Offenburg: Kulturpause „Im Lager Gurs“

Die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipierte Ausstellung befasst sich mit dem Schicksal von tausenden Menschen, die am 22. und 23. Oktober 1940 in das Lager Gurs in Frankreich deportiert wurden. Viele fanden unter den katastrophalen Lebensverhältnissen im Lager den Tod, wenige konnten entkommen oder wurden gerettet. Die meisten aber wurden ab 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert. Ausstellungsflyer & weitere Termine: MiR_Flyer Gurs

Mittwoch, 10. November 2021, 12.30 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Kulturpause mit Regina Brischle
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
Eintritt frei

Führung „Gurs 1940“

Das Museum im Ritterhaus zeigt die Ausstellung „Gurs 1940“, die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipiert wurde.
Ergänzend zur Wanderausstellung widmet sich das Museum im Ritterhaus dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert. Ausstellungsflyer & weitere Termine: MiR_Flyer Gurs

Sonntag, 21. November 2021, 11 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Ausstellungsrundgang mit Marion Herrmann-Malecha
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
4 € + erm. Eintritt

Kuratorenführung: Von Offenburg nach Gurs

Die vom Haus der Wannsee-Konferenz konzipierte Ausstellung wurde im Museum im Ritterhaus mit drei regionalgeschichtlichen Tafeln ergänzt. Sie widmen dem Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde. Anhand von Biografien werden die verschiedenen Aspekte der Verschleppung thematisiert. Ausstellungsflyer & weitere Termine: MiR_Flyer Gurs

Freitag, 26. November 2021, 15 Uhr
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Kuratorenführung mit Volker Ilgen
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Es gelten die aktuellen Corona-Bestimmungen.
4 €

 

Lager Gurs_Foto: Wikipedia

Offenburg: Ausstellung „Gurs 1940“

Im Oktober 1940 wurden Tausende Jüdinnen und Juden aus dem Südwesten Deutschlands nach Gurs deportiert. Einigen Deportierten gelang die Flucht aus diesem französischen Lager, mehr als Tausend starben. Die meisten Überlebenden wurden später nach Auschwitz-Birkenau und Sobibor verschleppt und ermordet.
An diese Verbrechen und ihre Nachgeschichte erinnert unsere Ausstellung aus verschiedenen Perspektiven. In Offenburg ergänzen drei Tafeln die Schau um die regionalgeschichtlichen Besonderheiten. Ausstellungsflyer und Veranstaltungstermine: MiR_Flyer Gurs

Laufzeit: 23. Oktober 2021 – 30. Januar 2022
Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstraße 10
Öffnungszeiten: 10 – 17 Uhr
Telefonnummer: 0781 82 2577
www.museum-offenburg.de

Teppich Anelika Flaig_Projekt Erich-Kaestner-Schule Offenburg_2015

Deportation in die Vorhölle

Am 22. Oktober 1940 ließ das NS-Regime alle 6500 Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland zusammentreiben und in das Lager Gurs amFuß der Pyrenäen deportieren–Auftakt zum späteren Massenmord. Betroffen waren auch Familien aus Offenburg. Eine Ausstellung im Museum im Ritterhaus erinnert ab kommender Woche an ihr Schicksal und ist noch bis Januar 2022 zu sehen.

Eine Bildungsfahrt zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof bietet das
Stadtteil- und Familienzentrum Buntes Haus am Samstag, 6. November 2021 an. Die Fahrt findet
im Rahmen des Gedenkprojektes „KZ in der Nachbarschaft“ statt. Weiter lesen sowie weitere Informationen zur Ausstellung im Museum im Ritterhaus: offenblatt_2021_35

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Der Salmen ist ihr ans Herz gewachsen

Seit März leitet Katerina Ankerhold den Salmen. Bei der 32-Jährigen laufen die Fäden rundumden Erinnerungs-und Gedenkort in der Lange Straße zusammen. Die gute Nachricht vorneweg: „Mit dem Umbau und der Neugestaltung liegen wir ganz im Zeitplan. “Leiterin des Salmen? Wenn Katerina Ankerhold außerhalb von Offenburg nach ihrer beruflichen Tätigkeit gefragt wird, sind Nachfragen programmiert. „Ich muss dann etwas ausholen“, erklärt sie lachend. Das mache sie gerne. Denn der Salmen ist ihr ans Herz gewachsen. Weiterlesen: 2021-10-22_Ortenau_Seite_27

Bild und Gedichte erinnern an Gurs

Alljährlich wird am 22. Oktober an die Deportation der etwa 6500 badisch-pfälzischen Juden nach Frankreich im Jahr 1940 erinnert, von der auch die Offenburger und Ortenauer Juden betroffen waren. Die Gauleiter von Baden und der Pfalz hatten diese Abschiebung organisiert, um ihrem „Führer“ ein Land ohne jüdische Deutsche präsentieren zu können. Weiterlesen: 2021-10-22_Ortenau_Seite_29

Mikwe Offenburg, Foto: Steffen Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

Ein herausragendes unterirdisches Baudenkmal liegt in der Glaserstraße verborgen: ein jüdisches Ritualbad (Mikwe). Die Bauzeit ist immer noch umstritten, liegt aber in jedem Fall vor dem großen Stadtbrand von 1689. In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit.
Die Ausstellung „Vom Bad zum Brunnen“ greift die folgenden drei Themenkomplexe auf
•Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit
•Baugeschichte und Datierungsprobleme
•Funktion eines jüdischen Ritualbads

Sonntag, 10. Oktober 2021, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Bitte beachten Sie: es gelten die aktuellen Corona-Regeln und Maskenpflicht
Eintritt frei

Offenburg: Neue Projektrunde – Gedenkbuch im Salmen

Etwa 300 jüdische Offenburger/innen wurden zwischen 1933 und 1945 Opfer national-sozialistischer Verfolgung. In der Gedenkstätte Salmen wird an diese Menschen erinnert. Seit 2005 haben mehr als 60 Jugendliche die Lebenswege von einigen dieser Personen erforscht und eine Kurzbiografie verfasst, die in einem Gedenkbuch, das später auf der „Empore der Erinnerung“ im Salmen seinen Platz finden wird, veröffentlicht wird. Durch die Kenntnis der Lebensläufe wird Nähe hergestellt und die Erinnerung an die Offenburger Juden wach gehalten.

Mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung und des Fördervereins von Archiv, Museum und Galerie der Stadt Offenburg e.V. startet im Herbst ein neuer Kurs, an dem bis zu 15 Jugendliche teilnehmen können. Einmal wöchentlich steht ein Ansprech- und Diskussionspartner im Stadtarchiv zur Verfügung. Die Teilnehmer/innen lernen eigenständig eine historische Recherche durchzuführen und die Ergebnisse öffentlich zu präsentieren. Nach Absprache mit der Schule können die Arbeiten in den Unterricht einfließen und benotet werden.

Infonachmittag, Donnerstag 7.Oktober 2021, 16 Uhr
Offenburg, Stadtarchiv, Ritterstraße 10
Anmeldung unter 0781 / 82 2577

Mikwe Offenburg, Foto: Magdalena Schaaf

Offenburg: Ein Denkmal wird wiederentdeckt

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Der ehemalige Kulturamtsleiter Dr. Joachim Fliedner erläutert bei seinem Rundgang, wie die Stadt Offenburg 1978 die Mikwe für Besucher erschloss.

Sonntag, 12. September 2021, 11 Uhr
mit Dr. Joachim Fliedner
Offenburg, Mikwe, Glaserstraße 8
Eintritt frei
Anmeldung erforderlich unter 0781 822577 oder per Mail an
Die Veranstaltung findet unter Vorbehalt der aktuellen Pandemie-Lage statt; es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen.