Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang durch den jüdischen Friedhof bei Schmieheim mit seinen über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Die ehrwürdige Grabstätte wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Ihr Mittelpunkt war der Friedhof in Schmieheim, den sie „Gut Ort“ oder Haus der Ewigkeit (hebr. „Beth Olam“) nannten. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr lateinische Buchstaben für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch auf ihre Ämter im jüdischen Gemeindeleben.
Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.
Bitte beachten: Es gelten die aktuellen coronabedingten Hygiene- und Abstandsregelungen, eine Begrenzung der Teilnehmerzahl sowie Maskenpflicht in Innenräumen.

Donnerstag 22. Juli 2021, 17 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Kontakt: Jürgen Stude 07807-957612;
Eintritt frei, Spenden erbeten

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Kippenheim : Führungen durch die ehemalige Synagoge zum europäischen Tag der jüdischen Kultur

Aufgrund ihres Erhaltungsgrades besitzt die Kippenheimer Synagoge einen besonderen architektur- und kulturgeschichtlichen Wert. 1852 eingeweiht, war sie die dritte Synagoge in der zu diesem Zeitpunkt etwa 200-jährigen Geschichte der Kippenheimer Juden. In ihr spiegelt sich das wechselvolle Schicksal der Juden, von ihrer Emanzipation im 19. Jahrhundert, bis zu ihrer Vertreibung und Ermordung durch die nationalsozialistischen Machthaber. Die ehemalige Synagoge ist auch ein Spiegel des Umgangs mit der Verfolgungsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.

Sonntag, 5. September 2021, 14 & 16 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Kippenheim, ehemalige Synagoge
Eintritt frei, Spenden erbeten

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Kippenheim: Klezmer Lieder und Geschichten!

Die Verschmelzung der heiter ansteckenden Klezmer Musik und der melancholischen jiddischen Lieder mit den lustigen Typen und Begebenheiten aus “So zärtlich war Suleyken“ von Sigfried Lenz, ergänzen sich auf’s Beste. Humorvolle Geschichten vom Dorf treffen auf die mitreissende Musik der Schtetl. Die Texte: lebendig und clownesk erzählt. Die Musik: virtuos und abwechslungsreich gespielt. Eine Liebeserklärung an die Menschen und das Leben. Klezmer Lieder und Geschichten!

Moise Schmidt: Gitarre, Gesang und Erzählung
Winfried Holzenkamp: Kontrabass
Robert Dietrich: Klarinette

Sonntag, 12. September 2021, 19 Uhr
Mit Chotsch / Freiburg
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

ehemalige Synangoge Kippenheim

Kippenheim: Konzert mit dem Trio Parlando

Das Trio Parlando spielt Musik jüdischer Komponisten aus drei Jahrhunderten. Mit Ines Then-Bergh/Violine, Sebastian Wohlfarth/Viola und Gesine Queyras/Violoncello. Gespielt werden Werke von Salomone Rossi, Leo Weiner und Hans Krasa.

Sonntag, 26. September 2021, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten
Kontakt:

Ehemalige Synagoge Kippenheim

Virtuelle Führungen durch die Ehemalige Synagoge Kippenheim für Schulklassen

Neues digitales Angebot für Schulklassen!

Auch der Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim ist durch die Pandemie betroffen, viele der für 2020 und 2021 geplanten Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen und Ausstellungen mussten abgesagt werden. Auch Führungen durch die ehemalige Synagoge oder über den jüdischen Friedhof von Schmieheim sind unter den derzeitigen Bedingungen nicht möglich. Der Förderverein bleibt  nicht untätig und sucht nach Wegen die Ehemalige Synagoge Kippenheim als außerschulischen Lernort  auch in den Zeiten der Pandemie für den Geschichts-, Religions- und Ethikunterricht zu nutzen. Ein erstes Ergebnis  sind  virtuelle Führungen durch die ehemalige Synagoge Kippenheim für Schulklassen im Rahmen von Videokonferenzen. Diese Führungen können dem Wissenstand der Schülerinnen und Schulen angepasst werden und sind geeignet für Klassen der Sekundarstufen I und II. Um dieses Angebot in der Praxis zu erproben, wurde dieses Format mit zwei 10. Klassen des Lahrer Max-Planck-Gymnasiums mit Erfolg getestet. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler ermutigen den Förderverein, die virtuellen Führungen auch anderen Schulen anzubieten.

Vortrag 45 Minuten plus Zeit für Fragen und Diskussion. Zwei Schulstunden wären angemessen
Kosten: Keine
Kontakt: Jürgen Stude, Tel. 07807-957612,

ehemalige Synagoge Kippenheim

Stef Wertheimer wird 95

Der in Kippenheim geborene, jetzt in Tel Aviv lebende Stef Wertheimer feiert am heutigen Freitag seinen 95.
Geburtstag. Wertheimer besuchte noch 1935 als Sextaner ein halbes Jahr lang das Ettenheimer Gymnasium, an dem er als »Judebue« von Lehrkräften ausgegrenzt wurde. Weiterlesen: lahrer-zeitung-16-07-2021

Führungen durch das jüdische Kippenheim

Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Kippenheim reicht bis in das 17. Jahrhunderts zurück. 1871 machte sie mit 323 Mitgliedern etwa 16 % der Gesamtbevölkerung des Ortes aus. Bis 1933 hatten jüdische Gewerbetreibende einen beträchtlichen Anteil am Wirtschaftsleben des Ortes. Zwischen der Friedhofstraße und der Bergstraße führt das „Judengäßle“, ein schmaler Verbindungsweg zur Bergstraße. Hier stand die 1794 in Fachwerkbauweise erstellte zweite Kippenheimer Synagoge; noch heute kann man an der Rückwand des benachbarten Gebäudes ihre Umrisse ablesen. 1852 wurde in der Poststraße die neue dritte Synagoge Kippenheims eingeweiht werden. Prägend für ihren Gesamteindruck ist die im Rundbogenstil gehaltene Doppelturmfassade mit Dreiecksgiebel und zinnenbekrönten Turmstümpfen.
Aufgrund ihres Erhaltungsgrades besitzt die Kippenheimer Synagoge einen besonderen architektur- und kulturgeschichtlichen Wert. In ihr spiegelt sich das wechselvolle Schicksal der Juden, von ihrer Emanzipation im 19. Jahrhundert, bis zu ihrer Vertreibung und Ermordung durch die nationalsozialistischen Machthaber. Die ehemalige Synagoge ist auch ein Spiegel des Umgangs mit der Verfolgungsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.

Bitte beachten: Es gelten die aktuellen coronabedingten Hygiene- und Abstandsregelungen, eine Begrenzung der Teilnehmerzahl sowie Maskenpflicht in Innenräumen.

Sonntag. 11. Juli 2021, 15 & 16 Uhr
Info:
Eintritt frei, Spenden erbeten

jüdisches Schmieheim

Führung durch das jüdische Schmieheim

In dem bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zum Ritterkanton Ortenau gehörenden alten Dorf Schmieheim bestand eine jüdische Gemeinde bis 1940. Seit etwa 1777 war es Sitz eines Rabbinats, bis dieses 1893 nach Offenburg verlegt wurde. Die höchste Zahl jüdischer Einwohner wurde um 1864 mit 580 Personen erreicht. (Hälfte der Gesamteinwohnerschaft). Etliche Gebäude wie die ehemalige Synagoge oder das ehemalige Rabbinat und der am Orstrand gelegene alte jüdische Friedhof zeugen von der reichen jüdischen Geschichte Schmieheims.
Bitte beachten: Es gelten die aktuellen coronabedingten Hygiene- und Abstandsregelungen, eine Begrenzung der Teilnehmerzahl sowie Maskenpflicht in Innenräumen.

Donnerstag 24. Juni 2021, 17 Uhr
Treffpunkt: Am Platz vor der evangelischen Kirche in der Ortsmitte von Schmieheim
mit Jürgen Stude
Eintritt frei, Spenden erbeten