Offenburg: Konzert „Ladies‘ Night“ mit Meydelech

Mit großer Freude verkünden wir, dass das jiddische Musiktrio Meydelech wieder in den Salmen kommt! Waren wir verzaubert von ihren Klezmer-Klängen zu Chanukka vor zwei Jahren, sind wir nun gespannt auf ihr neues Programm „Ladies‘ Night“.

Jiddische Weiblichkeit darf gezeigt und gefeiert werden! Davon ist Meydelech überzeugt und präsentiert mit ihrem Programm ”Ladies’ Night” eine feinfühlige Mischung aus historischen Perspektiven und modernem Feminismus. Die Lieder beschäftigen sich mit Themen wie Muttersein, Liebe und Tanz genauso wie Küchendienst und Schwesterlichkeit.

Lucile Bailly-Gourevitch (Gesang), Tabea Popien (Blockflöte) und Noémie Berz (Piano), interpretieren traditionelle Klezmer-Klänge neu. Humorvoll und mit viel Feingefühl verbinden sie historische Perspektiven mit modernem Feminismus. Ihre Arrangements zeugen von dem besonderen Gespür des deutsch-französischen Trios für die Verbindung von Ton und Wort, mit dem die drei Musikerinnen aus Freiburg seit 2021 die kleine Szene der jiddischen Musik bereichern.

Freuen Sie sich auf einen humorvollen Mitmach-Abend von Frauen für Frauen und alle, die es noch werden wollen!

Freitag, 6. März 2026
19:00 Uhr
Der Salmen,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg
VVK: 12€ / erm. 8 €
AK: 16€ / erm. 12€

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Vortrag: Zwangsarbeit in Freiburg und in der Grube Schönberg in St. Georgen

Während des Zweiten Weltkriegs mussten Tausende verschleppte Menschen in Freiburger Betrieben, öffentlichen Einrichtungen und privaten Haushalten Zwangsarbeit leisten. Caroline Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Dokumentationszentrum Nationalsozialismus, gibt einen Überblick über den Einsatz und einzelne Biografien von Zwangsarbeiter*innen. Im Anschluss informiert Richard Hauschild über Zwangsarbeit in der Grube Schönberg bei St. Georgen. Veranstalter ist das Bildungswerk Freiburg St. Georgen.

20:00 Uhr
Katholischen Pfarrzentrum St. Georgen
Hartkirchweg 50b, 79111 Freiburg
Der Eintritt vor Ort kostet 2,50 Euro.

Außenansicht des Dokumentationszentrums Nationalsozialismus in Freiburg

Freiburg: Filmvorführung und Austausch: „Der weiße Rabe – Max Mannheimer“

Die Reihe „HINSCHAUEN – FilmRäume vom Dokumentationszentrum Nationalsozialismus & KoKi“ geht weiter: In „Der weiße Rabe“ (2009) geht es um den Schriftsteller und Künstler Max Mannheimer. Er wurde von den Nationalsozialist*innen verfolgt und überlebte verschiedene Lager. Der Dokumentarfilm von Carolin Otto begleitet sein Engagement als Zeitzeuge und seine Auseinandersetzung mit seiner Verfolgungsgeschichte.

Donnerstag, 12. März 2026
19:00 Uhr
Kommunales Kino Freiburg,
Urachstraße 40, 79102 Freiburg
Tickets kosten den regulären Kinoeintritt des KoKi.

Offenburg: Ausstellungseröffnung: „Was ihr nicht seht!“

Gemeinsam mit Hunderten Schwarzen Menschen in Deutschland macht Dominik Lucha sichtbar, was oft ungesehen bleibt: „Was ihr nicht seht!“ thematisiert auf eindrückliche Weise den Alltagsrassismus, den Schwarze Menschen und People of Color in Deutschland erleben. Wir zeigen seine Sonderausstellung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026.

Seit 2020 können Schwarze Menschen auf dem Instagram-Kanal @wasihrnichtseht anonym von ihren Rassismus-Erfahrungen berichten. Die Sammlung macht deutlich, dass es um weit mehr geht als um individuelle Einzelschicksale: Rassismus ist auch ein strukturelles und institutionelles Problem! Als Ausstellung wird das Projekt auch offline nachvollziehbar und holt die Schilderungen der Menschen ganz nah und unübersehbar in unsere alltägliche Realität. Anlässlich der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ vom 16. bis 29. März und darüber hinaus zeigen wir die Ausstellung in unserem Glashaus.

Freitag, 13. März 2026
18:00 Uhr
Der Salmen,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg

Offenburg: Vortrag: Allgegenwärtig und unsichtbar: Anti-Schwarzer Rassismus in Deutschland

Mit Forschung gegen weiße Privilegien und für gesellschaftliche Verantwortung: Die Wissenschaftlerinnen Laura Dellagiacoma und Francesca Puhlmann geben anlässlich der Internationalen Wochen gegen Rassismus im Salmen Einblicke in die Ergebnisse ihrer Studie „Rassistische Hatespeech im Alltag: Erfahrungen Schwarzer Menschen in Deutschland“.

„Auf der Straße, bei Veranstaltungen und Freizeitaktivitäten, am Arbeitsplatz, in der Bildung, bei Behörden und im Internet: Schwarze Menschen werden kontinuierlich rassistisch diskriminiert und ausgegrenzt. In allen Lebensbereichen bringt rassistische Hassrede Menschen zum Schweigen, macht sie unsichtbar und stellt ihre gesellschaftliche Zugehörigkeit in Frage.“

Die Ergebnisse der Studie „Rassistische Hatespeech im Alltag: Erfahrungen Schwarzer Menschen in Deutschland“ von Laura Dellagiacoma und Francesca Puhlmann machen deutlich: Schwarze Menschen in Deutschland sind in erschreckend hohem Ausmaß rassistischer Diskriminierung ausgesetzt. Rassismus ist dabei nicht nur ein interpersonelles, sondern auch ein institutionelles und strukturelles Problem. Warum ist ein explizites Erforschen von Anti- Schwarzem Rassismus notwendig? Wie können wir als Gesellschaft ein kritisches Verständnis von Rassismus verankern? Welche wichtigen Beiträge liefert die Arbeit von Forschenden dazu? Welche gesellschaftliche Verantwortung und welche Forderungen an Politik werden durch die wissenschaftlichen Ergebnisse deutlich?

Laura Dellagiacoma und Francesca Puhlmann stellen ihre Studie vor und geben Einblicke in die Forschung zu Anti-Schwarzem Rassismus in Deutschland.

Mit Laura Dellagiacoma von der Friedrich Schiller Universität Jena und Francesca Sika Dede Puhlmann, Bildungsreferentin im Bereich Rassismuskritik.

Dienstag, 24. März 2026
18:00 Uhr
Der Salmen,
Lange Straße 52, 77652 Offenburg
Tickets: 5€ / 3€ erm
Anmeldung erbeten unter 0781/82-2701 oder