Wappen Diersburg

Jüdischer Kulturweg: Radtour zwischen Offenburg und Kippenheim

Die südliche Ortenau war eines der jüdischen Zentren Badens. Von diesem einst reichen jüdischen Leben zeugen heute noch ehemalige Synagogen und jüdische Friedhöfe aber auch hebräische und jiddische Wörter im Alemannischen und bauliche Spuren in den sogenannten „Judendörfern“ zwischen Offenburg und Ettenheim. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, der Diersburger „Judenfriedhof“ und die ehemalige Synagoge Kippenheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der bedeutende Stätten des Judentums entlang des Rheins verbinden soll. Unterwegs wird eine Vesperpause in Friesenheim eingelegt. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Sonntag, 13. Juni 2021, 10 – ca. 16.30 Uhr
Veranstalter: Gedenkstätte Salmen/ Museum im Ritterhaus und Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim
Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus, Ende Kippenheim
Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier bzw. Lahr.
Teilnahme ist kostenlos
Anmeldung bis spätestens 10. Juni und Information Tel.: 0781/ 82 25 77

Gedenktafel Historischer Waldbachfriedhof_ Foto: C. Kessler

Offenburg: Ein Ort des Schreckens und der Mahnung

Es ist ein düsteres Kapitel der Offenburger Stadtgeschichte: Mehr als 500 Menschen wurden auf dem Gräberfeld 19a des Historischen Waldbachfriedhofs in sechs Massengräbern beerdigt, wie der Historiker Wolfgang Gall durch akribische Forschungen herausgefunden hat. Seit dem 12. April, einem ebenfalls für Offenburg geschichtsträchtigen Datum, erinnern vier Bronzetafeln an die Opfer der Nazi-Gewaltherrschaft. In kleinem Kreis und mit einer Gedenkminute übergab Kulturbürgermeister Hans-Peter Kopp die Erinnerungsstätte der Öffentlichkeit. Weiterlesen: 2021-04-13_Ortenau_Seite_24 und im Offenburger Tageblatt: OT_13.4.2021

Foto: C. Kessler

Teppich Anelika Flaig_Projekt Erich-Kaestner-Schule Offenburg_2015

Presse: Gedenken in Offenburg

Ein paar Dutzend Namen, eingemeißelt in drei einfache Steinplatten auf demalten Friedhof und eine Tafel an der Erich-Kästner-Realschule erinnern an eine der letzten Gräueltaten der Nazis in Offenburg.Vor 76 Jahren, am 12. April 1945, wurden in der Offenburger Artilleriekaserne 41 Kriegs- und Zivilgefangene aus ganz Europa von SS-Leuten ermordet, nur drei Tage vor der Befreiung Offenburgs durch die französischen Truppen. Die Aufstellung weiterer Tafeln zur Erinnerung an das Schicksal ausländischer Zwangsarbeiter in Offenburg ist durch die Stadt aktuell in Vorbereitung. Weiterlesen in der BZ: 2021-04-10_Ortenau_Seite_28

Doch es gibt auch Stimmen, die besagen, dass die Erunnerungsarbeit in Offenburg noch nicht ausreicht. Weiterlesen: baden-online_9.4.2021

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Offenburg: Linksjugen säubert Stolperstein

Die Linksjugend Ortenau hat am Sonntag zum Gedenken der Opfer des deutschen Faschismus die Stolpersteine in Offenburg geputzt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.
Dem Aufruf der Linksjugend Solid Ortenau seien über 20 Menschen gefolgt, die um die 100 Stolpersteine in ganz Offenburg gereinigt haben. Dafür haben sie ein selbst hergestelltes Putzmittel benutzt. Es bestand zu gleichen Mengen aus Essig, Salz und Mehl. Weiterlesen: OT_4.2.2021_STolpersteine