Kippenheim: Kaléko bis Brecht

Kippenheim: Kaléko bis Brecht

Of Cabbages and Kings: Die Frauenstimmen hinter diesem Bandnamen stehen für das Wechselspiel zwischen rohen, natur belassenen und bis ins Detail feingeschliffenen Klängen. Morscher, Pérez, Ziegler und Totenhagen haben in Boston, Wien, Kopenhagen und Köln Jazzgesang studiert und schreiben alle ihre Arrangements selbst. „Unsere vier Stimmen sind gleichberechtigt, es gibt viel Interaktion, Improvisation, die auch manchmal in Richtung freie Musik geht“, formulieren die vier Sängerinnen ihren künstlerischen Ansatz. In ihrem neuen Programm vertonen sie deutschsprachige Lyrik von Kaléko bis Brecht.

Sonntag, 27. Mai 2018, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Mikwe Offenburg, Foto: Magdalena Schaaf

Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim: Exkursion zur Offenburger Mikwe

Der Förderverein ehemalige Synagoge Kippenheim lädt zur Besichtigung der Offenburger Mikwe ein, die 2016 mit einer neuen Ausstellung aufgewertet wurde. Die Archäologin Valerie Schoenenberg vom „Büro für archäologische und kulturhistorische Dienstleistungen – archist“ führt durch die von ihr gestaltete Ausstellung und das Ritualbad.
Bisher hatte man das 14 Meter unter der Erde gelegene Ritualbad (hebräisch: Mikwe) wegen seiner gotischen Stilelemente ins Hochmittelater datiert. Nach neueren bauhistorischen Forschungen ist es möglicherweise in der frühen Neuzeit  entstanden. Eine Treppe mit 46 Stufen führt die Besucher bis in das Zentrum des Ritualbades. In der Mikwe kommen die Juden den rituellen Reinheitsvorschriften ihrer Religion nach. Nur lebendes Wasser (Quell- oder Regenwasser) darf für die rituellen Waschungen verwendet werden. Die Offenburger Mikwe wurde mit Regenwasser befüllt. Das Tauchbecken muss mindestens 800 Liter fassen.

Dienstag, 12. Juni 2018, 18 Uhr
Treffpunkt: Mikwe Offenburg, Eingang Glaserstraße 8
Eintritt frei – Spenden werden erbeten.

Wappen Diersburg

Jüdischer Kulturweg: Radtour auf dem jüdischen Kulturweg Oberrhein auf dem Abschnitt Offenburg-Schmieheim

Am Sonntag, 17. Juni 2018, 10 Uhr, laden die Erinnerungsstätte Salmen und die Gedenkstätte Ehemalige Synagoge Kippenheim zu einer Radtour zu Stätten jüdischer Geschichte ein. Besucht werden u. a. die Offenburger Mikwe, die Diersburger Judenstadt, die ehemalige Synagoge Kippenheim und der jüdische Friedhof in Schmieheim. Die Tour ist Teil des geplanten „Jüdischen Kulturwegs am Oberrhein“, der zu bedeutenden Stätten des ehemals reichen jüdischen Lebens entlang des Rheins führen soll.
Achtung: Die Radtour führt nicht nur über ebenes Gelände! Sie endet gegen 17 Uhr in Schmieheim. Rückfahrt in Eigenregie oder mit dem Zug über den Bahnhof Orschweier. 

Sonntag, 17. Juni 2018, 10 – ca. 17 Uhr
Treffpunkt: Offenburg, Parkplatz vor dem Museum im Ritterhaus
Anmeldung und Information Tel.: 0781. 82 25 77
Die Teilnahme ist kostenlos.

Hot & Cool – Tango und Klezmer Musik

Kippenheim: Hot & Cool – Tango und Klezmer

Hot & Cool – Tango und Klezmer Musik – dieser Name ist nicht nur ein Name, sondern auch Programm. Er beschreibt die Bipolarität des Lebens überhaupt: Freudig erregt – melancholisch traurig; vital und schnell – ruhig und entspannt; Lebensfreude – Todessehnsucht.
In den Musikstilen Tango- und Klezmermusik sind all diese Ausdrucksformen nebeneinander und zugleich beheimatet, die Gegensätzlichkeit wirkt nicht störend, sondern eher ergänzend.
Das Quintett: Petra Müllejans ist Professorin für Barockvioline an der Hochschule in Frankfurt und Konzertmeisterin des Freiburger Barockorchesters. Rainer Schwander ist ständiger Begleiter des Berliner Liedermachers Gerhard Schöne und des fränkischen Barden Wolfgang Buck. Der Cellist Uwe Schachner, Lehrer an der Berufsfachschule für Musik in Bad Königshofen, steuert die Impulsivität der romantischen Kammermusik bei; die Sängerin Claudia v.d.Goltz ist Gymnasiallehrerin und Spezialistin für jiddisches Liedgut; Bernhard v.d.Goltz ist klassischer Gitarrist und Arrangeur der Band.

Sonntag, 24. Juni 2018, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim: Vortrag über das jüdische Ritualbad

Vortrag in Kippenheim: Das jüdische Ritualbad

Zu den notwendigen Einrichtungen einer jüdischen Gemeinde gehört das Ritualbad (hebr. Mikwe). Die Kippenheimer Mikwe befand es sich unter der Vorhalle der Synagoge, wovon heute noch das Mikwebecken zeugt. Das Bad in der Mikwe dient nicht der hygienischen, sondern der kultischen Reinheit, die nach jüdischer Auffassung durch die Berührung von Toten und Blut entsteht. Da das Ritualbad vor allem von den Frauen nach einer Geburt oder nach dem Ende der Monatsregel besucht wurde, bezeichnete man es in den Ortenauer „Judendörfern“ als „Frauenbad“.
Im ersten Teil des Vortages wird Jürgen Stude einen Überblick über die ehemaligen Mikwaot in der Ortenau geben, im zweiten Teil berichtet die aus Kippenheim stammende Architektin Gabriele Weis über den Bau der Mikwe der jüdischen Gemeinde Leipzig durch ihr Dresdner Architekturbüro. Für eine Mikwe darf nur lebendes Wasser (Quell-, Fluss- oder gesammeltes Regenwasser) verwendet werden; außerdem müssen eine Vielzahl von rituellen Vorschriften beim Bau einer Mikwe beachtet werden. Deshalb ließ sich die Architektin durch den Rabbiner Meir Pose aus Jerusalem beraten. Meir Pose gilt als Koryphäe beim Bau von jüdischen Tauchbädern.

Sonntag, 8. Juli 2018, 17 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

Kippenheim_ Fluchtpunkt Shanghai

Vortrag in Kippenheim: Fluchtpunkt Shanghai

Vortrag von Bernd Rottenecker über die Bedeutung der chinesischen Stadt Shanghai für das Überleben tausender deutscher und österreichischer Juden. Susanne Kerkovius liest Texte aus dem Buch von Ruth Nathanson „Zwischenstation, Überleben in Shanghai 1939 – 1947“.
Mit dem Novemberpogrom 1938 erreichte der Hass und die Gewalt gegen jüdische Menschen im gesamten deutschen Reich ein ungeahntes Ausmaß. Tausende Juden aus Deutschland und Österreich versuchten verzweifelt zu fliehen, aber die USA und die europäischen Länder verschlossen ihre Tore. Für ca. 20.000 Jüdinnen und Juden wurde das ferne Shanghai, das als einziges Land der Welt keine Visa oder Bürgschaften verlangte, zum rettenden Fluchtpunkt. Zu diesen Menschen gehörte Ruth Nathanson, die mit ihrer Familie in das 8000 km entfernte Shanghai floh; mit dabei war auch der acht Monate alte Michael Nathanson (Gründungsmitglied des Fördervereins). Ruth Nathanson schrieb ihre Erlebnisse in Shanghai nieder, diese erschienen 2016 als Buch.

Sonntag, 30. September 2018, 19 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17
Eintritt frei, Spenden erbeten

jüdischer Friedhof Schmieheim

Führung Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Sie wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet.
Hinwies: Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird empfohlen.

Donnerstag, 11. Oktober 2018, 17 Uhr
Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg.
Eintritt frei, Spenden erbeten

Exkursion jüdisches Worms

Exkursion „Jüdisches Worms“

Als  „Klein-Jerusalem am Rhein“ bekannt, bietet die alte Stadt Worms bemerkenswerte Zeugnisse aus 1000 Jahren jüdischer Geschichte. Der Vormittag der Exkursion ist dem Besuch des jüdischen Museums im Raschihaus und des Wormser Doms gewidmet. Im Mittelpunkt der Führung durch das ehem. jüdische Worms am Nachmittag stehen neben dem ältesten jüdischen Friedhof Europas, der „Heilige Sand“ das jüdische Viertel mit Synagoge und Judengasse.
Abhängig von den Anmeldungen  fahren wir in Fahrtgemeinschaften oder mieten einen Reisebus.

Donnerstag, 10. Mai 2018, 
Abfahrt 9.00 Uhr in Kippenheim, Rückkehr gegen 18.30 Uhr.
Informationen: Jürgen Stude, Tel. 07807-957612,

jüdischer Friedhof Schmieheim

Führung über den Friedhof Schmieheim

Bei einem Gang über diese ehrwürdige Grabstätte mit ihren über 2500 Gräbern lässt sich die wechselhafte Geschichte der Juden der Ortenau ablesen. Sie wurde 1682 angelegt, als sich die ersten jüdischen Familien nach den Vertreibungen im Mittelalter wieder in der Region niederlassen durften. Der älteste bekannte Grabstein stammt aus dem Jahr 1701. Er trägt, wie die anderen Grabmale aus dem 18. Jahrhundert, nur hebräische Schriftzeichen. Ab 1850 wird immer mehr die lateinische Schrift für die Grabinschriften verwendet. Treffpunkt am Parkplatz beim Friedhof an der Straße von Schmieheim nach Wallburg. Männer müssen eine Kopfbedeckung tragen, gutes Schuhwerk wird  empfohlen.

Donnerstag, 26 April 2018, 18 Uhr
Schmieheim, Friedhof
Der Eintritt ist frei – Spenden werden erbeten.

Ehemalige Synagoge Kippenheim

Führung durch die Ehemalige Synagoge Kippenheim

Das 1852 eingeweihte Gotteshaus der früheren israelitischen Gemeinde Kippenheims ist ein außergewöhnliches Zeugnis des im 19. Jahrhundert blühenden Landjudentums. Seine ursprüngliche Nutzung als Synagoge lässt sich noch an der vorhandenen Architektur ablesen, ebenso die Schändung in der Zeit des Nationalsozialismus und die Nutzung als Warenlager nach dem Krieg. Ihr heutiger Zustand gibt auch Aufschluss über unseren Umgang mit dem jüdischen Erbe. Die Führung wird alle diese Aspekte aufgreifen und auf die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation der Kippenheimer Juden in der Zeit zwischen 1852 und 1933 eingehen. 

8. April 2018, 15 Uhr
Kippenheim, Ehemalige Synagoge, Poststraße 17
Die Teilnahme an der Führung ist kostenfrei, Spenden werden erbeten.