Sulzburg: Der Nationalsozialismus als deutsche Vergangenheit und Gegenwart

Wer sich auf die Lehren aus dem Dritten Reich beruft, der orientiert sich a Grundsätzliche. Der Nationalsozialismus und seine Verbrechen sind in den vergangenen etwa 25 Jahren in Deutschland und anderen Ländern zu einer Kategorie der moralischen Absolutheit geworden; durch sie wurde das politisch Verwerfliche schlechthin definiert. In seinem Vortrag in der ehemaligen Synagoge Sulzburg referiert Dr. Ulrich Herbert, Professor für neuere und neueste Geschichte an der Universität Freiburg i. Br. Weiterlesen: KarteSulzburgUlrichHerbertDruck22

Freitag, 7. Dezember 2018, 19 Uhr
Sulzburg, ehemalige Synagoge
Eintritt KarteSulzburgUlrichHerbertDruck22

Sulzburg Ehemalige Synagoge innen

Sulzburg: Kampf gegen das Vergessen und Bemühen um Frieden

90 Jahre alt wäre Elie Wiesel am 30. September geworden. Der Schriftsteller, Hochschullehrer und Friedensnobelpreisträger von 1986 starb 2016 in New York. Der Sprecher und Südwestfunk-Moderator Rudolf Guckelsberger und die Musikerin Vanessa Porter erinnerten in der Ehemaligen Synagoge Sulzburg an einen Mann, der als Überlebender der nationalsozialistischen Konzentrationslager sein ganzes Leben und Werk der Erinnerung, dem Kampf gegen das Vergessen und dem Bemühen um Frieden und Versöhnung gewidmet hat.
Vanessa Porter mit der Marimba und Rudolf Guckelsberger mit der Lesung von Elie Wiesels Texten gestalteten eine Abend in der Ehemaligen Synagoge in Sulzburg. Weiterlesen: badische_zeitung_2018-10-06_Sulzburg

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

„Antisemitismus kommt ohne Juden aus“

Der Offenburger Salmen war nahezu voll besetzt, zahlreiche Wortmeldungen bestimmten die anschließende Diskussion. An diesem Ort wurden 1847 neben anderen Grundrechten die Gleichbereichtigung aller Religionen proklamiert. Vom 9. auf den 10. Novemer 1938 wurde der Salmen verwüstet, weil sich hier die Offenburger Synagoge befand. Ebendort referierte am Dienstagabend (2. Oktober) Michael Blume über „Alten und neuen Antisemitismus. Blume ist Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg. Weiterlesen oder BZ_5.10.18_Vortrag Blume_Salmen

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

Vortrag „Alter und Neuer Antisemitismus“

In der Nacht vom 9. auf den 10. November jährt sich die Zerstörung der deutschen Synagogen während des Novemberpogroms zum 80. Mal.

Aus diesem Anlass spricht der Antisemitismusbeauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg, Dr. Michael Blume zum Thema „Alter und neuer Antisemitismus“. Dabei steht nicht nur die Aufarbeitung der Vergangenheit im Fokus, sondern auch der offene oder versteckte Antisemitismus im heutigen Deutschland und Europa. Gibt es angesichts der schwierigen Gesamtlage Wege in eine Zukunft gegenseitiger Wertschätzung?

Der Vortrag findet in der Kultur- und Erinnerungsstätte Salmen statt. Dort befand sich seit 1875 die Offenburger Synagoge, die ebenfalls während des Novemberpogroms 1938 zerstört wurde. Flyer_2.10.18_web-end

Dienstag, 2. Oktober 2018, 20 Uhr
Salmen, Lange Straße 52, Offenburg
in Kooperation mit dem Fachbereich der Stadt Offenburg und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
Eintritt frei

Elie Wiesel_Sulzburg

Sulzburg: Literarisch-Musikalische Soirée – „Un die Welt hot geschwign. Elie Wiesel – ein Zeuge wider das Vergessen“

Als Fünfzehnjähriger wurde er aus seiner Heimat, der frommen chassidischen Welt eines rumänischen Schtetl‘s, gerissen und in die Hölle von Auschwitz verschleppt. Er hat sie überlebt, als einziger seiner Familie. In autobiographischen Schriften hat er später von seinen Erlebnissen berichtet und das Ungeheuerliche in Romanen, Gedichten, Essays zu begreifen versucht.
Aber Elie Wiesel wollte den Holocaust nie bloß literarisch „konservieren“. Seine Erinnerungen weisen in die aktuelle Gegenwart und in die Zukunft: in eine Welt, die nach wie vor von Gewalt, Unterdrückung und Rassismus geprägt ist, will er uns bewahren von Apathie und Gleichgültigkeit. Die großen und kleinen Tragödien der Menschheitsgeschichte, so meint er, geschehen immer wieder nur aus einem Grund: weil wir wegschauen und schweigen, und so den Tätern das Feld überlassen.

Als Anerkennung für sein literarisches und politisches Zeugnis, für sein unermüdliches Ringen um eine menschenwürdigere Welt erhielt Wiesel 1986 den Friedensnobelpreis

In seiner Collage gibt Rudolf Guckelsberger einen Einblick in Elie Wiesels umfangreiches Werk, vornehmlich mit Passagen aus seinen frühen Arbeiten, in denen er versucht, das Unaussprechliche des Schoa-Erlebnisses in Worte zu fassen. Begleitet wird er dabei von Vanessa Porter, einer vielfach ausgezeichneten jungen Percussionistin.

Textauswahl und Lesung: Rudolf Guckelsberger
Musik: Vanessa Porter, Marimbaphon

Sonntag, 30. September 2018, 19 Uhr
Sulzburg, ehemalige Synagoge
Karten: Touristinfo Sulzburg