Gedenksätte Vulkan in Haslach

Haslach: Erinnerungskultur lebt fort

Die Gedenkstätte Vulkan in Haslach hat durch ihre Arbeit zur Versöhnung und Völkerverständigung beigetragen. Gerade in Zeiten, wo wieder Krieg in Europa geführt wird sowie beispielsweise auf Demonstrationen in Deutschland reichlich geschichtsvergessen mit Judenstern hantiert wird, ist die Wichtigkeit dieser Arbeit nicht zu unterschätzen. Diese soll auch weitergehen, wenn die Zeitzeugen nun nach und nach sterben. Weiterlesen: Artikel OT 16.03.22

Breisach: Neue Ausstellung „Kiechlinsbergen. Erinnerungen an Karl Wolfskehl“

Der Dichter Karl Wolfskehl wurde 1869 in Darmstadt geboren und wuchs in großbürgerlichem, liberal-jüdischem Milieu auf. Er stammte aus einer der ältesten deutsch- jüdischen Familien.

1933 verließ er Deutschland um sich in der Schweiz, in Italien und dann 1938 in Neuseeland niederzulassen. Zur Finanzierung seiner Flucht verkaufte er 1937 seine in Kiechlinsbergen untergebrachte über 8000 Bände fassende Bibliothek an den Verleger Salman Schocken. Eine Rückkehr zur Familie scheiterte. Wolfskehl lebte 10 Jahre im fernen Exil unter menschlicher und intellektueller Beraubung. Er verstarb am 30.6.1948 in Auckland.

Abgelegen im Talkessel spielte das Landgut während des Krieges eine bedeutende Rolle als Herberge und Zufluchtsort. Der massive Gewölbekeller bot den Dorfbewohnern Schutz und Raum für Gottesdienste. Erst 1945 war ein internationaler Postverkehr ohne Zensur mit der Heimat wieder möglich. In Wolfskehls umfangreicher Exilkorrespondenz existieren ergreifende Briefe an Hanna und die Töchter Judith und Renate voller Erinnerungen an Kiechlinsbergen, Hoffnung aber auch Schmerz über alles Geschehene.

Zur Präsentation gehören unter anderem Fotografien des Familiensitzes in Kiechlinsbergen, literarische Werke von Karl Wolfskehl und audiovisuelle Passagen aus Briefen der Tochter Judith, verheiratete Köllhofer, an ihren Vater ins Exil. Außerdem werden Holzschnitte von Brigitte von Savigny ausgestellt.

Das Projekt wurde gefördert durch ein Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Vernissage am Sonntag, 4. September 2022, 15 Uhr
mit Begrüßung Dr. Christiane Walesch-Schneller
Einführung in die Ausstellung Dr. Brigitte von Savigny
Gedichte von Karl Wolfskehl, gelesen von Reinhold Voss
Blaues Haus Breisach, Rheintorstraße 3 (ehemals Judengasse)
Eintritt frei

Weitere Öffnungszeiten:
Mittwoch, 7. September 2022: 14 bis 17 Uhr

Sonntag, 11. September 2022 zum Tag des Offenen Denkmals: 12 bis 17 Uhr

Mittwoch, 14. September 2022: 14 bis 17 Uhr

Sonntag, 18. September 2022 zum Stadtfest Breisach: 12 bis 17 Uhr

Blaues Haus Breisach

Breisach: Tag des offenen Denkmals 2022

Zum Tag des offenen Denkmals bietet das Blaue Haus ein Sonderprogramm.

12-17 Uhr: Das Blaue Haus ist geöffnet

Sonderausstellung Erinnerungen an Karl Wolfskehl
Zur Präsentation gehören unter anderem Fotografien des Familiensitzes in Kiechlinsbergen, literarische Werke von Karl Wolfskehl und audiovisuelle Passagen aus Briefen der Tochter Judith, verheiratete Köllhofer, an ihren Vater ins Exil.

14 Uhr: Führung durch die Ausstellungen „Jüdisches Leben in Breisach 1931“ und „Nach der Shoah“ – Die Familie Eisemann vor und nach der Shoah
Treffpunkt: Blaues Haus im Veranstaltungsraum EG

14 Uhr: Führung auf dem Alten Jüdischen Friedhof
Treffpunkt: Michael-Eisemann-Platz

Sonntag, 4. September 2022
Das Blaue Haus Breisach, Rheintorstraße 3, 79206 Breisach

Offenburg: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur

Am Sonntag, den 4. September 2022 findet der Europäische Tag der jüdischen Kultur unter dem Motto „Renewal – Erneuerung“ statt. In Offenburg ist der Salmen den ganzen Tag über kostenlos zugänglich und es werden verschiedene Führungen angeboten.

11 Uhr: Führung über den Jüdischen Friedhof (90 min)
Treffpunkt: Aussegnungshalle Historischer Waldbachfriedhof

13.30 Uhr: Führung Mikwe
Treffpunkt: Mikwe, Glaserstraße 8

13.30 und 15.30 Uhr: Führung Salmen, Themenschwerpunkt Jüdische Geschichte (90 min) – bitte 15 Minuten früher vor Ort sein

Sonntag, 4. September 2022
11-17 Uhr: freier Eintritt in den Salmen
Lange Straße 52, Offenburg
Anmeldung für die Führungen unter 0781-82 2577 oder per Mail an

Emmendingen: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2022

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen und die Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R. bieten mit freundlicher Unterstützung des Fachbereichs Kultur der Stadt Emmendingen ein breites Programm zum ETdJK am Sonntag, den 4. September 2022 an. Hier der Flyer

11-18 Uhr: Tag der offenen Tür

13 Uhr: Kurzführung zur jüdischen Geschichte der Stadt Emmendingen
mit Noemi Wertheimer und Carola Grasse
Treffpunkt: Schlossplatz

16 Uhr: Führung durch die Dauerausstellung in der Mikwe
mit Kuratorin Monika R. R. Miklis

Veranstalter: Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.
Ort: Jüdisches Museum Emmendingen, Schlossplatz 7 und auf dem Schlossplatz
Eintritt frei, Spenden erbeten

11.30 Uhr:Vortrag und Gespräch „Das Schabbatjahr im Land Israel“
mit Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky, Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.

15 Uhr: Vortrag und Gespräch „Die Mikwe – Das Emmendinger Ritualbad damals und heute“
mit Monika R.R. Miklis M.A., Kuratorin des Jüdischen Museums Emmendingen

17 Uhr: Vortrag und Gespräch „Novels – literarische Neuerscheinungen jüdischer Autor:innen aus
den Jahren 2021 und 2022: Werke von Nicole Krauss, Jessica Durlacher, Rafael Seligmann, Gabriel Wolkenfeld, Yonatan Sagiv und Robert Menasse“
mit Dr. med. Ursula Hellerich, Dozentin am Jüdischen Lehrhaus Emmendingen

Veranstalter: Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.
Ort: Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal
Eintritt frei, Spenden erbeten

11-17 Uhr: Koscherer Wein und Sekt, Kaffee und Kuchen, Challa (Zopfbrot zu den jüdischen Feiertagen) und Humus
im Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11

14 Uhr: Führung durch die Synagoge
mit Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky, Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R
in der Synagoge, Landvogtei 11

Veranstalter: Jüdische Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R.
Ort: Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11 und Synagoge, Landvogtei 11
Eintritt frei, Spenden erbeten

19 Uhr: Konzert mit Michael Heitzler`s Klezmer Band „Ode Haschem“
Michael Heitzler, Klarinette, Christian Gutfleisch, Piano, Thomas Lähns, Kontrabass und Daniel Schay, Schlagzeug

in Zusammenarbeit mit dem Kulturprogramm des Zentralrates der Juden in Deutschland und dem Fachbereich Kultur der Stadt Emmendingen
Ort: Altes Rathaus, Marktplatz 1, Bürgersaal
Eintritt frei, Spenden erbeten

Breisach: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2022

Das Blaue Haus Breisach beteiligt sich wie jedes Jahr am Europäischen Tag der Jüdischen Kultur, dieses Jahr zum Thema „Erneuerung“.

12-17 Uhr: Das Blaue Haus und die Dauerausstellungen sind geöffnet

13 Uhr: Führung I durch die Ausstellungen „Jüdisches Leben in Breisach 1931“ und „Nach der Shoah“ – Die Familie Eisemann vor und nach der Shoah
Treffpunkt: Blaues Haus im Veranstaltungsraum EG

13 Uhr: Führung II auf dem Alten Jüdischen Friedhof
Treffpunkt: Michael-Eisemann-Platz

15 Uhr: Vernissage der Ausstellung „Erinnerungen an Karl Wolfskehl“
Begrüßung – Christiane Walesch-Schneller
Einführung in die Ausstellung – Dr. Brigitte von Savigny
Gedichte von Karl Wolfskehl, gelesen von Josef Köllhofer und Heinzl Spagl

Sonntag, 4. September 2022
Das Blaue Haus Breisach, Rheintorstraße 3, 79206 Breisach

Sulzburg: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2022

Zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur am Sonntag, den 4. September gibt es in und um die Ehemalige Synagoge Sulzburg verschiedene Angebote.

14-18 Uhr: Tag der offenen Tür
mit umfangreichem Info-Angebot und Büchertisch

14 Uhr: Führung über den jüdischen Friedhof
Treffpunkt: Am Friedhof
männliche Teilnehmer bringen bitte eine Kopfbedeckung mit

15.30 Uhr: Gespräch mit Diskussion: „Erinnern an die Zeit des Nationalsozialismus im Markgräflerland“
mit Inge und Rolf Schuhbauer (Müllheim), Reinhold Hakenjos (Sulzburg), Jost Grosspietsch (Freiburg)

17 Uhr: Anmerkungen „Die Sulzburger jüdische Gemeinde und ihre Synagoge“
mit Jost Grosspietsch

Sonntag, 4. September 2022
Ehemalige Synagoge , Gustav-Weil-Straße 18, 79295 Sulzburg
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2022

In der Ehemaligen Synagoge Kippenheim findet zum Europäischen Tag der Jüdischen Kultur ein Konzert statt, außerdem eine Führung durch das jüdische Diersheim.

14-17 Uhr: Ehemalige Synagoge geöffnet

14 Uhr: Führung durch das jüdische Diersburg
mit Bernd Rottenecker
Treffpunkt: Diersburger Rathaus
Für den Besuch des jüdischen Friedhofs benötigen männliche Teilnehmer eine Kopfbedeckung

17 Uhr: Konzert mit Musik jüdischer Komponisten
mit Ulrich von Wrochem

Sonntag, 4. September 2022
Ehemalige Synagoge, Poststraße 17, 77971 Kippenheim und Rathaus Diersburg

Europäischer Tag der Jüdischen Kultur 2022

Am Sonntag, den 4. September 2022, findet in 30 Ländern gleichzeitig der Europäische Tag der Jüdischen Kultur statt. In diesem Jahr lautet das Motto „Renewal“, „Erneuerung“. Der Tag trägt dazu bei, das europäische Judentum, seine Geschichte, seine Traditionen und Bräuche besser bekannt zu machen. Er erinnert an die Beiträge des Judentums zur Kultur unseres Kontinents in Vergangenheit und Gegenwart.
Auch die Gedenkstätten Südlicher Oberrhein bieten wieder ein breites Programm mit Führungen, Gesprächen, Vorträge, Konzerten und mehr.

Hier finden Sie die Angebote der Gedenkstätten:

Das Blaue Haus Breisach

Jüdisches Museum Emmendingen

Die Ehemalige Synagoge Kippenheim

Der Salmen in Offenburg

Die Ehemalige Synagoge Sulzburg

Die Gedenkstätte Vulkan ist keine jüdische Gedenkstätte und bietet somit kein Sonderprogramm an, ist aber wie immer frei zugänglich.

Emmendingen: Neue Wechselausstellung „Von Pessach bis Schawuot“

Am 15. Mai 2022, dem Internationalen Museumstag, wurde die neue Ausstellung im Rahmen des Jubiläumsprogramms „25 Jahre Jüdisches Museum Emmendingen“ eröffnet.

Die Besucher*innen werden anhand von Objekten mit den Festen Pessach und Schawuot sowie der dazwischen liegenden Omer-Zeit vertraut gemacht.
Vor einigen Wochen wurde mit dem Pessach-Fest an den Auszug aus der Slaverei in Ägypten erinnert. Jetzt bereiten sich religiöse Jüdinnen und Juden auf das bevorstehende Schawuot-Fest vor. Beide Feste gehörten zur Zeit des Tempels mit dem Laubhüttenfest zu den drei Wanderfesten zum Heiligtum in Jerusalem. Die Omer-Zeit verbindet das Pessach-Fest mit dem Fest „Schawuot“ (hebr. „Wochen“), das Fest der körperlichen Befreiung mit dem Fest der geistigen Erhebung. Vom zweiten Tag Pessach an sollen nach jüdischem Gesetz 49 Tage, somit 7 Wochen, gezählt werden. Ein Omer-Kalender veranschaulicht dies in der Ausstellung. Auf den 50. Tag fällt das „Wochenfest“, das daher seinen Namen erhält. Es ist das Fest der Toragebung. Mosche empfing vom Ewigen die Gesetze und gab sie an die Israeliten weiter.
Die Israeliten erklärten sich auf dem Berg Sinai dazu bereit, die Gesetze der Tora anzunehmen, so steht es in den fünf Büchern von Mosche. Eine kleine Übungs-Tora-Rolle bereichert die Ausstellung, sowie Torawickelbänder mit Hebräischen Stickereien.

Foto (Detail): Monika Rachel Raija Miklis

Laufzeit: 15. Mai bis 31. Juli 2022
Jüdisches Museum Emmendingen, Schlossplatz 7
https://www.juedisches-museum-emmendingen.de/