Gedenken an die Deportation der Juden

Zur Erinnerung an die letzten jüdischen Mitbürger Diersburgs hat die evangelische Kirchengemeinde zusammenmit demHistorischen Verein Hohberg eine bewegende Gedenkfeier veranstaltet. Die Juden
waren am 22. Oktober 1940, vor genau 80 Jahren, aus ihrer Heimat vertrieben und einem ungewissen Schicksal
ausgeliefert wurden, an dessen Ende in denmeisten Fällen der Tod stand. Weiterlesen: badische_z_itung_lah_24102020_Seite_19 und lahrer-zeitung-28-10-2020

Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim

Kippenheim: Vortrag mit Dr. Christoph Kreutzmüller

Die öffentliche Deportation nach Gurs : Film- und Bilddokumente.

Der Historiker Dr. Christoph Kreutzmüller zeigt und kommentiert in seinem Vortrag das mittlerweile zahlreich vorliegende Foto- und Filmmaterial zur Deportation der badischen Juden am 22. Oktober 1940. Wer sind die Menschen, die die Deportation vor aller Augen im öffentlichen Raum organisieren, durchführen, bewachen und überwachen? Wer sind die Fotografen? Was dokumentieren sie? Die verschiedenen Blickwinkel der Opfer, der Täter, der Mittäter und der Zuschauer stellt er in den historischen Kontext und spiegelt sie im Licht des gegenwärtigen Wissensstands zur Deportation der badischen Juden.
Dr. Christoph Kreutzmüller ist Projektleiter der Ausstellung zum Thema Gurs, die das Haus der Wannseekonferenz in Berlin im Auftrag des Kultusministeriums BW vorbereitet und die 2021 vorgestellt wird.

Mittwoch, 21. Oktober 2020, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten
Anmeldung erforderlich:

Presse: Als die Synagoge zerstört wurde

Am22. Oktober 1940wurden auch in Friesenheimund Diersburg von den Nationalsozialisten Juden verhaftet, mit Lkw abtransportiert, in Züge verfrachtet und in das Barackenlager Gurs nach Südfrankreich deportiert. Wer dort im Lager nicht starb, kam zwei Jahre später in den Gaskammern der Konzentrationslager ums Leben. In beiden Gemeinden wird diesen Donnerstag der Opfer gedacht. Weiterlesen: badische_z_itung_lah_20102020_Seite_20

Kippenheim: Führung über den jüdischen Friedhof in Schmieheim

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren 2500 Gräbern wird Bärbel Heer in die wechselhafte Geschichte der Ortenauer Juden einführen. Der Friedhof wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wurde immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch über ihre Ämter im jüdischen Gemeindeleben.
Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Montag 12. Oktober, 17 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten

ehemalige Synangoge Kippenheim

Führungen durch die Ehemalige Synagoge Kippenheim

Aufgrund ihres Erhaltungsgrades besitzt die Kippenheimer Synagoge einen besonderen architektur- und kulturgeschichtlichen Wert. 1852 eingeweiht, war sie die dritte Synagoge in der zu diesem Zeitpunkt etwa 200-jährigen Geschichte der Kippenheimer Juden. In ihr spiegelt sich das wechselvolle Schicksal der Juden, von ihrer Emanzipation im 19. Jahrhundert, bis zu ihrer Vertreibung und Ermordung durch die nationalsozialistischen Machthaber. Die ehemalige Synagoge ist auch ein Spiegel des Umgangs mit der Verfolgungsgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg.

Sonntag, 13. September 2020, 14 & 15.30 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
mit Bernd Rottenecker
Eintritt frei, Spenden erbeten

 

Ehemalige Synagoge Kippenheim: Klezmers Techter

Ehemalige Synagoge Kippenheim – Klezmers Techter

ENTFÄLLT krankheitsbedingt

„Ava Olam – ein Mosaik aus traditionellen Melodien und Eigenkompositionen“ heißt ihr neues Programm. In ihren Arrangements schöpfen
KLEZMERS TECHTER immer wieder aus neuen musikalischen Quellen und Stilrichtungen. Viele Jahre spielen sie schon mit ungebremster Spielfreude zusammen auf den kleinen und großen Bühnen dieser Welt. Sie liefern sich dabei funkensprühende Dialoge mit virtuoser Technik und viel Gefühl.
Übrigens: ava kommt von aval, altsächsisch – Kraft, persisch – Klang. Olam ist hebräisch und meint „ewig, Geheimnis“.

Sonntag 6. September 2020, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur

Der Förderverein ehemaligen Synagoge Kippenheim beteiligt sich mit zwei Führungen am europäischen Tag der jüdischen Kultur.

15.00 Uhr: Führung durch das jüdische Schmieheim
Treffpunkt: Platz vor der evangelischen Kirche in der Ortsmitte von Schmieheim
16.30 Uhr: Führung über den jüdischen Friedhof Schmieheim
Treffpunkt: Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg; Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung zu tragen

Sonntag, 6. September 2020, 15 & 16.30 Uhr
Eintritt frei, Spenden erbeten