Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Tod ‚als eine Form des Widerstandes […]‘

Hertha Wiegand wuchs in der jüdischen Gemeinde Ettenheim auf und war Ärztin in Offenburg. Als Tochter des  Kaufmanns Joseph Lion und seiner Frau RosawirdHertha Lion am 6. Juli 1890 in dieser beschaulichen Kleinstadt geboren. Während ihre Schwester im elterlichen Stoffgeschäft in der Friedrichstraße 55 arbeitet, strebt die kleine ehrgeizige Hertha nach Höherem. Weiterlesen: 2020-11-20_Ortenau_Seite_20

Foto: Aufstehen gegen Rassismus

Der Auftakt des Völkermords

In Gedenken an die Opfer: Schüler*innen des Schiller-Gymnasiums haben Passanten in der Carl-Bloß-Straße erklärt, was vor 80 Jahren auf dem Weg vom heutigen Schiller-Saal bis zum Offenburger Bahnhof geschehen ist. Weiterlesen:

Offenburg: Gedenken 9. November – Aufruf zur Teilnahme und Diskussion in sozialen Netzwerken

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in Deutschland die Synagogen in Brand gesetzt. Tausende jüdische Wohnungen und Geschäfte wurden verwüstet. Juden wurden verhaftet, misshandelt und getötet. In Offenburg zerstörten die Nationalsozialisten die damalige Synagoge im Salmen, zerschlugen die Einrichtung jüdischer Wohnungen und Läden und verschleppten zahlreiche jüdische Männer. Jährlich gedenkt die Stadt Offenburg am 9. November dieser schrecklichen Ereignisse.

Die Offenburger Arbeitsgruppe „9. November“ will trotz der Coronakrise und den damit verbundenen Einschränkungen auch in diesem Jahr möglichst viele Menschen erreichen. Daher wird es erstmals ein virtuelles Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht geben. Im Mittelpunkt stehen Stellungnahmen von Eva Mendelsson, eine der letzten Überlebenden der damaligen jüdischen Gemeinde Offenburgs, Oberbürgermeister Marco Steffens, Bürgermeister Hans-Peter Kopp u.v.a. Auch die jüdische Gemeinde Emmendingen/Ortenau meldet sich zu Wort.

Veröffentlicht werden die Beiträge am Montag, den 9. November auf den Social Media-Kanälen der Stadt Offenburg wie Facebook oder Instagram. Die Beiträge können geliked oder kommentiert werden. Gewünscht ist eine offene und faire Diskussion zu einem auch heute immer noch hoch aktuellen Thema. Der Fachbereich Kultur wird die Diskussion redaktionell betreuen.

Mittwoch, 9. November 2020
Veranstalter: Fachbereich Kultur

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Collage_Eva Mendelson_Museum im Ritterhaus

Von Offenburg nach Gurs

In diesem Jahr jährt sich die Deportation der badischen Juden nach Gurs zum 80. Mal. Bei einem Rundgang durch die stadtgeschichtliche Abteilung wird diese Geschichte anhand des bewegenden Schicksals der jüdischen Familie Cohn aus Offenburg nachvollzogen. Bis heute leistet die jüngste Tochter des Ehepaares Cohn, Eva Mendelsson-Cohn als Zeitzeugin, welche Gurs am eigenen Leib erlebt hat, einen wichtigen Beitrag gegen das Vergessen für die nachfolgenden Generationen.

Donnerstag, 22. Oktober 2020, 18.30 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Anmeldung erforderlich unter
7 €

Salmen: Eva Mendelsson_Foto_Chr. Breithaupt

„Mutig sein, für FRieden kämpfen“

Die 89-jährige Eva Mendelsson, die in Offenburg geboren wurde und in England lebt, war mit ihrer Schwester Myriam am 22. Oktober 1940 unter jenen badischen Juden, die von den Nazis ins Lager Gurs deportiertwurden.
Ihre Mutter Sylvia und die Schwester Esther wurden in Auschwitz ermordet. Zum 80. Gedenktag der Deportation
nach Gurs sprach Susanne Kerkovius mit der Zeitzeugin. Weiterlesen: BZ_22.10.2020_E.Mendelsson-OG

Mikwe Offenburg, Foto: Steffen Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

14 Meter unter dem heutigen Hofniveau des Anwesens Glaserstraße 8 befindet sich das älteste jüdische Bauwerk Südbadens – das Offenburger Judenbad (Mikwe). Es wurde von der hiesigen jüdischen Gemeinde errichtet. Hölzerne Stege leiten durch die Ausstellung, die drei Themenkomplexe aufgreift: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads. Während der Öffnungszeit bewirtet das Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg im Innenhof.

Sonntag, 11. Oktober 2020 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

Offenburg: Anziehungsort Salmen

Gleich zwei hochkarätige Veranstaltungen fanden Ende September im Salmen statt: Zunächst kam mit Susanne Baer eine Richterin des Bundesverfassungsgerichts nach Offenburg – der höchsten richterlichen Instanz der Bundesrepublik; am 22. September schließlich gaben sich Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und der bekannte Schriftsteller Ingo Schulze die Ehre und diskutierten unter anderem über den sechsten Artikel der 13 Forderungen des Volkes: „Wir verlangen Vertretung des Volks beim deutschen Bunde“. Weiterlesen: Offenblatt_26.9.2020