Ausgegrenzt, verfolgt, vernichtet Foto: Stadtarchiv OG

Ausstellung Salmen: „Ausgegrenzt. Vernichtet. Geflohen“. Das Schicksal der jüdischen Gemeinde Offenburg.“

Am 22. Oktober 1940 besiegelte die Deportation nach Gurs das Ende der jüdischen Gemeinde Offenburgs.  Rund 100 Menschen wurden in der Turnhalle der Oberrealschule, dem heutigen Schiller-Gymnasium, zusammengetrieben. Von dort mussten sie den Weg zum Bahnhof für die Fahrt nach Südfrankreich antreten.
Die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, soll in Erinnerung behalten werden. Deshalb zeigt der Fachbereich Kultur im Aufgang des Salmen die Sonderausstellung „Ausgegrenzt. Geflohen. Vernichtet. Das Schicksal der Offenburger jüdischen Gemeinde“.

Der Fokus der Ausstellung im gläsernen Treppenaufgang des Offenburger Salmen liegt auf der Darstellung der Verfolgung und Auslöschung der jüdischen Gemeinde während der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft. In verschiedenen bildlichen und textlichen Zeugnissen der Menschen wird eine für immer vernichtete Lebenswelt ein kleines Stück aus der geschichtlichen Dunkelheit gerissen. Über diese rekonstruierten Biografien sollen die jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger und das Unrecht, das ihnen geschehen ist, in Erinnerung bleiben.

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Öffnungszeiten bis 15. Dezember:
dienstags und donnerstags 17-19 Uhr, sonntags 14-17 Uhr
Eintritt frei
Offenburg, Salmen / Foyer, Lange Straße 52
Veranstalter: Fachbereich Kultur der Stadt Offenburg
Führungen buchbar unter

Gutenbergs Traum_Foto Paul Barone

Salmen: Gutenbergs Traum — Die Vernetzun g der Welt

Gutenberg, der Erfinder des Buchdrucks, kehrt 550 Jahre nach seinem Tod wieder. In Albträumen durchlebt er, wie sein Traum, der Menschheit Bildung, Wissen und Wahrheit zu schenken, in den medial aufgeheizten Hexenverfolgungen der Frühen Neuzeit zerschlagen wurde. Er trifft auf Jugendliche von heute, die ihm von der nicht minder menschenverachtenden Hexenjagd auf Twitter & Co. berichten. Unabweisbar drängt sich die Frage auf: Bedeuten Medienrevolutionen Fluch oder Segen? Bringt die fortschreitende Vernetzung der Welt – sei es durch den Buchdruck oder das Internet – einen zivilisatorischen Fortschritt oder treibt sie die Menschen zu Hass, Lüge und Gewalt?
In temporeichen Sequenzen werden Schlaglichter auf die Mediengeschichte mit ihren Verheißungen und abgrundtiefen Gefährdungen geworfen: von der Tanzwut in Gutenbergs spätmittelalterlichem Straßburg und der Hexenverfolgung im Offenburg des 16. Jahrhunderts über die dank der Schnellpresse rasant verbreiteten 13 Forderungen des Volkes von 1847 bis hin zur digitalen Revolution des 21. Jahrhunderts…

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Premiere Donnerstag, 6. Dezember 2018, 19 Uhr
Weitere Termine: 7. und 8. Dezember 2018, 19 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Junge Theaterakademie Offenburg.
Eine Eigenproduktion des Theater am Grimmels,der HLSOG und der Stadt Offenburg,
www.junge-theaterakademie-offenburg.eu
Eintritt frei, Einlasstickets im im Bürgerbüro (freie Sitzplatzwahl), Spenden erbeten.
Foto: Paul Barone

Offenburg: 500 Schüler erinnern an den Holocaust

Zum gedneken an die reichspogromnacht vor 80 jahren pflegt das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ Stolpersteine in der Ortenau. Die neunten Löassen vieler Offenburger Schulen beteiligen sich and er Aktion. Im Rahmen des von der Stadt Offenburg organisierten Gedenktages haben am 9. November mehr als 500 neuntklässler die 120 Stolpersteine in der Stadt auf Hochglanz poliert. Weiterlesen: BZ_3.11.18_Stolpersteine und BZ_10.11.18_9. November und OT_10.11.18_9. November

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: SPURENSUCHE – Gedenkveranstaltung „80 Jahre Reichspogromnacht“

Vor 80 Jahren, am 9./10. November 1938, brannten in Deutschland  die Synagogen. Es war die „reichsweite Explosion von Sadismus (…) auf allen Ebenen, die für die Betroffenen den Zusammenbruch jedweden Rechts bedeutete.“ (Saul Friedländer)
 
In Offenburg verhaften Männer der SA und SS mit der örtlichen Polizei 70 jüdische Männer aus Offenburg. Sie wurden in einem entwürdigenden Marsch, von über 1000 Schaulustigen verfolgt und  vom Gefängnis durch die Hauptstraße zum Bahnhof getrieben. Von dort kamen sie in das KZ Dachau. Am gleichen Tag zerstörten Offenburger, aufgestachelt von örtlichen Nationalsozialisten, die Inneinrichtung des Salmen und des Cafés Weil.
 
Der gemeinsame Rundgang beginnt im Salmen und führt dann zum ehemaligen Gefängnis. Von dort geht es zum Museum im Ritterhaus und endet im Pfarrsaal der Ev. Stadtkirche. An allen vier Orten rezitieren SchauspielerInnen zu den Ereignissen vom 9. und 10. November 1938 aus Texten von Holocaust-Überlebenden und Archivdokumenten und Prozessakten.

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Freitag, 9. Novemer 2018, Beginn jeweils um 18 , 19 & 20 Uhr
Trffpunkt: Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Beirat 9. November und Stadt Offenburg, Fachbereich Kultur
Der Eintritt ist frei
Anmeldung über Reservixx – die kostenlosen Karten können im BürgerBüro und Kulturbüro Offenburg abgeholt werden

Foto: Flying Fist Film

Salmen: „Vom Sitzen werd´ ich müde“ – Eine filmische Homage an den Einzelhandel

In entspannter Atmosphäre zeigt die Offenburger Filmproduktion „Flying Fist Film“ eine Filmreihe zum Thema Einzelhandel. In Anwesenheit der Schauspieler & Filmemacher feiert der Kurzfilm „Vom Sitzen werd´ ich müde“, der 2018 auf dem Filmfestival shorts.18 den Publikumspreis gewinnen konnte, seine Premiere. Seit vier Generationen stellt das urige Tabakgeschäft „Sachs Tabakwaren“ in der Weingartenstraße einen Ort der alltäglichen Begegnungen dar. Der Film „Vom Sitzen werd´ ich müde“ erzählt solch eine Geschichte und ist eine Liebeserklärung an das kleine Tabakgeschäft, das auch als Filmset diente: Der alteingesessene Tabakhändler Wolfgang Sachs steht kurz vor seinem Ruhestand. Auf Umwegen landet der leidenschaftliche Hobbymusiker in einer chaotischen Ortenauer Coverband und lernt, was es heißt, auch als Rentner noch ein Rocker zu sein.

Weitere Veranstaltungen im Salmen: 37FR18_OG_Salmenflyer_004_RZ

Freitag, 26. Oktober, Einlass: 19 Uhr, Beginn 20 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Flying Fist in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur
Abendkasse: 4 €
Reservierungen:
Foto: Flying Fist Film

Erinnerung an die jüdische Bevölkerung wachhalten

Wer sind die Personen hinter den Namen, an die in der Gedenkstätte Salmen erinnert wird? Um diese Frage zu beantworten, haben Offenburger Schüler und Schülerinnen seit 2005 die Lebenswege von jüdischen Mitbürgern erforscht und in einem Gedenkbuch zusammengefasst. Auch das aktuelle Projekt 2018 wird wieder großzügig von der LpB BW und dem Förderverein Museum, Archiv und Galerie Offenburg unterstütz. Weiterlesen: Offenblatt_20.10.18_Gedenkbuch

Mikwe Offenburg

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

14 Meter unter dem heutigen Hofniveau des Anwesens Glaserstraße 8 befindet sich das älteste jüdische Bauwerk Südbadens – das Offenburger Judenbad (Mikwe). Es wurde von der hiesigen jüdischen Gemeinde errichtet. Hölzerne Stege leiten durch eine neu konzipierte Ausstellung, die drei Themenkomplexe aufgreift: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads. Während der Öffnungszeit bewirtet das Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg im Innenhof.

Sonntag, 14. Oktober 2018, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Eintritt frei