Besichtigung der KZ-Gedenkstätte Vulkan

Im Haslacher Urenwald, nahe der Mülldeponie erinnert die „KZ-Gedenkstätte Vulkan“ an die drei nationalsozialistischen Lager in Haslach, in denen von September 1944 bis April 1945 über 1.700 Männer aus 21 Länder litten und Hunderte von ihnen starben.
Treffpunkt um 18:30 Uhr am ausgeschilderten „Waldseeparkplatz“ an der B 294 in Richtung Freiburg. Gemeinsame Fahrt zur Gedenkstätte. Mitfahrgelegenheit für Nichtmotorisierte kann organisiert werden.
An der Gedenkstätte Vortrag von Sören Fuß mit Diskussionsmöglichkeit – Gelegenheit zum Lesen der Dokumentationstafeln.
Anmeldung erwünscht unter der Telefonnummer 07832 706-174.

Donnerstag, 14. Juni 2018, 18.30-20.45 Uhr
Treffpunkt am ausgeschilderten „Waldseeparkplatz“ an der B 294 in Richtung Freiburg
gebührenfrei

Wappen Diersburg

Jüdischer Kulturweg: Radtour auf dem jüdischen Kulturweg Oberrhein auf dem Abschnitt Offenburg-Schmieheim

Am Sonntag, 17. Juni 2018, 10 Uhr, laden die Erinnerungsstätte Salmen und die Gedenkstätte Ehemalige Synagoge Kippenheim zu einer Radtour zu Stätten jüdischer Geschichte ein. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, die Diersburger Judenstadt, die ehemalige Synagoge Kippenheim und der jüdische Friedhof in Schmieheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der zu bedeutenden Stätten des ehemals reichen jüdischen Lebens entlang des Rheins führen soll.
Achtung: Die Radtour führt nicht nur über ebenes Gelände! Sie endet gegen 17 Uhr in Schmieheim. Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier. 

Sonntag, 17. Juni 2018, 10 – ca. 17 Uhr
Treffpunkt: Offenburg, Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus
Anmeldung und Information Tel.: 0781. 82 25 77
Die Teilnahme ist kostenlos.

Hot & Cool – Tango und Klezmer Musik

Kippenheim: Hot & Cool – Tango und Klezmer

Hot & Cool – Tango und Klezmer Musik – dieser Name ist nicht nur ein Name, sondern auch Programm. Er beschreibt die Bipolarität des Lebens überhaupt: Freudig erregt – melancholisch traurig; vital und schnell – ruhig und entspannt; Lebensfreude – Todessehnsucht.
In den Musikstilen Tango- und Klezmermusik sind all diese Ausdrucksformen nebeneinander und zugleich beheimatet, die Gegensätzlichkeit wirkt nicht störend, sondern eher ergänzend.
Das Quintett: Petra Müllejans ist Professorin für Barockvioline an der Hochschule in Frankfurt und Konzertmeisterin des Freiburger Barockorchesters. Rainer Schwander ist ständiger Begleiter des Berliner Liedermachers Gerhard Schöne und des fränkischen Barden Wolfgang Buck. Der Cellist Uwe Schachner, Lehrer an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen, steuert die Impulsivität der romantischen Kammermusik bei; die Sängerin Claudia v.d.Goltz ist Gymnasiallehrerin und Spezialistin für jiddisches Liedgut; Bernhard v.d.Goltz ist klassischer Gitarrist und Arrangeur der Band.

Sonntag, 24. Juni 2018, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Die Mikwe Emmendingen

Im November 2017 wurde die neue Dauerausstellung zur Mikwe Emmendingen eröffnet: 
Die Ausstellung ergänzt die bereits bestehende Ausstellung zur Geschichte der Israelitischen Gemeinde Emmendingen ab 1716 im Erdgeschoss des Museums, die ferner Exponate zum jüdischen Kultus- und Alltagsleben und Zeugnisse jüdischer Familiengeschichten aus Emmendingen zeigt. hier Film abspielen

Salmen Offenburg_Jazzclub 35_Michael Heitzler, Foto: Christoph Giese

Salmen Offenburg: Jazzclub 35 – Jazz, Klezmer und Erzählung Jüdischer Geschichten

Ein großer Klarinettist und Klezmorim (Michael Heitzler) und ein großer Erzähler und Rabbiner (Shlomo Raskin) begegnen sich an einem Ort, der passender nicht sein könnte – diente der Salmen doch nahezu 60 Jahre der jüdischen Gemeinde Offenburg als Synagoge.
Michael Heitzler versteht es wie kaum ein zweiter, seinem Instrument lautmalerisch Geschichten zu entlocken. Mal feinnervig, mal druckvoll geht er dabei stilistisch weit über die Formen des klassischen Klezmer hinaus. Er umgarnt, pointiert, zitiert und lanciert die chassidischen Erzählungen, eindringlich und voll feinen Humors vorgetragen, des Shlomo Raskin. Spannender kann ein Dialog nicht sein!

Mit Michael Heitzler (Klarinette), Shlomo Raskin (Erzähler), Christian Gutfleisch (Piano), Michael Shilovsky (Kontrabass) und Daniel Schay (Schlagzeug)

Donnerstag, 19. April 2018, 20 Uhr
Offenburg, Salmen, Lange Straße 52
Veranstalter: Kulturbüro Offenburg
Tickets: VVK 12 €, AK 15 € zzgl. Gebühr, VVK im Bürgerbüro Offenburg
Tel.: 0781/82 28 00, www.kulturbuero.offenburg.de

Blaues Haus Breisach

Vortrag mit Joseph Croitoru: Anspruch auf heiligen Boden. Der israelisch-palästinensische Konflikt um den Tempelberg

Vortrag mit Bildern: Für viele orthodoxe Juden ist ein Gang auf den Tempelberg ein Tabu, weil die Gefahr besteht, versehentlich das einstige jüdische Allerheiligste zu betreten und damit zu entweihen. Doch pilgern schon seit mehreren Jahren immer mehr Nationalreligiöse dorthin und fordern, auf dem Tempelbergareal beten und sogar eine Synagoge errichten zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich dadurch provoziert, und auf ihre Proteste, die bisweilen in Gewalt eskalieren, reagiert die israelische Regierung mit immer schärferen Polizeimaßnahmen. Die Entscheidung der Trump-Regierung, Jerusalem – samt dem von Israel annektierten Ostteil der Stadt – als Hauptstadt Israels anzuerkennen, dürfte den Konflikt, in den sich neuerdings die Türkei einzumischen versucht, weiter eskalieren lassen. Neben der Geschichte des Verhältnisses der jüdischen wie der palästinensischen Seite zum Tempelberg und zur Klagemauer werden auch die jüngsten Entwicklungen beleuchtet.

Dienstag, 17. April 2018, 20 Uhr
Blaues Haus, Rheintorstraße 3, Breisach
Eintritt frei, Spenden erbeten

Teppich Anelika Flaig_Projekt Erich-Kaestner-Schule Offenburg_2015

Gedenkveranstaltung Offenburg: 73 Jahre nach dem Massaker

Auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne „La Horie“ befand sich in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs ein Außenlager des Konzentrationslagers Natzweiler-Struthof mit ca. 700 Häftlingen aus ganz Europa, die zum Entfernen von Bombenschaden und Blindgängern auf dem Bahngelände eingesetzt wurden. Unmittelbar vor der Evakuierung lies die SS am 12. April 1945 41 Haftlinge auf bestialische Weise ermorden.

Weiterlesen und weitere Informationen zu den Gedenkveranstaltungen am 12. & 15. April: 
BZ_10.4.18_Offenburg_Gedenken an den 15.4. & OT_10.4.18_Offenburg_Gedenken an den 15.4.

Mikwe Offenburg

Freie Besichtigung der Mikwe Offenburg

14 Meter unter dem heutigen Hofniveau des Anwesens Glaserstraße 8 befindet sich das älteste jüdische Bauwerk Südbadens – das Offenburger Judenbad (Mikwe). Es wurde von der hiesigen jüdischen Gemeinde errichtet. Hölzerne Stege leiten durch eine neu konzipierte Ausstellung, die drei Themenkomplexe aufgreift. 

Freitag, 13. April 2018, 13-17 Uhr
Offenburg, Eingang Glaserstraße 8
Eintritt frei
In Kooperation mit dem Jugendbüro/Mehrgenerationenhaus Offenburg

Veranstaltung in Sulzburg

Hanns Zischler spricht zu Werner Kraft und Wilhelm Lehmann

„In der Annahme, dass Ihnen in dieser Zeit der Verlassenheit Zustimmung angenehm ist, möchte ich Ihnen sagen, dass die drei Gedichte, die ich bis heute von Ihnen kenne, tiefen, nachhaltigen Eindruck auf mich gemacht haben“
Mit diesen Worten wendet sich der Bibliothekar, Dichter und Literaturkritiker Werner Kraft im Oktober 1931 an den Dichter und Gymnasiallehrer Wilhelm Lehmann. Auch nach der Emigration des deutschen Juden Kraft 1933 setzt sich der Briefwechsel fort und währt über 37 Jahre bis zum Tod des Älteren.
Vor dem Hintergund bewegter Geschichte geht es in intensivem und offenem Austausch um eigene Produktionen, um zeitgenössische deutsche und fremdsprachige Literatur, aber auch um grundlegende geistesgeschichtliche Fragen.
Besondere kritische Aufmerksamkeit gilt dem Literaturbetrieb im Nachkriegsdeutschland.

Hanns Zischler berichtet über seine Annäherung an Werner Kraft und Wilhelm Lehmann. 

Einladung: KarteSulzburgZischler2

Donnerstag, 10. April 2018, 19 Uhr
Sulzburg, ehemalige Synagoge
7 / 5 €
Tickets unter 07634 / 5600-40 oder

Ehemalige Synagoge Kippenheim

Führung durch die Ehemalige Synagoge Kippenheim

Das 1852 eingeweihte Gotteshaus der früheren israelitischen Gemeinde Kippenheims ist ein außergewöhnliches Zeugnis des im 19. Jahrhundert blühenden Landjudentums. Seine ursprüngliche Nutzung als Synagoge lässt sich noch an der vorhandenen Architektur ablesen, ebenso die Schändung in der Zeit des Nationalsozialismus und die Nutzung als Warenlager nach dem Krieg. Ihr heutiger Zustand gibt auch Aufschluss über unseren Umgang mit dem jüdischen Erbe. Die Führung wird alle diese Aspekte aufgreifen und auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation der Kippenheimer Juden in der Zeit zwischen 1852 und 1933 eingehen. 

8. April 2018, 15 Uhr
Kippenheim, Ehemalige Synagoge, Poststraße 17
Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, Spenden werden erbeten.