Kippenheim: Geisterkinder. Fünf Geschwister in Himmlers Sippenhaft

Kippenheim: Geisterkinder. Fünf Geschwister in Himmlers Sippenhaft

Lesung mit Valerie von Riedesel, der Enkelin des Widerstandskämpfers Cäsar von Hofacker (1896–1944). In „Geisterkinder“ erzählt sie die bewegende Geschichte ihrer Familie nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944, an dem ihr Großvater beteiligt.

Cäsar von Hofacker (1896–1944), geboren in Ludwigsburg, gehörte zu den führenden Köpfen des 20. Juli 1944. Nach dem missglückten Attentat auf Adolf Hitler wird Cäsar von Hofacker, Mitverschwörer und Cousin Stauffenbergs, nach fünf Monaten Gestapo-Haft hingerichtet. Lotte von Hofacker und die beiden älteren Kinder kommen ins Gefängnis, dann mit anderen Sippenhäftlingen in ein Hotel und schließlich in das Konzentrationslager Stutthof. Dort erfuhren sie vom Tod des Vaters. Als die Rote Armee näher kam, wurden sie nach Buchenwald gebracht, wo sie mit Dietrich Bonhöffer am 8. April einen Gottesdienst feierten – einen Tag vor seiner Hinrichtung im KZ-Flossenbürg. Am 11. April 1945 wurde Buchenwald von den Amerikanern befreit, Lotte von Hofacker und die Kinder waren frei. Ihre Tagebuchaufzeichnungen zeugen davon, wie sie und andere Sippenhäftlinge schlimme Zeiten überlebten. Valerie Riedesel, ihre Enkelin, hat darüber ein sehr persönliches Buch geschrieben – Geisterkinder.

Donnerstag 23. April 2020, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

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