Mikwe Offenburg, Foto: Magdalena Schaaf

Offenburg: Führung durch die Mikwe

Ein herausragendes unterirdisches Baudenkmal liegt in der Glaserstraße verborgen: ein jüdisches Ritualbad (Mikwe). Die Bauzeit datiert vor dem Stadtbrand von 1689, der die mittelalterliche Bebauung darüber zerstörte. Nur die Mikwe überdauerte geschützt unter der Erde. In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Auf Initiative des Fördervereins Archiv, Museum und Galerie der Stadt Offenburg e.V. wurde der Gewölbekeller saniert und durch eine Präsentation aufgewertet.

Die Veranstaltung findet unter Vorbehalt der aktuellen Pandemie-Lage statt; es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen.

Samstag, 1.Oktober 2022, 10 Uhr
Treffpunkt: Offenburg, Historisches Rathaus, Hauptstraße 90
Anmeldung erforderlich unter 0781 82 2577 oder
Dieses Angebot gilt nicht für Gruppen.
Veranstaltung kostenlos

Offenburg: Neue Projektrunde – Gedenkbuch im Salmen

Nach einer zweijährigen Corona-Pause kann dieses Jahr endlich wieder das Gedenkbuchprojekt für Schüler*innen starten! Es bietet die Möglichkeit unter fachlicher Anleitung eines Historikers und des Stadtarchivs Offenburg eigenständig Biografien von jüdischen Bürger*innen aufzuarbeiten, die in den 1930er Jahren in Offenburg lebten und Opfer des Nationalsozialismus wurden.

Ziel
Die Jugendlichen lernen das Arbeiten im Archiv kennen, sammeln Erfahrungen mit Quellenarbeit und verfassen einen biographischen Text von 1-2 Seiten.
Geeignet ist das Projekt für Schüler*innen ab Klasse 9, die bereits erste Kenntnisse über die Zeit des Nationalsozialismus und die Judenverfolgung haben.
Die Ergebnisse können nach Rücksprache mit den Schulen als GFS bewertet werden. Die Biografien werden im Gedenkbuch im Salmen, den Homepages von Stadtarchiv und Museum und der Gedenkstätte südlicher Oberrhein veröffentlicht.

Ablauf
Nach der Infoveranstaltung am 12.10. 2022 finden wöchentliche Treffen im Stadtarchiv Offenburg statt, bei denen die Schüler*innen in die Thematik eingearbeitet werden, sie sich für eine Person entscheiden und recherchieren. Im Dezember und Januar geht es dann in die Text- und Korrekturphase. Anfang Februar sollen die Biografien fertig sein. Bei der Gedenkveranstaltung am 27.01.2023 können einzelne Biografien vorgestellt werden.

In unserem digitalen Gedenkbuch lässt sich einsehen, was bisher erarbeitet wurde

Foto: Dimitri Dell

Mittwoch, 12.Oktober 2022, 16 Uhr
Stadtarchiv Offenburg, Ritterstraße 10, 77652 Offenburg
Anmeldung unter Tel. 0781 82 2577 oder

Offenburg: Führung durch den Salmen

Der Salmen repräsentiert auf einzigartige Weise das Streben nach Freiheit und Demokratie und zugleich deren brutale Unterdrückung in einem einzigen Haus.
Im Jahr 1847 wurden hier, im Festsaal des damaligen Gasthauses „Zum Salmen“, die „13 Forderungen des Volkes in Baden“ verkündet – der erste freiheitlich-demokratische Grundrechtekatalog auf deutschem Boden. Wenige Jahrzehnte später, ab 1875, nutzte die jüdische Gemeinde Offenburg den ehemaligen Festsaal als Synagoge. 1938 verwüsteten und schändeten die örtlichen Nationalsozialisten den Gebetssaal in der Reichspogromnacht.

Der Salmen ist Zeitzeuge und Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung. Seine alten Mauern können nicht selbst von seiner wechselvollen Geschichte erzählen. Darum wollen wir das tun. Nach dem umfangreichen Umbau eröffnet der Salmen am 13. Mai als moderner Erlebnis- und Erinnerungsort seine Pforten wieder für die Öffentlichkeit. Mit seinem neuen Gesamtkonzept werden das Vergangene, aber auch dessen Verbindung zu unserer Gegenwart zugänglich gemacht. Neben einer Dauerausstellung macht eine 270°-Filmprojektion im historischen Saal die Geschichte des Hauses erlebbar; interaktive Angebote laden zur Beschäftigung mit aktuellen Fragen rund um Demokratie und Menschenrechte ein.

Sonntag, 16. Oktober, 11.15 Uhr
Der Salmen, Lange Straße 52, Offenburg
Führung mit Renée Hauser
Anmeldung erforderlich unter 0781 822701 oder per Mail an
9€

Offenburg: Europäischer Tag der Jüdischen Kultur

Am Sonntag, den 4. September 2022 findet der Europäische Tag der jüdischen Kultur unter dem Motto „Renewal – Erneuerung“ statt. In Offenburg ist der Salmen den ganzen Tag über kostenlos zugänglich und es werden verschiedene Führungen angeboten.

11 Uhr: Führung über den Jüdischen Friedhof (90 min)
Treffpunkt: Aussegnungshalle Historischer Waldbachfriedhof

13.30 Uhr: Führung Mikwe
Treffpunkt: Mikwe, Glaserstraße 8

13.30 und 15.30 Uhr: Führung Salmen, Themenschwerpunkt Jüdische Geschichte (90 min) – bitte 15 Minuten früher vor Ort sein

Sonntag, 4. September 2022
11-17 Uhr: freier Eintritt in den Salmen
Lange Straße 52, Offenburg
Anmeldung für die Führungen unter 0781-82 2577 oder per Mail an

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: Führung durch den Salmen

Der Salmen repräsentiert auf einzigartige Weise das Streben nach Freiheit und Demokratie und zugleich deren brutale Unterdrückung in einem einzigen Haus.
Im Jahr 1847 wurden hier, im Festsaal des damaligen Gasthauses „Zum Salmen“, die „13 Forderungen des Volkes in Baden“ verkündet – der erste freiheitlich-demokratische Grundrechtekatalog auf deutschem Boden. Wenige Jahrzehnte später, ab 1875, nutzte die jüdische Gemeinde Offenburg den ehemaligen Festsaal als Synagoge. 1938 verwüsteten und schändeten die örtlichen Nationalsozialisten den Gebetssaal in der Reichspogromnacht.

Sonntag, 31. Juli 2022, 11 Uhr
Der Salmen, Lange Straße 52
mit Marion Herrman-Malecha
Anmeldung erforderlich unter 0781 822577 oder per Mail an
Eintritt 9€

Offenburg: Kulturpause „Leuchtturm Salmen“

Die Veröffentlichung der 13 Forderungen des Volkes am 12. September 1847 ist als „milestone“ der deutschen freiheitlich-demokratischen Bewegung bekannt. Doch wie kam es dazu? Warum gerade Offenburg? Und wie kann der Salmen auch als Leuchtturm für unsere gegenwärtige gesellschaftliche Debatte um freiheitliche Grundrechte dienen? Erfahren Sie mehr über die Hintergründe und Ambitionen des Salmens.

Mittwoch, 13. Juli 2022, 12.30 Uhr
Salmen, Lange Straße 52, Offenburg
Eintritt frei

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: Führung durch den Salmen

Der Salmen repräsentiert auf einzigartige Weise das Streben nach Freiheit und Demokratie und zugleich deren brutale Unterdrückung in einem einzigen Haus.
Im Jahr 1847 wurden hier, im Festsaal des damaligen Gasthauses „Zum Salmen“, die „13 Forderungen des Volkes in Baden“ verkündet – der erste freiheitlich-demokratische Grundrechtekatalog auf deutschem Boden. Wenige Jahrzehnte später, ab 1875, nutzte die jüdische Gemeinde Offenburg den ehemaligen Festsaal als Synagoge. 1938 verwüsteten und schändeten die örtlichen Nationalsozialisten den Gebetssaal in der Reichspogromnacht.

Sonntag, 29. Mai 2022, 11 Uhr
Der Salmen, Lange Straße 52
mit Marion Herrman-Malecha
Anmeldung erforderlich unter 0781 822577 oder per Mail an
Eintritt 9€

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: Führung durch den Salmen

Der Salmen repräsentiert auf einzigartige Weise das Streben nach Freiheit und Demokratie und zugleich deren brutale Unterdrückung in einem einzigen Haus.
Im Jahr 1847 wurden hier, im Festsaal des damaligen Gasthauses „Zum Salmen“, die „13 Forderungen des Volkes in Baden“ verkündet – der erste freiheitlich-demokratische Grundrechtekatalog auf deutschem Boden. Wenige Jahrzehnte später, ab 1875, nutzte die jüdische Gemeinde Offenburg den ehemaligen Festsaal als Synagoge. 1938 verwüsteten und schändeten die örtlichen Nationalsozialisten den Gebetssaal in der Reichspogromnacht.

Sonntag, 29. Mai 2022, 11 Uhr
Der Salmen, Lange Straße 52
mit Marion Herrman-Malecha
Anmeldung erforderlich unter 0781 822577 oder per Mail an
Die Veranstaltung findet unter Vorbehalt der aktuellen Pandemie-Lage statt; es gelten die aktuellen Hygienemaßnahmen.
Eintritt frei

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg: Kulturpause „Gedenkort Salmen“

Als zentraler Erinnerungsort Offenburgs steht der Salmen für Freiheit und Demokratie, aber auch für deren Vernichtung. Stadtarchivarin Regina Brischle stellt Ihnen im Rahmen der Kulturpause, der 15-minütigen Kurzführung in der Mittagspause, die Medienstation vor, über die sich die Orte aufrufen lassen, die im Stadtgebiet verteilt mit dem demokratischen Aufbruch der Jahre 1847 bis 1849 oder mit den Opfern während des nationalsozialistischen Regimes 1933 bis 1945, in Verbindung stehen.

Mittwoch, 18. Mai 2022, 12.30 Uhr
Salmen, Lange Straße 52, Offenburg
Kulturpause mit Regina Brischle
Eintritt frei