23.7.18: Emmendngen, Vortrag mit Prof. Dr. Joern Leonhard, Foto LpB Frank Wagner

Emmendingen: Vortragsabend mit Professor Dr. Leonhard

Wie erinnerten Menschen den Großen Krieg? Wie gingen sie nach 1918 mit Trauma und Trauer um? In welchem Verhältnis standen offizielles Gedenken und individuelle Erinnerung? Diesen Fragen geht der Historiker Prof. Dr. Jörn Leonhard am Montag, den 23. Juli 2018 im Rathaus Emmendingen nach. „Gedächtnisse des Großen Krieges: Europäische Gesellschaften nach 1918“ – so lautet der Titel des Vortrags, in dem der renommierte Freiburger Wissenschaftler auch die Unterschiede zwischen nationalen Gedenkkulturen nach 1918 bis in die Gegenwart untersucht.

Der Vortragsabend findet anlässlich der Gedenkstättenreise der Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg Muhterem Aras an fünf historische Stätten am Oberrhein statt. Gemeinsam laden der Landtag, die Stadt Emmendingen, der Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein sowie die Landeszentrale für politische Bildung zu der Vortragsveranstaltung in das Rathaus Emmendingen.

Das Jüdische Museum Emmendingen ist eine von insgesamt fünf Stationen der zweitägigen Gedenkstättenreise der Landtagspräsidentin. Die Reise führt von Kippenheim (Ehemalige Synagoge Kippenheim) über Haslach im Kinzigtal (Gedenkstätte Vulkan) nach Emmendingen und von dort am nächsten Tag weiter nach Breisach im Breisgau (Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus) bis nach Natzwiller im Elsass (Centre européen du résistant déporté am ehemaligen Konzentrationslager Natzweiler-Struthof). Thema der Gedenkstättenreise ist unter anderem auch die Zusammenarbeit der deutschen und französischen Gedenkstätten im ehemaligen KZ-Komplex Natzweiler.

Programm: Programm_Gedenkstättenreise_Landtagspräsidentin Aras_Vortragsabend Emmendingen 23 Juli 2018

Montag, 23. Juli 2018, 19.30 Uhr
Rathaus Emmendingen, Landvogtei 10, 79312 Emmendingen
in Kooperation mit dem Landtag BW, der LpB BW und der Stadt Emmendingen
Eintritt frei
Um Anmeldung wird gebeten:

Collage_Eva Mendelson_Museum im Ritterhaus

Offenburg: Europäischer Tag der jüdischen Kultur

Bereits im Mittelalter gab es in Offenburg eine jüdische Gemeinde. Zeugnisse aus dieser Zeit sowie den folgenden Jahrhunderten sind selten. Anders im 19. und 20. Jahrhundert: Nach 1862 entstand mit der jüdischen Emanzipation in Offenburg wieder eine neue, rasch wachsende jüdische Gemeinde. Sie erwarb das Gasthaus „Salmen“ und richtete dort, im ehemaligen Festsaal, ihre Synagoge ein. Mit der Machtergreifung Hitlers im Jahre 1933 änderte sich das Leben der jüdischen Mitbürger tiefgreifend.
Zum europäische Tag der jüdischen Kultur finden zwei Führungen zur jüdischen Geschichte in Offenburg statt: in der neuen stadtgeschichtlichen Abteilung des Museums, wo anhand der Familie Cohn das Thema „Storytelling“ aufgegriffen wird, sowie auf dem alten jüdischen Friedhof im Historischen Waldbachfriedhof. Die Mikwe wird wieder zur freien Besichtigung in Kooperation mit dem Jugendbüro/mehrgenerationenhaus Offenburg geöffnet sein.

11 Uhr:      Führung: Jüdische Geschichte in Offenburg am Beispiel der Familie Cohn“
                  Treffpunkt: Museum im Ritterhaus
13-17 Uhr: Sonderöffnung Mikwe „Vom Bad zum Brunnen“
                  Glaserstraße 8, In Kooperation mit dem Jugendbüro/Mehrgenerationenhaus
14 Uhr:     Führung über den jüdischen Friedhof
                 Treffpunkt: Historischer Waldbachfriedhof, Einsegnungshalle
                 (Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen)

2. September 2018, 11, 13-17 & 14 Uhr
Eintritt frei

Offenburg: Salmen, Foto: H. Braxmaier

Offenburg: Tag des offenen Denkmals

Unter dem Motto „Entdecken, was uns verbindet“ findet in Offenburg eine Führung im Salmen statt: Der Salmen, ehemaliges Gasthaus, Jüdisches Gemeindezentrum und Synagoge hat eine bewegte Geschichte zu erzählen und dient heute der Stadt Offenburg als Erinnerungsstätte.
Die Präsentation in der Gedenkstätte greift zwei zentrale Themen der Geschichte des Gebäudes auf: seine Stellung als Versammlungsort der „Entschiedenen Freunde der Verfassung“, die am 12. September 1847 hier das 13-Punkte-Programm verabschiedeten, und seine Bedeutung als Synagoge der jüdischen Gemeinde Offenburgs zwischen 1875 und 1938.

Sonntag, 9. September 2018, 13 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Eintritt frei

Gedenkstätte Salmen, Offenburg

Offenburg – Salmengespräch: „Die fehlende 14. Forderung“

Beim Salmengespräch diskutieren renommierte Experten, Politiker und Historiker aktuelle politische, soziale und kulturelle Fragestellungen vor dem Hintergrund der Forderungen von 1847. Im Mittelpunkt des diesjährigen Salmengesprächs steht die fehlende 14. Forderung: die Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Veranstalter ist die Fachbereichsleitung Kultur Stadt Offenburg.
Moderation: Ursula Nusser, langjährige Redaktionsleiterin SWR2 Forum, Moderatorin, Theologin und Germanistin

Weitere Informationen folgen.

Mittwoch, 12. September 2018, 20 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52

Mikwe Offenburg_Foto: S. Krauth

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

Ein herausragendes unterirdisches Baudenkmal liegt in der Glaserstraße verborgen: ein jüdisches Ritualbad (Mikwe). Die Bauzeit ist immer noch umstritten, liegt aber in jedem Fall vor dem großen Stadtbrand von 1689. In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit.
Die Ausstellung „Vom Bad zum Brunnen“ greift die folgenden drei Themenkomplexe auf
•Geschichte der Offenburger Juden vom
Mittelalter bis in die Neuzeit
•Baugeschichte und Datierungsprobleme
•Funktion eines jüdischen Ritualbads

Freitag, 14. September 2018, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckerhasse oder Steinstrasse)
Eintritt frei

Offenburg: Freiheitsfest & Museumsfest

Am 12. September 1847 versammelten sich im Gasthaus Salmen um Friedrich Hecker und Gustav Struve die „entschiedenen Freunde der Verfassung“. Diese verabschiedeten mit den Forderungen des Volkes das erste politische Programm in Deutschland, das die unveräußerlichen Menschenrechte einforderte. Es enthält wichtige Grundrechte wie das Recht auf persönliche Freiheit sowie Presse-, Gewissens- und Religionsfreiheit.
Zur Erinnerung an das historische Ereignis wird in Offenburg alle 2 Jahre im September der „Freiheitstag“ gefeiert. In diesem Jahr gibt es am Wochenende des 15. Und 16. September einiges zu entdecken.
Das diesjährige Freiheitsfest wird am Sonntag, 16. September 2018, ab 12 Uhr gemeinsam mit dem Fest des Museums im Ritterhaus gefeiert. Motto: Freiheit und eine Welt.

Ein weiteres Highlight ist das 30-jährige Jubiläum mit der Offenburger Partnerstadt Altenburg. Die Residenzstadt präsentiert sich am 16. September auf dem Gerichtsparkplatz.

Eingestimmt wird auf die Feierlichkeiten mit dem Freiheitshock schon am Abend zuvor. Am Samstag, 15. September ab 18 Uhr gibt es in der Kesselstraße beim Salmen herzhafte Leckereien, Musik von Tisch zu Tisch – umrahmt von einer stimmungsvoller Atmosphäre.

weitere Informationen folgen…

Samstag, 15. September 2018, ab 18 Uhr Freiheitshock
Sonntag, 16. September 2018, ab 12 Uhr Freiheitsfest & Museumsfest
Salmen, Lange Straße 52 & Museum im Ritterhaus, Ritterstraße 10
Eintritt frei

Mikwe Offenburg

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

14 Meter unter dem heutigen Hofniveau des Anwesens Glaserstraße 8 befindet sich das älteste jüdische Bauwerk Südbadens – das Offenburger Judenbad (Mikwe). Es wurde von der hiesigen jüdischen Gemeinde errichtet. Hölzerne Stege leiten durch eine neu konzipierte Ausstellung, die drei Themenkomplexe aufgreift: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads. Während der Öffnungszeit bewirtet das Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg im Innenhof.

Sonntag, 14. Oktober 2018, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckergasse oder Steinstrasse)
Eintritt frei

Salmen Offenburg

Offenburg: „Slam was DU willst“

#Freiheit
Wir geben Künstlern eine Stimme zum Thema  Freiheit. Was verstehen junge Menschen unter  Freiheit? Und was macht sie eigentlich aus? Wo erwartet uns die  Freiheit und wie frei bist du?  Diese Fragen versuchen sieben Kleinkünstler aus ganz Baden-Württemberg in Worte und Musik zu  fassen.  Unkompliziert und frei entführen sie uns in ihre unnachahmliche Gedankenwelt.
Ein Abend in lockerer Atmosphäre mit inspirierenden  Gedanken und mit „Vesper & mehr“. Moderator Philipp Stroh führt elegant und humorvoll durch den Abend. Die beiden Gewinner erhalten jeweils einen Jutebeutel, der vom Publikum mit allen möglichen  Gegenständen gefüllt wird. Also seid kreativ! Alle Infos: SWDW – Flyer A6 fin

Tickets kostenlos erhältlich: Museum im Ritterhaus, Stadtbibliothek, Jugendbüro und Mehrgenerationenhaus, Bürgerbüro, Fischmarkt 2, Offenburg. Oder anmelden über www.facebook.com/OGKultur, und Tel. +49 781 82 25 75

Mit dabei sind Tobias Käp, Anna Philoan, Anna Teufel, MC Manar, Patrick Libéral, Inan Sicher, Michelle Meissner.

Freitag, 13. Juli 2018, 19 Uhr
Offenburg, Innenhof Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Kulturbüro Offenburg in Kooperation mit der Fachbereichsleitung Kultur in Zusammenarbeit mit „Revoluzzer – Vesper & mehr“, dem Jugendbüro und Mehrgenerationenhaus sowie Jugend-Streetwork Offenburg
www.salmen-offenburg.de

Mikwe Offenburg

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

In Deutschland sind nur wenige jüdische Ritualbäder bekannt, die vor dem 18. Jahrhundert errichtet wurden. Die Offenburger Mikwe zeichnet sich durch eine einzigartige Bauweise aus, die immer noch Rätsel aufgibt. 1784 wurde das Gebäude errichtet, über dessen Gewölbekeller der Zugang zur Mikwe möglich ist. Das Bad wurde damals zum Brunnen umgenutzt. Der ursprüngliche Sinn geriet in Vergessenheit. Die neue Präsentation greift drei Themenkomplexe auf: Geschichte der Offenburger Juden vom Mittelalter bis in die Neuzeit, Baugeschichte und Datierungsprobleme, -Funktion eines jüdischen Ritualbads.
Öffnung in Kooperation mit dem Jugendbüro / Mehrgenerationenhaus Offenburg.

Freitag, 13. Juli 2018, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8 (Zugang über Bäckerhasse oder Steinstrasse)
Eintritt frei