jüdischer Friedhof Schmieheim

Führung über den Schmieheimer Friedhof

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Der Friedhof wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet. Interessant sind die Symbole, die manche Grabsteine tragen. Sie verweisen auf die rituellen Aufgaben, denen die Verstorbenen nachgingen aber auch über ihre Ämter im jüdischen Gemeindeleben.
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen
Der Eintritt ist frei – Spenden werden erbeten

Dienstag 6. Juni, 18.00 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim_19.6.2019

Ehemalige Synagoge Kippenheim: Konzert mit Adafina

Adafina- der traditionelle Shabbateintopf der spanischsprechenden Juden ist Namensgeber und Inspiration des Duos. Zutaten sind die unkonventionelle Besetzung Akkordeon ,Flöten, Hackbrett, Marimbaphon, Vibraphon und Percussion. Gewürzt wird mit der ungewöhnlichen Kombination von Klezmer, Tango, barocker Klangwelt und afroamerikanischer Musik.
So entsteht ein würziger Eintopf, der alle Geschmackssinne berührt – eine musikalische Delikatesse mit Geschmacksexposionsgarantie!

Mittwoch, 19. Juni, 20.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Ehemalige Synagoge Kippenheim

Jüdischer Kulturweg: Radtour zwischen Offenburg und Kippenheim

Die südliche Ortenau war eines der jüdischen Zentren Badens.. Von diesem einst reichen jüdischen Leben zeugen heute noch ehemalige Synagogen und jüdische Friedhöfe aber auch hebräische und jiddische Wörter im Alemannischen und bauliche Spuren in den sogenannten „Judendörfern“ zwischen Offenburg und Ettenheim. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, der Diersburger „Judenfriedhof“ und die ehemalige Synagoge Kippenheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der bedeutende Stätten des Judentums entlang des Rheins verbinden soll. Unterwegs wird eine Vesperpause in Friesenheim eingelegt. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Sonntag, 30. Juni. 10 – ca. 16.30 Uhr
Veranstalter: Gedenkstätte Salmen/ Museum im Ritterhaus und Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim
Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus, Ende Schmieheim
Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier bzw. Lahr.
Teilnahme ist kostenlos
Anmeldung und Information Tel.: 0781/ 82 25 77 oder 07807-957612,

Straßburger Mikwe

Exkursion nach Straßburg

Die jüdische Gemeinde von Straßburg zählt zu den ältesten und bedeutenden Europas. Der Streifzug führt an Orte einer 1000-jährigen Geschichte: in die mittelalterliche Judengasse mit ihrer wieder entdeckten Mikwe, vorbei am Ort der 1940 von badischen Hitlerjungen in Brand gesteckten Synagoge und schließlich ins jüdische Viertel der Gegenwart, rund um die Friedensynagoge. Texte jüdischer Autoren, die sich hier aufgehalten haben, dienen als Leitfaden. Der Bogen reicht von Heinrich Heine über Claude Vigée bis zu Barbara Honigmann.

Sonntag 5. Mai 2019, 10-16 Uhr
Mit Dr. Stefan Woltersdorff, Kehler Literaturwissenschaftler
15 € (Tramticket & Führung, zu der auch der Besuch eines koscheren Restaurants)
Anmelung unter oder unter 07807-957612
Treffpunkt: Kehler Bahnhof

Kippenheim: Vortrag über Max Joseph Metzger

Kippenheim: Vortrag über Max Joseph Metzger

Anlässlich des 75. Todestages des katholischen Märtyrers Pfarrer Max Joseph Metzger (1887-1944): Dr. Christian Heß, Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars Collegium Borromaeum, berichtet über das Leben des Geistlichen Max Josef Weber und über dessen christlich geprägtes Friedensengagement. Die Nationalsozialisten ließen den überzeugte Pazifisten am 17. April 1944 hinrichten.
Dr. Heß hat in seinem Buch „Ohne Christus, ohne tiefstes Christentum ist Krieg“ das kirchlich-gesellschaftliche Engagement von Max Josef Metzgers beschrieben und sich intensiv mit dessen Leben auseinandergesetzt. Er wird in seinem Vortrag auch auf Metzgers Verhältnis zu den Juden eingehen.
Dr. Heß kommt auf gemeinsame Einladung der Seelsorgeeinheit Kippenheim und dem Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V. nach Kippenheim. Die Mutter des Märtyrers, Anna, geb. Gänshirt, stammte aus Kippenheim.

Mittwoch 17. April 2019, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim, Veranstaltungen April 2019

Rivka Holaender in Kippenheim: Das Alte Testament verstehen. Mit einer Jüdin die Bibel lesen

Juden nennen das Alte Testament Tenach. Es ist die hebräische Bibel. Sie ist Juden und Christen gemeinsam, wobei die Verständnisweisen manchmal sehr unterschiedlich ausfallen. Für das christliche Verstehen der Texte kann die jüdische Auslegung interessante Horizonte öffnen. Wer sich mit der Jüdin Rivka Hollaender auf einen solchen Entdeckungsweg machen will, ist an den Sonntagabenden herzlich willkommen – welcher Religion oder Konfession er oder sie selbst auch angehört. Hebräischkenntnisse sind nicht erforderlich.

Sonntag, 7. April 2019, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Die Teilnehmer*innen werden gebeten, eine Bibel mitzubringen.
Leitung: Rivka Hollaender, Lehrbeauftragte für Judaistik an der Ev. Hochschule Freiburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Foto: Andrea Welz

Kippenheim: Wartesaal der Würde – Anlässlich dem Tag der Opfer des Nationalsozialismus

Anlässlich des Tages der Opfer des Nationalsozialismus spielt die Oberstufen-Theater-AG des Max-Planck-Gymnasiums unter der Leitung von Andrea Welz ihr Stück „Wartesaal der Würde“ in der Ehemaligen Synagoge Kippenheim (Poststraße 16). Das Stück ist den Ortenauer Opfern des Nationalsozialismus gewidmet.  Die Mitglieder der Theater-AG haben alle Texte selber erarbeitet und vier Episoden entwickelt, in denen die Verfolgungsgeschichten der darin vorgestellten Personen im Mittelpunkt stehen: Alfred Frank  (1884-1944) aus Lahr, bildender Künstler und Widerstandskämpfer, der jüdischer Arzt Dr. Leo Wolff (1874-1942) aus Appenweier und Sylvia Cohn (1904-1942), Dichterin jüdischen Glaubens aus Offenburg, sowie Friedrich Benz (1902-1940) aus Lahr, den die Nationalsozialisten von  Arbeitslager zu Arbeitslager verschleppten.
Drei der Theaterszenen beruhen auf biografische Texten aus dem Ortenauer Gedenkbuch, das in der Ehemaligen Synagoge Kippenheim ausliegt, die Episode zu Dr. LeoWolff hat die Schülerin Clara Läßle verfasst; sie spielt darin auch die Hauptrolle.
Die Kompositions-AG des Clara-Schumann-Gymnasiums unter der Leitung von Christian Wenzel schuf eigene Kompositionen, die die Aussagen der Theaterszenen musikalisch unterstreichen. Die Kompositions-AG hat schon vor einigen Jahren in der Ehemaligen Synagoge Kippenheim von ihr vertonte Gedichte jüdischer Autorinnen und Autoren aufgeführt.

Sonntag, 27. Januar 17.00 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim
Eintritt frei – Spenden werden erbeten

Ehemalige Synagoge Kippenheim

Kippenheim: Ortenauer Kammerensemble

Gedenkkonzert zum 80. Jahrestag des Novemberpogroms 1938: Am Abend des 9. November 1938 ging von München der Befehl zum Pogrom aus. Am 10. November 1928 wurden in der Ortenau die Synagogen geschändet und die jüdischen Männer in das Konzentrationslager Dachau verbracht.
Weitere Informationen folgen

Sonntag 11. November 2018, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten