Ausgegrenzt, verfolgt, vernichtet Foto: Stadtarchiv OG

„Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet.“ Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde

Am 22. Oktober 1940 besiegelte die Deportation nach Gurs das Ende der jüdischen Gemeinde unserer Stadt. Aus Offenburg wurden rund 100 Menschen in der Turnhalle der Oberrealschule, dem heutigen Schiller-Gymnasium, zusammengetrieben. Von dort mussten sie den Weg zum Bahnhof für die Fahrt nach Südfrankreich antreten.
 
Die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, soll in Erinnerung behalten werden. Deshalb zeigt der Fachbereich Kultur im Aufgang des Salmen die Sonderausstellung „Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet.“ Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde.
Der Fokus der Ausstellung liegt auf der Darstellung der Verfolgung und Auslöschung der jüdischen Gemeinde während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. In verschiedenen bildlichen und textlichen Zeugnissen der Menschen wird eine für immer vernichtete Lebenswelt ein kleines Stück aus der geschichtlichen Dunkelheit gerissen. Über diese rekonstruierten Biografien sollen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, in Erinnerung bleiben.

Öffnungszeiten:
März: sonntags, 10., 17. und 24 März 2019
April: sonntags, 7., 14. und 28. April 2019
Mai: sonntags, 5. und 12. Mai 2019
jew. 14 – 17 Uhr
Offenburg, Salmen / Foyer, Lange Straße 52
Eintritt frei

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: Politisches Speed-Date

Der Fachbereich Kultur lädt junge Menschen zwischen 15 und 25 Jahren dazu ein, sich näher mit dem Thema Gemeinderatswahlen zu beschäftigen. In einem politischen Speed-Date haben bis zu 100 Jugendliche die Möglichkeit, Gemeinderät*innen kennenzulernen. Das Projekt wurde von den beiden FSJlerinnen  Andrea Benedek-Kaplar und Ann-Sophie Leitermann. Weiterlesen: BZ_7.3.19_Salmen, OT_7.3.19_Salmen & GUller_10.3.19_polit.Speed-Date

Donnerstag, 21. März, 17 Uhr
Salmen Offenburg, Lange Str. 52
Anmeldung erforderlich bis 16. März unter
Eintritt frei

Mikwe Offenburg_Foto: S. Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

Ein herausragendes unterirdisches Baudenkmal liegt in der Glaserstraße verborgen: ein jüdisches Ritualbad (Mikwe). Die Bauzeit ist immer noch umstritten, liegt aber in jedem Fall vor dem großen Stadtbrand von 1689. In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit.
Die Ausstellung „Vom Bad zum Brunnen“ greift die folgenden drei Themenkomplexe auf:
– Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit
– Baugeschichte und Datierungsprobleme
– Funktion eines jüdischen Ritualbads
 

Sonntag, 7. April 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei
Foto: Steffen Krauth

Mikwe Offenburg, Foto: Magdalena Schaaf

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

Auf Initiative des Fördervereins Archiv, Museum und Galerie der Stadt Offenburg e.V. wurde der Gewölbekeller saniert und durch eine Präsentation aufgewertet.
In Absprache mit dem Denkmalschutz hat die Wohnbau Offenburg GmbH als Eigentümerin des Gebäudes die Sanierungsarbeiten durchgeführt und die Zugangssituation wesentlich verbessert. Hölzerne Stege leiten die Besucher/innen durch eine von Dr. Valerie Schoenenberg konzipierte Ausstellung, die drei Themenkomplexe aufgreift:
– Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit
– Baugeschichte und Datierungsprobleme
– Funktion eines jüdischen Ritualbads

Donnerstag, 11. April 2019, 12 – 17 Uhr und
Freitag, 12. April 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

Mikwe Offenburg

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Die neue Präsentation greift drei Themenkomplexe auf: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads.

Freitag, 3. Mai 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

Mikwe Offenburg

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Die neue Präsentation greift drei Themenkomplexe auf: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads.
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.

Sonntag, 19. Mai 2019, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.
Eintritt frei

ehemalige Synagoge Kippenheim

Jüdischer Kulturweg: Radtour zwischen Offenburg und Kippenheim

Die südliche Ortenau war eines der jüdischen Zentren Badens.. Von diesem einst reichen jüdischen Leben zeugen heute noch ehemalige Synagogen und jüdische Friedhöfe aber auch hebräische und jiddische Wörter im Alemannischen und bauliche Spuren in den sogenannten „Judendörfern“ zwischen Offenburg und Ettenheim. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, der Diersburger „Judenfriedhof“ und die ehemalige Synagoge Kippenheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der bedeutende Stätten des Judentums entlang des Rheins verbinden soll. Unterwegs wird eine Vesperpause in Friesenheim eingelegt. Männer werden gebeten eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Sonntag, 30. Juni. 10 – ca. 16.30 Uhr
Veranstalter: Gedenkstätte Salmen/ Museum im Ritterhaus und Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim
Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus, Ende Schmieheim
Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier bzw. Lahr.
Teilnahme ist kostenlos
Anmeldung und Information Tel.: 0781/ 82 25 77 oder 07807-957612,

Mikwe Offenburg

Offenburg: Neue Broschüre über die Mikwe

Der Förderverein Archiv, Museum und Galerie der Stadt Offenburg e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Museum im Ritterhaus eine neue dreisprachige Broschüre zur Ausstellung in der Mikwe herausgegeben. Besonders während der neuen Sonderöffnungszeiten der Mikwe für das Jahr 2019, die in Kooperation mit dem Jugendbüro und Mehrgenerationenhaus angeboten werden, wird die Broschüre auch englisch- oder französischsprachigen Besucher*innen der Mikwe eine große Hilfe sein.
Die Broschüre ist im Museum im Ritterhaus und im Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus gegen eine Schutzgebühr von 1 € erhältlich.
Weitere Informationen: OT_09.3.19_Mikwe, Guller_10.3.19_Mikwe & BZ_09.3.19_Mikwe