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Offenburg: Gesprächsrunde. Hindenburg, Erzberger und der politische Mord von rechts. Was wir aus der Geschichte der Weimarer Republik lernen können

Carmen Lötsch im Gespräch mit Dr. Christoph Reichelt, Präsident des Landgerichts Offenburg, Dr. Christopher Dowe, Haus der Geschichte Baden-Württemberg,
Dr. Wolfgang M. Gall, Archiv und Museum im Ritterhaus Offenburg und Dr. Heinrich Schwendemann, Historisches Seminar der Universität Freiburg.

Auf Beschluss des Gemeinderats erhalten die Straßenschilder an der Hindenburgstraße am 30. Januar 2020 eine Zusatzerläuterung. Sie erinnert an die verhängnisvolle
Rolle des damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg bei der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler vor 87 Jahren. Vor dem Eingang des Landgerichts Offenburg wird eine Informationstafel über den 1921 in Bad Griesbach von zwei Rechtsradikalen ermordeten Reichsminister Matthias Erzberger aufgestellt. Sie erinnert daran, dass Hindenburg mit der Amnestie-Verordnung von 1933 alle rechtsradikale und nationalsozialistische Täter vor der Strafverfolgung schützen wollte, worunter auch die beiden Erzberger-Mörder Tillessen und Schulz fielen. Erst Jahre nach dem Krieg konnten die beiden Täter schließlich verurteilt werden.
Im Anschluss an die Einweihung der Tafel findet eine Gesprächsrunde statt. Sie beschäftigt sich mit dem rechtsmotivierten politischen Mord an Erzberger,
den rechtsextremen Milieus, deren Unterstützer und Sympathisanten und stellt die Frage, welche Lehren wir aus Weimar für heute ziehen können.

Donnerstag, 30. Januar 2020, 17 Uhr
Landgericht Offenburg, Hindenburgstr. 5
Veranstalter: Fachbereich Kultur und Landgericht Offenburg
Eintritt frei

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