Ehemalige Synagoge Kippenheim

Virtuelle Führungen durch die Ehemalige Synagoge Kippenheim für Schulklassen

Neues digitales Angebot für Schulklassen!

Auch der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim ist durch die Pandemie betroffen, viele der für 2020 und 2021 geplanten Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen mussten abgesagt werden. Auch Führungen durch die ehemalige Synagoge oder über den jüdischen Friedhof von Schmieheim sind unter den derzeitigen Bedingungen nicht möglich. Der Förderverein bleibt  nicht untätig und sucht nach Wegen die Ehemalige Synagoge Kippenheim als außerschulischen Lernort  auch in den Zeiten der Pandemie für den Geschichts-, Religions- und Ethikunterricht zu nutzen. Ein erstes Ergebnis  sind  virtuelle Führungen durch die ehemalige Synagoge Kippenheim für Schulklassen im Rahmen von Videokonferenzen. Diese Führungen können dem Wissenstand der Schülerinnen und Schulen angepasst werden und sind geeignet für Klassen der Sekundarstufen I und II. Um dieses Angebot in der Praxis zu erproben, wurde dieses Format mit zwei 10. Klassen des Lahrer Max-Planck-Gymnasiums mit Erfolg getestet. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler ermutigen den Förderverein, die virtuellen Führungen auch anderen Schulen anzubieten.

Vortrag 45 Minuten plus Zeit für Fragen und Diskussion. Zwei Schulstunden wären angemessen
Kosten: Keine
Kontakt: Jürgen Stude, Tel. 07807-957612,

Kippenheim: Konzert „Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“

Der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim lädt zu einem musikalischen Nachmittag in die ehemalige Synagoge ein. Das Konzert trägt der Titel „ Ich bin in Sehnsucht eingehüllt“, im Mittelpunkt stehen Lieder nach Gedichten von Selma Meerbaum-Eisinger. Der Ortenauer Musiker Wolfgang Joho hat zu Texten der berühmten jüdischen Lyrikerin (u.a. „Schlaflied“, „Regen“, etc.) Kompositionen von filigraner Schönheit geschaffen. Die einfühlsamen  Musikstücke interpretieren die berührenden Gedichte der in der Shoa so jung um ihr Leben gebrachten Autorin. Am 5. Februar 1924 in Czernowitz (Rumänien) geboren, schrieb Selma Meerbaum-Eisinger ab 1939 ihre Gedichte, die von Sehnsucht, Liebe, Angst und Hoffnung erzählen.

Auf abenteuerliche Weise konnten 57 Gedichte dieser beeindruckenden jungen Frau gerettet werden. Selma Meerbaum-Eisingers Werk zählt mittlerweile zur Weltliteratur und gehört, neben den Gedichten Rose Ausländers und Paul Celans, zum literarischen Erbe der ausgelöschten deutsch-jüdischen Kultur der Bukowina. Gesungen werden die Musikstücke von Ursula Vetter (Sopran), die Rezitation liegt in den Händen von Clara Börger. Tatjana Schlegel (Flügel) und Wolfgang Joho (Viola und Violine) umrahmen mit Werken von Jules Massenet, Gabriel Fauré, Johann Sebastian Bach, John Williams, Eugène Bozza und John Rutter.

Sonntag, 15. Mai 2022, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim: Vernissage „Es ist normal verschieden zu sein“

In Kippenheim wird die Ausstellung „Es ist normal verschieden zu sein“ des Offenen Ateliers Lahr eröffnet. Das Offene Atelier Lahr ist ein Kunstprojekt von Menschen mit und ohne Psychiatrieerfahrung. Es bietet den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, ihre individuellen schöpferischen Potentiale zur Entfaltung zu bringen. Im Unterschied zu kunsttherapeutischen Angeboten handelt es sich bei diesem Projekt um ein offenes Atelier, in dem sich die Künstler*innen selbst organisieren und sich frei betätigen. Das Atelier ist ein Raum, in dem künstlerisches Schaffen gleichwertig neben der Pflege von Kontakten und Beziehungen steht. Die dort geschaffenen Werke werden regelmäßig in Ausstellungen präsentiert, sie können auch gekauft oder gemietet werden.

Die Künstler*innengruppe der Reha Offenburg „Wenn die Seele spricht“ arbeitet schon seit vielen Jahren zusammen. Dabei hat sich das Kunstatelier zu einem Zentrum der Begegnung entwickelt, auch für externe Besucher. Die Teilnehmenden bringen sich nach ihren jeweiligen Möglichkeiten und Stärken ein, was auch zu einer deutlichen Entwicklung in Stil und Ausführung führte. Das kreative Schaffen erfolgt in gegenseitigem Miteinander und auf Augenhöhe.

Foto (Detail): OAL

Sonntag, 8. Mai 2022, 14 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
in Kooperation mit dem Offenen Atelier Lahr
Eintritt frei, Spenden erbeten

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Vortrag von Igal Avidan zu Mod Helmy

Der israelische Journalist Igal Avidan berichtet über das Leben des ägyptischen Arztes Mod Helmy, derjahrelang einer jüdischen Familie half, sich vor der Gestapo zu verstecken:

Die meisten Menschen in Nazi-Deutschland unternahmen nichts gegen die Judenverfolgung. Nur 600 wurden von Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt, weil sie Juden gerettet hatten. Einer davon war ein Araber, der aus Ägypten stammte.
1922 kam Mod Helmy aus Kairo nach Berlin, um dort zu studieren. Arabische Studenten waren damals willkommen. Er schloss sein Medizinstudium ab und lernte eine junge Deutsche kennen, die die Frau seines Lebens werden sollte. Doch nach der „Machtergreifung“ 1933 änderte sich alles. Helmy verlor schließlich sogar seine Zulassung und wurde inhaftiert. Erst ab 1942 konnte er wegen des Ärztemangels wieder offiziell arbeiten. Jahrelang half er einer jüdischen Familie, sich vor der Gestapo zu verstecken. Igal Avidan spürt dieser einzigartigen Geschichte nach.

Igal Avidan hat seine Recherchen in seinem Buch „Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ zusammengefasst, dass sich wie ein Roman liest und den Lesern vorführt, wie sich das Leben des Ägypters Helmy – trotz persönlicher Erniedrigung und Schikane – zu einer Mission gegen Stumpfsinn und Barbarei entwickelte.

Mittwoch, 27. April 2022, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Vortrag von Igal Avidan
Veranstaltung kostenfrei

Stadtarchiv Offenburg

Offenburg: Führung „Gurs 1940“

Das Museum im Ritterhaus zeigt die Ausstellung „Gurs 1940“, die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipiert wurde.
Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert.

Sonntag, 24. April 2022, 15 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
mit Jürgen Stude
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
7€

Berlin/Kippenheim: Inge Auerbachers Rede hallt nach

»Niemand, der Ihre Rede gehört hat, wird sie je vergessen«, erklärte Schäuble Auerbacher bei ihrem Treffen in Kippenheim in Bezug auf ihre Rede anlässlich des Gedenkens an die Opfer des Nationsozialismus. Gerade weil Auerbacher den Schrecken des KZs und der Nazizeit aus ihrer Sicht – der eines Kindes – geschildert hatte, seidie Rede so einprägsam, so berührend gewesen. Eine Einschätzung, die Roswitha Weber teilt. Die Kenzingerin hatte sich seit 1993 mit dem Leben Auerbachers auseinandergesetzt. Weiterlesen: lahrer-zeitung-19-02-2022

Foto (Detail): Deutscher Bundestag

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Führung durch das jüdische Kippenheim

Kippenheim kann auf ein bewegendes jüdisches Leben zurückblicken. Der Rundgang beginnt im „Judengässle“, dem jüdischen Ghetto des 18. Jahrhunderts, und führt vorbei an den früheren jüdischen Geschäften in der Poststraße, dem Zentrum jüdischen Lebens nach der rechtlichen Gleichstellung der Juden.

Dem Rundgang schließt sich eine Führung durch die Ehemalige Synagoge an, die 1852 im Ortszentrum von Kippenheim erbaut wurde. Sie ist ein repräsentatives Gebäude und eines der wenigen Zeugnisse des einstigen reichen jüdischen Lebens in der Ortenau. Heute dient sie als Kultur- und Gedenkstätte. Bei der Besichtigung der Gedenkstätte Ehemalige Synagoge werden auch Fragen erörtert, wie z. B.: Was unterscheidet eine Synagoge von einer Kirche? Warum beten in einer Synagoge Männer und Frauen getrennt? Was geschah am 9./10. November 1938 („Reichskristallnacht“) mit der Synagoge? Wie wurde das Synagogengebäude nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute genutzt?

Freitag, 8. April 2022, 16 Uhr
kostenlose Führung mit Bernd Rottenecker, Vorstandsmitglied des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim
in enger Kooperation mit der VHS-Kippenheim
Treffpunkt: Parkplatz Schule Kippenheim
Bitte wetterangepasste Kleidung tragen
Anmeldung bei der VHS erforderlich: Tel.: 07825 / 410 oder E-Mail:

Kippenheim: Inge Auerbacher besuchte ihren Geburtsort

Inge Auerbacher war das letzte jüdische Kind, das in Kippenheim geboren wurde. Nach ihrer Rede im deutschen Bundestag zum Gedenktag der Opfer des Holocaust besuchte sie ihren Geburtsort, wo sie die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde erhielt. Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble war bei einer gemeinsamen Gedenk- und Erinnerungsstunde in der ehemaligen Synagoge Kippenheim anwesend. Schüler*innen des Max-Planck- und des Clara-Schuman-Gymnasiums führten außerdem das Stück „Sterne in der Finsternis“ über das Leben Auerbachers auf. Mehrere Zeitungen berichten:

Lahrer Zeitung: lahrer-zeitung-02-02-2022; lahrer-zeitung-03-02-2022 (1) lahrer-zeitung-04-02-2022-1

Ettenheimer Heimatbote: 2022-02-04_Ortenau_Seite_21

Auch der SWR berichtet mit einem Ausschnitt aus Inge Auerbachers Rede

ehemalige Synagoge Kippenheim

Ettenheim: Früher Standort der Synagoge

An der Stelle des ZG-Raiffeisen-Gebäudes stand einst die Synagoge. Über Jahrhunderte hinweg gab es in Rust immer jüdische Bürger, mehr als in den benachbarten anderen Gemeinden. Nachdem die alte Synagoge in der Klarastraße zu klein geworden war, erbaute die jüdische Gemeinde in den 1850er-Jahren das neue Gotteshaus in der Ritterstraße. Weiterlesen: lahrer-zeitung-16-12-2021