Offenburg: Sonderausstellung „Was ihr nicht seht!“

Gemeinsam mit Hunderten Schwarzen Menschen in Deutschland macht Dominik Lucha sichtbar, was oft ungesehen bleibt: „Was ihr nicht seht!“ thematisiert auf eindrückliche Weise den Alltagsrassismus, den Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland erleben. Wir zeigen seine Sonderausstellung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026.

Seit 2020 können Schwarze Menschen auf dem Instagram-Kanal @wasihrnichtseht anonym von ihren Rassismus-Erfahrungen berichten. Die Sammlung macht deutlich, dass es um weit mehr geht als um individuelle Einzelschicksale: Rassismus ist auch ein strukturelles und institutionelles Problem! Als Ausstellung wird das Projekt auch offline nachvollziehbar und holt die Schilderungen der Menschen ganz nah und unübersehbar in unsere alltägliche Realität. Anlässlich der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ vom 16. bis 29. März und darüber hinaus zeigen wir die Ausstellung in unserem Glashaus.

14. März bis 21. April 2026
Salmen Offenburg,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: „…und …“ ein Konzert des Lahrer Ensembles

Die drei Musiker Sascha Armbruster (Saxophon), Herbert Söllner, (Violine) und Tobias Kopf (Kontrabass), beschäftigen sich seit mehr als dreißig Jahren mit der Interaktion von komponierter und improvisierter Musik. Dabei treffen sie auch immer wieder auf literarische Texte und Objekte der bildenden Kunst. Der offene Titel des Konzerts spiegelt die Spontaneität und musikalische Freiheit des Ensembles wider. Damit konnten die drei Musiker mit ihren Gästen bei ihren bisherigen Konzerten in Kippenheim das Publikum immer wieder überraschen!

Sonntag, 12. April 2026
17:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim,
Poststraße 18, 77971 Kippenheim

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: „Stiefmütterchen statt Vergissmeinnicht“ – was mit vielen Synagogen geschah, am Beispiel Müllheim im Markgräflerland

In Müllheim ließ man 1968, dreißig Jahre nach der Verwüstung in der Reichspogromnacht 1938, das jüdische Synagogengebäude abreißen. An der Stelle baute man einen Parkplatz und errichtete zur Erinnerung einen Gedenkstein. So wie in Müllheim geschah das mit vielen Synagogen in Deutschland.

Der 2025 gedrehte Dokumentarfilm thematisiert behutsam die Auseinandersetzung mit jüdischem Erbe anhand von Müllheim. Dies macht den Film zu einem wertvollen Beitrag zur Stadtgeschichte, welcher die Erinnerung an die jüdische Gemeinde wieder lebendig werden lässt. Zeigt aber auch, wieviel persönliches Engagement es braucht, die Erinnerung zu bewahren. Die Filmemacherin Kerstin Pommerenke wird bei der Filmvorführung anwesend sein.

Donnerstag, 16. April 2026
19:00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim,
Poststraße 18, 77971 Kippenheim

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Ein Spaziergang durch Kippenheim auf dem Christlich-Jüdischen Weg

Drei Jahrhunderte lebten Protestanten, Katholiken und Juden in Kippenheim und Schmieheim zusammen. Mit der Verschleppung der Jüdinnen und Juden am 22. Oktober 1940 in das Lager Gurs in Südwestfrankreich erlosch das jüdische Leben in den beiden Dörfern. Die drei Religionsgemeinden prägen mit ihren Kirchen und Synagogen und anderen religionsgeschichtlichen Zeugnissen bis heute das Orts- und Straßenbild beider Ortsteile. Die Doppeltafel mit den Zehn Geboten, den ethischen Grundlagen des Judentums und des Christentums, dienen als Zeichen des christlich-jüdischen Kulturweges. Der Spaziergang beginnt 10.30 Uhr am Parkplatz Querstraße in der Kippenheimer Ortsmitte und endet dort um 12 Uhr.

Samstag, 18. April 2026
10:30 Uhr
Parkplatz Querstraße in der Kippenheimer Ortsmitte

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Gespräch – Die Freiburger Familie Nelson

Gespräch mit Caroline Klemm (im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus), Joachim Nelson, Dorothea Scherle (Jüdisches Museum Emmendingen)

In der NS-Zeit wurde die Familie als jüdisch verfolgt. Siegfried und Marie Nelson wurden ermordet, Sohn Gerhard überlebte das KZ Auschwitz und kehrte nach 1945 nach Freiburg zurück. Caroline Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterin im DZNS, spricht mit dem Nachfahren Joachim S. Nelson und Dorothea Scherle vom Jüdischen Museum Emmendingen über die Geschichte der Familie und die Recherchen zu ihren Biografien.

Die Veranstaltung findet ergänzend zur neuen Sonderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ im Dokumentationszentrums Nationalsozialismus Freiburg statt. Der Eintritt ist kostenfrei.

Da die Teilnahmezahl ist begrenzt ist, muss ein kostenloses Veranstaltungsticket gebucht werden.

Kostenloses Veranstaltungsticket hier

Dienstag, 28. April
19:30 Uhr
Dokumentationszentrum Nationalsozialismus Freiburg,
Rotteckring 14, 79098 Freiburg