheim

Die südliche Ortenau war eines der jüdischen Zentren im früheren Land Baden. Um den 1682 gegründeten jüdischen Verbandsfriedhof bei Schmieheim gruppierten sich etwa zehn jüdische Gemeinden, drei von ihnen – Altdorf, Schmieheim und Kippenheim – sind Ziel dieser Radtour. In diesen „Judendörfern“, wie man sie im 19. Jahrhundert nannte, stehen noch die Synagogengebäude. Hebräische Inschriften, ehemalige jüdische Schulhäuser und andere bauliche Spuren sind Zeugnisse des einstigen Landjudentums und seiner untergegangene Kultur. Besichtigt werden die ehemaligen Synagogen von Altdorf (Foto) und Kippenheim, Stopps gibt es am Schmieheimer Friedhof und im historischen Zentrum von Schmieheim.

Die insgesamt 20 km lange Tour startet am Bahnhof Orschweier und führt mit leichten Anstiegen über Altdorf und Schmieheim nach Kippenheim, wo sie gegen 17.00 Uhr endet. Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier bzw. Lahr.

Bitte beachten: Es gelten die aktuellen coronabedingten Hygiene- und Abstandsregelungen, eine Begrenzung der Teilnehmerzahl sowie Maskenpflicht in Innenräumen.

Sonntag 16. Mai 2021, 13 Uhr
Treffpunkt: Bahnhof Orschweier
Mit Jürgen Stude in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub Ortenau
Anmeldung bis 14. Mai 2021
Infos: 07807–957612;
Eintritt frei, Spenden erbeten

Foto: Monika Rachel Raija Miklis Bild: Rachel Althof, Eschet Chajil, handkolorierter Siebdruck, 21.Jh., Foto: M. Miklis

Zum Sabbat ein Loblied auf die tüchtige Frau

Das Jüdische Museum Emmendingen ist von Sonntag, 30. Mai, an wieder mittwochs und sonntags von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Wechselausstellung zum Thema „Eine tüchtige Frau … Eschet Chajil – die Frau im Judentum“ wurde um ein neues Exponat bereichert. Ein handkolorierter Siebdruck der Kalligrafin Rachel Althof aus Binningen bei Basel mit dem Loblied auf die „tüchtige Frau“, Anfang des 21. Jahrhunderts, ergänzt die bis zum 30. September verlängerte Ausstellung, heißt es in einer entsprechenden Presseinformation. Weiterlesen in der Badischen Zeitung und dem Emmendinger Tor: Presse EM 10.6.21

Badische Zeitung, Foto: Kai Kricheldorff

Breisach: Erinnerungen an eine verlorene Heimat

Das Blaue Haus, die Gedenkstätte im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus Breisach, eröffnete am Sonntag einen weiteren Raum seiner Dauerausstellung „Jüdisches Leben in Breisach 1931“. Zu sehen gibt es ein neues Schaudepot mit vielen persönlichen Gegenständen jüdischer Breisacher Familien. Am Wochenende wurde weltweit des Endes des Holocausts und des Zweiten Weltkriegs in Europa gedacht. Weiterlesen: 2021-05-11_Freiburg_Seite_29

Foto (Detail): Kai Kricheldorff / Badische Zeitung

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: Bundespräsident soll Salmen eröffnen

Der Umbau des Denkmals nationaler Bedeutung soll in einem Jahr abgeschlossen sein. Über den Stand der Umbauarbeiten am denkmalgeschützten Salmen hat sich der Kulturausschuss in seiner jüngsten Sitzung informiert. Nach der Wiedereröffnung wird hoher politischer Besuch aus Berlin erwartet. Weiterlesen: BZ_10.5.2021

Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang durch den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Ihr Mittelpunkt war der Friedhof in Schmieheim, den sie „Gut Ort“ oder Haus der Ewigkeit (hebr. „Beth Olam“) nannten. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr lateinische Buchstaben für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch auf ihre Ämter im jüdischen Gemeindeleben.
Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Bitte beachten: Es gelten die aktuellen coronabedingten Hygiene- und Abstandsregelungen, eine Begrenzung der Teilnehmerzahl sowie Maskenpflicht in Innenräumen.

Sonntag, 30. Mai 2021, 14 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Kontakt: Jürgen Stude 07807-957612;
Eintritt frei, Spenden erbeten