jüdischer Friedhof Schmieheim

Führung über den Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Sie wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet. Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird  empfohlen.

Donnerstag, 26 April 2018, 18 Uhr
Schmieheim, Friedhof
Der Eintritt ist frei – Spenden werden erbeten.

Breisach_Lider-Togbuch (Liedertagebuch) nach Gedichten von Abraham Sutzkever

Breisach: Konzert zur Erinnerung an Gerhard Dümchen (1935-2017)

Lider-Togbuch (Liedertagebuch) nach Gedichten von Abraham Sutzkever
Aus den Schriften des großen jiddischen Lyrikers Abraham Sutzkever (1913-2010), der 1913 in Vilnius geboren wurde und 2010 in Tel Aviv starb, hat Gilead Mishory dreizehn Gedichte ausgewählt, die den Zuhöre durch den Tag des Dichters führen.
Seit seiner Uraufführung in München (1998) wurde der Zyklus in vielen Ländern der Welt aufgeführt. Gilead Mishory, israelischer Komponist und Pianist, ist Professor an der Hochschule für Musik Freiburg.

Sonntag, 29. April 2018, 12 Uhr
Spitalkirche Marienau (Marktplatz), Breisach
Eintritt 15 €/8 €
Reservierungen:

Blaues Haus Breisach

Vortrag: Kritik der kommentierten Ausgabe von Hitlers „Mein Kampf“

Der Verleger, Historiker und freie Autor Helmut Donat referiert zur Kritik an der Edition von „Mein Kampf“ des Instituts für Zeitgeschichte im Blauen Haus Breisach.
Donat ist Mitbegründer des Arbeitskreises Historische Friedensforschung und wurde mehrfach für sein verlegerisches und publizistisches Wirken ausgezeichnet, u.a. mit dem Carl von Ossietzky-Preis der Stadt Oldenburg.

Dienstag, 08. Mai 2018, 20 Uhr
Blaues Haus, Rheintorstraße 3, Breisach
Eintritt frei

Exkursion jüdisches Worms

Exkursion „Jüdisches Worms“

Als  „Klein-Jerusalem am Rhein“ bekannt, bietet die alte Stadt Worms bemerkenswerte Zeugnisse aus 1000 Jahren jüdischer Geschichte. Der Vormittag der Exkursion ist dem Besuch des jüdischen Museums im Raschihaus und des Wormser Doms gewidmet. Im Mittelpunkt der Führung durch das ehem. jüdische Worms am Nachmittag stehen neben dem ältesten jüdischen Friedhof Europas, der „Heilige Sand“ das jüdische Viertel mit Synagoge und Judengasse.
Abhängig von den Anmeldungen  fahren wir in Fahrtgemeinschaften oder mieten einen Reisebus.

Donnerstag, 10. Mai 2018, 
Abfahrt 9.00 Uhr in Kippenheim, Rückkehr gegen 18.30 Uhr.
Informationen: Jürgen Stude, Tel. 07807-957612,

Mikwe Offenburg: Blick in die Ausstellung "Vom Bad zum Brunnen"

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

14 Meter unter dem heutigen Hofniveau des Anwesens Glaserstraße 8 befindet sich das älteste jüdische Bauwerk Südbadens – das Offenburger Judenbad (Mikwe). Es wurde von der hiesigen jüdischen Gemeinde errichtet. Hölzerne Stege leiten durch eine neu konzipierte Ausstellung, die drei Themenkomplexe aufgreift.
Am Sonntag bewirten während der Öffnungszeit bewirtet Kooperationspartner im Innenhof.

Freitag, 11. Mai & Sonntag 13 Mai 2018, jew. 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8
Eintritt frei
In Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg

Int. Museumstag 2018_Emmendingen

Emmendingen: Internationaler Museumstag 2018. Auf dem Weg nach Jerusalem …

Am Internationalen Museumstag bietet das jüdische Museum Emmendingen ein vielfältiges Angebot:

11:00 Uhr – 17:00 Uhr: Tag der offenen Tür im Jüdischen Museum Emmendingen, Bewirtung mit koscherem Wein, Sekt und Challa (Zopfbrot zu den jüdischen Feiertagen)

11:30 Uhr: Eröffnung des Internationalen Museumstags: Präsentation eines neuen Exponates: Hermann Struck, Alter Jude aus Jaffa, Radierung, sowie weiterer Objekte aus der Judaica-Sammlung Karl Günther

12:00 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Rabbiner Yaakov Yosef Yudkowsky, Jüdische Gemeinde Emmendingen – 
„Von Pessach zum Wochenfest Schawuot –die Omerzeit“

14:00 Uhr: Vortrag und Gespräch mit Monika Rachel Raija Miklis, M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin im Jüdischen Museum Emmendingen – „Die Bezalel Academy of Arts and Design: Hermann Struck – Bezalel – Jerusalem“

15:30 Uhr: Kuratorinnenführung durch die neue Dauerausstellung in der Mikwe mit Monika Rachel Raija Miklis, M.A.

Flyer zum Download:Flyer Internat. Museumstag 2018 

Sonntag, 11. Mai 2018, 11-17 Uhr
Jüdisches Museum Emmendingen
Eintritt frei, Spenden erbeten
Veranstalter: Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. 

Kippenheim: Kaléko bis Brecht

Kippenheim: Kaléko bis Brecht

Of Cabbages and Kings: Die Frauenstimmen hinter diesem Bandnamen stehen für das Wechselspiel zwischen rohen, natur belassenen und bis ins Detail feingeschliffenen Klängen. Morscher, Pérez, Ziegler und Totenhagen haben in Boston, Wien, Kopenhagen und Köln Jazzgesang studiert und schreiben alle ihre Arrangements selbst. „Unsere vier Stimmen sind gleichberechtigt, es gibt viel Interaktion, Improvisation, die auch manchmal in Richtung freie Musik geht“, formulieren die vier Sängerinnen ihren künstlerischen Ansatz. In ihrem neuen Programm vertonen sie deutschsprachige Lyrik von Kaléko bis Brecht.

Sonntag, 27. Mai 2018, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Mikwe Offenburg

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Die neue Präsentation greift drei Themenkomplexe auf: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads.

Freitag, 8. Juni 2018, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8
Eintritt frei
In Kooperation mit dem Jugendbüro Offenburg / Mehrgenerationenhaus

Mikwe Offenburg, Foto: Magdalena Schaaf

Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim: Exkursion zur Offenburger Mikwe

Der Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim lädt zur Besichtigung der Offenburger Mikwe ein, die 2016 mit einer neuen Ausstellung aufgewertet wurde. Die Archäologin Valerie Schoenenberg vom „Büro für archäologische und kulturhistorische Dienstleistungen – archist“ führt durch die von ihr gestaltete Ausstellung und das Ritualbad.
Bisher hatte man das 14 Meter unter der Erde gelegene Ritualbad (hebräisch: Mikwe) wegen seiner gotischen Stilelemente ins Hochmittelater datiert. Nach neueren bauhistorischen Forschungen ist es möglicherweise in der frühen Neuzeit  entstanden. Eine Treppe mit 46 Stufen führt die Besucher bis in das Zentrum des Ritualbades. In der Mikwe kommen die Juden den rituellen Reinheitsvorschriften ihrer Religion nach. Nur lebendes Wasser (Quell- oder Regenwasser) darf für die rituellen Waschungen verwendet werden. Die Offenburger Mikwe wurde mit Regenwasser befüllt. Das Tauchbecken muss mindestens 800 Liter fassen.

Dienstag, 12. Juni 2018, 18 Uhr
Treffpunkt: Mikwe Offenburg, Eingang Glaserstraße 8
Eintritt frei – Spenden werden erbeten.