Ehemalige Synagoge Sulzburg: literarisch-musikalischen Abend

Johanna Rieken und Peter Kleindienst geben in der ehemaligen Synagoge Sulzburg zum letzten Mal Einblick in das Leben zweier herausragender Schriftstellerinnen: „Zwischen den Welten – Nelly Sachs und Selma Lagerlöf“:

15 Jahre ist Nelly Sachs alt, als sie den Roman „Gösta Berling“ von Selma Lagerlöf liest. Sie beginnt selbst zu schreiben und schickt der von ihr verehrten Selma Lagerlöf 1921 ihr erstes Buch. Die beiden Frauen haben sich nie getroffen und waren doch in ihren Biografien schicksalhaft miteinander verbunden. In einer Symbiose von Erzählungen, Gedichten, Originaltönen, authentischen Fotos, Musik sowie Klang- und Bildinstallationen näherte sich das Programm diesen zwei Frauen der Weltliteratur. Die Rezitationen von Johanna Rieken werden musikalisch interpretierend und improvisierend von dem Gitarristen Peter Kleindienst begleitet.

«Weltliteratur vollendet zum Leben erweckt: In einer außer-gewöhnlichen Symbiose von Bildern und Ton-aufzeichnungen, die mit Texten, Lyrik und Musik perfekt korrespondierten …konnten Welten verschmelzen.» (Badische Zeitung)

«Eine eindrucksvolle Reise…Mit der Verknüpfung von Wort und Klang erwecken sie Weltliteratur zum Leben.» (Haller Tagblatt)

«Sie entführten im voll besetzten Theater Waldkirch das Publikum in die Welt der Schriftstellerinnen…Die Zuhörer waren von der Intensität der Wortbilder und Lebensgeschichten beeindruckt.» (Badische Zeitung)

Samstag, 1. Februar 2020, 18 Uhr
Ehemalige Synagoge Sulzburg
Eintritt: 12 Euro (Karten an der Abendkasse)
Reservierung: 07634 560040 oder

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Sulzburg Ehemalige Synagoge innen

Sulzburg: Eine Chronologie des Schreckens

Mit einer Lesung in der ehemaligen Sulzburger Synagoge stellte Dory Sontheimer jetzt ihr soeben in Deutsch erschienenes Buch „Das Vermächtnis der sieben Schachteln“ vor. Die in Barcelona geborene Autorin mit jüdischen Wurzeln in Deutschland beschreibt darin den Leidensweg ihrer Eltern, Großeltern und Verwandten während der Zeit des Nationalsozialismus. Zahlreiche Interessierte waren gekommen, umder bewegenden Buchpräsentation beizuwohnen. Weiterlesen: badische_zeitung_2019-10-28_178634285

Sulzburg: Das Vermächtnis der sieben Schachteln – Die Geschichte von Dory Sontheimer

Die Autorin dieses Buches wurde in Barcelona geboren und wuchs im katholischen Spanien Francos auf.
Jahre später – erst nach dem Tod ihrer Mutter – entdeckt Dory Sontheimer auf dem Dachboden ihres Elternhauses sieben Schachteln, die ihr eine bis dato völlig unbekannte und dramatische Familiengeschichte sowie eine völlig neue Identität enthüllen sollen.
Nach dem durchsehen und ordnen dieses gewaltigen Erbes aus Fotografien, Briefen, Ausweispapieren und vielen anderen Dokumenten beginnt Dory Sontheimer, ihre Familienchronik zu erstellen.
Ihre über 12 Jahre andauernde Forschung, die von ganz unterschiedlichen Gefühlen – Faszination, Neugierde, aber auch Pflichtbewusstsein – geprägt war, sollte sie auf den Spuren der wenigen Überlebenden ihrer von den Nationalsozialisten verfolgten jüdischen Familie nach Deutschland, Israel, Tschechien, Argentinien, Kanada und die USA führen.
Auch nach Sulzburg in die Hauptstrasse führte Dory Sontheimers Weg Dorys Eltern, denen rechtzeitig die Flucht vor dem großen Morden gelang konnte in Barcelona ein neues Leben beginnen, mussten dafür aber ihre Herkunft verleugnen und eine neue Sprache, einen neuen Namen, eine neue Religion und einen neuen Beruf annehmen.
Dieses erschütternde Zeugnis,in dem wertvolle Zeitdokumente mit der entwaffnenden Ehrlichkeit der Autorin vorgestellt werden, liefert aufschlussreiche Einblicke in ein ganz privates Schicksal seiner Opfer.
Dory Sontheimer liest und spricht in der ehemaligen Synagoge Sulzburg.

Donnerstag, 24. Oktober 2019, 19.30 Uhr
Sulzburg, ehemalige Synagoge
Eintritt frei

Sulzburg Ehemalige Synagoge innen

Europäischer Tag der jüdischen Kultur in der ehemaligen Synagoge Sulzburg

Die ehemalige Synagoge Sulzburge ist am europäischen Tag der jüdischen Kultur von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Es werden drei Führungen angeboten, die sich mit der Geschichte der Sulzburger jüdischen Gemeinde von den Anfängen bis zur Auslöschung und mit den Entwicklungen bis heute befassen. Zudem wird die Architektur der Synagogen thematisiert.

Sonntag, 1 September 2019, 14 – 18 Uhr
14.00, 15.00 & 17.00 Uhr: Führungen
Ehemalige Synagoge, Gustav-Weil-Straße 18, 79295 Sulzburg
Eintritt frei

Sulzburg: Der Nationalsozialismus als deutsche Vergangenheit und Gegenwart

Wer sich auf die Lehren aus dem Dritten Reich beruft, der orientiert sich a Grundsätzliche. Der Nationalsozialismus und seine Verbrechen sind in den vergangenen etwa 25 Jahren in Deutschland und anderen Ländern zu einer Kategorie der moralischen Absolutheit geworden; durch sie wurde das politisch Verwerfliche schlechthin definiert. In seinem Vortrag in der ehemaligen Synagoge Sulzburg referiert Dr. Ulrich Herbert, Professor für neuere und neueste Geschichte an der Universität Freiburg i. Br. Weiterlesen: KarteSulzburgUlrichHerbertDruck22

Freitag, 7. Dezember 2018, 19 Uhr
Sulzburg, ehemalige Synagoge
Eintritt KarteSulzburgUlrichHerbertDruck22

Sulzburg Ehemalige Synagoge innen

Sulzburg: Kampf gegen das Vergessen und Bemühen um Frieden

90 Jahre alt wäre Elie Wiesel am 30. September geworden. Der Schriftsteller, Hochschullehrer und Friedensnobelpreisträger von 1986 starb 2016 in New York. Der Sprecher und Südwestfunk-Moderator Rudolf Guckelsberger und die Musikerin Vanessa Porter erinnerten in der Ehemaligen Synagoge Sulzburg an einen Mann, der als Überlebender der nationalsozialistischen Konzentrationslager sein ganzes Leben und Werk der Erinnerung, dem Kampf gegen das Vergessen und dem Bemühen um Frieden und Versöhnung gewidmet hat.
Vanessa Porter mit der Marimba und Rudolf Guckelsberger mit der Lesung von Elie Wiesels Texten gestalteten eine Abend in der Ehemaligen Synagoge in Sulzburg. Weiterlesen: badische_zeitung_2018-10-06_Sulzburg

Kippenheim_1938_Vortrag Alter und Neuer Antisemitismus

„Antisemitismus kommt ohne Juden aus“

Der Offenburger Salmen war nahezu voll besetzt, zahlreiche Wortmeldungen bestimmten die anschließende Diskussion. An diesem Ort wurden 1847 neben anderen Grundrechten die Gleichbereichtigung aller Religionen proklamiert. Vom 9. auf den 10. Novemer 1938 wurde der Salmen verwüstet, weil sich hier die Offenburger Synagoge befand. Ebendort referierte am Dienstagabend (2. Oktober) Michael Blume über „Alten und neuen Antisemitismus. Blume ist Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg. Weiterlesen oder BZ_5.10.18_Vortrag Blume_Salmen