Sulzburg Ehemalige Synagoge innen

Sulzburg & Grunern: 10. Gitarrentage

In Sulzburg und Grunern finden die 10. Gitarrentage statt. Am 18. November spielen Gismo Graf Trio „A Tribute to Django Reinhardt“ im Bürgerhaus Grunern: Wer die Karriere des 22-jährigen Stuttgarters verfolgt hat, ahnt bereits, dass es sich bei diesem Werk nicht nur um ein weiteres Werk halsbrecherischer Variationen der Musik Django Reinhardts handelt. Gismo wagt die Brücke vom Gypsy Jazz bis hin zu Pop, Bossa Nova, Swing und ausdrucksstarken Eigenkompositionen.
Wawau Adler und Band featuring Gismo Graf treten am 19. November in der ehemaligen Synagoge Sulzburg auf: Josef Adler, 1967 in Karlsruhe geboren, stammt aus einer Familie deutscher Sinti-Musiker. Er ist in internationalen Jazzkreisen als Wawau Adler bekannt. Mit neun Jahren entdeckte er die Gitarre für sich. Musikalische Einflüsse kamen für ihn unter anderem von Biréli Lagrène. Die ersten Konzerte fanden im Alter von 13 Jahren statt. Er wurde einer der profiliertesten deutschen Gitarristen, die nach Ausflügen in die Weltmusik und des Modernjazz zurückgekommen sind zu ihrem Ursprung, dem Gipsy Swing. 1991 spielte er sein erstes Album ein und war dann, nach mehrfachen Tourneen in Westeuropa in Kanada und Nordamerika zu Gast.
Weitere Infos: gitarrentage2017

18.-19. November 2017, jew. 20 Uhr
15 € / ermäßigt 12 €
Veranstalter: Stadt Sulzburg, Freundeskreis Ehem. Synagoge Sulzburg e.V., Anna-Hugo-Bloch-Stiftung, Sulzburg und Bürgerverein Grunern e.V.

Filmvorführung in Emmendingen: Wir sind Juden aus Breslau

Am Mittwoch, den 15. November findet in Anwesenheit der Ressigeurin Karin Kaper eine Sondervorführung des Dokumentarfilms „Wir sind Juden aus Breslau. Überlebende Jugendliche und ihre Schicksale nach 1933“ statt:  Ein Film von aktueller Brisanz, der ein eindringliches Zeichen setzt gegen stärker werdende nationalistische  und antisemitische Strömungen in Europa. Ein Film, der aufzeigt, wohin eine katastrophale Abschottungspolitik gegenüber Flüchtlingen führt. Ein Film, der anhand der Lebensschicksale der Protagonisten auch die Gründung des Staates Israel mit den Erfahrungen des Holocaust in Verbindung setzt.

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Jubiläumsvortrag in Emmendingen

Rabbiner David Bollag (Jerusalem, Zürich, Luzern) hält anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Jüdischen Museums Emmendingen einen öffentlichen Jubiläumsvortrag im Teschemacher-Saal des Simon-Veit-Hauses am Schlossplatz. Der Vortrag widmet sich der religiösen Bedeutung von lebendigem Wasser: „Der Ewige ist (wie) eine Mikwe für das jüdische Volk… Die Quelle lebendigen Wassers ist der Ewige.“ (Jeremia 17,13).

Montag, den 13. November 2017, 19.00 Uhr
Simon-Veit-Hauses am Schlossplatz
Eintritt frei

Blaues Haus Breisach

Breisach: Vortrag zu 500 Jahre Reformation

Im Rahmen der ökumenischen Vortragsreihe Breisach 2017 findet am Donnerstag, den 16. November im Gemeindehaus St. Hildegard ein Vortrag von Professor Dr. Michael Bachmann statt. Thema ist „Martin Luthers Bibelverständnis und das Judentum“.

Donnerstag, 16. November 2017, 20 Uhr
Gemeindehaus St. Hildegrad Breisach

Offenburg: Erinnern an den 9. November 1938

„Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ – Szenische Lesung aus den Tagebüchern von Victor Klemperer. Mit Bärbel Krehl, Edgar Common und Dieter Neuhaus. Sound: Christian Kessler.
 
Überleben im Faschismus: der jüdische Literaturwissenschaftler Victor Klemperer durchsteht von 1933 bis zum Kriegsende zusammen mit seiner nichtjüdischen Frau Eva zunehmende Isolierung, Schikanen, Demütigung und ein Leben in immerwährender Angst vor Haussuchung und Deportation. Sein Tagebuch wird für Klemperer zur „Balancierstange, ohne die ich hundert Mal abgestürzt wäre“.
 
Die Tagebücher wurden zu einem einmaligen Zeugnis über den Alltag der Judenverfolgung. „Tausend Mückenstiche sind schlimmer als ein Schlag auf den Kopf. Ich beobachte, notiere die Mückenstiche“.
 
Kontrastiert werden diese Notizen aus Dresden mit Berichten aus derselben Zeit in Offenburg – und mit Beobachtungen und O-Tönen aus unserer unmittelbaren Gegenwart.

9. November 2017, 20 Uhr
Offenburg, Langestraße 52
Eintritt frei
Veranstalter: Arbeitskreis 9. November
Um Anmeldung wird gebeten unter www.offenburg-kultur.de, per Mail an fb.kultur@offenburg.de oder telefonisch unter +49 781 82 22 98

Aktuelles aus dem Jüdischen Museum Emmendingen

Am Mittwoch, den 1. November 2017 bleibt das Jüdische Museum Emmendingen wegen der Aufbauarbeiten für die neue Dauerausstellung geschlossen.
Die neue Ausstellung in den Räumen des ehemaligen Ritualbades kann am Sonntag, den 12. November 2017 ab 14.00 Uhr besichtigt werden.

Podiumsdiskussion: Vergangenheit, Gegenwart & Zukünfte der Erinnerung

Am 25. Oktober laden der Verbund Gedenkstätten südlicher Oberrhein in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung BW, dem Colloqium Politicum und der Katholischen Akademie Freiburg zu einer Podiumsdiskussion: Der Umgang mit der Vergangenheit ist in Deutschland schwieriger als in den meisten anderen Staaten Europas. Nach langen politischen Kontroversen ist die Erinnerung an die Schrecken der NS-Zeit und an die Ermordung der europäischen Juden inzwischen jedoch zur konstitutiven Grundlage für das Selbstverständnis der Bundesrepublik geworden. Zugleich hat sich in den  vergangenen Jahrzehnten eine andere, eine neue Erinnerungskultur innerhalb der deutschen Nachkriegsdemokratie entwickelt. Sie ist sowohl in die großen Präsentationen des Bundes eingegangen, wie auch in die Arbeit der lokalen und regionalen Gedenkstätten. Wie kann Erinnerungskultur in der Medien- und Einwanderungsgesellschaft aussehen? Es sprechen und diskutieren Prof. Aleida Assmann, Sybille Thelen und Prof Wolfram Wette. Flyer_Podiumsdiskussion-25.10.2017_end-web

25. Oktober 2017, 19 Uhr
Freiburg, Landeszentrale für politische Bildung, Bertoldstraße 55
Eintritt frei

Ein neues Leben in der Ferne

Filmpremiere in Kippenheim: „Home away from Home – Ein neues Leben in der Ferne“

Am Mittwoch, den 25. Oktober um 10.30 Uhr lädt der „Förderverein Ehemalige Synagoge“ zur Premiere des Filmes in die Kippenheimer Synagoge ein.
 
Anlass ist der Besuch der Gedenkstätte des Anne-Frank-Gymnasiums Rheinau, das mit dem Förderverein im Rahmen einer Bildungspartnerschaft verbunden ist. Der 45 Minuten dauernde Film wurde von Professor Robert Gücker und Daniela Schaffart von der Hochschule Offenburg gedreht. Er porträtiert den aus Kippenheim stammenden Kurt Salomon Maier, der bei der Filmpremiere anwesend sein wird, sowie die Kippenheimerin Inge Auerbacher und die Offenburgerin Eva Mendelsson. Kurt Salomon Maier und Eva Mendelsson mussten am 22. Oktober 1940 mit ihren Angehörigen den Zug nach Südwestfrankreich in das Lager Gurs antreten. Die Familie Maier hatte Glück und konnte 1941 das Lager verlassen und in die USA emigrieren. Eva Mendelsson und ihre Schwester wurden von einem jüdischen Hilfswerk gerettet. Inge Auerbacher überlebte drei Jahre Theresienstadt. Heute leben Inge Auerbacher in New York, Eva Mendelsson in London und Kurt Salomon Maier in Washington DC. Nach einem historischen Einblick in die Zeit von Ausgrenzung und Verfolgung im Dritten Reich legt der Film den Fokus auf das heutige Leben der Zeitzeugen und ihrem Verhältnis zu der Vergangenheit. Wie geht es ihnen heute? Gerettet und doch nicht gerettet – weil die Erinnerung an Deportation und Lager immer präsent ist? Fühlen und denken sie immer noch deutsch nach über 70 Jahren oder sind sie ganz angekommen in ihrer neuen Heimat? Im Anschluss an die Filmvorführung stellen sich Kurt Salomon Maier und die Filmemacher den Fragen des Publikums.

25. Oktober 2017, 10.30 Uhr
Ehemalige Synagoge Kippenheim, Poststraße 17, Kippenheim
Eintritt frei