Ehemalige Synagoge Kippenheim

Kippenheim: Ortenauer Kammerensemble

Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms 1938: Am Abend des 9. November 1938 ging von München der Befehl zum Pogrom aus. Am 10. November 1928 wurden in der Ortenau die Synagogen geschändet und die jüdischen Männer in das Konzentrationslager Dachau verbracht.
Weitere Informationen folgen

Sonntag 11. November 2018, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

Ehemalige Synagoge Kippenheim: 80 Jahre Novemberpogrom

Vortrag mit Dr. Heinrich Schwendemann, Akademischer Oberrat am Historischen Seminar an der Universität Freiburg: Vor 80 Jahren, am 9. und 10. November 1938, wurden in der Ortenau und in ganz Deutschland hunderte Synagogen und zahlreiche Privat- und Geschäftshäuser demoliert oder niedergebrannt, etwa 400 Jüdinnen und Juden ermordet oder in den Freitod getrieben und in der Folge rund 30.000 weitere in Konzentrationslagern inhaftiert und misshandelt.

Donnerstag, 8. November 2018, 20 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Jüdisches Leben in Kippenheim

Kippenheim: Buchvorstellung

Am Sontag, den 28. Oktober, 19.00 Uhr wird der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V.  sein neues  Buch „Jüdisches Leben in der Ortenau“ in der ehemaligen Synagoge vorstellen. 1933 existierten 14 jüdische Gemeinden auf dem Gebiet des heutigen Ortenaukreises. Jüdische Friedhöfe, Spuren des Juden-Deutschen im alemannischen Dialekt und vor allem die ehemalige Synagoge von Kippenheim – heute ein Gedenk-, Lern- und Begegnungsort – künden von dem früheren jüdischen Leben. Viele Aufsätze und Bücher sind in den letzten Jahren zu einzelnen Aspekten zur jüdischen Geschichte der Ortenau veröffentlicht worden. Was bislang fehlte, ist eine Gesamtübersicht, der die vielfältigen Forschungsergebnisse für eine breite Leserschaft zusammenführt. Immer wieder wurde an den „Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V.“ die Bitte herangetragen, einen solchen Überblick zu schaffen. Mit dem vorliegenden Buch „Juden in der Ortenau“ kommt er diesem Wunsch nach.
Die Autoren dieses Buches, Dieter Petri, Bernd Rottenecker und Jürgen Stude, alle aktive Mitglieder des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V., wollen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch dazu beitragen, die Erinnerung an die Ortenauer Juden und das an ihnen verübte Unrecht wach zu halten. Erinnern tut not – umso mehr in einer Zeit grassierender Geschichtsvergessenheit und der Zunahme antisemitischer Hetze und rechtsradikaler Übergriffe auf Juden, Migranten und Andersdenkende. Jüdisches Leben in der Ortenau

Sonntag, 28. Oktober 2018, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

jüdischer Friedhof Schmieheim

Führung Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Sie wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet.
Hinwies: Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 17 Uhr
mit Bärbel Heer
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

„Antisemitismus kommt ohne Juden aus“

Der Offenburger Salmen war nahezu voll besetzt, zahlreiche Wortmeldungen bestimmten die anschließende Diskussion. An diesem Ort wurden 1847 neben anderen Grundrechten die Gleichbereichtigung aller Religionen proklamiert. Vom 9. auf den 10. Novemer 1938 wurde der Salmen verwüstet, weil sich hier die Offenburger Synagoge befand. Ebendort referierte am Dienstagabend (2. Oktober) Michael Blume über „Alten und neuen Antisemitismus. Blume ist Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg. Weiterlesen oder BZ_5.10.18_Vortrag Blume_Salmen

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

Vortrag „Alter und Neuer Antisemitismus“

In der Nacht vom 9. auf den 10. November jährt sich die Zerstörung der deutschen Synagogen während des Novemberpogroms zum 80. Mal.

Aus diesem Anlass spricht der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume zum Thema „Alter und neuer Antisemitismus“. Dabei steht nicht nur die Aufarbeitung der Vergangenheit im Fokus, sondern auch der offene oder versteckte Antisemitismus im heutigen Deutschland und Europa. Gibt es angesichts der schwierigen Gesamtlage Wege in eine Zukunft gegenseitiger Wertschätzung?

Der Vortrag findet in der Kultur- und Erinnerungsstätte Salmen statt. Dort befand sich seit 1875 die Offenburger Synagoge, die ebenfalls während des Novemberpogroms 1938 zerstört wurde. Flyer_2.10.18_web-end

Dienstag, 2. Oktober 2018, 20 Uhr
Salmen, Lange Straße 52, Offenburg
in Kooperation mit dem Fachbereich der Stadt Offenburg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Eintritt frei