Gedenken in Breisach

Am Samstag, 22. Oktober 2016 jährt sich der Tag, an dem die jüdische Bevölkerung Badens und der Saarpfalz in das südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert wurde und damit die jüdischen Gemeinden ausgelöscht wurden.

Am Sonntag, 23. Oktober 2016 findet um 11.30 Uhr ein Gedenken am Mahnmal unterhalb des Breisacher Münsters statt. Dieses Mahnmal haben 2004 Freiburger Schülerinnen mit Helmut Lutz hergestellt. Es ist Teil des landesweiten ökumenischen Mahnmalprojekts, das die Evangelische Landeskirche und die Erzdiözese Freiburg im Jahr 2000 ins Leben gerufen haben.

Die andere Hälfte des Breisacher Gedenksteins findet sich im zentralen Mahnmal in Neckarzimmern, wo auf einem in den Boden eingelassenen Davidstern bisher 98 Steine aus verschiedenen Orten aufgestellt sind. Auch dort findet zum 22. Oktober eine Gedenkfeier statt.

Zu dem Gedenken in Breisach laden ein: Die Stadt Breisach am Rhein, die Vereine „Für die Zukunft lernen e.V.“, Freundeskreis Oswiecim e.V., Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V.

Sonntag, 23. Oktober 2016, 11:30 Uhr
Gedenken am Mahnmal unterhalb des Breisacher Münsters

300 Jahre jüdisches Leben in Emmendingen 1716 – 2016

Die Anfänge der Jüdischen Gemeinde Emmendingen

Vortrag mit Karl Günther, Pfarrer i.R.

Der aus Emmendingen stammende und heute in Heidelberg und Emmendingen lebende „Forscher-Pfarrer“ ist ein profunder Kenner der jüdischen Geschichte Emmendingens. Seine Familie war durch die Tätigkeit seiner Mutter beim damaligen Vorsteher der Israelitischen Gemeinde Simon Veit eng mit der Gemeinde verbunden. In zahlreichen Veröffentlichungen im „s`Eige zeige“ und in der „Geschichte der Stadt Emmendingen“ beschäftigte sich Karl Günther mit der Geschichte der Jüdischen Gemeinde, dem Bau der im Zuge der Pogromnacht zerstörten Synagoge auf dem Schlossplatz und den Grabinschriften auf den beiden Friedhöfen. Der Philologe, Theologe und Dozent für semitische Sprachen an der Universität Heidelberg, Mäzen und Sammler von Judaica, die bereits in zahlreichen Ausstellungen in Emmendingen im Jüdischen Museum und im Museum für Stadtgeschichte präsentiert wurden, ist auch der vor 21 Jahren wiedergegründeten Jüdischen Gemeinde Emmendingen K.d.ö.R. freundschaftlich verbunden. In seinem Vortrag widmet sich Karl Günther den Anfängen der Jüdischen Gemeinde. Hier begegnet der Zuhörer bekannten Familien, die nach Emmendingen geflüchtet waren und den Grundstock der Gemeinde bildeten. An diese Familien wird auch in der Sonderausstellung „Zeugnisse jüdischer Familiengeschichten“ erinnert, die noch bis Ende Dezember 2016 im Jüdischen Museum Emmendingen zu sehen ist.

Sonntag, 9. Oktober 2016, 11:30 Uhr
Emmendingen, Simon-Veit-Haus, Kirchstraße 11, Teschemacher-Saal
Eintritt frei, Spenden erbeten