Ausstellung Josel von Rosheim

Ausstellungseröffnung Josel von Rosheim

Ein­füh­rung in die Aus­stel­lung: Dr. Wer­ner Tran­sier, His­to­ri­sches Museum der Pfalz, Speyer

Josel ben Ger­schon von Ros­heim (1478−1554) war eine her­aus­ra­gende jüdi­sche Per­sön­lich­keit des 16. Jahr­hun­derts, die das in der Refor­ma­ti­ons­zeit erneut gefähr­dete Zusam­men­le­ben von Juden und Chris­ten nach­hal­tig beein­flusste. Er unter­hielt Brief­kon­takte mit Mar­tin Luther und ande­ren Refor­ma­to­ren. Seine enge Ver­bin­dung zu Kai­ser Karl V. nutzte er, um die Rechts­stel­lung und Sicher­heit der Juden im Hei­li­gen Römi­schen Reich Deut­scher Nation in einer Zeit des Umbruchs zu schüt­zen. 1530 erreichte er, dass der Reichs­tag in Augs­burg den Schutz von „Leib und Leben“ der Juden bestä­tigte und sich dage­gen aus­sprach, sie zur Taufe zu drän­gen. Mit Mar­tin Luther, den er ver­geb­lich um Unter­stüt­zung für die Ver­bes­se­rung der recht­li­chen Situa­tion der deut­schen Juden bat, stand er schrift­lich in Verbindung.

Die Aus­stel­lung ist bis zum 10. Sep­tem­ber 2017 zu sehen.

22. Juni 2017, 20 Uhr
Ehe­ma­lige Syn­agoge Kip­pen­heim
Ein­tritt frei, Spen­den erbeten

Sulzburg Buchvorstellung In der Heimat eine Fremde

Buchvorstellung “In der Heimat eine Fremde”

Das Leben einer deut­schen jüdi­schen Fami­lie im 20. Jahr­hun­dert“ so lau­tet der Unter­ti­tel zu Anne Over­lacks Buch, in dem sie über jüdi­sches Leben auf der Höri und über die Fami­lie Wolf auf über drei­hun­dert Sei­ten erzählt. Von Jacob Picard, des­sen Lebens­weg als Chro­nist des Land­ju­den­tums vor etli­chen Jah­ren in der Sulz­bur­ger ehe­ma­li­gen Syn­agoge aus­ge­stellt war, wird ein gro­ßer und viel­schich­ti­ger Bogen gespannt bis zu der pro­mo­vier­ten Juris­tin Han­ne­lore König, gebo­rene Wolf, die Picard noch per­sön­lich gekannt hatte. Sie war die erste Ober­staats­an­wäl­tin Württembergs.

Anne Over­lack ist Erste Vor­sit­zende des Jacob-Picard-Freundeskreises und berichtet.

23. Juni 2017, 18 Uhr
Sulz­burg, Gustav-Weil-Straße 18
Ein­tritt frei, Spen­den erbeten

NS-Gedenkstätte Vulkan in Haslach

Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Vulkan

Im Has­la­cher Uren­wald, nahe der Müll­de­po­nie erin­nert die „KZ-Gedenkstätte Vul­kan“ an die drei natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Lager in Has­lach, in denen von Sep­tem­ber 1944 bis April 1945 über 1.700 Män­ner aus 21 Län­der lit­ten und Hun­derte von ihnen starben.

Treff­punkt um 18:30 Uhr am aus­ge­schil­der­ten „Wald­see­park­platz“ an der B 294 in Rich­tung Frei­burg. Gemein­same Fahrt zur Gedenk­stätte. Mit­fahr­ge­le­gen­heit für Nicht­mo­to­ri­sierte kann orga­ni­siert werden.

An der Gedenk­stätte Vor­trag von Sören Fuß mit Dis­kus­si­ons­mög­lich­keit – Gele­gen­heit zum Lesen der Dokumentationstafeln.

Anmel­dung erwünscht unter der Tele­fon­num­mer 07832 706–174.

Don­ners­tag, 29. Juni, 18:30 — 20:45 Uhr
KZ-Gedenkstätte Vul­kan in Has­lach, Treff­punkt am aus­ge­schil­der­ten “Wald­see­park­platz” an der B 294 Orts­aus­gang Has­lach in Rich­tung Frei­burg
gebührenfrei

Breisach am Rhein

Günter Boll. Bald wird der Winter vorüber sein”

Der För­der­ver­ein Ehe­ma­li­ges Jüdi­sches Gemein­de­haus und das Museum für Stadt­ge­schichte laden zur Mati­nee & Buch­vor­stel­lung im Museum für Stadt­ge­schichte Brei­sach ein.

Vor­stel­lung von Band 2 der Reihe „Blaue Hefte“ und Eröff­nung der Son­der­aus­stel­lung mit Geni­sa­fun­den aus der Syn­agoge von Macken­heim im Elsass (Samm­lung Gün­ter Boll):

Gün­ter Boll (1940−2012) war Grün­dungs­mit­glied des För­der­ver­eins. Das Blaue Heft 2 wid­met sich sei­nen For­schun­gen zur Geschichte der Juden am Ober­rhein. 1981 gelang es ihm, in letz­ter Minu­ten einen  Teil der „Genisa“ aus der Syn­agoge von Macken­heim zu ret­ten. Objekte reli­giö­sen Gebrauchs, die auf dem Dach­bo­den auf­ge­ho­ben wor­den waren.

Einladung_Boll_Breisach

9. Juli 2017, 11.30 Uhr
Brei­sach am Rhein, Rhein­tor­platz 1
Ein­tritt frei

Martin Luther und die JudenMartin Luther und die Juden

Martin Luther und die Juden

Luthers Wan­del von Juden­freund zum Juden­feind und des­sen Nach­wir­kun­gen in Theo­lo­gie und Geschichte beleuch­tet Prof. Dr. Klaus Mül­ler, Beauf­trag­ter der evan­ge­li­schen Lan­des­kir­che in Baden für das christlich-jüdische Gespräch.

Die evan­ge­li­sche Kir­che erin­nert 2017 an die Ver­öf­fent­li­chung der 95 The­sen durch Mar­tin Luther vor 500 Jah­ren in Wit­ten­berg. Der Refor­ma­tor hoffte anfäng­lich, dass die Juden das refor­ma­to­ri­sche Gedan­ken­gut über­neh­men und mas­sen­haft zum Chris­ten­tum über­tre­ten wür­den. 1523 schrieb er „Dass Jesus Chris­tus ein gebo­re­ner Jude sei“. Nach dem dies aus­blieb, begann er sich zum Anti­ju­da­is­ten zu wan­deln. 1543 erschien seine Schrift „Von den Juden und ihren Lügen”. Mar­tin Luthers Juden­feind­schaft gilt als große Belas­tung für die Geschichte der evan­ge­li­schen Kir­che und wird den Schat­ten­sei­ten im Wir­ken des Refor­ma­tors zugerechnet.

13. Juli 2017, 20 Uhr
Ehe­ma­lige Syn­agoge Kip­pen­heim
Ein­tritt frei, Spen­den erbeten

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Führung Mikwe, Salmen, Stolpersteine

Füh­rung zum euro­päi­schen Tag der jüdi­schen Kultur.

 

3. Sep­tem­ber 2017, 11–13 Uhr
Treff­punkt: Offen­burg, Lange Straße 52
Mit Marion Herrmann-Malecha
Ein­tritt frei
Anmel­dung erfor­der­lich unter 0781 / 82 2577

jüdischer Friedhof Rosenwiller

Exkursion nach Rosheim / Elsass

Im Rah­men der Aus­stel­lung Josel von Ros­heim  besucht der För­der­ver­ein Ehe­ma­lige Syn­agoge die Hei­mat­stadt die­ser bedeu­ten­den Per­sön­lich­keit und den jüdi­schen Fried­hof von Rosen­wil­ler. Wei­tere Infor­ma­tio­nen: www.ehemalige-synagoge-kippenheim.de.

15. Juni 2017
Anmel­dung erfor­der­lich unter juergen.stude@ekiba.de

Sulzburg Ehemalige Synagoge innen

Mensch Luther”

Bericht im Rah­men des Luther-Jahres: Rein­hold Sylla,Sulzburg: „Mensch Luther! – Ver­such einer Annä­he­rung an seine Per­son und ihre Licht– und Schattenseiten“. 

Unter Mit­wir­kung des Schön­berg – Cho­res Frei­burg. Lei­tung: Annette Fabriz, Kan­to­rin Sulzburg

11. Juni 2017, 17 Uhr
Sulz­burg, Gustav-Weil-Straße 20
Ein­tritt frei, Spen­den erbeten

Der jüdische Verbandsfriedhof Schmieheim

Friedhofsführung in Schmieheim

Bei einem Gang über den 1682 ange­leg­ten jüdi­schen Ver­bands­fried­hof in Schmie­heim, lässt sich die wech­sel­hafte Geschichte der Juden der Ortenau able­sen. Von beson­de­rer Bedeu­tung sind die in Stein gehaue­nen Sym­bole auf den Grab­stei­nen: sie ver­mit­teln einen Ein­druck vom reli­giö­sen Leben des Land­ju­den­tums. Treff­punkt am Park­platz beim Fried­hof an der Straße von Schmie­heim nach Wall­burg. Män­ner müs­sen eine Kopf­be­de­ckung tra­gen, gutes Schuh­werk wird  empfohlen.

8. Juni 2017, 18 Uhr
Schmie­heim, jüdi­scher Fried­hof
Ein­tritt frei, Spen­den erbeten