Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: Patrick Salmen – „Treffen sich zwei Träume. Beide platzen.“

Lesungen vom menschlichen Partyhütchen Patrick Salmen verkörpern Lebensbejahung pur. Sein aktuelles Buch vereint Geschichten, Ratgeberparodien und absurde Kurzdramen mit Beobachtungen über den modernen Stadtmenschen auf der Suche nach einem Gleichgewicht zwischen Selbstverwirklichung und Familiengründung, beruflichem Erfolg und Achtsamkeit, sowie Lebensfreude und Selbstoptimierung.

Dienstag, 29. Oktober 2019, 20 Uhr
Mit Patrick Salmen
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Tickets: Bürgerbüro Offenburg und www.kulturbuero.offenburg.de

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Breisach: jour fixe musical – KURTÁG –Klänge

Benefizveranstaltung zu Gunsten des Musikprogramms im Blauen Haus:
Juliane Banse Sopran | Nataša Marić Flöte | Lucas Macias Navarro Oboe | Jermolaj Albiker Violine | Eric Soucy Viola | Philine Lembeck Cello | Ryo Yamanishi Klavier |Christian Dierstein Schlagzeug
Werkfolge:
B.A.Zimmermann-Kurtág-Liszt-Kurtág-Morton Feldman-Kurtág-
Stockhausen-Kurtág-Cage-Kurtág-Bartók-Kurtág-Varèse-Kurtág-
Carter-Kurtág-Kodály-Kurtág-B.A.Zimmermann-Kurtág
Genaueres auf www.BronislawHubermanForum.com

Weitere Veranstaltungen in  dieser Reihe: Veranstaltungsübersicht Breisach 2019-20

Monntag, 4.November 2019, 19 Uhr (bis ca 20:30)
Wentzinger-Gymnasium Freiburg
Eintritt frei, Spenden willkommen

Blaues Haus Breisach

Breisach: jour fixe musical – Russische Futuristen

Unter dem Motto: „Musikalische Raritäten zum Thema Verfolgung – Widerstand – Exil“ hat im September 2018 im Blauen Haus Breisach die Reihe „Jour fixe musical“ begonnen, bei der in erster Linie von den Nazis verfemte Komponisten und Interpreten zu Worte kommen. Die Programmfolgen widmen sich aber ebenso Werken von Komponisten, die Widerstand geleistet haben oder von Künstlern, die in anderem geschichtlichen Zusammenhang verfolgt wurden oder ins Exil gehen mussten. Jour fixe musical 13 findet unter dem Thema „Geliebt und verboten – Russische Futuristen“ statt:
Alexander Vassiliev Rezitation
Mitglieder des SWR Symphonie Orchesters
Texte von Velimir Chlebnikow, Wladimir Majakowski und Alexej Kručonych, russisch und in deutschen Übersetzungen von Paul Celan u. Oskar Pastior
Musik von Jefim Golyscheff (Streichtrio) und Artur Lourié (Formes en l’air) sowie historische Aufnahmen: Alexander Skrjabin spielt eigene Werke; Original Tondokumente von Velimir Chlebnikow, Wladimir Majakowski und Alexej Kručonych )
Wir zeigen bildkünstlerische Arbeiten von Jefim Golyscheff und Kazimir Malevič

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: Veranstaltungsübersicht Breisach 2019-20

Sonntag, 10. November 2019, 18 Uhr
Breisach, Blaues Haus
Eintritt frei

Offenburg: „Nicht von hier irgendwo“ – Ein Recherchestück von Futur II Konjunktiv. Gedenkveranstaltung zur „Reichspogromnacht“

Es handelt sich um eine Zeit der Widersprüche und des Dazwischen, die ersten Jahre nach der Shoah, als sich viele der jüdischen Überlebenden ausgerechnet in Deutschland, zumeist in der amerikanischen Besatzungszone, wiederfanden.

Erstmals nach Jahren wurde ihr Handeln nicht durch Verfolgung, Zwangsarbeit oder KZ bestimmt, sondern sie hatten die Möglichkeit, wieder selbst ihr Leben zu entwerfen. An diesem Nicht-Ort Deutschland und mittellos bis auf ihre Erfahrungen, Bildung und Kenntnisse lebten viele der jüdischen Displaced Persons nun wie Flüchtlinge. Sie waren vor den Deutschen gerettet, aber noch nicht in ein neues Leben entkommen. Ihre Lebenssituationen und die kontingenten, unvorhersehbaren und zufälligen Möglichkeiten, Begegnungen und Bedingungen, die diese bestimmten, stehen im Fokus unserer szenischen Auseinandersetzung mit diesem meist vergessenen Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte. Dabei nehmen wir vor allem die DP-Camps Föhrenwald bei München, Zeilsheim bei Frankfurt am Main und Schlachtensee in Berlin in den Blick.

Die Auswanderung in den neu zu gründenden Staat Israel, aber auch in die USA oder in andere Länder bestimmte Hoffnungen und Pläne, die sich häufig aus zufälligen Begegnungen einerseits und andererseits bürokratischen Bestimmungen erfüllten oder auch zerschlugen. Neue Beziehungen, schnelle Familiengründungen und neugeborene Kinder bestimmten das Leben ebenso wie der Verlust zahlreicher ermordeter Angehöriger und die vergebliche Suche nach ihnen, das Trauma der Verfolgung und aus dem KZ mitgebrachte Krankheiten.

Der Alltag war geprägt durch die Suche nach einem ‚Loch im Zaun’. Strukturen des Aufschubs und des Wartens wurden bestimmend, während das Leben irgendwie weiterlief und Verbindungen, Entscheidungen, Verpflichtungen schuf zwischen Bürokratie und Hoffnung: Gemeinschaften im Aufschub. All dies spiegelt sich in den Erinnerungen von Überlebenden der Shoah, die aus den KZs kamen, sowie denen der großen Gruppe osteuropäischer Jüdinnen und Juden, die rechtzeitig in die Sowjetunion fliehen konnten und dort überlebt hatten. Für alle führte der Weg in ein neues Leben absurderweise über Deutschland. Hier entstand in den Displaced Persons Camps noch einmal für einen kurzen Moment eine ostjüdische Kultur, welche von Deutschen in den Jahren zuvor zerstört worden war. Gedichte und Erzählungen der jiddischen Literatur aus den DP-Camps bilden neben den in verschiedenen Archiven schriftlich und videografisch aufgezeichneten Erinnerungen von Displaced Persons eine weitere Materialgrundlage der Aufführung.

In den DP-Camps wurden zahlreiche Kinder geboren, die dort aufwuchsen, insbesondere in Föhrenwald bei München, das als letztes DP-Camp erst 1957 geschlossen wurde. Diese Menschen blieben in Deutschland, und mit einigen von ihnen haben wir gesprochen, über ihre Kindheit, ihre eigenen Erinnerungen und die ihrer Eltern an die DP-Camps und die Bedeutung dieser Erinnerungen für die Gegenwart. Aus den aufgezeichneten und den neu erzählten Erinnerungen, aus jiddischen Texten sowie Bildern und Videoaufnahmen entsteht das bruchstückhafte Mosaik von Lebenssituationen des Dazwischen.

Sonntag, 10. November 2019, 19 Uhr &
Montag, 11. November 2019, 10 Uhr
Mit Alexandra Finder, Friedericke Miller, Johannes Suhm | Recherche, Text, Regie: Matthias Naumann, Johannes Wenzel
Veranstalter: Arbeitskreis 9. November und Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Eintritt frei

Offenburg: Salmen, Foto: H. Braxmaier

Offenburg: Salmengespräch

Macht die Digitalisierung endlich wahr, was die „entschiedenen Freunde der Verfassung“ bereits 1847 gefordert haben? Denn jeder kann inzwischen seine Gedanken jedem mitteilen. Oder gefährdet die Allgegenwart des lauten Denkens unsere Demokratie? Wird Politik durch die sozialen Medien basisdemokratischer oder eher populistischer?
 
Diesen und vielen anderen Fragen sollen an diesem Abend gemeinsam nachgegangen werden.
 
Die Politikwissenschaftlerin Prof. Dr. Ursula Münch wird mit einem Impulsreferat in das Thema einführen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind u. a. Föderalismus- und Parteienforschung, Politikfeldanalysen, Fragen der gesellschaftlichen Integration und der politischen Auswirkungen der Digitalen Transformation. Sie lehrte an der LMU München, in den USA und an der Universität der Bundeswehr in München. Seit 2011 ist sie Direktorin der Akademie für Politische Bildung in Tutzing. Die Moderation des Abends liegt bei Ursula Nusser, der langjährige Redaktionsleiterin des SWR2 Forum.

Donnerstag, 12. September 2019, 20 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Anmeldung wird erbeten unter , Telefon 0781/82 2298 oder www.salmengespraeche.de
Veranstalter: Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg
Eintritt frei

Ehemalige Synagoge Kippenheim, KONZERT 8.9.2019

Ehemalige Synagoge Kippenheim: Konzert mit TonArt Kenzingen

Im Zentrum des Konzertes von Tonart „„םיכלמ – Könige“ steht der Komponist Salomone Rossi Hebreo aus Mantua, Hohelied-Vertonungen von Palestrina, Morley, Lechner u.a., Psalmen in hebräischer Sprache von Rossi und von Avi Faintoch, einem modernen israelischen Komponisten. Dazu liturgische Texte der Synagoge, ein paar jiddische Lieder aus dem Schtetl, polyphone Musik der Renaissance und des Frühbarocks. Der Titel des Konzertes „םיכלמ – Könige“ nimmt Bezug auf die beiden Haupt-Textlieferanten des Chores: König David, der Verfasser der Psalmen und sein Sohn König Salomo, der Dichter des Hohelieds.

Sonntag, 8. Sept. 2019, 17.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten