Breisach am Rhein

  • Das Blaue Haus heute

 

Das Blaue Haus

Das mehr als 300 Jahre alte jüdische Schulhaus wurde im Jahr 2000 vom Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V. erworben. Die dritte jüdische Gemeinde (1640–1940) hatte das Wirtshaus 1829 gekauft, um eine Schule einzurichten, die bis 1876 bestand. Nach der Zerstörung der Synagoge im November 1938 richtete die verfolgte Gemeinde hier einen Betsaal ein. Die Namen ihrer Mitglieder von 1933 sind seit dem Abschluss der Restaurierung 2003 im „Gang der Erinnerung“ festgehalten. Mit den jüdischen Familien weltweit wird an der Dokumentation ihrer Schicksale gearbeitet, die so „aus dem Exil zurückkehren“. Das Blaue Haus, dessen Bibliothek mehr als 3000 Bücher umfasst, ist eine Bildungs- und Gedenkstätte für die Geschichte der Juden am Oberrhein. Gemeinsam pflegen der Verein „Les Amis du Judengarten de Mackenheim“ und der Förderverein den ältesten Begräbnisplatz der Breisacher Juden im Wald von Mackenheim/Elsass.

Bildungsangebot

Führungen sind nach Vereinbarung möglich.

Besuchsmöglichkeiten in der Nähe

  • Jüdischer Friedhof Mackenheim/Elsass
  • Ehemaliges jüdisches Viertel
  • Alter und Neuer Synagogenplatz

Publikationen

Hans David Blum: Juden in Breisach. (Hrsg.) Erhard Roy Wiehn. Konstanz 1998
Günter Boll, Josef Arie Kornweitz: Das jüdische Gemeindehaus in Breisach am Rhein. Eine Annäherung. (Hrsg.): Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus, Breisach 2000
Josef Arie Kornweitz, Christiane Walesch-Schneller, Günter Boll: Zone 30, Rückkehr aus dem Exil, (Hrsg.): Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus, Freiburg 2003
Näher als es scheint. Tänze für das Blaue Haus. Fotografien von Ari Nahor. (Hrsg.): Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus, Freiburg 2006
Blaue Hefte 1, Die Synagoge brennt. (Hrsg.): Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus, Freiburg 2010

Print Friendly, PDF & Email