Mikwe Offenburg, Foto: Magdalena Schaaf

Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim: Exkursion zur Offenburger Mikwe

Der Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim lädt zur Besichtigung der Offenburger Mikwe ein, die 2016 mit einer neuen Ausstellung aufgewertet wurde. Die Archäologin Valerie Schoenenberg vom „Büro für archäologische und kulturhistorische Dienstleistungen – archist“ führt durch die von ihr gestaltete Ausstellung und das Ritualbad.
Bisher hatte man das 14 Meter unter der Erde gelegene Ritualbad (hebräisch: Mikwe) wegen seiner gotischen Stilelemente ins Hochmittelater datiert. Nach neueren bauhistorischen Forschungen ist es möglicherweise in der frühen Neuzeit  entstanden. Eine Treppe mit 46 Stufen führt die Besucher bis in das Zentrum des Ritualbades. In der Mikwe kommen die Juden den rituellen Reinheitsvorschriften ihrer Religion nach. Nur lebendes Wasser (Quell- oder Regenwasser) darf für die rituellen Waschungen verwendet werden. Die Offenburger Mikwe wurde mit Regenwasser befüllt. Das Tauchbecken muss mindestens 800 Liter fassen.

Dienstag, 12. Juni 2018, 18 Uhr
Treffpunkt: Mikwe Offenburg, Eingang Glaserstraße 8
Eintritt frei – Spenden werden erbeten.

Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Vulkan

Im Haslacher Urenwald, nahe der Mülldeponie erinnert die „KZ-Gedenkstätte Vulkan“ an die drei nationalsozialistischen Lager in Haslach, in denen von September 1944 bis April 1945 über 1.700 Männer aus 21 Länder litten und Hunderte von ihnen starben.
Treffpunkt um 18:30 Uhr am ausgeschilderten „Waldseeparkplatz“ an der B 294 in Richtung Freiburg. Gemeinsame Fahrt zur Gedenkstätte. Mitfahrgelegenheit für Nichtmotorisierte kann organisiert werden.
An der Gedenkstätte Vortrag von Sören Fuß mit Diskussionsmöglichkeit – Gelegenheit zum Lesen der Dokumentationstafeln.
Anmeldung erwünscht unter der Telefonnummer 07832 706-174.

Donnerstag, 14. Juni 2018, 18.30-20.45 Uhr
Treffpunkt am ausgeschilderten „Waldseeparkplatz“ an der B 294 in Richtung Freiburg
gebührenfrei

Wappen Diersburg

Jüdischer Kulturweg: Radtour auf dem jüdischen Kulturweg Oberrhein auf dem Abschnitt Offenburg-Schmieheim

Am Sonntag, 17. Juni 2018, 10 Uhr, laden die Erinnerungsstätte Salmen und die Gedenkstätte Ehemalige Synagoge Kippenheim zu einer Radtour zu Stätten jüdischer Geschichte ein. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, die Diersburger Judenstadt, die ehemalige Synagoge Kippenheim und der jüdische Friedhof in Schmieheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der zu bedeutenden Stätten des ehemals reichen jüdischen Lebens entlang des Rheins führen soll.
Achtung: Die Radtour führt nicht nur über ebenes Gelände! Sie endet gegen 17 Uhr in Schmieheim. Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier. 

Sonntag, 17. Juni 2018, 10 – ca. 17 Uhr
Treffpunkt: Offenburg, Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus
Anmeldung und Information Tel.: 0781. 82 25 77
Die Teilnahme ist kostenlos.

Hot & Cool – Tango und Klezmer Musik

Kippenheim: Hot & Cool – Tango und Klezmer

Hot & Cool – Tango und Klezmer Musik – dieser Name ist nicht nur ein Name, sondern auch Programm. Er beschreibt die Bipolarität des Lebens überhaupt: Freudig erregt – melancholisch traurig; vital und schnell – ruhig und entspannt; Lebensfreude – Todessehnsucht.
In den Musikstilen Tango- und Klezmermusik sind all diese Ausdrucksformen nebeneinander und zugleich beheimatet, die Gegensätzlichkeit wirkt nicht störend, sondern eher ergänzend.
Das Quintett: Petra Müllejans ist Professorin für Barockvioline an der Hochschule in Frankfurt und Konzertmeisterin des Freiburger Barockorchesters. Rainer Schwander ist ständiger Begleiter des Berliner Liedermachers Gerhard Schöne und des fränkischen Barden Wolfgang Buck. Der Cellist Uwe Schachner, Lehrer an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen, steuert die Impulsivität der romantischen Kammermusik bei; die Sängerin Claudia v.d.Goltz ist Gymnasiallehrerin und Spezialistin für jiddisches Liedgut; Bernhard v.d.Goltz ist klassischer Gitarrist und Arrangeur der Band.

Sonntag, 24. Juni 2018, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Die Mikwe Emmendingen

Im November 2017 wurde die neue Dauerausstellung zur Mikwe Emmendingen eröffnet: 
Die Ausstellung ergänzt die bereits bestehende Ausstellung zur Geschichte der Israelitischen Gemeinde Emmendingen ab 1716 im Erdgeschoss des Museums, die ferner Exponate zum jüdischen Kultus- und Alltagsleben und Zeugnisse jüdischer Familiengeschichten aus Emmendingen zeigt. hier Film abspielen

Jüdisches Museum Emmendingen, Dauerleihgabe Klaus Teschemacher

Emmendingen: Erinnerung an die Befreiung der Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. erinnert mit einer Lesung der vielen Menschen, die von den Nationalsozialisten und ihren Unterstützern entwürdigt, gequält und ermordet wurden. Im Teschemacher-Saal im Simon-Veit Haus, Jüdisches Gemeindehaus, Kirchstraße 11, Eingang Schlossplatz, wird den Zeitzeugen in Emmendingen eine Stimme gegeben:
 
Deutsche Hörer! von Thomas Mann 
Im Rahmen seiner über den deutschsprachigen Dienst der BBC ausgestrahlten Sendereihe ließ Thomas Mann sein eigenes antinazistisches Engagement Revue passieren.
Artur Abramovitch liest Auszüge aus Rundfunkbeiträgen von Thomas Mann aus den Jahren 1941bis 1945.
 
„Das wahre Gesicht Hitler-Deutschlands“ Dachau – Auschwitz – Buchenwald (1948von Rolf Weinstock
Ulf Fiedler liest aus dem Zeitzeugenbericht des einzigen überlebenden Emmendinger Juden, der in seine Heimatstadt zurückkehrte.
 
22 Gedichte zu Ich bin ein Stern (1986/2015) von Inge Auerbacher
Inge Auerbacher war eines von nur etwa 100 Kindern, die das Konzentrationslager Theresienstadt überlebten. Carola Grasse trägt die in poetischer Form gefassten Schilderungen der ehemaligen Kippenheimerin vor, die bereits mehrmals in Emmendingen als Zeitzeugin zu Gast war.
 
„Zeichne, was du siehst“ Zeichnungen eines Kindes aus Theresienstadt/Terezín (1998) von Helga Weissová
Als Kind war Helga Weissová (geb. 1929 in Prag) in Theresienstadt, Auschwitz, Freiberg und Mauthausen. Authentische Zeugnisse des Grauens, durch die Augen eines Kindes gesehen und kommentiert, werden vorgestellt und gelesen von Monika Rachel Raija Miklis.

Sonntag, 28. Januar 2018, 11.45 Uhr
Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher- Saal
Musikalische Umrahmung: Daniel, Eli und Tuvia Navon (Gitarre, Violine, Piano)
Eintritt frei, Spenden erbeten

Blaues Haus Breisach

Breisach: Tag des Gedenkens an alle Opfer des Nationalsozialismus

*Ge(h)denkveranstaltung zum Holocaustgedenktag bzw. Tag des Gedenkens an alle Opfer des Nationalsozialismus

Seit 5 Jahren erinnern SchülerInnen der Hugo-Höfler-Realschule in einem Gemeinschaftsprojekt an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau.

Samstag, 27. Januar 2018, 10.30-12 Uhr
Breisach, Marktplatz

Offenburg: Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer des Holocaust

Am Vorabend des Gedenktages für die Opfer des Holocaust, Freitag, 26. Januar 2018, findet um 18 Uhr ein Gottesdienst in der Andreaskirche statt. Jugendliche von Offenburger Schulen stellen Einzelschicksale vor, die sie im Projekt „Offenburger Gedenkbuch“ des Stadtarchivs erarbeitet haben. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von „Le Chajim“. Die Offenburger Jüdin und Zeitzeugin Eva Mendelsson-Cohn wird ebenfalls an dem Gottesdienst teilnehmen.

26. Januar 2018, 18 Uhr
Offenburg, St. Andreaskirche