Emmendingen Jüdisches Museum

Vortag über Kochen und Essen in jüdischen Erzählungen

Buch­sta­ben– und Hüh­ner­sup­pen – Über Kochen und Essen in jüdi­schen Erzählungen

Vor­trag und Gespräch mit Dr. med. Ursula Hel­le­rich, Freiburg

Jüdi­sches Leben und Fei­ern in der Fami­lie liegt auf der Zunge und geht durch den Magen, es ist ohne Kochen, Essen und Trin­ken undenk­bar. Dies hat seit Jahr­hun­der­ten Ein­gang in die jüdi­sche Lite­ra­tur gefun­den. Schon in der Bibel ver­kauft Esau sein Erst­ge­burts­recht für ein Lin­sen­ge­richt und in neuen und neu­es­ten Geschich­ten und Roma­nen aus Israel und der jüdi­schen Dia­spora wird von jüdi­scher Tra­di­tion und Geschichte beim gemein­sa­men Essen am Fami­li­en­tisch erzählt. Wie das schmeckt, davon soll im Vor­trag die Rede sein, das Menü beginnt mit dem 1. Buch Mose Ber­eschit (Gene­sis) und ist mit Lily Bretts Roman „Chuzpe“ noch nicht zu Ende! Herz­li­che Ein­la­dung – Lechaim, aufs Leben!

Sonn­tag, 19. Februar 2017, 17:00 Uhr,
Jüdi­sches Museum Emmen­din­gen, Schloss­platz 7
Ein­tritt frei, Spen­den erbeten

Breisach-Buchvorstellung-THT

Buchvorstellung „Täter Helfer Trittbrettfahrer“

Neu­er­schei­nung Band 6 Süd­ba­den, her­aus­ge­ge­ben von Dr. Wolf­gang Proske

Dr. Pro­ske wird über die Ent­ste­hung sei­ner Buch­reihe und deren Inten­tio­nen berich­ten.
Heiko Weg­mann berich­tet über seine For­schung über den KZ-Arzt aus Frei­burg Wal­de­mar Hoven.
Chris­tiane Walesch-Schneller: stellt ihre Recher­che über Josef Ger­man Schil­lin­ger vor, der 1943 als Mit­glied der SS-Wachmannschaft in Ausch­witz von einer Häft­lings­frau vor der Gas­kam­mer töd­lich ver­letzt wurde. Josef Schil­lin­ger stammte aus Ober­rimsin­gen. Der Sta­tus sei­nes „Ehren­gra­bes“ wurde 2003 aufgehoben.

Bauch­schuß in Aus­übung des Diens­tes“ – Eine gerechte Strafe

Mode­ra­tion: Prof. Dr. Wolf­ram Wette

www.ns-belastete.de; www.kugelbergverlag.de

Mon­tag, 6. März 2017, 19 Uhr
Museum für Stadt­ge­schichte Brei­sach, Rhein­torpl. 1, 79206 Brei­sach am Rhein

Breisach-Buchvorstellung-THT

Buchvorstellung „Täter Helfer Trittbrettfahrer“

Heiko Weg­mann berich­tet über Wal­de­mar Hoven.
Dr. Bernd Hain­mül­ler spricht über Hei­ner Bieg, Chef der Reichs­deut­schen Jugend in der Schweiz.
Chris­tiane Walesch-Schneller stellt SS-Unterscharführer Josef Ger­man Schil­lin­ger vor.
Dr. W. Pro­ske berich­tet über die THT-Buchreihe.

Mode­ra­tion: Dr. Marie Muscha­lek, Uni­ver­si­tät Freiburg

Diens­tag, 7. März 2017, 19:30 Uhr
Lan­des­zen­trale für poli­ti­sche Bil­dung Frei­burg, Ber­told­str. 55, 79098 Freiburg

Breisach-Buchvorstellung-THT

Buchvorstellung „Täter Helfer Trittbrettfahrer“

Dr. Wolf­gang Pro­ske berich­tet über Hein­rich Höf­ler, MdB 19949 – 1963 Emmendingn

Chris­tiane Walesch-Schneller spricht über SS-Unterscharführer Josef Ger­man Schil­lin­ger aus Breisach-Oberrimsingen

Mode­ra­tion: Prof. Dr. Heiko Haumann

Mitt­woch, 8. März 2017, 19 Uhr
Bür­ger­saal Altes Rat­haus in Emmen­din­gen, Markt­platz 1

Blaues Haus Breisach

Konzert im Blauen Haus

Vor­an­kün­di­gung:

Kon­zert mit Adriana Burstein, Vio­lon­cello, und Roberto Legnani, Gitarre

Wei­tere Infos folgen…

Sonn­tag, 23. April 2017, 18 Uhr
Blaues Haus, Rhein­tor­straße 3, 79206 Brei­sach am Rhein

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Feierliche Ehrung im Museum im Ritterhaus, Offenburg

Große Ver­dienste um die Erinnerung

Eva Men­dels­son und Mar­tin Ruch erhal­ten das “Stadt­tor­zei­chen” von Wer­ner Pokorny für ihr gro­ßes Engagement.

Es wird eine Fei­er­stunde der beson­de­ren Art. Nächs­ten Frei­tag, 27. Januar, 19 Uhr, erhal­ten der His­to­ri­ker und ehren­amt­li­che Redak­teur der „Ortenau“, Mar­tin Ruch, sowie die Über­le­bende des Holo­caust, Eva Men­dels­son, eine Aus­zeich­nung der Stadt Offen­burg für ihre gro­ßen Ver­dienste um das Geden­ken an die schwär­zeste Epo­che der deut­schen Geschichte.

Offen­burg hat Ende der 1970er-Jahre begon­nen, die Ver­bre­chen des NS-Regimes in der eige­nen Stadt zu beleuch­ten. Seit­her ist die­ses städ­ti­sche Geden­ken und Erin­nern ein fes­ter Bestand­teil des kul­tur­po­li­ti­schen Pro­gramms. Im ver­gan­ge­nen Jahr hat  sich der Gemein­de­rat dafür aus­ge­spro­chen, die Erin­ne­rung ein­mal an die Demo­kra­tie­be­we­gung 1847 bis 1849, zum ande­ren aber auch an die dunkle Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus auch künf­tig zu pfle­gen als Grund­pfei­ler einer städ­ti­schen Erin­ne­rungs­kul­tur. Der Sal­men, der einer gro­ßen Öffent­lich­keit erst mit dem Frei­heits­fest 1997 in sei­ner his­to­ri­schen und poli­ti­schen Bedeu­tung bewusst wurde, ist nicht nur ein Denk­mal von natio­na­ler Bedeu­tung, son­dern als Ort sowohl der Volks­ver­samm­lun­gen 1847, 1848 und 1849 als auch der Schän­dung der jüdi­schen Syn­agoge 1938 ein­zig­ar­tig in Deutschland.

Eva Men­dels­son, 1931 als Toch­ter von Syl­via und Edu­ard Cohn gebo­ren, besucht seit Anfang der 1990er-Jahre Offen­burg regel­mä­ßig ein­mal im Jahr. Sie stellte und stellt sich immer noch Zeit­zeu­gen­ge­sprä­chen zur Ver­fü­gung. Dabei besucht sie Schu­len, um jun­gen Men­schen ihre Lebens­ge­schichte und von ihren Lebens­er­fah­run­gen zu erzäh­len. Das ist keine Selbst­ver­ständ­lich­keit und kos­tet sie immer auch viel Kraft und Trä­nen. Sie hat mit 13 Jah­ren ihre Mut­ter zum letz­ten Mal gese­hen, bevor diese in Ausch­witz im Alter von 38 Jah­ren umge­bracht wurde. Dort starb zwei Jahre spä­ter auch ihre älteste Schwes­ter Esther – mit 18 Jah­ren. Sie und die mitt­lere Schwes­ter Myriam überlebten.

Mar­tin Ruch hat es sich zur Lebens­auf­gabe gemacht, die Bio­gra­fien von Offen­bur­ger und Orten­auer Juden zu erfor­schen, zu doku­men­tie­ren und zu veröffentlichen.

Frei­tag, 27. Januar, 19:00 Uhr
Museum im Rit­ter­haus, Rit­ter­straße 10, 77652 Offenburg

Le Chajim in Kippenheim

Ökumenischer Gedenk-Gottesdienst in der St. Andreas-Kirche, Offenburg

Am Frei­tag, 27. Januar 2017, 18 Uhr, fin­det in der St. Andreas-Kirche ein öko­me­ni­scher Got­tes­dienst statt, der das Geden­ken an die Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus in den Mit­tel­punkt stellt. Drei Jugend­li­che tra­gen die Bio­gra­fien von ehe­ma­li­gen Offen­bur­ger Juden vor, die sie im Rah­men des muse­ums­päd­ago­gi­schen Pro­jek­tes „Gedenk­buch im Sal­men“ im Stadt­ar­chiv recher­chiert haben. Musi­ka­lisch umrahmt wird die Ver­an­stal­tung von der Gruppe „Le Chajm“ mit Klezmer-Musik.

Frei­tag, 27. Januar 2017, 18 Uhr
St. Andreas Kir­che, Haupt­straße 75, 77652 Offenburg

Film “Mich kriegt ihr nicht! — Die abenteuerliche Odyssee des Manfred Weil”

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Mich kriegt ihr nicht! — Die aben­teu­er­li­che Odys­see des Man­fred Weil”,
ein Film von Wer­ner Mül­ler im Rah­men des Inter­na­tio­na­len Holocaustgedenktages.

Ein his­to­ri­sches Road­mo­vie der beson­de­ren Art.

Don­ners­tag, den 26. Januar 2017, 19.00 Uhr
Simon-Veit-Haus, Kirch­straße 11, Teschemacher-Saal, Emmen­din­gen, Ein­gang Schloss­platz
Ein­tritt frei

Darf in einem Film, der Flucht, Ver­trei­bung, Inter­nie­rung und den Holo­caust zum Thema hat gelacht wer­den?
Es darf nicht nur. Es geht gar nicht anders – zumin­dest wenn die­ser Film von Man­fred Weil erzählt und erzählt wird. Mit sei­nem jüdisch-kölschen Humor berich­tet er über seine Odys­see wäh­rend der Zeit der Shoah und über die Grau­sam­kei­ten in den Lagern in Frank­reich und der Schweiz, in denen er lan­dete. Über diese ein­ma­li­gen und teil­weise gera­dezu unglaub­li­chen Schel­men­ge­schich­ten, in denen er der gesam­ten Nazi-Bürokratie und ihren Kol­la­bo­ra­teu­ren ein Schnipp­chen schlägt, kann und muss man lachen.

Man­fred Weil hat jedes Drang­sal über­lebt – bis zu sei­nem natür­li­chen Tod im Alter von fast 95 Jah­ren. Vor allem hat er sein Über­le­ben sei­nem untrüg­li­chen Sinn für Gefahr und sei­ner ganz beson­de­ren „Chuzpe“ zu ver­dan­ken – die­ser Mischung aus Mut und char­man­ter Unver­schämt­heit. Er ist ein wun­der­ba­rer Maler gewor­den, der sich in sei­ner Male­rei fast nur den schö­nen Din­gen wid­mete. Vor allem den Frauen.
Glück war alles in die­ser Zeit! – ein Fazit, das Man­fred Weil mit Blick auf sie­ben Jahre der Ver­trei­bung, der Lager-Internierung und der aben­teu­er­li­chen Flucht zieht.

Zum internationalen Holocaustgedenktag 2017: Ein Lied für Suzanne Carola Hochherr

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Am 27. Januar 1945 wurde das Ver­nich­tungs­la­ger Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee befreit.

Im Mit­tel­punkt der Ver­an­stal­tung steht die Erin­ne­rung an Suzanne Carola Hoch­herr, die mit ihren Eltern sechs Wochen vor ihrem drit­ten Geburts­tag im Juli 1942 in Ausch­witz ermor­det wurde.

Suzanne Carola wurde in Ams­ter­dam gebo­ren, wohin ihre Eltern geflo­hen waren. Ihre Mut­ter, Dr. med. dent. Mar­got Bähr wuchs in Brei­sach auf als Toch­ter des Gemein­de­vor­ste­hers Her­mann Bähr und sei­ner Frau Fanny Bähr.

Suzanne Carola wird von Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Hugo-Höfler-Realschule mit Tex­ten, Bil­dern und musi­ka­li­sche Bei­trä­gen vorgestellt.

Frei­tag, 27. Januar 2017, 18 Uhr
Spi­tal­kir­che am Markt­platz, Brei­sach
Der Ein­tritt ist frei.

Wei­ter­le­sen

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Film „Karl Jäger und Wir – die langen Schatten des Holocausts in Litauen“

Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutsch­land der offi­zi­elle Tag, an dem der Opfer des Natio­nal­so­zia­lis­mus gedacht wird. Aus die­sem Anlass wird in Wald­kirch der Film „Karl Jäger und Wir – die lan­gen Schat­ten des Holo­caust in Litauen“ gezeigt. Ab 20 Uhr wird der Film im Katho­li­schen Gemein­de­zen­trum St. Mar­ga­re­then vor­ge­führt. Der Film ent­stand inner­halb eines Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­pro­jekts von Black Dog e.V.

Mehr Infos unter: http://www.stadt-waldkirch.de/site/Waldkirch/node/1407532

Frei­tag, 27. Januar 2017, 20 Uhr
Katho­li­sches Gemein­de­zen­trum St. Mar­ga­re­then, Kirch­platz 9, 79183 Waldkirch